5 Kurztipps zum Teleskopkauf

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Hi Peter!

Einiges ist richtig, anderes falsch!
Das solltest Du nochmals überarbeiten, denn die Aussagen können dem Einsteiger z.T. Frust bereiten, hielte er/sie sich daran. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Ob es der "Nebelfilter ab 8" " ist, ob der "lange Tubus ein Planetengerät" ist, "ein gutes Fernglas 10fache Vergrößerung" haben muss oder ein "Justierlaser erst ab 8" zu empfehlen sei" (der ist Grundausstattung bei JEDEM Newton egal ab 3" oder 24"). Diese Aussagen bedürfen der Überarbeitung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />

So stehenlassen kann man dies jedenfalls nicht, will man Anfängern nicht den Einstieg unnötig erschweren.

Gruss Hannes
 
tag peter!

ich finde ebenfalls, dass an der stelle das eine oder andere verbessert werden sollte. ich bin noch nicht ewig dabei, daher kann ich die sorgen und nöte von einigen anfängern noch ganz gut nachvollziehen. ohne eine weitere beschäftigung mit den grundlagen der optik wird auch kein anfänger froh mit seinem 1. gerät werden. es fehlt für mich der hinweis nach weiterer theorie auch wenn es nur links sind. desweiteren fehlt meiner meinung nach der wichtigste tip für einen anfänger überhaupt: suche leute aus der umgebung die einen mit rausnehmen und durchkucken lassen.
dass die brennweite für einen anfänger sekundär wäre, würde ich so ebenfalls nicht stehen lassen. es ist in diesem punkt auch eine frage welche okulare zu welchem gerät gut passen bzw. ob ein parabolspiegel angebracht wäre oder noch nicht unbedingt. und der hinweis darauf, dass die leistungsstärksten teleskope der welt spiegelteleskope sind, finde ich hier eher verwirrend, wenn auch nicht falsch.
ansonsten: für den blutigen anfänger ok, aber man sollte es nicht bei diesem wissen bleiben lassen, sonst lässt der spass auch schnell nach.

ich habe gerade noch etwas weiter in der hp geschaut. ein teil meiner kritik ist wohl nicht ganz berechtigt, fehlt bloß der hinweis auf die anderen seiten der hp.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

schließe mich im Wesentlichen meinen Vorrednern an.

Meine persönliche Empfehlung an den Einsteiger:
1. Überlege zunächst, was du beobachten (evtl. auch fotografieren) willst!
2. Informiere dich in einschlägigen Astronomie-Foren! (Nicht unbedingt nur auf den Rat eines Einzelnen hören)
und
3.bedenke: Jedes Teleskop hat seinen Himmel (nur eine Gurke nicht)! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
Hallo Peter,

es mutet schon etwas seltsam an, eine "Kurztipp-Sammlung" eines Händlers - im Sinne einer Einsteiger-Beratung verstanden - aus Sicht der Foren-User kritisch auseinandergesetzt bekommen zu wollen. (Beratung --> "Kunden-Konfiguration" bis -Lenkung?) Nun denn, so kurz ich kann:

Es gibt viele gutgemeinte Tipps im Internet zum Thema Teleskopkauf. Diese Tipps sind von "alten Hasen"
geschrieben und mit Fachjargon überhäuft. Deshalb möchte ich mich im folgenden in 5 kurzen Punkten ohne
Fachausdrücke dem Thema Einsteigerteleskop widmen.

Welche Tipps sind gutgemeint, welche wirkich gut? Was sind die Kriterien? Welche "alten Hasen" sollen das hier (hab schon bis zuende gelesen) bitte verfasst haben? Was soll diese Einleitung bewirken? Verwirrung? Wo ist das sachlich (ziel-)führende? Sind Einleitungen von "alten Hasen", die nicht gleichzeitig in den Fachjargon zur nötigen Tiefe einführen können, geeignet? Wer hat da wie recherchiert, ohne wenigstens Google und die Suchfunktion hier zu bemühen? Die Entscheidung des Verantwortlichen, nicht mein Ding... Ob das so ganz ohne Fachausdrücke was wird... ("Thema Werbung und Kurzversprechungen")

1. Öffnung
Der wichtigste Parameter überhaupt.
Oweh, verwickelte Details (AP, Flächenhelligkeit vs. Punktquellen, Lichtverschmutzung etc.) werden unzulässig (sinnentstellend) verkürzt. Überhaupt: warum kein Hinweis auf mögliche andere Prioritäten (z. B. Transportabilität). Im folgenden ist es für das Lichtsammeln (nur) primär die unobstruierte Apertur ("freie Öffnung"), nicht ein eventuell extra durch Blenden hingetunter Extra-Big-Tube bei "kleiner Scherbe". Abbildungsqualität ergibt sich im komplexen Beobachtungsgeschehen aus zahlreichen Parametern.

Im weiter folgenden zur Rechnung: Entweder richtige Zahlen und gleich vierfach schreiben oder mehr als vierfach bzw. weniger als. (76 ist ja nicht die Hälfte von 150)

Weiter ist der Vergleich bei gleichem Preisniveau sehr unglücklich formuliert bis sachlich total falsch. ("Niedrigstpreisige kleine Newtons schlagen gleichpreisige Linser, weil diese winzig sind; größere Newtons schlagen dann immer Linser durch ihre schiere Größe, egal wie teuer.")

Aus solchen Ansichten quasi den Schluß ziehen zu wollen, "SOMIT sei ein Reflektor einsteiger-geeigneter", würde mich eher davon abhalten. Zwar in der Sache akzeptabel, aber Argumentation schwach, Herleitung unvollständig, Ausdruck verbesserungsfähig. Was der Hinweis auf die professionellen Extremgeräte und deren Design hier verloren im Zusammenhang soll, verrät uns vielleicht der Urheber - ein stichhaltiges Pro-Argument hätte es wohl auch getan.

"Die Brennweite sei eher sekundär." Wo ist der Smilie, der mit seinem Kopf gegen die Wand donnert? Beim Refraktor ist sie bei Allroundern superwichtig, bei sehr günstigen Reflektoren mittlerweile ebenfalls. Wenn wir kurzbauende Systeme außer acht lassen, bedarf es bei längerer Brennweite einer deutlich tragfähigeren und kostspieligeren Montierung. Nur zum Beispiel. Auch Stativhöhe kann eine Rolle spielen.

Jetzt die Stelle, wo die "alten Hasen" allzu alt daherkommen, ihre aktive Zeit mag schon jenseits ihrer Erinnerung liegen: Lichtstärke und visuelle Beobachtung. Bitte dringend Suchfunktion benutzen, im Optik-Buch nachschauen, unbedingt verstehen versuchen. Ich erklär das nicht mehr en detail, schlicht AP=Okularbrennweite/Blende ("Blende" ist 1/Öffnungsverhältnis). Sehr kurze Newtons sind oft fotographisch (oder richtig groooß!)

4. Montierung
Eine stabile Montierung ist genauso wichtig wie eine gute Optik.

Nein, wieder falsch. Die Montierung ist wichtiger. Das ist sicher keine Einzelmeinung. (Wenn auch die tollste Optik wackelt, nervts.) Als Fachmann kennst Du die Fakten.

Zur Bewertung des Montierungstyps kann man stehen wie man will, man sollte nur 1. erwähnen, daß andere das anders sehen und erleben und 2. sauber argumentativ begründen (LEUTE!). Beim Dobsonieren, welches schnell intuitiv erlernt wird, solls also viel Übung und aufwendig ständig 2-achsig erfordern? Ich habe eher erlebt, daß ich um Planetenkulmi herum nur die Az-Drehung brauche und je besser das Teil tatsächlich gebaut ist (Rockerbox/Teflon/Reibungsunterschied) umso besser. Technisch nicht so begeisterungsfreudige Einsteiger - die hier ja richtig sind, wir brauchen ja auch keinen Fachjargon - müssen nur mal eben die parallaktische Montierung einschl. der notwendigen Himmelsmechanik kennenlernen, Polblockjustage, Schnell-Einnordung, Rekt/Dek-Einstellung aufs Objekt und SCHON ist die gaar nicht so technische Aufstellung und Einrichtung perfekt - untechnischer als beim Dobson auf jeden Fall, wenn ich der "Argumentation" des Textes folgen will.

Mit der (unbegründeten) Okularempfehlung und den Abschlußbemerkungen findet dieses "Gruselstück gutgemeinter Einführung" sein etwas in der Luft hängendes Ende; da haben ja schon die Kollegen treffendes zu kritisiert, allein den Mondfilter, den ich auch in meiner Kiste habe ("auch reingefallen"), den hab ich noch nie benutzt, entweder höher vergrößert oder Licht angemacht, oder abgeblendet, demnächst per Binoansatz... Ich persönlich würde den Mondfilter als das Verzichtbarste an Astroequipment für den Einsteiger bezeichnen.

Sorry, Peter, ich hoffe meine kritische Auseinandersetzung mit dem Text war nicht zu krass, ich wollte aber ehrlich und verständlich sein. Da ist wirklich noch viel Platz für Verbesserungen. Vielleicht helfen die geläufigen knappen Einführungen, sozusagen aus mehreren die eigene stricken?

Wünsche klare Himmel und Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Hi Peter,
ich finde es grundsätzlich gut, das Du übers Internet Einsteigern und solchen die es werden wollen behilflich sein möchtest.
Den konkreten Artikel würde ich allerdings nicht empfehlen wollen.
Für mich liest er sich wie ein Sammelsurium an Phrasen, die teils falsch, nicht ausreichend erklärt oder hergeleitet und m.E. auch teilweise verwirrend für Einsteiger sind.
Ich denke der Artikel sollte nochmal neu gestrickt werden. Er müßte, um hilfreich zu sein, inhaltlich etwas ausführlicher werden - zu unterschiedlich sind die Interessen und Ansprüche der Einsteiger, als das man sie so einfach in eine Richtung lenken kann, die alle zufriedenstellt bzw. allgemeingültig ist.
Hier muß man differenzieren.
Letztlich denke ich sollte man die Suchenden anleiten sich eigene Gedanken zu machen, die eigenen Wünsche und deren Realisierbarkeit realistisch zu betrachten um so eine Grundrichtung zu erarbeiten. Dazu praktische Erfahrungen vor dem Kauf und der Einsteiger wird schnell sein Gerät finden.
So zumindest meine Erfahrungen, sowohl als ich Einsteiger war, als auch mit einigen Interessenten, die sich inzwischen an mich gewandt haben/hatten und mit mir/uns mitbeobachtet haben und dies teilweise immer noch tun.
In diesem Sinne viel Erfolg und
CS
 
Hallo Sternenfreunde,

da habe ich ja wohl was losgetreten.
Ich habe schon einige E-Mail Antworten auf meine Kurztipps von "alten Hasen" (das meine ich übrigens positiv!) bekommen. Resumee: Sehr gut!
Insbes. an Mathias: Ich habe sehr viel mit Einsteigern zu tun, da ich Astronomie-Einsteiger-Kurse an der VHS Freising gebe. Wenn ich Deine Kritikpunkte einen Einsteiger lesen lassen würde, wüsste er sicherlich weniger wie vorher.

Übrigens weise ich unter "weiterführende Links" auf die hervorragende Seite von Dr. Strickling hin. Im wesentlichen macht er diesselben Aussagen wie ich, nur eben ausführlicher!

Viele Grüsse!
 
Hallo Peter,

die Kritikpunkte der Kollegen (wie ich sie verstehe) und meine sind nicht für den Einsteiger als Zusatz zum "Gruselstück gutgemeinter Einführung" gedacht, sondern für den Verfasser des Textes zur Verbesserung desselben.

Um eine gewisse Ausführlichkeit kommt man nicht herum, will man nicht absolut Substazielles weglassen. Das ist ja schon mehrfach angeklungen.

Erstaunlich, daß hier die "alten Hasen" kontruktive Krinik zur Verbesserung posten: sprich, was noch nicht so glücklich formuliert oder dargelegt ist, hingegen weitere "alte Hasen" ihr Lob per e-Mail mitteilen. Kritk also eher öffentlich, Lob eher privat. Soso.

Worum geht es denn? Will der Text wirklich in die Astronomie einführen und dann den Ansatz einer Beratung zu Gerät liefern -
oder will der Text scheinbar im Ansatz einführen, soll aber schnell Teleskope verkaufen?

Daß Du erfolgreich an der VHS Einsteiger in die Astronomie einführst, finde ich klasse. Warum dann nicht auch im Text? Oder machst Du das in der VHS auch "in 12 Sätzen zum Kaufabschluß 6-Zöller"...

Wie Du mit Kritik (z. B. Verbesserungsvorschlägen) umgehst, ist Deine Angelegenheit. Ich persönlich würde auch hier noch Verbesserungsmöglichkeiten sehen, aber das sprengt dieses Thema und eigentlich auch dieses Forum.

Ein ganz anderer Vorschlag wäre es, sich mal den Umfang anderer Einleitungen in die Thematk anzusehen, und zu überlegen, warum eine gewisse Länge notwendig erscheint.

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Hallo,

also ich als totaler Neueinsteiger finde diese Tipps eigentlich ganz gut, vor allem leicht verständlich und kurz gehalten.

Natürlich muss man sich noch weiter informieren usw. aber ein paar wichtige Grundekenntnisse zu Teleskopen und dem ersten Kauf vermitteln sie schon, wie ich finde.

Vor allem, wenn ich in einem Forum etwas frage und dann die Antwort kommt "Benutz google oder die Such-Funktion" bin ich froh wenn ich auch etwas leicht verständliches beim Googeln finde.

mfg
Spike
 
hi peter,

ich finde diese seite enthält eine laienhafte zusammenstellung von fakten und einigen dogmen.

eine gute vollständige anfängerberatung ist das bestimmt nicht.

von einem händler meines vertrauens würde ich eine wesentlich umfangreichere, genauere und vor allem sachlich richtige beratung erwarten.
 
Hallo Matthias,

also ich habe über der Inhaltsauflistung meiner Einsteigerecke nicht umsonst drüberstehen, daß man sich bitte mehrere Abende Zeit nehmen soll, das durchzuackern und zu verstehen. Ich glaube auch, daß meine Einsteigerecke auf einem guten Weg ist, den verwendeten Fachjargon auch zu erklären.
Vielleicht wird so etwas manchen Kunden nicht gerecht, aber es wird sicher demjenigen gerecht, der auch ein Jahr nach dem Teleskopkauf das Hobby betreibt.
Ich glaube eine Kurzanleitung derart ist eigentlich nur die Übermittlung einer Meinung, ohne daß deren Zustandekommen erklärbar wird. Und das ist nicht nur schade, sondern es entmündigt den Einsteiger. Ich hoffe, mit meinen Beratungen den Einsteiger zu einer eigenen Entscheidung zu führen. Das verstehe ich unter Beratungsqualität.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Spike,

fein, daß uns ein totaler Neueinsteiger die Tipps als verständlich beschreibt. Hast Du denn alles richtig verstanden - wo so manch alter Hase hier unzulässige Verkürzung angesagt hat? Das kannst Du z. B. dadurch überprüfen, daß Du auch unsere - weil die Zusammenhänge eben nicht ganz so einfach sind - komplexere Kritik verstanden hast.

Das "Problem" an Einsteigern in diesen Fragen ist, daß einerseits genau dieser der Addressat des Textes ist, andererseits als noch nicht Fortgeschrittener kaum Vergleiche und tieferes Wissen hat. Den Einsteiger kann man fragen, ob er einen Text versteht (sprachlich/sachlich). Richtig interessant wirds aber, wenn man den auf einer Ebene höher dazu befragt. Z. B. nach der AP in Bezug auf Öffnung, Brennweite und Okular. Um den Grundbegriff der Minimalvergrößerung bzw. des größten Feldes/Max-AP zu erfassen, braucht es das. Da kann dann rauskommen: Text verstanden, aber nun durch die Nachfrage gelernt, es gibt noch anderes Wichtiges. Möglicherweise erspürt auch der Einsteiger nun Grenzen und lernt mit anderen Quellen...

Ein weiteres Problem, daß auch ich vor wenigen Jahren bei meinem Einstieg in die Praxis hatte, ist, das erste Gerät einzuschätzen. Zufriedenheit definiert sich in den ersten Tagen, Wochen, Monaten ganz anders als danach. Erst nach reichlich Erfahrung und durch Vergleiche an anderen Geräten kristallisiert sich langsam Erfahrung heraus. So findet eigentlich jeder die erste Benutzung eines Teleskopes toll, wie auch das erste mal radfahren... Mit besseren Okularen ists besser, mit ner besseren Primäroptik auch. Auch an Stativ und Montierung kann man sich steigern und plötzlich hat man was ganz anderes. Von anderem Himmel etc. will ich gar nicht reden. Wenn die Erstausstattung noch vorhanden ist, ist ein Vergleich nun häufig "kläglich" (enges Leistungsverständnis).

Was Einsteiger als "Zufriedenheit" äußern, ist also eher als
- offensichlich keine Überforderung
- augenscheinlich keine prinzipiellen Großprobleme und
- emotional positive Beteiligung und positives Erleben
zu bewerten. Die sind mitten im Lern- und Erfahrungsprozeß, das gehört auf andere Wagschalen als differenzierte Urteile langjähriger Sternfreunde.

Ja, mit dem Suchen und Googlen, das sind immer stärker kommende Zukunftsqualifikationen in der Wissensgesellschaft. Über das leicht Verständliche zum Schwierigeren. Klasse ist doch, daß das Wissen so einfach da ist. Vor 20 Jahren hätte man Bücher erstmal suchen müssen... Für mich persönlich gehört die Erarbeitung von Wissen dazu genauso wie das Verstehen und Anwendenkönnen. Vielleicht kann man sich das irgendwann auf seinen Großhirnchip runterladen, kost aber wahrscheinlich dann auch Lizenzen... Vielleicht ist auch Neugier und Lernen überhaupt bipolar belegt, einerseits als erfreulich und positiv bewertet, andererseits als negativ (typ. institutionsbedingte Schülerblockade "Aufwand/Fremdbestimmung" statt "Faulenzen/Selbstbestimmung").

@ Peter:

Ich möchte für mich nun so langsam diese Diskussion beenden, ich mache hier weder für Händler den unbezahlten Lektor noch Stillehrer oder Astroeinführer. Ich brauche nicht das Erlebnis von ausgeprägter Kritikunfähigkeit meiner virtuellen Gesprächsparter. Sich für die Arbeit, die sich ein beflissener Leser und engagierter Kritiker macht, nicht zu bedanken, mag ihren Ursprung im soziokulturellen Kontext des Verfassers haben oder in meinem evtl. verschrobenen Verständnis von "Aufwand", "Kritik ist hilfreich" und "Anlässe für Dank". Vielleicht bin ich zu Dir, Peter hier einfach inkompatibel. Ferner brauche ich auch nicht das geschilderte Erlebnis, daß Verbesserungskritk öffentlich gepostet wird, die "anderen alten Hasen" ihr Lob per e-Mail äußern.

Der kleinste Nenner wäre wohl:
- Der Text ist sehr knapp.
- Einsteiger verstehen diesen sprachlich und sachlich bis in die geringe Tiefe, die er führt.
- Der Text bietet Ergänzungen zahlreiche Ansatzpunkte.
- Der Text gehört durch geläufige Einführungen ergänzt, was der Text ja auch selbst am Schluß erwähnt.

Als "Arbeitszeugnis" weiß man dies zu bewerten, Schulnoten will ich nun nicht vergeben. Ich wünsche den Einsteigern dennoch nicht: öffnungsgroße Langbrennweiter (mit den vorgeschlagenen Okularen) auf gleichteuren Wackelmontis mit vermutlich zu kleinen Stativen und Mondfilter...

Wünsche guten Einstieg, klare Himmel mit Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Beratungsqualität

Hallo Sven,

100% Zustimmung. Deine Einführung kommt gänzlich anders daher:

In klarer Gliederung wird der Adressat behutsam an die Hand genommen und zum Thema geführt. Dabei wird er nicht mit Fachausdrücken bombardiert, sondern bekommt diese Stück für Stück erklärt, wie es sich zwanglos im Textfluß ergibt. (Ohne, daß versprochen würde, auf Fachausdrücke würde verzichtet, was im folgenden dann nicht gelingt...)

Alle wesentlichen Aspekte einer Einführung werden differenziert behandelt und auch weiterführende Texte werden angemessen angesprochen.

Allein, daß Du 3 mögliche Einstiegs-Setups im virtuellen Gespräch mit dem Einsteiger diskutierst, zeigt schon die vorbildliche Praxisnähe auf. Der Adressat ist eingeladen, mitzudenken und mitzuentscheiden, er liest interessante Dinge, gar nicht so wie im Schulbuch und lernt doch schnell eine Menge. Ich kann mich noch erinnern, als ich vor wenigen Jahren in die Praxis eingestiegen bin, Deine Einleitung hat mir wirklich geholfen.

So sieht sehr gute Beratungsqualität aus, das war auch ein Haufen Arbeit und tausend Editierungen, denke ich mal... So gesehen noch ein etwas verspätetes Dankeschön.

Eben eine klasse Beratung vom erfahrenen Sternfreund für den Neuling. Die "5 kurzen Tipps" sind allerdings vom Händler, der womöglich andere Prioritäten setzt. Vielleicht verstehen wir die "5 kurzen Tipps" insofern falsch, als daß sie nur scheinbar in die Astronomie einführen sollen, sondern mehr auf das Klientel zugeschnitten sind und zu raschem Gekaufe führen sollen. Mögliche Charakteristika dieser Kundengruppe: "lesen nicht gern viel" (eher gering vorgebildet, eher weniger hochdifferenziert agierend), "brauchen schnelle kurze Fakten" (lassen sich mit großen Worten und gut klingenden Phrasen ködern), "gern große Entscheidungsunterstützung" (undifferenziertes In-den-Mund-Legen-Lassen von gern hochfrequentierten Attributen), "eher Niederpreisartikel" (...), "eher Hobby-Hopper (schnell reinriechen, schnell oberflächlich erleben, schnell kaufen, über geringen Zeitraum "nutzen", schnelle Hobby-Umorientierung mit Verkauf/Ablagern der Artikel). Für diese Käuferzielgruppe ("Geiz sei geil") mögen die "5 Kurztipps" durchaus passend sein und der wirtschaftliche Erfolg würde dies auch abbilden. So funktioniert nun mal der Markt: Klientel=Nische=Geschäft.

Da beklagt sich dann das Leidenschaftsherz des ambitionierten Amateurs über Beratungsqualität. Diese Unvereinbarkeiten liegen aber in der Zielsetzung, weshalb ich eine sachliche Diskussion eigentlich als obsolet empfinde. Der Kunde zwischen Bevormundung und Beratung - ich denke, man kann den Hinweis auf VIELE QUELLEN von Informationen zum Thema Einführung nicht oft genug wiederholen.

Wünsche klare Himmel und Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Re: Beratungsqualität

Hallo Matthias,

das Du Dir die Zeit nimmst, so tiefgründig und fundiert auf die Fragestellung einzugehen finde ich in höchstem Maße anerkennenswert.
Hoffe das Deine gutgemeinten Erläuterungen auch richtig ankommen.

Gruß Leo
 
Re: Beratungsqualität

Ich habe natürlich mit Interesse alle Beiträge hier zu diesem Thema gelesen und weiß aus jahrelanger Erfahrung, wie
schwierig es ist, gerade Anfängern kurz und übersichtlich die wesentlichen Unterschiede zu vermitteln.

Ich habe dann immer einen kleine Stückzahl des Kosmos- Büchleins ´Das Teleskop für Einsteiger` von Klötzler (Preis 12.90) bereitgehalten und Einsteigern nach einem Beratungsgespäch kostenlos zur weiteren Lektüre mitgegeben. Ich kann dieses Buch nur jedem Anfänger empfehlen.
Mit freundlichem Gruß
Hans Vehrenberg



 
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