Alte EQ 6 aufrüsten....

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Merowinger

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Hallo liebes Forum,

da meine Lernplattform EQ 3-2 mittlerweile meinen Wünschen nicht mehr entspricht, und ich ein Verfechter des Mottos "der Weg ist das Ziel" bin, habe ich neulich bei einer ebay-kleinanzeige zugeschlagen und eine alte EQ-6 erstanden, eine schwarze. Eine OnStep-Steuerung hab ich eh schon aufgebaut, die läuft sich schon warm.

Diese möchte ich jetzt auf eine GoTo und Astrofotografie-fähige Version hochrüsten.

Ich habe dazu folgende Anleitung für eine Wartung gefunden: HowTo EQ-6, super Sache, wie ich finde.

Mich durch die EQ.6 zu arbeiten, war ziemlich lehrreich, und auch eine Riesensauerei. Was Synta da als Fett rein geschmiert hat, ist echt "halb optimal". Ich verstehe, warum sie das tun, schließlich soll ja der Kunde nicht alle naselang die Montierung wieder zerlegen und nachfetten, aber das Zeug hat doch unangenehme Nebenwirkungen.

In der DEC-Achse war das Fett bis in das Schneckengehäuse hochgezogen (vielleicht falsch gelagert), die war damit a) viel zu schwergängig, was vermutlich das Getriebe am Motor ziemlich zerstört hat, jedenfalls läufts das sehr laut und unrund, und b) viel schlimmer: Die Achse konnte quasi nicht aus dem Gehäuse gezogen werden, ich musste da leider mit schwerem Gerät ran, mal schauen, ob das Schneckenrad das überlebt hat. RA-Achse ging wesentlich besser, genau wie in der Anleitung beschrieben.

Nevertheless, nun liegt die Montierung hier gereinigt und zerlegt vor mir und ich warte auf das Schmierfett und den Rowan-Belt-Kit. Jetzt muss ich noch eine Entscheidung fällen: Was mache ich mit den Lagern? Die 4 kleinen Schneckenlager habe ich schon bestellt, da nehme ich Präzisions-Lager, in der Größe sind die ja nicht so teuer. Aber die großen Achs- und Schneckengehäuselager. Das sind ja RS 6008, 8 Stück in Summe, die gibt es für 12 Euro als Edelstahl-Ausführung und als Industrie-Quailität für 3 Euro, solche sind da ja vermutlich verbaut. Sollten diese auch getauscht werden und wenn ja, gegen welche? Vielleicht ganz andere? Oder vielleicht nur auf einer Achse?

Was meint Ihr? Was würdet Ihr machen?

Viele Grüße

Frank
 
Hallo Frank,
du hast einige Zeit investiert. Da würde ich nicht lange Nachdenken, sondern gleich die guten Lager nehmen. Die paar € Aufpreis machen keinen großen Unterschied und du hast das gute Gefühl keine halbe Sache zu machen. ;
Und die dünnen Kunststoffscheiben nach Möglichkeit gleich mittauschen. Da vielleicht mal bei Chris Peter (Saghon) nachfragen, ob er die anbietet...

Grüße Rainer
 
Hallo Frank,
kann mich der Empfehlung von Rainer nur anschließen.
Einen Mehrpreis für Qualität zu investieren ist nicht verkehrt.
meine EQ6 leistet schon Jahre gute Dienste.
CS Thomas
 
Ich schau hier einfach mal zu und lerne. Ich bin selbst Besitzer einer 10 Jahre alten EQ-6 Syntrek, und hatte gerade zur Zeit so im Hinterkopf, die mal general zu überholen. War ein super Zeitpunkt für diesen Thread.
Nicht, dass sie Probleme macht, aber genau deswegen gönne ich der Monti das einfach, WEIL sie so lange ohne jede Macke mitmacht. (und um dem zuvorzukommen, bevor sie Altersmacken entwickelt)

LG und CS, Olli
 
Hallo,

ich hatte früher ebenfalls eine alte EQ6 gehabt und diese mehrfach umgebaut. Die kleinen Lager der Schneckenwelle hatte ich dabei durch bessere ausgetauscht, aber die großen Hauptlager habe ich gelassen. Wenn die Lager noch in Ordnung sind und ohne erkennbares Ruckeln laufen, würde ich die nicht austauschen. Ist aber nur meine Meinung. Viele Lager die man ja hier kaufen kann, kommen sowieso auch aus China, wie die Originallager. Wenn die Lager schwergängig sind oder ruckeln, würde ich diese natürlich austauschen.
Ich glaube nicht, dass ein Austausch der Lager das Hauptproblem der EQ6, den zum Teil großen und sprunghafte periodische Schneckenfehler merklich reduziert. Da ist hauptsächlich das Schneckengetriebe und das vorgeschaltete Motorgetriebe für verantwortlich. Nach einigen Versuchen mit Umbau auf "Conradgetrieben" und "Kleinfuß-Steuerung" (die Älteren kennen das eventuell noch) habe ich zum Schluss auf ein SynScan Upgrade mit neuen Schrittmotoren umgebaut und war endlich zufrieden. Der sprunghafte PE blieb aber immer erhalten.
Vor ein paar Jahren habe ich dann auf eine AZ-EQ6 gewechselt, die ist noch stabiler und läuft von Anfang an problemlos.

Uwe
 
Die Scheiben ersetze ich durch Teflon, hab erst versucht, welche passend zu bekommen, werde mir aber jetzt einfach selber welche aussschneiden, die Platten gibts auch in 0.5 mm, was dem Originalmaß entspricht. Für das Getriebe habe ich mir ja bei FLO-optics das Rowan-Belt-Kit bestellt. Das sollte schon mal viel bringen. Die Schnecke ist halt, wie sie ist... Vor dem Ausrichten der Schnecke habe ich noch gehörigen Respekt....
Ich bin gespannt, was da aus der alten EQ herauszuholen ist. Der Verfasser der Anleitung HowTo EQ-6 schwört ja noch auf die Klueber-Paste für die Gleitflächen.

Bei den Achslagern bestelle ich auch neue, das ist vermutlich besser, wenn auch nicht nachhaltig. Aber der Import des Belt-Kits macht die Bilanz ohnehin zunichte ;-). Was schon mal einen Unterschied macht, zumindest bei den eingebauten Lagern, ist der Wechsel von geschlossenen zu offenen Lagern. Die offenen Lager laufen doch deutlich leichter. Die Lager sind ja im Gehäuse tief eingebaut, Dreck sollte da ja eigentlich nicht aufhäufen.

Bin gespannt....
 
Bei dem Klüber-Fett bin ich mir noch unsicher, da doch eigentlich das Ziel ist, alles so leichtgängig wie möglich zu haben. Mittlerweile gibt es im Fahrrad-Markt einige Lagerfette, die genau dies versprechen, vielleicht gibt's da mittlerweile geeigneters?
 
Hallo Frank,
eine alte EQ6 wieder frisch zu machen, ist eine gute Idee. Es macht Spaß, man lernt etwas über die Mechanik, und es lohnt sich.
Denn am Ende kommt ein Arbeitstier heraus, das seinen Enkeln und Urenkeln in nichts nachsteht. Eine „gemachte“ EQ6 ist robust, zuverlässig, trifft Objekte genau und lässt sich gut guiden.

Die neuen Lager für die Schnecken sind in der Regel unumgänglich, die alten laufen oft rauh und Korrosion setzt ihnen gewaltig zu.

Neue Achslager sind nicht immer nötig, oft kommt der rauhe Lauf der Lager von Verschmutzung, teilweise sogar von Metallspänen, noch aus der Produktion. Nicht selten reicht ein gründliches Reinigen und Neufetten völlig aus. Ob das reicht, lässt sich schnell herausfinden. Nach Reinigen nur mit einem Hauch Nähmaschinenöl geschmiert und von Hand gedreht zeigt, ob das Lager „glatt“ läuft oder nicht. Das „Testöl“ muss bei Weiterverwenden natürlich wieder ausgewaschen werden, das verträgt sich nicht mit Fett.

Wenn die Lager aber ausgetauscht werden, empfehle ich Standart-Industrielager. Allerdings gute Lager von z.B. SKF .
Edelstahllager bieten in der EQ6 keinen Vorteil. Die Korrosionsbeständigkeit spielt da keine Rolle. Sie kosten nur mehr.
Dazu haben Standart-Industrielager gegenüber den Edelstallagern eine höhere Belastbarkeit.

Umrüstung auf Riemenantrieb ist auch eine schöne Sache. Das reduziert das Geräusch, und der Leerlauf bei Richtungsumkehr verbessert sich deutlich.

Es gibt allerdings einen Punkt, an dem ich es für noch wichtiger halte, Hand anzulegen. Vor allem bei Aufstellung im Feld:
Die Polhöheneinstellung.

Die Polhöheneinstellung ist eine der schlimmsten Schwachstellen der EQ6. Weiche Schrauben, die sich an einem weichen, oft ausgeleierten Alugewinde abstützen, drücken in flachem Winkel gegen eine Alunase am Polblock. Oft ist die Schraube, die die Polhöhe anhebt krumm, und nicht selten rutscht sie an der „Nase“ vorbei. Das unrühmlichste Kapitel der EQ6.

Da lässt sich aber Einiges verbessern, zum Teil auch ohne großen Aufwand.
Los geht es mit anderen Polschrauben. Früher gab es die „VTSB“ Schrauben, Klemmhebel tun es oft auch.

Danach kommt in jedem Fall das Gewinde dran, in dem die Polhöhenschraube steckt. Aufgebohrt und mit Edelstahl Gewindeinsert ist das eine ganz andere Sache. Die Schraube läuft leichter, und behält die Richtung, in die sie drückt.

Und da ist auch schon die nächste Schwachstelle. Die „Nase“ am Polblock. Sie ist aus Aluguss und steht in unseren Breitengraden bereits recht schräg zur Polhöhenschraube. Die Kraft wird nicht gut übertragen, weil die Richtung nicht stimmt. Die Schraube neigt zum Abrutschen. Für Abhilfe sorgt ein zusätzlicher Block vor der Alunase. Vorzugsweise aus Edelstahl. Dann drückt die Polhöhenschraube fast im rechten Winkel gegen den Polblock, die wirksame Schraubenlänge ist kurz - alles ideal für gute Kraftübertragung.
Das Ergebnis: Die Polhöhe lässt sich auch bei voller Beladung leicht und präzise einstellen.

Das i-Tüpfelchen ist dann nur noch die Polachse selbst. Oft nur ein Gewindestab, dessen Gewindegänge sich mit der Zeit ins Aluminium der Bohrungen fressen. Hier beendet eine geschliffene Achse in Messig-Gleitlagern die Misere.
Das ist allerdings ohne entsprechende Maschinen kaum zu machen, ich habe das bei JD-Astronomie machen lassen, wie auch die zuvor beschriebenen Arbeiten an Polschrauben, Polblock und Gewinde.
Das würde ich in jedem Fall wieder so tun.

Damit ist bei der EQ6 aber noch nicht Ende. Es gibt noch weitere Punkte, die verbesserungswürdig sind.
Z.B. die Prismenklemme am Montierungskopf. Zwei Schrauben zwingen die Prismenschiene des Teleskops in die Klemmung.
Das funktioniert zwar, hinterlässt aber mit der Zeit hässliche Spuren an den Prismenschienen.

Ich habe den Montierungskopf gegen eine Prismenklemme von Geoptik getauscht, mit Aufsatzplatte für die EQ6.
Damit lassen sich Vixen-Level- wie auch Losmandy-Level-Prismenschienen ohne Klemmspuren sauber klemmen.

Unterm Strich ist das (meine) keine EQ6 mehr, sondern eine neue Montierung auf EQ6-Basis.

Viel Spaß beim Modifizierten!

CS

Dietmar
 
Es gibt allerdings einen Punkt, an dem ich es für noch wichtiger halte, Hand anzulegen. Vor allem bei Aufstellung im Feld:
Die Polhöheneinstellung.

Die Polhöheneinstellung ist eine der schlimmsten Schwachstellen der EQ6. Weiche Schrauben, die sich an einem weichen, oft ausgeleierten Alugewinde abstützen, drücken in flachem Winkel gegen eine Alunase am Polblock. Oft ist die Schraube, die die Polhöhe anhebt krumm, und nicht selten rutscht sie an der „Nase“ vorbei. Das unrühmlichste Kapitel der EQ6.

Da lässt sich aber Einiges verbessern, zum Teil auch ohne großen Aufwand.
Los geht es mit anderen Polschrauben. Früher gab es die „VTSB“ Schrauben, Klemmhebel tun es oft auch.

Danach kommt in jedem Fall das Gewinde dran, in dem die Polhöhenschraube steckt. Aufgebohrt und mit Edelstahl Gewindeinsert ist das eine ganz andere Sache. Die Schraube läuft leichter, und behält die Richtung, in die sie drückt.
...
Das ist mir auch schon unangenehm aufgefallen. Bereits bei meiner Einstiegsmontierung EQ 3 habe ich mich gefragt, was der Vorbesitzer da mit den Schrauben veranstaltet hat, da ist ja keine mehr gerade! Das Thema wird auf jeden Fall angegangen, die 52° hier bekomme ich fast gar nicht eingestellt, an >55° ist gar nicht zu denken. Vielen Dank für die Verbesserungstipps :cool:
 
Z.B. die Prismenklemme am Montierungskopf. Zwei Schrauben zwingen die Prismenschiene des Teleskops in die Klemmung.
Das funktioniert zwar, hinterlässt aber mit der Zeit hässliche Spuren an den Prismenschienen.

Ich habe den Montierungskopf gegen eine Prismenklemme von Geoptik getauscht, mit Aufsatzplatte für die EQ6.
Damit lassen sich Vixen-Level- wie auch Losmandy-Level-Prismenschienen ohne Klemmspuren sauber klemmen.
Das ist bei meiner EQ-6 nicht so, nix mit Schraubabdrücken. Da klemmt ein sehr breiter Sattel ganzflächig, egal ob Vixen oder Losmandy.
LG, Olli
IMG_20210831_125334.jpg
 
ui, ja, die kenne ich von EQ3 und EQ5 in dieser Weise....
 
So, jetzt bin ich unter Druck gesetzt. Das Belt-Kit ist schon da .... Ich hatte mir eingeredet, dass die Motorachse der alten EQ6 6 mm war (ich habs natürlich nachgemessen) und meine beiden NEMA 17 mit 5 mm Achse daherkommen, und ich also noch eine Hülse brauche, da ja das Belt-Kit auf die EQ-6 passen soll. Das ist aber nicht so. Die Durchmesser der beiden Riemenräder und auch der Lochabstand der Montageplatte passt perfekt für die neuen NEMA 17.

Fett und Lager fehlen noch, dann gehts los mit der Feinarbeit :-)
 
Meanwhile:

Die Montierung ist runderneuert und wieder zusammengesetzt, sie läßt sich wieder geschmeidig bewegen, was vorher doch recht zäh war, der Rowan-Belt-Kit dreht und die OnStep-Steuerung blinkt und controlled... ich warte jetzt auf die Gelegenheit, das gute Stück mal draußen zu testen. Geht im Moment Wetter- und Lichttechnisch leider nicht.
Bei ersten Gehversuchen liefen die Motoren noch falsch herum (50:50 :cool: ). Wenn sich die Montierung brauchbar guiden lässt, werde ich noch den Kabelsalat minimieren, das Gehäuse besser gestalten und einen Off-Axis-Guider anschaffen, dann fliegt das Guidescope raus und an die Stelle wird der Raspberry Pi fest montiert., der ist dem Guidescope heute per Strapse auf den Rücken geschnallt.

Die OnStep lässt sich über das lokale WLAN "OnStep" gut steuern, ASCOM über WLAN geht, USB ginge ebenfalls, aber mit dem Kanal über Port 9998 ist der eigentlich überflüssig. Der USB-Hub an der Steuerung existiert nur noch für die Joysticksteuerung und zum OnStep-debuggen und flashen, ggf kommt da noch eine SSD mit dran, dann kann der Raspberry Pi auf die SSD fotografieren und die kann dann zum Bearbeiten mitgenommen werden. Auf dem Pi läuft IndigoSky, das fand ich bislang die gelungenste Lösung und die Verbindung zum APT auf meinem PC ist am integriertesten.

Bild 1 Bild 2 Bild 3
Mit auf dem Bild ist der Raspberry Pi am Teleskop montiert. Ich habe mich dafür entschieden, da der Raspberry Pi damit nur noch Strom braucht und das Eigengewicht doch ziemlich gering ist. Alle anderen Kabel an den Kameras können dann kurz gehalten werden und die Montierung kann ja recht gut tragen. Ein Teleskopwechsel ist dann etwas umständlicher... Es wäre auch denkbar, die Kameras und Focusser über einen Hub anzuschließen, aber ich habe bislang keine guten Erfahrungen mit den vielen Geräten an einem USB-Hub gemacht, die laufen da eher schlecht dran, zumindest gleichzeitig.

Auf diesem Video sieht und hört man die Montierung verfahren, klingt ziemlich futuristisch :) . Ich habe den Slew-Speed recht gering gewählt (1°/sec), da die OnStep mit dem STM32 BluePill auch schon mal ein paar Pulse verlieren kann, wenn zu schnell verfahren wird.

Die OnStep-Steuerung läuft bislang reibungslos und trifft die gewünschten Winkel auch ganz gut, auch ohne Alignment.

Soweit also bisher. Hoffentlich kann ich bald Guiding-Stats vorzeigen :)
 
Lange Zeit nix mehr berichtet von meinem EQ-6R-Umbau. Ich bin einfach keine Nachteule, und hab daher auf den Herbst gewartet. Gestern war es soweit. Gute Bedingungen, abgeschaltete Werbeleuchten, M31 in angenehmer Position. Über den Sommer habe ich im Garten eine nette Position für mein Stativ erstellt und meine Montierung mit der OnStep-Steuerung so ausgerüstet, dass da nix irgendwo im Weg ist.

Mein Beobachtungssystem besteht jetzt aus:
- besagter EQ-6R, genralüberholt nach der wundervollen Anleitung HowTo EQ-6
- Die Steuerung habe ich komplett neu als OnStep auf STMBluePill umgesetzt
- Die Montierung hat ein Rowan-Belt-Set bekommen
- an der Montierung (Huckepack auf der OnStep-Steuerung) ist ein RaspberryPi 4 eingebracht.
- Als Software nutze ich IndigoSky. Als Newbee hat mich dieses Paket überzeugt, aus folgenden Gründen
- Es ist ein github-Projekt. Ich kann die Sourcen downloaded, verstehen und ändern. Ich kann selbst übersetzen. Für meine billige SVBony-Cam und auch die OnStep-Steuerung habe ich das bereits mehrfach getan.​
- Es besitzt (IMO) eine überzeugende Guiding-Qualität​
- Es hat einen verdammt guten Platesolving-Algorithmus (Ruben hat diesen auch in die APT - Software integriert)​
- Der Polaralign-Algorithmus funktioniert super​
- Es unterstützt APT, was ich als Frontend auf meinem PC habe, Aufnahmen können remote durchgeführt werden.​
meine heutige Hardware wird komplett unterstützt (USBV3-Focusser, OnStep, QHY-Camera, SVBony-Camera, Joystick)​
- die Entwickler sind aktiv, Ich habe noch ein paar Fehler gefunden, diese wrude bearbeitet.​

Für IndigoSky muss man damit leben, dass das System noch jung ist, es gibt bei Abläufen mit "unerwarteten Events" (abgebrochene Belichtung, Dateizugriffsprobleme während der Aufnahme) manchmal noch Klemmer, diese Nacht musste ich die SW dreimal neu starten, was aber unproblematisch ist, da der Start nur sekunden dauert und die OnStep davon nicht betroffen ist. Damit muss man rechnen, das wird aber mit jedem Mal besser, bzw wenn man einen stabilen Ablauf hat, passiert das nicht (ich habe viel rumprobiert).

Bilder sagen mehr als 1000 Worte, deshalb schubs ich mal zwei Ergebnisse von gestern (unprocessed)
600 Sekunden Belichtung
2000 Sekunden Belichtung

Als Newbee hätte meinte ich, dass das Guiding ok ist, für diese lange Belichtung. Leider hab ich noch nicht raus, ob Indigo die Stats irgendwo festhält, ggf muss ich da was selber erstellen :-). Vielleicht mag da ja mal jemand draufschauen :)

Gruss,

Frank
 
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