Lieber Benjamin,
ich freue mich sehr, dass meine Beiträge hilfreich gewesen sein konnten. Ich wurde meinerseits vom Jochen "portaball" mit dem Vinten-Virus infiziert. Die Sache entwickelte sich dann zu einem Hobby im Hobby, da es mir eine enorme Freude macht, möglichst alle Vinten Vision Typen auszuprobieren. Ich bin fast durch, es fehlen von den klassischen Vinten Visions nur der Vision 22 und der Vision 250. Mit "klassisch" meine ich die robusten Ganzmetall-Typen, nicht die abgespeckten AS und Blue Typen mit ihren Plastik-Applikationen.
Was den Sucher betrifft würde ich wärmstens empfehlen, wenigstens einen 6x30, besser 8x50, mit dem Okular des Suchers möglichst nahe am Okular des Teleskops anzubringen. Wenn der Sucher direkt am Okular des Hauptgeräts ist macht das das Surfen sehr viel angenehmer - auch darum geht es mit einem solchen Videokopf - und das Auffinden leichter. Um an einem der Rosette des Kopfes befestigten Gerät zu schauen muss man die Sitzposition komplett verändern oder aufstehen. Das ist für ein kleines Zweitgerät erträglich aber für einen eigentlichen Sucher nervig - man will ja Dinge flott finden, nicht umsonst nennen die Engländer ihn
Finder.
Dein Starfire ist ja noch schwerer und länger als mein Tak TOA 130/1000 (12kg mit Schellen und Schiene). Das Anschlagen ist da wirklich ein Thema. Allgemein bin ich bei Geräte in dieser Gewichtsklasse ganz davon abgekommen, Hub- oder Kurbelsäulen anzustreben. Mir ist die Stabilität eines schlichten Stativs mit möglichst wenig Schnickschnak und die Transportabilität wichtiger. Man kann ja den Beobachtungsstuhl verstellen.
Was ich auf den Fotos zeige ist ein Berlebach Planet. Das ist meine fest aufgestellte Lösung im Garten.
Für die Beweglichkeit habe ich ein zweites Exemplar mit Halbkugel auf einem Vinten EFP Carbon Stativ mit Halbschale. Trägt mit nur 6kg Eigengewicht den Vision 30 und darauf ein C11 bombenfest oder das TOA 130/1000. Freilich muss ich bei der Nutzung mit dem TOA 130 darauf achten, die Stativbeine recht steil aufzustellen. Andererseits ist durch die 10kg des Vision 30 so viel Gewicht über die Mittelachse des Stativs konzentriert, dass auch bie steiler Beinstellung kein Ungleichgewicht durch das mit Sucher und okularseitigem Zubehör 13-14kg schwere Teleskop aufkommt, auch im Zenith nicht.
Du hast nun eine flache Basis. Aber die Rille am Rand ist, soweit ich weiss, für eine Schnellklemm-Lösung gemacht, in die Dein Kopf direkt gelemmt werden kann. Vielleicht wäre das eine Idee? Siehe hier:
Oder das hier, eine super-flexible Art den Kopf mit einem Stativ zu verbinden:
Oder Du bringst eine Halbkugel an die Basis an und kannst dann ein Vinten EFP Carbon Stativ mit Halbschale - oder ein ähnliches Kaliber - verwenden.
Kommt der Starfire aus Deiner früheren Aktivitätsphase - oder hast Du auch ihn für den Wiedereinstieg beschafft?
Beste Grüße, Christopher