70mm Refraktor

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Kosh

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Hallo, ich suche noch einen Refraktor.
Bei einem Händler im Internet hab ich diesen gefunden.

SkyWatcher Refraktor mit 900mm Brennweite/ 70mm Öffnung
Montierung EQ-2
stufenlos höhenverstellbares Alustativ mit Okularablageplatte
2 gute Kellnerokulare (Super 10mm und Super 25mm) mit Gummiaugenmuschel gegen Streulicht
5x24 Sucher
Zenitspiegel
2-fach Barlowlinse

Das Gerät hat 2 Jahre Garantie und soll 129 Euro kosten.

Ich würde jetzt mal sagen das 129 Euro für das Gerät ein guter Preis ist. Was meint ihr dazu?

Achso, ich wollt den Refraktor überwiegend für Plantenbeobachtung einsetzen, ein bissl Deep Sky wäre allerdings auch nicht schlecht. Viel Deep Sky kann ich mit der Öffnung nicht erwarten das weiß ich schon <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> .
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Kosh,
das ausgesuchte Gerät ist ein Einsteigergerät speziell für Planeten. Aufgrund des Öffnungsverhältnisses sollte der Refraktor fast frei von Farbfehlern sein.
Am ehesten kann ich mir das Gerät für den Mond vorstellen, da die Öffnung doch recht klein ist und somit grade genug Licht bringt um Vergrößerungen zu liefern ab welcher man mit der Planetenbeobachtung beginnen kann.
Von 5x24 Suchern halte ich persönlich nichts. Da würde ich 6x30 schon haben haben wollen, besser einen Peilsucher.
Die Monti sollte ausreichen für visuelle Beobachtung, wobei ich vermute, das die Kombination nicht frei von Schwingungen sein wird, weil der Hebel des Scopes recht groß ist.
Wie Du schon sagst darfst Du bei Deep Sky eher wenig erwarten.
In weit der Preis angemessen ist, ist abhängig von der Qualität des Scopes und dem Zubehör, gibt es mit dem LIDL ja ein günstiges Angebot in dieser Teleskopklasse.
Auch sind die vergleichsweise deutlich leistungsfähigeren 114/900 Newton z.T. preislich nicht mehr weit weg.
CS
 
Hi

U.a. benutze ich ebenfalls einen 70/900 mm Refraktor jedoch von Celestron (kommt am Ende das Selbe raus).
Dieser hatte anstelle des 5x24 Suchers einen Leuchtpunktsucher dabei,welcher schon einen erheblichen Vorteil gegenüber dem 5x24 Sucher bietet.

Am Mond kann man bei guten Bedingungen bis 250 fach gehen jedoch wird das Bild dann schon etwas Dunkel.
Am Planeten gehen bei guten Bedingungen 180 fach wobei auch hier die Helligkeit ziemlich abnimmt.
150 fach hallte ich bei diesem Gerät für ne vernünftige Vergrösserung mit einem schön scharfen und Farbfreiem Bild.

Hatte das Gerät zuerst auf ner LidlMonti (Astro 3).
Mit Selbstbau Holzstativ war das zittern beim fokussieren noch recht erträglich.
Nun benutze ich das Scope auf ner SkyView mit Betonsäule.
Da fühlt sich der Refraktor schon wohler drauf.

viele Grüße
Micha
 
Moin Kosh!

Ich besitze einen 70/900 mm-Refraktor, allerdings das azimutale Modell
von Bresser (Sirius). Es ist eines meiner Teleskope für den schnellen
Einsatz. Wenn man weiß, was man von einer 70 mm-Optik erwarten kann, ist
das eine nette Teleskopgröße. Details auf Planeten erkennt man damit,
ebenso die meisten der Messier-Objekte, außerdem noch Planetoide und
Kometen bis etwa +10 bis +11 m. Auch die Sonnenbeobachtung geht damit
gut - meinen Sirius hatte ich neulich beim Venus-Transit im Einsatz.

Wenn Du vorhast, so eine Optik parallaktisch zu montieren, würde ich
auch zu etwas Stabilerem als eine EQ-2 oder Astro-3 (Lidl-Monti) raten.
Wie bereits geschrieben, sind die Hebel durch den Tubus recht lang, was
einen stabilen Unterbau erfordert.

Meinen Refraktor habe ich bei eBay geschossen. Dort wird ab und zu auch
die parall. Bresser-Variante "Lyra" angeboten. Diese kommt zwar "nur"
auf einer EQ-1 daher, doch wenigstens kommt man dann z.T. günstig an die
Optik mit Rohrschellen. Später könnte man dann die Montierung ersetzen,
aufrüsten oder wie auch immer.

Den mitgelieferten 5x24-Sucher habe ich als allererstes ersetzt. Man besorgt
sich am besten einen 6x30-Sucher komplett mit Prismenschuh. Die Löcher am
Tubus für die Sucherhalterung passen problemlos, um so einen Schuh anzubringen.
Sagt einem der Sucher nicht zu, passen dann auch Leuchtpunktsucher in
diese Basis. Ich für mein Teil peile inzwischen meistens ohne Sucher über
den Tubus.
 
Re: 70/900 oder 80/900

Hallo,

mein Tip: kaufen.

Aus folgenden Gründen:

Die EQ-2 ist eigentlich erstaunlich stabil - ich hatte auf der EQ-2 einen 114/900er Newton von Dörr/Danubia. (www.doerrfoto.de oder so ähnlich)
Der ist auch auf meiner Teleskope-Seite genauer beschrieben. Sie trug den auf dem Holzstativ von Dörr erstaunlich schwingungsfrei. Die EQ2 sollte mit dem 70/900 leichtestes
Spiel haben.

Von Dörr hab ich bei unsrem Fotohändler in Regensburg auf der EQ-2 mit eben dem wirklich guten schwarzen Holzstativ (dramatisch besser als das Alu und dabei billiger) auch einen 80/900er Fraunhofer Refraktor gesehn - bringt an deep sky 31% mehr Licht und an Planeten mehr Licht und Auflösung und mit 1:11,25 immer noch sehr sehr wenig Farbfehler.
Hier hab ichs gefunden:
Taurus 80
Allerdings bringen auch 70mm am Planeten schon einiges, hier habe ich mal Saturn mit meinem 70/700er LIDL Refraktor gewabcammt:


Link zur Grafik: http://mitglied.lycos.de/ntlpages/540fafa0.jpg

Ich persönlich würd mir den 80/900er Dörr auf EQ-2 mit dem Holzstativ holen.
Aber auch bereits 70mm bringen viel an Details.
Lies mal meine Beobachtungsberichte mit dem 70mm-refraktor auf meiner
Beobachtungs-Seite


Viele Grüße

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
____________________________________________________

DANUBIA - [COLOR="1070FF"]OBSERVATORIUM[/color]

Markus A. R. Langlotz
Vilsweg 2b
D-93073 Neutraubling

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory@freenet.de


 
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Re: 70/900 oder 80/900

Hallo nochmal,
ist das der Lidl Refraktor? Ich denk schon. Dieser Refraktor hat 200mm weniger Brennweite als der oben genannte Refraktor. Wie wirkt sich diese verkürzte Brennweite auf die Beobachtung aus?
 
Re: 70/900 oder 80/900

durch die 200mm kürzere brennweite ist der farbfehler deutlich größer.
das bedeutet für die praxis, daß du um helle objekte einen violetten
saum siehst und das licht, daß in diesem saum liegt, fehlt im
eigentlichen objekt. dadurch zeigt das objekt dann auch weniger
kontrast und weniger details. außerdem ist die bildästhetik nicht
so hoch. ein objekt mit violettem saum und fehlender farbinformation
sieht eben einfach nicht so schön aus wie ein farbechtes objekt.

so sieht ein objekt mit deutlichem farbfehler aus:
Link zur Grafik: http://www.dnsolutions.at/binoviewer/Artikel/Ergebnisse/Einsteigergeraete/jupiter120600_180x.jpg
und so sieht es ohne jeglichen farbfehler aus:
Link zur Grafik: http://www.dnsolutions.at/binoviewer/Artikel/Ergebnisse/Einsteigergeraete/jupiter114900_180x.jpg

entscheide selbst, was dir besser gefällt.

willst du den farbfehler vermeiden, greifst du ganz einfach
zu einem spiegelteleskop (maksutov oder newton).

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: 70/900 oder 80/900

Hi Kosh,
das ist der LIDL.
Die kürzere Brennweite hat in dem Bereich m.E. keine großen Auswirkungen auf die Farbe. Dank der kurzen Brennweite kannst Du so etwas geringere Vergrößerungen bei größerem Gesichtsfeld erzielen. Der Unterschied ist allerdings nicht sonderlich groß.
70mm mit 700mm Brennweite haben - gute Optik vorausgesetzt - einen recht geringen Farbfehler. Von daher passen die Bilder von Binoviewer nicht zu den angefragten Teleskopen. Sieht mir eher wie 80/400 im Vergleich zu 70/900 aus aus.
CS
 
Re: 70/900 oder 80/900

die bilder sollen nur den unterschied von "starkem-farbfehler" zu
"keinem farbfehler" zeigen.

den unterschied von 70/700 zu 70/900 würde ich aber schon als
"deutlich" bezeichnen.

beim 70/700 (lidl) sieht man den farbfehler an hellen objekten
sofort auf den ersten blick. er ist zwar noch recht gering und
für die meisten beobachter nur wenig störend, aber dennoch
sofort sichtbar und erkennbar. sehr gut merkt man beim lidl
den farbfehler in der webcamfotogafie. planeten werden nicht
mehr farbecht abgebildet.

beim 70/900 ist der farbfehler zumindest von einsteigern nur mehr an
mond und venus erkennbar. das macht sich auch in besserem kontrast bei
der planentenbeobachtung bemerkbar und in naturgetreuerer farbwiedergabe
bei planetenfotografie.

die wahrscheinlichkeit einen guten 70/900er von synta zu erwischen
ist auch größer als jene, einen guten lidl zu bekommen.

von daher würde ich eher zum langbrennweitigeren gerät raten,
wenn möglich nach vorherigem check der optik durch den händler.

frei nach dem motto: "wenn schon einen fraunhofer, dann einen richtig guten".

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
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