3" Zenitspiegel und Okular

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Hallo Tom,

ist halt für die, denen ein 31mm Nagler noch nicht reicht und unbedingt 100 Grad Gesichtsfeld wollen.

Meiner Ansicht nach wäre es sinnvoller bei 3" ein 40mm Nagler / 55mm Panoptik / 65mm Plössl anzubieten. Das wäre für die ganzen f/10 Optiken schon gut. Engpass wäre dann nur das Blendrohr, da müsste etwas geändert werden.

Vermutlich ist aber der Markt zu klein und mit den Okularen von Siebert Optics schon ausreichend abgedeckt.

Viele Grüße,
Andreas
 
Hallo Spechtler

Es gibt durchaus noch "[zensiert]en" die aus sehr guten und berechtigten Gründen auch heute noch gerne zu Optiken greifen die deutlich mehr Feld ausleuchten können als eine 2" Steckhülse ( 47,3MM Filtergewindekerndurchmesser ) her geben kann. Dazu gehören z.B. große Refraktoren ab F6 und länger, große Cassegrain-Optiken ab 14-16", Schiefspiegler ab 8" und auch große Newtons, ja auch diese, ab 16" und größer mit einem Öffnungsverhältnis ab F5 (4.5)in Richtung F6-F10. Bei allen diesen Optiken lässt sich das maximal mögliche Gesichtfeld erst mit Okularen im 3"-Format (und größer) erreichen. Eigendlich sind 3"-Okulare sogar Pflicht ab 3 Meter Brennweite!

Ich überlege mir an meinem neuen 16" Dobson ( bei dem niedrigen Preis konnte ich nicht wiederstehen ) einen 3" Okularauszug zu adaptieren damit ich das 30MM/100°-Okular was ich bisher nur am Schiefspiegler genutz habe auch am Dobson verwenden kann. Warum ein Nagler kaufen wenn das andere Okular schon vorhanden ist! Hier muß ich aber erstmal austesten wie ich die deutlich höhere Gewichtsbelastung am Dobson in den Griff kriege. Der Feldgewinn gegenüber einem 31er Nagler beträgt immerhin schlappe 25% im Durchmesser. Das währen ca. 1°20´zu 1°40´.

Am Schiefspiegler nutze ich schon lange 3"-Okulare. Sowas gab es schon früher. Hier lässt sich das maximale Gesichtfeld und die Austrittpupille noch wesentlich deutlicher steigern. Als Übersichtokular verwende ich hier ein uhraltes 80MM-Okular von Wachter mit einer Feldblende von 70MM bei einer Austrittspupille von 4MM. Feldgewinn: 31´37" zu 48´1" oder rund 52% im Durchmesser. Hierzu reicht ein 3-linsiges Okular um selbst bei einem 70MM großen Bildkreis eine einwandfreie Sternabbildung ohne Koma, Astigmatismus und Bildfeldwölbung zu erreichen. Der zu 100% ausgeleuchtete Bildkreis liegt hier bei etwa 53MM. Der Helligkeitsabfall bis zum 70MM Durchmesser ist sehr, sehr gering und visuell nicht wahrnehmbar.

Ich sage es ja, es gibt auch heute noch durchaus gute Gründe nach etwas anderen Optiken und 3"-Okularen zu greifen!

Gruß Peter
 
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Hallo Peter,

"Es gibt durchaus noch "[censored]" die aus sehr guten und berechtigten Gründen auch heute noch gerne zu Optiken greifen die deutlich mehr Feld ausleuchten können als eine 2" Steckhülse ( 47,3MM Filtergewindekerndurchmesser ) her geben kann. Dazu gehören z.B. große Refraktoren ab F6 und länger, große Cassegrain-Optiken ab 14-16", Schiefspiegler ab 8" und auch große Newtons, ja auch diese, ab 16" und größer mit einem Öffnungsverhältnis ab F5 (4.5)in Richtung F6-F10. Bei allen diesen Optiken lässt sich das maximal mögliche Gesichtfeld erst mit Okularen im 3"-Format (und größer) erreichen. Eigendlich sind 3"-Okulare sogar Pflicht ab 3 Meter Brennweite!"

Naja, wenn die Cassegrains entsprechend für große Felder konstruiert wurden, passt das. I.d.R. sind es SCT's von der Stange nicht. Ausnahme: 16" SCT von Meade.

CS,
Gerrit
 
Hi Peter,

ich dachte, dass bei großen Dobsons die Richtung F/3.3 oder ähnlich eingeschlagen wird.
Wie kommst du denn bei 16"/ f/10 an den OAZ?
 
Hallo Dietmar

F10 wird in der Tat in der heutigen Zeit bei einem Newton nicht mehr realisiert. Ahnliches düfte aber bei einigen sehr seltenen historischen Geräten realisiert worden sein. Ein prominentes Beipiel ist der Leviathan 1,83M/F8,74.

F6 gibt es wahrscheinlich etwas zahlreicher wie etwa der 30-Zöller von Raphael. Der hat, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, 4,8Meter Brennweite. Das macht dann bei 30MM Okularbrennweite ein Feldgewinn von etwa 25%/Durchmesser bei einer Austrittspupille von 5MM. Also hier und da gibt es solche Optiken wo sich so etwas durchaus lohnt.

Matthias Wirth war auf dem letzten Itv mit einem richtig großen Cassgrain ( 20"/F10 ??) anwesend. Es hat mich hier gewundert, daß dieses Gerät nicht für 3"-Okulare vorgesehen wurde. Gerade da währen solche Okulare richtig zur Geltung gekommen.

Ich persönlich halte nicht viel von diesen F/3,3-ultraschnellen Newtons. Das ist zwar von der kurzen Baulänge bei großen Geräten und der leichteren Handhabung sehr verführerisch, bringt aber in sachen Feldgewinn so gut wie garnichts denn ein schnelleres Öffnungsverhältnis führt hier erstmal nur zu übergroßen Austrittspupillen. Um dem entgegen zu wirken muß man küzere Okularbrennweiten mit damit verbundenen kleineren Feldblenden verwenden. Da sind wir bei F/3,3 und Ap.5MM bei 16-17MM Okularbrennweite. Unterm Strich geht das dann mit dem maximalen Gesichtfeld aus wie das Hornberger Schiessen. Der Gewinn ist wenn überhaupt nur gering. Dafür legen dann Koma kräftg zu und die Tiefenschärfe deutlich ab. Dazu reagiert das ganze dann auch noch merklich empfindlicher bei der Justage. Und Okulare die so etwas noch halbwegs vernünftig mitmachen sind rar und auch nicht nicht gerade billig.

Gruß Peter
 
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Hi Zusammen,

naja... also für schnelle Optiken gibt es heute auch Großfeld-Okulare. Für langsame Optiken müsste man die 100° Okulare womöglich nicht so aufwändig konstruieren. Was aber schon Sinn machen würde, wäre ein 2" Okular mit maximal machbarer Feldblende um 30mm, denn: Es gibt kein Okular, was dies für den Bereich f/5 und schneller kann. Ein 42er Pano ist nicht einsetzbar, da schon bei f/5 >8mm AP, ein 35er Pano hat weniger Feld als ein 31mm Nagler. Was es zu Nagler und Pano an Alternativen gibt, landet bei vergleichbaren Feldblenden, löst also nicht das Problem, dass an maximales Widefield mit diesen Geräten nicht heranzukommen ist. Ein Komakorrektor mit Verlängerungsfaktor (HRCC, Paracorr I, II) macht das Problem noch prominenter.
Es wurde einfach versäumt, ein 100° Okular passend auszulegen.

Mit 3" gibt es natürlich ein Potenzial, aus den heute um f/7 und f/7,5 gefertigten Refraktoren mehr herauszuholen. Hier wäre die Obergrenze für maximale AP ja um 50mm Okularbrennweite, was in 3" mit bis zu/um 70° scheinbarem Gesichtsfeld machbar wäre. Entsprechend große Refraktoren, vermutlich ab 5" aufwärts, können das nutzbar machen. Fragt sich allerdings, ob diese Geräte ausreichend in dieser Richtung genutzt werden. Für Sternwarten mit visuellen Vorführungen sehe ich den Fortschritt eher bei den LER Okularen von ES. Da kann man bald um die Ecke rein gucken...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Swen

Das einzige Okular im Bereich 30-32MM in 2" welches wirklich den ganzen Bildkreis von 47MM erfaßt ist das Masuyama 32MM / 85°. Ob man damit aber bei F5 glücklich wird ist fraglich. Einige scheinen da mit der Randabbildung schon bei F7 denn doch nicht ganz zu frieden zu sein. Dazu:

http://forum.astronomie.de/phpapps/...44/Words/Masuyama+/Search/true/Re:_Masuyama_2"#Post1259933

Ein weiterer Kandidat für 3"-Okulare (42MM / 75°oder 50MM / 70° Fb. ca. 55-65MM ) dürfte so etwas hier sein obwohl das Gerät mehr zum Fotografieren gedacht ist aber bei 3,25Meter Brennweite dürfte sich das schon lohnen:

http://forum.astronomie.de/phpapps/...35/Ein_Wahnsinnsgerät_-_16_f/8_RC#Post1270835

Gruß Peter
 
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