8" auf GP: Welches ist das beste?

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Harald_M

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Hallo zusammen!

Ich besitze bereits eine GP. In Kürze kommt noch ein Baader-Hartholz dazu.

Meine Frage ist nun:
Welches 8"-Gerät kann man auf dieser Kombination (rein visuell) sinnvoll einsetzen und besitzt dazu auch noch eine gute optische Qualität?
Es soll sich dabei um ein Allround-Gerät handeln, mit dem man sowohl Deep-Sky als auch Planeten und Mond beobachten kann.

Die Geräte von Intes sind bei 8" zu teuer und zu schwer.
Das GSO scheint mir mit f/4 kein Allrounder zu sein.
Der Orion mit seinen f/20 scheint das auch nicht zu sein.
Der VMC200L ist wohl eher für die Astrofotografie geeignet.

Das interessanteste scheint für mich eigentlich das C8 zu sein. Was meint Ihr?
 
Hallo...

Also in der Tat wäre ein C8 vermutlich das Allroundgerät, das
auf die GP draufpaßt...das TAL-200k würde mir noch einfallen,
aber das Ding soll höllenschwer sein und würde dann auch
ausscheiden.

 
Hallo Harald,

Ich nutze auch eine GP (mit nem C8). Letztlich hatte ich den GSO 8 Zoll / f4 - Newton zum testen da. Das Teil hat mich absolut nicht überzeugt, die Sternabbildung ging ab ca. 120-facher Vergrösserung doch sehr 'in den Keller', will
sagen, darüber war es nicht mehr wirklich punktscharf, die
Planetenabbildung war auch äusserst bescheiden (bei 200-fach
im direkten Vergleich zum parallel aufgebauten C8). Saturn
war kaum scharfzustellen, sehr sehr enger Fokussierbereich
bei dieser Vergrösserung. Auch war das Bild im Vergleich zum
C8 deutlich 'flauer' und unschärfer, die Details waren einfach nicht mehr da (mit Baader Eudiaskopischen Okularen).
Am eindruckvollsten war die schlechtere Leistung am Mond zu
sehen, da kann ich mit dem C8 (Seeing und Luftruhe vorausgesetzt) locker bis 400-fach gehen, beim GSO war bei
200 fach absolut Schluss.

Deep Sky mässig hatte ich das Gefühl, dass das C8 heller
und schärfer abbildet (obwohl die Obstruktion doch grösser
ist als beim Newton....)

Dav VMC kenne ich leider nicht, kann ich nix zu sagen, und
dass ein f/20 Gerät für Deep-Sky nur bedingt (vor allem
fotografisch) geeignet ist kann man sich vorstellen.

Hatte auch mal nen Skywatcher 8 Zoll - f/5 - Newton auf der
GP, aber auch der war im direkten Verglcih zum C8 in ALLEN
Belangen deutlich schlechter.

Ich persönlich bin mit dem C8 sehr zufrieden, ist aber sicherlich auch eines der besseren aus der Serie, das Teil
bildet wirklich hervorragend und knackscharf ab, und ist
zudem auch für Deep-Sky sehr gut zu gebrauchen.

Davon abgesehen ist selbstredend die Hebelwirkung bzw. das
Gewicht eines C8 vorteilhafter, als bei einem Vergleichbaren
Newton, ich hatte z.B. das Gefühl, dass die GP mit dem 8-Zoll f/5 Gerät doch schon leicht überfordert wirkt, beim f/4
war es von der Stabilität her ok.

Ich denke, dass du mit nem guten C8 hervorragend bedient wärest für die von dir angesprochenen Einsatzbereiche.

mfg,
Werner



 
Hallo...

Ja, meine <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Also das mit der Qualität von den Meade- und Celestron-Massenprodukten
ist natürlich sone Sache, will da keinen Riesenthreat lostreten,
ich kann nur von meinem Gerät sprechen, das wurde bei W. Rohr
getestet und hatte mehr als ausreichende Werte (Strehl 0,95,
P/V 1/5, RMS hab ich vergessen).

Wenn man mal bissle rumgoogelt, dann findet man da noch mehr
Geräte, die in ähnlichen Preisklassen spielen, es gibt eine
Menge Aufnahmen mit solchen Geräten, die die Güte beweisen...
Gurken gibts wohl überall, aber dagegen kann man sich ja schützen.

Etwas problematisch ist die Auskühlung, ein SC sollte / muß sehr
gut auskühlen, unter 1h geht da wenig, wenn man das Ding nicht
tuned, z.B. Lüfter einbaut. (Hab ich gemacht, Test steht aber noch aus)
Aber ein vergleichbarer Newton ist auch nicht in 5 Minuten
startklar...

Ansonsten bleibt nur, selber durchgucken und ein Bild machen...
im wahrsten Sinne des Wortes...viele Volkssternwarten haben
übrigens irgendwo irgendein SC (Meade oder Celestron) rumstehen...

 
Hallo Harald
Ich habe selbst ein C8 auf einer GP mit eigenbau Stativ. Visuell ist das Ganze recht gut, nur irgendwann willst Du mal Fotos machen
und dann ist mit f10 sehr viel Ausdauer gefordert. Du must bei schwachen Nebeln mindestens 80 min belichten.
Einmal unachtsamm und das Foto ist hinüber. Ich hab mal bei einen Teleskoptreffen mei C8 mit einen Vixen 200/800 verglichen.
Da ist fast kein Unterschied bei hohen Vergröserungen zu Sehen. Da der Vixen Newton allerdings länger ist und man für Fotos noch ein
Leitrohr braucht, wird die GP wahrscheinlich nur noch bei absoluter Windstille funktionieren.
Wenn Du an meinen C8 Intresse hast, ich will es zur Zeit im Gebrauchtmarkt verkaufen.
Optik/Tubus + Lumicon Easy Guider für 830 Euro.
Gruß Uwe BuuggssBuunnyy@t-online.de
 
Gibt es das Vixen VMC jetzt auch mit f/20? Das wäre mir neu.
Für allround ist sicher ein gutes 8" SC oder ein VMC keine schlechte Wahl. Davon gibt es ja auch eine Menge, so dass es nicht schwierig sein dürfte mal durch eines Probe zu gucken.Für Deepsky und Fotos ist aber wohl das Vixen R200SS besser, da es größere Gesichtsfelder und kürzere Belichtungszeiten erlaubt.
 
Ah jetzt ist es klar.Danke!Man sollte halt immer erst genau lesen.
Aber f/20 ist für viele Deepsky Objekte wirklich nichts.
Gruß
F.Meier
 
Hi Harald,

eine weitere Möglichkeit ist das VC200L, das sich mit Reducer auch auf f/6,3 bringen lässt. Dabei bietet es auch bei f/6,3 ein ordentliches Gesichtsfeld, während die 8" SCs ja mit Reducer eine ordentliche Randabschattung erleiden, die dann im 2" Okular auffällt.
Wer wirklich DeepSky beobachten will, wird meiner Meinung nach bei SC wie VC nicht um einen Kompressor herumkommen, um genügend Austrittspupille zu haben. Da für DeepSky auch immer ein Trend zum Weitwinkel-Okular besteht, könnte eines Tages die Abschattung eines SC übel aufstossen.
Beim VC erkauft man sich das natürlich mit einer etwas grösseren Baulänge gegenüber dem SC, aber visuell packt das die GP problemlos.

Clear Skies
Sven
 
Hi Phillip,

da habe ich drüber gegrübelt, aber: Auf ein T2 Gewinde lässt sich auf jeden Fall ein T2 auf 31,8mm Adapter aufsetzen, so wie's den auch für die Russentonne (nicht nur mit M42x1) gibt.
Damit bekommt man das Okular auch noch in den Fokus, denn die Feldlinse liegt ja doch näher als die 55mm entfernte Filmebene.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Du meinst ohne Zenitprisma? ...das könnte gehen.

lt. Vehrenberg ist das Teil ausschließlich fotografisch einsetzbar:
f/6.4-Telekompressor

Art.-Nr.: 103425
Mit diesem ausschließlich fotografisch einsetzbaren, multivergüteten Telekompressor verringern Sie die Brennweite Ihres VIXEN VC200L Cassegrain-Reflektors auf 1.280mm (f/6.4). So können Sie die Belichtungszeiten von Langzeitaufnahmen um ungefähr die Hälfte reduzieren. Das Gesichtsfeld im Kleinbildformat wird auf 64x97 Bogenminuten vergrößert, ohne die exzellente Randschärfe des VC200L negativ zu beeinflussen.
Nicht verwendbar mit dem Off-Axis-Guider #300299.
( Quelle )
 
Hallo Harald!
Genau vor dieser Frage stand ich auch mal. Damals war (und auch heute wäre) mein Favorit:
ISC-AT 8" f6 19% Obstruktion 12kg
wenn ich mich für einen reinen Newton entschieden hätte.
Ich hab mich aber endgültig für einen Mak-Newton 7" f 5,6 20% Obstruktion 13,6 kg entschieden ( mit Sitall <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> ).
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
eine Beobachtungsstation des ALBi REO -Netzwerkes im schönen Rheingau!
www.widato.de

 
Nochmal ich!
Entschuldigung-du hast eine GP. Ob da 12 kg draufgehen? Ich glaub nicht. Ich bin mit meiner GP-DX schon am Limit...
Bei einer GP (wenns Qualität sein soll) doch besser 6 Zoll, oder?
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
 
Da ist natürlich die Frage, ob eine sehr hohe Qualität mit 6" oder eine mittlere Qualität mit 8" besser ist.

Wodurch sieht man "mehr"?
6" Intes Mak-Newton oder 8" Celestron C8 ?
 
ungeschickt lässt grüssen...

Hi Phillip,

genau! Gedacht habe ich ohne Zenitprisma, aber machen sollte man das nicht :-(

Naja, es ist ja ein fotografisches Gerät, aber wirklich schade, daß man das schöne Feld nicht auch bei F/6 visuell nutzen kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Harald!
Als Maksutov-Fan würde ich einem Maksutov-Newton den Vorzug geben: komafrei und ebenes Bildfeld, praktisch farbfrei und beste Auflösung am Planeten - kommt gleich nach einem ein Zoll kleineren Apo. Wenn noch ein Ventilator eingebaut ist, kann man nach 15 Minuten mit dem Beobachten beginnen und sogar während des Beobachtens den Ventilator auf kleiner Stufe mitlaufen lassen. Die Geräte gibts jetzt auch mit noch geringerer Obstruktion (~17%) für knackscharfe Mond und Planetenbilder. Ich vergrössere bei erträglichen Bedingungen (Stadtrandgebiet) locker über 350fach ohne Schärfeverlust........aber, wie gesagt - ich bin Maksutov - Fan.
Jedes Teleskop hat seinen Himmel!
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
das Wiesbadener Dachterrassenobservatorium im weltumspannenden Verbund der ALBi
REO -Beobachtungsstationen.
www.widato.de
 
Nachdem ich Celestron C8 und die Vixen-Reflektoren VMC200L, VC200L und R200SS verglichen hatte, wäre für mich die Schlussfolgerung: VMC200L. Im Allround-Vergleich sehe ich es optisch einen Hauch vor dem C8 (SchärfeEINDRUCK und Kontrast), während es mir mechanisch deutlich besser gefällt.
Für das VC200L spricht die bessere fotografische Leistung, visuell ist es aber nicht besser als das VMC200L. Die größere Tubuslänge belastet außerdem die GP-Montierung stärker.
Mein ganz persönlicher Favorit ist aber nach wie vor der R200SS, weil ich damit schon einige tolle Deep-Sky-Nächte hatte. Ganz egal, ob mag12-Galaxie oder ausgedehnter Supernovarest - das Teil macht als Nebelteleskop richtig Spaß. Bei Planeten aber gibt es bessere Geräte (eben z.B. das VMC200L), für mich hatte das nur keine so große Rolle gespielt, da ich nicht so ein enthusiastischer Planetenbeobachter bin.

 
Re: Vergleich 8" Newton gegen SC

So schlecht wie Dir der Newton erschienen ist gibt es eigentlich fast nur eine Erklärung: Du hast Probleme
mit dem Tubus-seeing gehabt (Luftströmungen im Rohr, die das Bild stören), habe ich an meinem Skywatcher
F5 auch gehabt, bis ich mir einen Computerlüfter hinter den Spiegel gebaut habe (in die Abdeckplatte) und
der jetzt das Rohr am Spiegel vorbei mit Luft von einheitlicher Temperatur füllt. Kann ich nur jedem wärmstens
empfehlen (auch schon für kleinere Newtons).

Das Problem scheint es bei den SC's und Fraunhofern nicht zu geben.

Zur Stabilität: ich habe mir gerade eine zur GP baugleiche EQ5 gebraucht besorgt -
das Teil sieht so eindrucksvoll stabil aus daß ich mir nicht vorstellen kann es sei
unterdimensioniert (je nach Stativ natürlich, habe ich noch nicht fertig). Ich betreibe
den 8" gerade auf einer wesentlich leichteren Monti (allerdings auch nur provisorisch)
 
Re: Vergleich 8" Newton gegen SC

Hi Hanz,
die Schwachstelle der meinsten Montierungen ist der Übergang von dem Achsenkopf zu den Stativbeinen. Wenn man z.B. die serienmäßigen Ausleger am Montierungsunterteil ( mit dem man den Azimut justieren kann) verstärkt, indem man in die hohle Unterseite Rohstückchen ainklebt ( die müssen aber press passen) ist das schon ein großer Fortschritt. Noch besser ist,mam baut diese Teil aus zwei Schichten Birken-Multiplexplatte übereinander neu (Dicke ca. 8 cm) und macht die Ausleger ca. 12 cm breit (das gibt ein Trumm von etwa 25 cm Durchmesser), die Beine aus normalen Dachlatten aus dem Baumarkt,dann werden die Beine durch die größere Spreizung oben sehr stabil und die Steifigkeit gewinnt etwa den Faktor 2 (Torsion und Biegung). Die Beine müssen aber aus einem Stück (also nicht verlängerbar) sein. Meine sind 120 cm lang.
Stabile Grüße
Jorgos
 
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