MichiP
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
endlich war es da, das letzte große noch fehlende Stück unserer Sternwarte, die 5,5 Meter Kuppel unserer Sternwarte. Das Ganze war, wie schon der ganze Sternwartebau, eine absolute Odyssee die ich euch nicht ganz vorenthalten möchte
Also der LKW mit den Kuppelteilen bei uns eingetroffen ist, musst wir feststellen, dass dieser statt der angegeben 10m rund 18m lang war und somit nicht mal die erste Kurve auf der Bergstraße zu unserer Sternwarte geschafft hätte. Daraufhin haben wir einen weiteren LKW organisiert der den anderen LKW umladen hätte sollen. Leider war es unmöglich den LKW mit einem kleinen Kran um zu laden, da die Hubhöhe zu gering war. Zu unserem Glück gibt es in dem Ort, in dem waren, einen Fensterhersteller, der einen riesen Gabelstapler hatte und sich bereit erklärte den LKW um zu laden.
So ein Problem gelöst, schon kommt das nächste. Ein paar Tage später hätte der Aufbau los gehen sollen. Einige Bekannte von Freunden haben sich bereit erklärt uns dabei tatkräftig zu unterstützen. Am Abend, bevor der Aufbau los gehen sollte, gab es noch ein kleines Meeting um zu besprechen wie alles von statten gehen sollte. So gegen 19 Uhr ist dann irgendwie unseren Helfern aufgefallen, dass es im Winter ja eigentlich kalt ist und draußen Schnee liegt und für den nächsten Tag zwar schönes aber nicht strahlend blauer Himmel angesagt war, also entschlossen sich von 4 Leuten 3 dazu uns doch nicht mehr helfen zu wollen. Grundsätzlich ja kein Problem, sie hätten es ja auch freiwillig und für ein gutes Abschlussessen gemacht. Nur es ist halt doch etwas knapp wenn man knapp 12 Stunden vor Beginn eine Absage bekommt. Also haben wir alles wieder abgeblasen.
Eine Woche später haben wir uns zwei Fachleute geholt, einen Zimmermann und einen Bauleiter, die das ganze mit uns aufbauen wollten. Nach erster Besichtigung der Baustelle, haben sie sofort gesagt, dass man die Kuppel nicht aufbauen kann weil bei auflauern die Maurer es wohl nicht so genau mit der Höhe und den Winkel genommen haben. Auf einer Länge von zwei Meter war ein Höhenunterschied von über 2,5cm und bis zu einem Extremwert von bis zu 5cm. Das hier eine Kuppel, die einen absolut gerade Untergrund benötigt wenn überhaupt, nicht lange funktioniert war selbst uns dann als Laien auf dem Gebiet klar. Wie gut das einer der beiden ein Zimmermann ist und uns eine wunderschöne Holzkonstruktion aus Spezial verleimten Holz, damit sich nichts verziehen kann, gebaut hat. Damit hatten wir einen perfekten Untergrund für unsere Kuppel. Jetzt noch schnell die Laufringe und die Kuppelschürze montiert und alles sitzt perfekt.
Am nächsten Morgen der Tag auf den wir alle schon so sehnlichst gewartet haben, das Kranen der GFK Elemente der Kuppel mit einem 25t Kran der einen 30m Ausleger hat. Man sollte meinen, dass jetzt eigentlich nichts mehr schief gehen kann. Ja von wegen, denkste. Eigentlich hätte um 10 Vormittag der Kran das erste Element in die Luft heben sollen. Kurz vor 10 Uhr bekamen wir den Anruf, dass der Kranfahrer die falsche Straße auf den Berg genommen hat und sich verspäten wird. Gut, solche Sachen können schon mal passieren und wir haben geduldig gewartet, bis der Kran dann da war. Wenig später war es dann auch so weit und der Kranfahrer baute seinen alles auf, dann haben wir das erste GFK Teil an den Kran gehängt und wenige Sekunden später, schwebte das gute Stück auch schon 20m über dem Boden Richtung Sternwarte. Alles schaut gut aus bis plötzlich, gut 6 Meter vor der Sternwarte der Arm des Krans stehen bleibt und der Kranführer zu uns her kommt und sagt, dass der Ausleger zu kurz ist und er die Verlängerung nicht hier hat um so weit hin zu kommen. An dieser Stelle sei noch kurz erwähnt, dass vor Abgabe des Angebots von der Firma ein Kranfahrer die Baustelle besichtigt hat um sicher zu stellen das genau DAS nicht passiert. Da ein Abbruch der Aktion nicht möglich war, da das Gebäude ja ohne Dach da stand, mussten wir kurzer Hand den Zaun unserer Nachbarn mit einer Kettensäge entfernen um den Kran näher an unser Gebäude zu bringen.
Das hat dann zum Glück funktioniert und der Zusammenbau der GFK Elemente gestaltete sich dann auch einigermaßen Problemlos. Es ist wirklich unglaublich was alles schief gehen kann bei so einem Projekt und das hier war nur der Teil mit der Kuppel
Im nach hinein muss ich selber über die ganze Sache Lachen und ich bin wirklich froh das wir alles trotz der Probleme noch hin bekommen haben. Der Kranfahrer war wirklich sehr gut im cm genauen positionieren der Teile und der Zimmermann und Bauleiter haben sich ihr Geld auch wirklich verdient.
So nun aber zu dem was euch wahrscheinlich am meisten Interessiert, den Fotos und Zeitrafferaufnahme des Zusammenbaus.
Link zur Grafik: http://www.amos.observatory.at/sharing/dome_ade.jpg
Fotos und die Zeitraffervideo findet ihr HIER!
Ich hoffe ich hab euch auch etwas zum schmunzeln gebracht mit dieser "Odyssee"
Schaut euch das Video am besten im Vollbild an.
CS,
Michi
PS: Die Motorisierung und Automatisierung der Kuppel sollte ende Februar kommen, mal schauen ob es dann die nächste Geschichte zu erzählen gibt :krank:
endlich war es da, das letzte große noch fehlende Stück unserer Sternwarte, die 5,5 Meter Kuppel unserer Sternwarte. Das Ganze war, wie schon der ganze Sternwartebau, eine absolute Odyssee die ich euch nicht ganz vorenthalten möchte
Also der LKW mit den Kuppelteilen bei uns eingetroffen ist, musst wir feststellen, dass dieser statt der angegeben 10m rund 18m lang war und somit nicht mal die erste Kurve auf der Bergstraße zu unserer Sternwarte geschafft hätte. Daraufhin haben wir einen weiteren LKW organisiert der den anderen LKW umladen hätte sollen. Leider war es unmöglich den LKW mit einem kleinen Kran um zu laden, da die Hubhöhe zu gering war. Zu unserem Glück gibt es in dem Ort, in dem waren, einen Fensterhersteller, der einen riesen Gabelstapler hatte und sich bereit erklärte den LKW um zu laden.
So ein Problem gelöst, schon kommt das nächste. Ein paar Tage später hätte der Aufbau los gehen sollen. Einige Bekannte von Freunden haben sich bereit erklärt uns dabei tatkräftig zu unterstützen. Am Abend, bevor der Aufbau los gehen sollte, gab es noch ein kleines Meeting um zu besprechen wie alles von statten gehen sollte. So gegen 19 Uhr ist dann irgendwie unseren Helfern aufgefallen, dass es im Winter ja eigentlich kalt ist und draußen Schnee liegt und für den nächsten Tag zwar schönes aber nicht strahlend blauer Himmel angesagt war, also entschlossen sich von 4 Leuten 3 dazu uns doch nicht mehr helfen zu wollen. Grundsätzlich ja kein Problem, sie hätten es ja auch freiwillig und für ein gutes Abschlussessen gemacht. Nur es ist halt doch etwas knapp wenn man knapp 12 Stunden vor Beginn eine Absage bekommt. Also haben wir alles wieder abgeblasen.
Eine Woche später haben wir uns zwei Fachleute geholt, einen Zimmermann und einen Bauleiter, die das ganze mit uns aufbauen wollten. Nach erster Besichtigung der Baustelle, haben sie sofort gesagt, dass man die Kuppel nicht aufbauen kann weil bei auflauern die Maurer es wohl nicht so genau mit der Höhe und den Winkel genommen haben. Auf einer Länge von zwei Meter war ein Höhenunterschied von über 2,5cm und bis zu einem Extremwert von bis zu 5cm. Das hier eine Kuppel, die einen absolut gerade Untergrund benötigt wenn überhaupt, nicht lange funktioniert war selbst uns dann als Laien auf dem Gebiet klar. Wie gut das einer der beiden ein Zimmermann ist und uns eine wunderschöne Holzkonstruktion aus Spezial verleimten Holz, damit sich nichts verziehen kann, gebaut hat. Damit hatten wir einen perfekten Untergrund für unsere Kuppel. Jetzt noch schnell die Laufringe und die Kuppelschürze montiert und alles sitzt perfekt.
Am nächsten Morgen der Tag auf den wir alle schon so sehnlichst gewartet haben, das Kranen der GFK Elemente der Kuppel mit einem 25t Kran der einen 30m Ausleger hat. Man sollte meinen, dass jetzt eigentlich nichts mehr schief gehen kann. Ja von wegen, denkste. Eigentlich hätte um 10 Vormittag der Kran das erste Element in die Luft heben sollen. Kurz vor 10 Uhr bekamen wir den Anruf, dass der Kranfahrer die falsche Straße auf den Berg genommen hat und sich verspäten wird. Gut, solche Sachen können schon mal passieren und wir haben geduldig gewartet, bis der Kran dann da war. Wenig später war es dann auch so weit und der Kranfahrer baute seinen alles auf, dann haben wir das erste GFK Teil an den Kran gehängt und wenige Sekunden später, schwebte das gute Stück auch schon 20m über dem Boden Richtung Sternwarte. Alles schaut gut aus bis plötzlich, gut 6 Meter vor der Sternwarte der Arm des Krans stehen bleibt und der Kranführer zu uns her kommt und sagt, dass der Ausleger zu kurz ist und er die Verlängerung nicht hier hat um so weit hin zu kommen. An dieser Stelle sei noch kurz erwähnt, dass vor Abgabe des Angebots von der Firma ein Kranfahrer die Baustelle besichtigt hat um sicher zu stellen das genau DAS nicht passiert. Da ein Abbruch der Aktion nicht möglich war, da das Gebäude ja ohne Dach da stand, mussten wir kurzer Hand den Zaun unserer Nachbarn mit einer Kettensäge entfernen um den Kran näher an unser Gebäude zu bringen.
Das hat dann zum Glück funktioniert und der Zusammenbau der GFK Elemente gestaltete sich dann auch einigermaßen Problemlos. Es ist wirklich unglaublich was alles schief gehen kann bei so einem Projekt und das hier war nur der Teil mit der Kuppel
So nun aber zu dem was euch wahrscheinlich am meisten Interessiert, den Fotos und Zeitrafferaufnahme des Zusammenbaus.
Link zur Grafik: http://www.amos.observatory.at/sharing/dome_ade.jpg
Fotos und die Zeitraffervideo findet ihr HIER!
Ich hoffe ich hab euch auch etwas zum schmunzeln gebracht mit dieser "Odyssee"
CS,
Michi
PS: Die Motorisierung und Automatisierung der Kuppel sollte ende Februar kommen, mal schauen ob es dann die nächste Geschichte zu erzählen gibt :krank: