45° versus 90°-Einblick/Prismen

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Aiolos

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Hallo, hier eine Frage an die "Fernglasoptiker" im Forum:

es fällt aufgrund des Marktangebotes auf, dass die meisten Astro-Großferngläser (die geradesichtigen lasse ich in diesem Beitrag außer acht - nicht abwertend gemeint!) mit 45°-Einblick gebaut werden. Für Astro-Zwecke sind aber 90°-Einblicke unzweifelhaft besser geeignet. Das beginnt beim Einblick Richtung Zenit und reicht bis zur geringeren erforderlichen Stativhöhe. An der Zusatzeignung für Tagbeobachtung des 45°-Einblickes kann es mE nicht liegen, weil man dafür besser Geradesichtgläser verwendet.
Nun zur konkreten Frage: sind die Prismen bei 90°-Einblick bei gleichem Qualitätsanspruch erheblich schwieriger, und damit teurer herzustellen? Oder woran liegt es sonst? Hat vielleicht jemand Skizzen über die Prismen und den Strahlengang, oder links, vefügbar?
Ich denke, dieses Thema interessiert sicher so manche Optik-Laien im Forum.

Grüße Aiolos
 
Hallo Aiolos,

bin zwar auch „nur“ ein Optik-Laie, wage aber dennoch eine Antwort auf Deine Frage: Ich denke, der Preisunterschied zwischen 45°- und 90°-Ferngläsern resultiert weniger aus unterschiedlich aufwendigen (sorry, man muss ja jetzt schreiben „aufwändigen“ <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ) Prismenkonstruktionen, sondern aus der Tatsache, dass die meisten Großferngläser nicht primär für Astrofreaks produziert werden. Die Fujinon-Großferngläser beispielsweise werden in erster Linie für die Marine hergestellt. Erst seit kurzer Zeit haben die Fernglas-Hersteller Sterngucker ja überhaupt als Zielgruppe erkannt und bewerben sie entsprechend. Für den Einsatz zu Marinezwecken ist der 45°-Einblick natürlich sinnvoller. Daher wage ich die Behauptung, dass die Nachfrage hier den Preis macht, weil 90°-Ferngläser beim Militär keine Rolle spielen.

Viele Grüße

Serenitatis
 
Hallo Kollegen!
Ich denke, die Vermutung ist richtig, 45° Einblick ist das, was man in der Seefahrt braucht, vor allem weil man damit maximal Flugzeuge am Horizont ausmachen möchte - oder die Küste absuchen. 90° sind da sicher unpraktisch, wegen uns paar Amateurastronomen ein Redesign zu machen, die ganzen Produktionsanlagen umzustellen, Qualitätssicherung etc.... und das im Geiz ist Geil - Markt, nein Fujinon und Myiauchi sind Profitorganisationen, was sich nicht rechnet, wird nicht produziert. Und ein paar Chinesen bauen ja schon low-cost Ferngläser mit 90° Einblick.

CS
Hans
 
Hallo Leute,

danke für die Infos. Das mit der Marine wird wohl so sein, und China lässt in diesem Bereich als Vorreiter hoffen (ohne Miyauchi hier unerwähnt zu lassen).

Grüße Aiolos
 
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