8" Reise-Dobson Eigenbau

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reiner

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Die Planungsphase war eigentlich die längste, alles immer wieder durchrechnen, verwerfen, neu planen (und immer wieder auf Stathis Kafalis' Internetseite geschaut, wie er die Detailprobleme löst).Gebaut wurde es innerhalb von zwei Wochen, seit drei Wochen ist es fertig, first light war an Weihnachten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> :

Ein superkompaktes 8-Zoll Dobson.

Link zur Grafik: http://www.biophysik.uni-freiburg.de/siebert/Reiner/ATM/8%20zoll/Dob%20icon.jpg

Mehr Bilder davon gibt es hier .

Reiner
 
Hi,

ein tolles Teil! Dazu aber einige Fragen: Ist diese 2-Stangen-Version tatsächlich ausreichend stabil? Du hast ja vorher einen Volltubus gehabt, ist der Reisedobs umständlicher zu benutzen? Und dann noch eine Sache, die mich immer wieder verwundert hat - da versuchen Leute, ihre Spinnen zu biegen und zu knoten, aus Drähtchen oder ganz unsichtbar zu machen - bei dieser Bauweise hängt sogar die Streulichtblende mitten im Strahlengang. Auch wenn man sie vermutlich fast exakt senkrecht gestellt bekommt - stört sie die Abbildung wirklich so unwesentlich?
 
Hallo Reiner,

ist sehr schön geworden Dein Dobs. Sowas schwebt mir auch vor, es soll aber ein f5 werden. Zuerst muß ich allerdings noch den Spiegel schmirgeln, der hat gerade mal 1 Stunde Grobschliff hinter sich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Das mit dem 45° Einblick will ich auch so machen, weil's schon an meinem 8" f6 Taiwan-Dobs so gut funktioniert.
Die Bretter erscheinen mir erstaunlich dünn (6mm und 9mm), ich hätte aus dem Bauch heraus dickere genommen; das Geheimnis liegt wohl in den Verstrebungen. Ich hätte auch vermutet, daß man bei den langen und auch noch geteilten Streben mehr Probleme mit Schwingungen und Fangspiegeljustage hat. Gut zu wissen, daß es so funktioniert.

Gruß
Schicko
 
Hallo Stephan,

Das eigentliche Stabilitätsproblem sind nicht die zwei Stangen an sich, sondern die Kräfte, die über die Stangen einseitig an der Spiegelbox angreifen und sie dabei (mehr oder weniger) deformieren. Es gibt eine leichte Dejustierung, wenn man das (justierte) Teleskop von vertikal nach horizontal schwenkt, aber mit der kann ich gut leben.

Ich habe meinen Volltubus-Dob immer noch, lediglich der Spiegel wandert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />. Die Handhabung ist natürlich nicht so komfortabel wie beim alten Dobson, da die Höhen-Drehachse sehr tief liegt (-> niedriger Einblick in Horizontnähe), kein Sucherfernrohr dran ist, und das Teleskop weit weniger Masse hat und daher eine feinfühligere Bewegung nötig ist. Daran muss ich mich noch etwas gewöhnen.

Die Auswirkungen der Streulichtblende auf die Abbildung habe ich nocht nicht wirklich getestet, das muss an einem streulichtfreien Beobachtungsplatz gemacht werden (oder mit einem zweiten Beobachter, der eine externe Blende hinhält). Vielleicht kann Dir Stathis Kafalis mehr dazu sagen. Falls die Blende wirklich erheblichen Einfluss auf die Abbildungsqualität hat, werde ich zu einer Blende übergehen, die um den Strahlengang herumläuft. Das ist gewichts- und verpackungstechnisch sicher machbar.

Grüße
Reiner
 
Re: Streulichtblende im Strahlengang

...da versuchen Leute, ihre Spinnen zu biegen und zu knoten, aus Drähtchen oder ganz unsichtbar zu machen - bei dieser Bauweise hängt sogar die Streulichtblende mitten im Strahlengang.

Ich will niemandem zu nahe treten, aber ich halte das alles für fortgeschrittene "Obstruphobia". Halte doch mal selbst so ein Blech senkrekt in den Strahlengang und versuche den Unterschied am Jupiter zu erkennen. Ich konnte jedenfalls keinen Nachteil ausmachen.

und überhaupt - es geht darum, auf der Reise unter vielleicht super Himmel 8 ganze Zoll auf die Nezhaut zu bringen, während andere mit noch mehr Geschleppe nur einen 60 mm Refraktor mitnehmen können. Da ist es völlig belanglos, ob die schwere Konstruktion zu Hause 1% weniger Obstruktion und vielleicht 1% mehr Kontrast bringt.

Wichtig ist ein guter Spiegel, effektive Streulichtabschattung und eine stabile Mechanik, die Spass macht.
 
Gratullation, das Ding ist genial - und das beste daran: Es gibt sowas leichtes und kompaktes kommerziell nicht zu kaufen - für kein Geld der Welt. Dieser Genuss bleibt ein Privileg der ATM-ler.

Sehr gut gefällt mir auch der 45° Einblick, bei meinem 10" muss man etwas gelenkiger sein, um am Horizont an's Okular zu kommen.

Hey, kennen wir uns irgendwoher?
 
Hallo Stathis,

Vielen Dank für die Blumen. Lob von Deiner Seite ist inzwischen gleichbedeutend dem Ritterschlag im ATM Lager. Ohne Deine Vorgaben auf Deiner Internetseite wäre es wohl auch zu einigem mehr try und noch mehr error ausgeartet als ohnehin schon unumgänglich ist. Ich hoffe jedenfalls, dass ich mit dem Ding in Zukunft beim Beobachten genauso viel Spass haben werde wie beim Bauen.

Nein, leider kennen wir uns nicht, aber das kann sich ja irgendwann ändern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Grüße
Reiner
 
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