schischi
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Habe mir gerade ein 20x80-Glas via eBay zugelegt. Laut Anbieter soll es "das Original" und keine "billige Kopie" sein, wie es ihm angeblich diverse andere Anbieter unterstellen.
Nun, ich bin absoluter Laie, vor allem was die Praxis angeht. Daher kann ich auch nicht beurteilen, ob es "das Original" - welches auch immer das Original sein soll - oder eine "billige Kopie" ist. Ein bisschen muss ich allerdings darüber schmunzeln, denn "das Original" wird ja in China produziert. Woher möge dann wohl die "billige Kopie" kommen?
Warum habe ich mir das Glas überhaupt gekauft? Wahrscheinlich werden jetzt die meisten darüber lachen, aber ich habe einfach etwas gesucht, dass ich mal schnell unter den Arm packen kann, um direkt vor der Haustüre zu (schnell)spechteln und deutlich mehr sehen kann als im 10x50. Aber Moment mal: 20 x 80? Braucht man da nicht zumindest ein Stativ? Mir war von vornherein klar, dass ich erstens ein Stativ für das Gerät benötige, um vernünftig damit beobachten zu können und zweitens mit einem Gradeinblick fast kein vernünftiges Beobachten möglich ist. Aber das war mir auch erst mal egal, weil ich mir dachte, dass man bei dem Preis nicht viel verlieren kann. Und - so denke ich - ist es auch.
Mein erster Laieneindruck: Als ich das Glas ausgepackt habe (es war in mehrfach ineinanderverschachtelten Kartons, jeweils mit mehreren Wicklungen Luftpolsterfolie umgeben, eingepackt) war ich zuerst überrascht, dass es wirklich sehr leicht ist. Das hatte ich mir schwerer und auch noch einen Tick größer vorgestellt. Ich war daher positiv überrascht, dass man es realtiv leicht einige Zeit freihändig halten kann. Beim anschließenden ersten Durchschauen heute tagsüber bei Sonnenschein war ich weiterhin überrascht, dass terristische Beobachtungen ebenfalls relativ problemlos freihändig durchzuführen sind. Ich war vorher der Meinung, dies wäre kaum möglich, da man dabei viel zu viel zittert. Dem war aber nicht so. Ich hatte das Gefühl, dass das Bild kaum mehr wackelt, als bei meinem 10x50, freihändig gehalten. Deshalb war ich fast schon ein bisschen skeptisch, ob es überhaupt 20fach vergrößert. Beim direkten Vergleich mit dem 10x50 hatte ich aber schon den Eindruck, als könnte dies stimmen. Und man sieht wirklich Erstaunliches mit dem Gerät: Straßennamen in vielleicht 200 m Entfernung lesen - kein Problem.
Als nächstes interressierte mich das Gesichtsfeld , was laut Herstellerangabe 3.2° (56 m auf 1000 m) betragen soll. Neue Überraschung: Auf dem Garät steht: 63 m auf 1000 m! Das müssten nach meiner Rechnung sogar 3.6° sein! Im Vergleich zum 10x50 mit 7.3° (Zeiss Dekarem) lag meine Schätzung sogar bei ca. 4° (an Strassenbegrenzungsgittern einer Brücke abgezählt). Nun, die Schätzung war sicher etwas ungenau, aber die 3.6° scheinen nicht so falsch zu sein.
Was mir (etwas) negativ aufgefallen ist: Wenn man nicht ganz gerade durchschaut, hat man Schatten im Bild. Habe mal versucht, auf den Bildrand zu schauen, um dort die Schärfe zu überprüfen. Dies war aber kaum möglich, weil dann nur noch Schatten zu sehen ist. Aber vielleicht mache ich da etwas falsch. Zweiter negativer Punkt: Viele Reflexe im Bild, besonders am hellen Tag, aber auch als ich eben mal den Mond angesehen habe. Wenn man vielleicht ca. 5°-10° neben den Mond schaut, sieht man aufgrund der Reflexe kaum etwas. Da ist das Zeiss deutlich besser.
Heute Abend habe ich dann auch mal im Dunkeln durchgesehen und festgestellt, dass man auch dann für kurze Zeit das Glas mal so in die Hand nehmen kann. Auf dem Mond erkennt man auch so viele Oberflächendeteils und den Saturn habe ich ebnfalls sofort an der ellipsenförmigen Erscheinungform erkannt (glaube ich zumindest). Größere Details gingen natürlich nicht und außerdem wird einem nach ein paar Minuten dann doch der Arm lahm und der Nacken steif.
Dennoch: Es ist schon ein recht imposanter Anblick mit dem Glas!
Rein äußerlich erkennne auch ich als Laie, dass es sicherlich nicht die Qualität und Verarbeitung z.B. des Zeiss Dekarems hat. Aber es macht zumindest einen soliden Eindruck. Und bei dem Preis...
Was mich noch interessieren würde, ist, ob es wirklich identisch mit Wolfi´s 20x80-Triplett ist.
Nun, ich bin absoluter Laie, vor allem was die Praxis angeht. Daher kann ich auch nicht beurteilen, ob es "das Original" - welches auch immer das Original sein soll - oder eine "billige Kopie" ist. Ein bisschen muss ich allerdings darüber schmunzeln, denn "das Original" wird ja in China produziert. Woher möge dann wohl die "billige Kopie" kommen?
Warum habe ich mir das Glas überhaupt gekauft? Wahrscheinlich werden jetzt die meisten darüber lachen, aber ich habe einfach etwas gesucht, dass ich mal schnell unter den Arm packen kann, um direkt vor der Haustüre zu (schnell)spechteln und deutlich mehr sehen kann als im 10x50. Aber Moment mal: 20 x 80? Braucht man da nicht zumindest ein Stativ? Mir war von vornherein klar, dass ich erstens ein Stativ für das Gerät benötige, um vernünftig damit beobachten zu können und zweitens mit einem Gradeinblick fast kein vernünftiges Beobachten möglich ist. Aber das war mir auch erst mal egal, weil ich mir dachte, dass man bei dem Preis nicht viel verlieren kann. Und - so denke ich - ist es auch.
Mein erster Laieneindruck: Als ich das Glas ausgepackt habe (es war in mehrfach ineinanderverschachtelten Kartons, jeweils mit mehreren Wicklungen Luftpolsterfolie umgeben, eingepackt) war ich zuerst überrascht, dass es wirklich sehr leicht ist. Das hatte ich mir schwerer und auch noch einen Tick größer vorgestellt. Ich war daher positiv überrascht, dass man es realtiv leicht einige Zeit freihändig halten kann. Beim anschließenden ersten Durchschauen heute tagsüber bei Sonnenschein war ich weiterhin überrascht, dass terristische Beobachtungen ebenfalls relativ problemlos freihändig durchzuführen sind. Ich war vorher der Meinung, dies wäre kaum möglich, da man dabei viel zu viel zittert. Dem war aber nicht so. Ich hatte das Gefühl, dass das Bild kaum mehr wackelt, als bei meinem 10x50, freihändig gehalten. Deshalb war ich fast schon ein bisschen skeptisch, ob es überhaupt 20fach vergrößert. Beim direkten Vergleich mit dem 10x50 hatte ich aber schon den Eindruck, als könnte dies stimmen. Und man sieht wirklich Erstaunliches mit dem Gerät: Straßennamen in vielleicht 200 m Entfernung lesen - kein Problem.
Als nächstes interressierte mich das Gesichtsfeld , was laut Herstellerangabe 3.2° (56 m auf 1000 m) betragen soll. Neue Überraschung: Auf dem Garät steht: 63 m auf 1000 m! Das müssten nach meiner Rechnung sogar 3.6° sein! Im Vergleich zum 10x50 mit 7.3° (Zeiss Dekarem) lag meine Schätzung sogar bei ca. 4° (an Strassenbegrenzungsgittern einer Brücke abgezählt). Nun, die Schätzung war sicher etwas ungenau, aber die 3.6° scheinen nicht so falsch zu sein.
Was mir (etwas) negativ aufgefallen ist: Wenn man nicht ganz gerade durchschaut, hat man Schatten im Bild. Habe mal versucht, auf den Bildrand zu schauen, um dort die Schärfe zu überprüfen. Dies war aber kaum möglich, weil dann nur noch Schatten zu sehen ist. Aber vielleicht mache ich da etwas falsch. Zweiter negativer Punkt: Viele Reflexe im Bild, besonders am hellen Tag, aber auch als ich eben mal den Mond angesehen habe. Wenn man vielleicht ca. 5°-10° neben den Mond schaut, sieht man aufgrund der Reflexe kaum etwas. Da ist das Zeiss deutlich besser.
Heute Abend habe ich dann auch mal im Dunkeln durchgesehen und festgestellt, dass man auch dann für kurze Zeit das Glas mal so in die Hand nehmen kann. Auf dem Mond erkennt man auch so viele Oberflächendeteils und den Saturn habe ich ebnfalls sofort an der ellipsenförmigen Erscheinungform erkannt (glaube ich zumindest). Größere Details gingen natürlich nicht und außerdem wird einem nach ein paar Minuten dann doch der Arm lahm und der Nacken steif.
Dennoch: Es ist schon ein recht imposanter Anblick mit dem Glas!
Rein äußerlich erkennne auch ich als Laie, dass es sicherlich nicht die Qualität und Verarbeitung z.B. des Zeiss Dekarems hat. Aber es macht zumindest einen soliden Eindruck. Und bei dem Preis...
Was mich noch interessieren würde, ist, ob es wirklich identisch mit Wolfi´s 20x80-Triplett ist.