Adaptierung Vinten Vision 30 auf Stativ

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas astray
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

astray

Neues Mitglied
Nabend zusammen,

als Wiedereinsteiger habe ich mir einen Vinten Vision 30 Fluidhead mit Flatbase zugelegt und möchte ihn vorerst an einem alten Celestron CGEM Stativ benutzen, bis ich mich für ein finales Stativ entschieden habe.
Meine Frage an die Benutzer dieser Fluidheads: Wie habt ihr den Fluidkopf an dem Stativ befestigt? Mit einer Adapterplatte oder kann man in die schwarze Basis zentrisch ein Gewinde schneiden?
Im Anhang sind ein paar Bilder.

Vielen Dank und beste Grüße aus dem Saarland.
Benjamin
 

Anhänge

  • PXL_20260518_185600826.jpg
    PXL_20260518_185600826.jpg
    354,3 KB · Aufrufe: 115
  • PXL_20260518_185647331.jpg
    PXL_20260518_185647331.jpg
    410,8 KB · Aufrufe: 98
  • PXL_20260518_185657495.MP.jpg
    PXL_20260518_185657495.MP.jpg
    414,9 KB · Aufrufe: 103
Hallo Benjamin,

kongratuliere zum schönen Kopf! Du scheinst ein gutes Exemplar erwischt zu haben. Ich hätte mich nicht getraut, eine Bohrung in die Basis zu senken, da ich nicht weiss, wie der innerer Aufbau des Kopfes genau ist.

Ich habe ihn auf einer Halbsäule montiert und finde das sehr praktisch. So ist der gesamter Aufbau sehr kompakt. Auch was den Abstand des Teleskops zu den Stativbeinen angeht ist das praktisch. So schlägt nichts an. Das ist zwar beim C11 mit dem Schwerpunkt recht nah am Okularauszug nicht so ein Thema - aber bei einem frontlastigen 3linsigen Refraktor schon.

Ich kann übrigens empfehlen, eine der Griffrosetten für das Anbringen eines kleinen Kugelkopfes zu verwenden. Ein 1/4-Zoll Bolzen kann einfach durch die Gewindeöffnung gesteckt werden. Fotos anbei. Inzwischen habe ich den gezeigten kleinen Kugelkopf durch einen etwas größeren ersetzt, der ein 71mm Refraktor als Supersucher/Zweitgerät trägt. Das steckt der Kopf locker neben dem C11 weg und hat dabei noch deutliche Reserven.

Gruß, Christopher
 

Anhänge

  • P1130192b.JPG
    P1130192b.JPG
    384,7 KB · Aufrufe: 70
  • P1130192.JPG
    P1130192.JPG
    391,1 KB · Aufrufe: 69
  • P1120927.JPG
    P1120927.JPG
    411 KB · Aufrufe: 69
  • P1120921.JPG
    P1120921.JPG
    573 KB · Aufrufe: 67
  • P1120918.JPG
    P1120918.JPG
    650,3 KB · Aufrufe: 70
  • P1120914.JPG
    P1120914.JPG
    718,7 KB · Aufrufe: 74
Hallo Benjamin,
von einer Bohrung in die Basis ist abzuraten. Auf alle Fälle solltest Du die vorhandenen Gewinde in der Basis nutzen.
Bei meinem Vinten 20, der eine ähnliche Basis wie der Vinten 30 hat, hab ich eine 2 cm dicke Stahlscheibe mit entsprechend passenden Löchern versehen und diese dann mit 3/8-Senkschrauben an der Basis befestigt. In die Stahlscheibe dann ein 3/8-Gewinde geschnitten und alles auf dem Linhof Stativteller befestigt.
IMG_0748.jpeg

IMG_0719.jpeg


Mein Vinten 30 hatte bereits eine Aluminiumscheibe unter der Basis und wurde mit entsprechenden Schrauben verbunden.

IMG_3598.jpeg


Hier mal die Stative nebeneinander.

IMG_3446.jpeg


Vielleicht eine kleine Anregung für Dich.

Viel Erfolg bei der Montage.

Gruß Fery
 
Vielen Dank @Schiefspiegler und @Fery-R für den wertvollen Input. Die Fotos helfen mit sehr.

Den Kopf habe ich über ebay aus dem Ausland importiert. Er sieht äußerlich gut aus, aber ob er korrekt funktioniert kann ich noch nicht sagen.

Dann ist die Idee mit der Bohrung in den Kopf vom Tisch und ich werde entweder mit einer kurzen Säule adaptieren oder einer 20 mm dicken Alu- oder Stahlplatte. Allerdings scheint es sinnvoll zu sein, sich von Anfang an für ein Stativ festzulegen. Seit dem ATT liebäugele ich auch mit einer Hubsäule. Aber der Preis...
Bei einem K70 wäre eine Halbsäule hinderlich, auf einem Planet finde ich die Idee jedoch sehr gut wegen dem Anschlagen.
Tragen soll die Kombo übrigens einen 155 mm f/7 Refraktor (OTA etwa 13 kg ).

PXL_20260104_175006065.jpg


Ich kann übrigens empfehlen, eine der Griffrosetten für das Anbringen eines kleinen Kugelkopfes zu verwenden. Ein 1/4-Zoll Bolzen kann einfach durch die Gewindeöffnung gesteckt werden. Fotos anbei. Inzwischen habe ich den gezeigten kleinen Kugelkopf durch einen etwas größeren ersetzt, der ein 71mm Refraktor als Supersucher/Zweitgerät trägt. Das steckt der Kopf locker neben dem C11 weg und hat dabei noch deutliche Reserven.
Die Idee finde ich auch gut, um den Sucher zu montieren. Einen Sucherhalter habe ich nämlich auch noch nicht. Das Setup soll jedoch so minimal wie möglich sein, um maximal mobil zu bleiben.

Es waren übrigens eure Beiträge und die von Jochen @portaball und range88, die mich überhaupt dazu bewogen haben, so einen alten Kopf zu suchen.

Vielen Dank.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Grüße
Benjamin
 
Lieber Benjamin,

ich freue mich sehr, dass meine Beiträge hilfreich gewesen sein konnten. Ich wurde meinerseits vom Jochen "portaball" mit dem Vinten-Virus infiziert. Die Sache entwickelte sich dann zu einem Hobby im Hobby, da es mir eine enorme Freude macht, möglichst alle Vinten Vision Typen auszuprobieren. Ich bin fast durch, es fehlen von den klassischen Vinten Visions nur der Vision 22 und der Vision 250. Mit "klassisch" meine ich die robusten Ganzmetall-Typen, nicht die abgespeckten AS und Blue Typen mit ihren Plastik-Applikationen.

Was den Sucher betrifft würde ich wärmstens empfehlen, wenigstens einen 6x30, besser 8x50, mit dem Okular des Suchers möglichst nahe am Okular des Teleskops anzubringen. Wenn der Sucher direkt am Okular des Hauptgeräts ist macht das das Surfen sehr viel angenehmer - auch darum geht es mit einem solchen Videokopf - und das Auffinden leichter. Um an einem der Rosette des Kopfes befestigten Gerät zu schauen muss man die Sitzposition komplett verändern oder aufstehen. Das ist für ein kleines Zweitgerät erträglich aber für einen eigentlichen Sucher nervig - man will ja Dinge flott finden, nicht umsonst nennen die Engländer ihn Finder.

Dein Starfire ist ja noch schwerer und länger als mein Tak TOA 130/1000 (12kg mit Schellen und Schiene). Das Anschlagen ist da wirklich ein Thema. Allgemein bin ich bei Geräte in dieser Gewichtsklasse ganz davon abgekommen, Hub- oder Kurbelsäulen anzustreben. Mir ist die Stabilität eines schlichten Stativs mit möglichst wenig Schnickschnak und die Transportabilität wichtiger. Man kann ja den Beobachtungsstuhl verstellen.

Was ich auf den Fotos zeige ist ein Berlebach Planet. Das ist meine fest aufgestellte Lösung im Garten.

Für die Beweglichkeit habe ich ein zweites Exemplar mit Halbkugel auf einem Vinten EFP Carbon Stativ mit Halbschale. Trägt mit nur 6kg Eigengewicht den Vision 30 und darauf ein C11 bombenfest oder das TOA 130/1000. Freilich muss ich bei der Nutzung mit dem TOA 130 darauf achten, die Stativbeine recht steil aufzustellen. Andererseits ist durch die 10kg des Vision 30 so viel Gewicht über die Mittelachse des Stativs konzentriert, dass auch bie steiler Beinstellung kein Ungleichgewicht durch das mit Sucher und okularseitigem Zubehör 13-14kg schwere Teleskop aufkommt, auch im Zenith nicht.

Du hast nun eine flache Basis. Aber die Rille am Rand ist, soweit ich weiss, für eine Schnellklemm-Lösung gemacht, in die Dein Kopf direkt gelemmt werden kann. Vielleicht wäre das eine Idee? Siehe hier:

Oder das hier, eine super-flexible Art den Kopf mit einem Stativ zu verbinden:

Oder Du bringst eine Halbkugel an die Basis an und kannst dann ein Vinten EFP Carbon Stativ mit Halbschale - oder ein ähnliches Kaliber - verwenden.

Kommt der Starfire aus Deiner früheren Aktivitätsphase - oder hast Du auch ihn für den Wiedereinstieg beschafft?

Beste Grüße, Christopher
 
Hallo Benjamin,
zur Stativauswahl zwei mögliche Kandidaten:

https://www.ebay.de/itm/29756170159...P/DJaEU5SuYtgKeoIxVyheAEA=|tkp:Bk9SR6bzx6fIZw

und

https://www.ebay.de/itm/36629510234.../O2/3YkjwBBumkmtsIqK7WXg==|tkp:Bk9SR4yZ7afIZw

Das Quickset ist für bis zu 68 kg Last ausgelegt, bei dem Bilora waren nirgends mehr Angaben zu finden, ich hatte jedoch mal ein Foto gesehen, auf dem ein Mann oben drauf saß, der sich selbst wohl so mit ca. 90 kg Gewicht beschrieb.

Und beide kosten im Vergleich zum Berlebach Planet K70 nicht die Welt.

Gruß Fery
 
Nabend zusammen,

sehr guter Input. Danke.

Jetzt muss ich doch noch einmal neu denken, ob es nicht ein Tri-Pier oder ein Planet werden soll. Das K70 ist jetzt wegen des hohen Preises auch aus der Auswahl gestrichen. Mit einem Planet und einer wirklich kurzen Säule könnte ich mich anfreunden. Ist die Dreiwinkelspreizsicherung notwendig?

Einen günstigen 6 x 50 Sucher habe ich schon hier liegen und werde mit dem erst einmal beginnen. Der FT3545 braucht jedoch diesen sehr teuren TEC Sucherhalter von Baader (# 1353114), damit der Sucher nicht mit dem Captain Wheel kollidiert. Mal schauen, ob den jemand in meiner Gegend biegen und den Winkel zur Klemmung nachträglich einfräsen kann. Die Klemmung durch eine Schraube von oben finde ich sehr charmant.
PXL_20260104_175918225_1900.jpg



Die Quick Fix Adapter sind mir eindeutig zu teuer. Am Wochenende werde ich schnell eine Zeichnung machen und eine Adapterscheibe drehen lassen.
Eine Halbkugel kommt nicht in Frage, da ich unbedingt einen flat base Vinten wollte.

@Fery-R Das Hercules und das Bilora würdest du einem Planet vorziehen? Die beiden sind auch schon mit einem Kopf ausgestattet, den ich eigentlich nicht benötige.

@Schiefspiegler Den AP hatte ich im Dezember vergangenen Jahres in Frankreich gefunden, nachdem ich kurz davor war einen Esprit 150 ED zu bestellen. Es kann gut sein, dass der Starfire jemandem hier aus diesem Forum gehörte (Seriennummer 258).

Die frühere Aktivität bei mir waren Versuche mit günstigen Newtons in meiner Jugend und das ist schon fast 30 Jahre her. Jetzt hat es mich wieder gepackt.

Grüße
Benjamin
 
Hallo Benjamin,
wenn Geld keine Rolle spielte, würde ich natürlich ein neues Planet oder etwas preiswerter das Uni 18/K70 vorziehen, allein schon wegen des Säulendurchmessers von 7 cm.
Bei den von mir angegebenen Alternativen haben die Säulen nur 5cm.
Die Köpfe ließen sich bei beiden entfernen, beim Bilora abschrauben. Beim Quickset wäre es etwas umständlicher, da ist am Säulenende ein fast durchgängiges Loch, in dem sich eine massive Inbus-Madenschraube befindet. Diese wird gelöst und der Video-Kopf läst sich entfernen.
Mußte ich bei meinem Quickset-Hercules-Stativ auch erst herausfinden. Das ist ein uraltes Pedestal-Stativ für Fernsehkameras mit innenliegender vorgespannter massiver Säulen-Feder, die mindestens 30 kg Last benötigt, Säulendurchmesser 6,5cm. Hatte ich durch Zufall ganz preiswert mit dem Vinten 30 zusammen erworben.
Da kommt dann vielleicht irgendwann mal was richtig schweres drauf.
Du hast aber recht, hättest dann ja einen zusätzlichen Videokopf herumliegen.
Du könntest Dich ja mal mit dem Forenmitglied Willybott
in Verbindung setzen, er besitzt, glaub ich, beide Berlebachs mit dem Vinten Vision 30 und hat da einen 180er Apo drauf.
Gruß Fery
 
Nabend,

ich stelle hier einmal meinen Adapter zur Diskussion. Den genauen Lochkreisdurchmesser der vier 3/8" BSW Bohrungen habe ich nicht gefunden und nur ausgemessen. Das ist wahrscheinlich irgendein Zollmaß. Als Schrauben würde ich 3/8 Zoll - 16 x 5/8 Zoll Länge 15,88 mm Innensechskantschraube BSW 12.9 nehmen.
Die Bohrung im 2. Quadranten dient als Verdrehsicherung, wenn eine benötigt wird.

Grüße
Benjamin

Adapter_Vsion30_K70.JPG
 
Hallo Benjamin,
mit solchem Profi-Entwurf sollte der Adapter machbar sein. Wie ich sehe, entschließt Du Dich wohl für ein Berlebach mit K70-Säule, da gehst Du wirklich auf Nummer sicher.
Ich hatte damals einfach eine Skizze freihand vom Flachboden meines Vinten Vision 20 hingewurschtelt und ebenso freihand die Löcher durchgebohrt, hat etwas gedauert, aber das Ergebnis funktioniert eben.

IMG_3624.jpeg


Deine Idee mit der Verdrehsicherung ist mir damals ebenfalls eingefallen, macht durchaus Sinn. Da hatte ich wieder auf simple Art eine Bohrung durch den Linhof Stativteller gejagt, ein Gewinde in den Adapter geschnitten und die Konterschraube eingefügt.

IMG_2280.jpeg


Ich weiß, alles andere als professionell, aber im Ergebnis ist ja mein Pfusch nicht zusehen und für mich als Hauptsache funktionierts und ist sicher.

Läßt Du Deinen Adapter von einem Metallbetrieb anfertigen?
Bitte berichte, wie es weitergeht und viel Erfolg damit.

Grüße
Fery
 
Ja, ich habe den Adapter von dem Metallbetrieb eines Kollegen fertigen lassen. Regulär wären die Kosten dafür zu hoch gewesen. Die Zeichnung habe ich für die Nachwelt hier noch einmal überarbeitet mit einer Verdrehsicherung zum Spannen. Die Toleranzen haben wir besprochen und daher sind diese nicht alle in der Zeichnung angegeben.

Adapter_Vision30_K70.PNG



Hier das Ergebnis:

PXL_20260615_141056825_reduced.jpg
PXL_20260615_140330818_reduced.jpg
PXL_20260615_150637762_reduced.jpg



Dies bringt mich allerdings schon zur nächsten Frage. Ich muss jetzt den Vinten QuickFit Adapter an die Losmandy Schiene schrauben.
Macht es Sinn diesen mittig genau über dem Schwerpunkt des Teleskops gemessen mit allen Anbauteilen (Zenitspiegel, Okular, Sucher, evtl. StarSense Exp,...) zu positionieren?

Danke und Grüße
Benjamin
 
Zurück
Oben