80erJahre Kaufhausrefraktor und Digicam. Was tun?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Matthias_Müller

Aktives Mitglied
Hallo allerseits!

Habe einen - zugegeben - schlimmen 80erJahre Kaufhausrefraktor und eine ziemlich aktuelle Kompakt-Digitalkamera (3,5 MPix, Blende bis 2,1). Das Sammellinsengerät hat bestenfalls 60 mm Öffnung, wahrscheinlich ein übles Plastikokular mit vielleicht 3-4 mm AP - ich sage nur: aufrechtes, seitenrichtiges Bild.

Dennoch: als Bastler und armer Student denke ich: da muß doch was gehen?!

Ich hätte bei gutem Plan keine Hemmungen, den Tubus aufzusägen oder ähnlich invasive Operationen durchzuführen, um die beiden ungleichen zusammenzubringen.

Ich habe gerade mal probiert, mit weiterem Stativ durch das Okular zu fotografieren, aber die AP ist einfach zu übel (man kriegts nicht scharf, Astigmatismus, dass einem das Sehzentrum schmerzzzzt!!)

Ein "richtiges" Okular würde 1. zu teuer, 2. nicht mechanisch sofort passen, 3. ohne ebenfalls "richtige" Objektivlinse ziemliche Geldverschwendung sein. (Letzlich Plan B: ein vernünftiges Gerät beschaffen, ok, das werd ich wenn finanziell möglich.)

Gibt`s da irgendwelche Ideen?

Wie kann ich die Qualität meiner Objektivlinse einfach überprüfen? Bei der Sofi 99 auf der Zentrallinie hatte ich wunderbare Projektionen, aber das kann ja jede Lupe...

In Hoffnung auf eine Möglichkeit,

Matthias - Danke für die Tips schon vorab!
 
GrüßtEuch!

Das Thema scheint ja heftig abzuschrecken - 40 Leser gibt es, doch Ideen keine.

Da ich aber noch nicht aufgeben möchte, vielleicht einige detailliertere Info zum Material.

Der besagte Refraktor hat tatsächlich 60 mm Öffnung. Am festangebauten Zoomokular (30-90x) steht in designtem Werbeschriftzug (Firma?) "Olympia" mit zwei Kreisen als I-Punkt, und "Telescope Coated". Der Tubus besteht aus recht dünnem, nichtmagnetischem Blech, außen glänzend weiß lackiert, innen tief matt schwarz. Der Objektivfernste Teil des Okulars läßt sich samt eines schwarzen metallenen Rohrstücks mit Feingewinde herausschrauben (Durchmesser 1,9 cm). Hierin befinden sich mindestens zwei optische Linsen. Der Durchmesser der letzten, beobachteraugennächsten Linse ist duch die Metallhülse auf 10 mm abgeblendet, da guck ich also rein.

Ich habe die 7 cm lange "Taukappe" und das Objektiv in seiner Fassung abgeschraubt (Feingewinde) und sehe auf etwa halber Tubuslänge eine schwarze Blende, die nur noch die Hälfte des Durchmessers offenläßt.

1. Ist das (Abblendung in Tubusmitte) normal?

Baulänge des gesamten Teils ohne Taukappe ist etwa 60 cm.

Das verstellbare Stativ aus Holz trägt einen metallenen, schwarz beschichteten Alt-Az-Kopf, in dem der Tubus mit zwei Griffschrauben eingebaut ist. Es gibt weder Zahnräder noch Zahnstangen oder dergleichen.

Die Digicam ist eine Casio QV-3500 mit Netzteil, Steuerung und Fernauslösung über Notebook per serieller Schnittstelle mit der mächtigen Steuersoftware DicaControl in aktueller Version. Der TV-Out der Kamera kann an Videorecorder, Fernsehgerät oder einen meiner Video-Ins meiner anderen Rechner angeschlossen werden; optional Framegrabbing oder Videoaufzeichnung analog oder Computer.

2. Wie kann ich Brennweite und Qualität des Objektivs bestimmen?

3. Was passt irgendwie zu meiner Digicam, möglichst günstig? Verdienen fange ich nach dem Studium in zwei Jahren an, dann gerne was richtig ernsthaftes.

Danke für Tips,

Klare Nächte wünscht Matthias_Müller




 
Hi Matthias,
wenn Du mit der Digicam photographieren willst brauchst Du unbedingt ein Okular. Um ohne zusätzliches Okular zu knipsen müsstest Du das Objektiv der Digicam entfernen; was natürlich nicht geht.
Brennweite bestimmen: Fernrohr ohne Okular auf etwas sehr weites richten und den Abstand messen zwischen Objektiv und Ebene wo der Gegenstand scharf abgebildet wird.
Qualität: nimm Kontakt mit jemandem in Deiner Nähe der Okulare besitzt. Wenn Du dann durchschaust (mit einem guten Okular) erkennst Du schon ob das Objektiv was taugt.
Hast Du schon mal versucht den Himmel mit Deiner Digicam zu knipsen ohne Fernrohr? Es können zum Teil sehr schöne Bilder dabei rauskommen (wie hier im Photo Forum schon oft gesehen).

Bin zwar kein Experte was die Knipserei betrifft aber ich hoffe ich konnte etwas weiter helfen.

Tschüß, Vince.
 
Hallo,

folgendes könnte gehen:

Wir haben eine große Seite rund um die digitale Fotografie mit handelsüblichen Kameras.

Direktlink zur Seite

Folgende Idee:

Wir haben einen universalen T-Adapter, der wird einfach über das Okular geklemmt:

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/VideoCCD/Digitalefotografie/Adaptionen/UniT15z.gif

Link zu mehr Infos

Und dann bieten wir noch die passenden Adapterringe auf Dein Objektiv der Digitalen Kamera an. Wenn Du kein Filtergewinde hast, haben wir auch eine passende Lösung.

Sicherlich, billig ist die Sache nicht aber es ist eine vernünftige solide Lösung.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Herzlichen Dank für die Gedanken und guten Ideen. Ich hätte nie gedacht, daß es so etwas gibt, geschweige denn zu kaufen. Und dann noch zugeschnitten auf mein Problem zielgerichtet beantwortet. Nochmals tausend Dank.

Ich habe mich in den letzen Nächten - nach 15 Jahren
praktischer Abstinenz (immer nur gelesen und so...) -
mit meinem "Instrument" (lächerlich) befasst und muss sagen:

(allerdings hab ich viel gelesen und seit Wochen viel viel in diesen Foren, man lernt ohne Ende <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />)

Ich brauche ein Teleskop. (Was ich da habe, ist ne schlechte
Guckröhre für tagsüber Nachbars Garten oder dem sein' Nachbars Garten)

Deswegen werde ich über einen Dobson nachdenken, nein: mehr als nachdenken, nämlich sparen... zum Thema Dobson gibt es ja reichlich und wunderschöne bei www.teleskop-service.de; wo haben die denn Ladenlokale, würde gern mal was anfassen und durchgucken? Wohne in Bochum.

Danke nochmals und: wen es interessiert: meine "Beobachtungen" mit der ollen Röhre sind im Forum Beobachtungen...

Matthias. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Nochmals tausend Dank
 
Digicam in Objektiv-Projektion?

Allseits Hallo!

Astronomisch gesehen war ich den vergangenen Monat über eher beruflich abgelenkt, so dass ich kaum "Beobachten" konnte. Aber mir ist Einiges durch den Kopf gegangen. Dann hab ich mir meine olle Röhre noch mal genau betrachtet.

Es wäre möglich - drei Schrauben - den ganzen Okularkopf vom Tubus zu trennen. Es ist zwar nicht möglich, an der Digicam das Objektiv zu entfernen, aber: am Teleskop kann ich das Okular abbauen, womit "die Linse zuviel" entfernt würde.

Oder bin ich irgendwie auf dem Holzweg?

Wenn ich mir das optisch im Schnittbild vorstelle, sieht das ganz nach scharfer Abbildung auf der CCD-Ebene aus. Mit welcher Brennweite kann ich denn rechnen, wenn das Digicam-Objektiv sozusagen Okular spielt? Werksangabe als Objektivbrennweite: "im Kleinbildäqivalent" 35-105 mm. Ich ahne schon üble Vignettierung oder gar winziges Blickfeld. Oder dass es nicht scharfzustellen geht.

Frage an die Profis: Soll ich losschrauben gehen oder nicht?

Danke schon im voraus,

Matthias.

-PS: Die Dobsonpläne reifen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben