Lorchi
Aktives Mitglied
Hallo Leute,
habe gerade das erste Mal versucht, Alu zu löten. Als Lot hatte ich das Universallot 390 von www.gw-werkzeuge.de.
Versuchsobjekt war ein 20x20x1,5mm Alu-Vierkantrohr und ein 15x1,5mm Flachprofil. Beides habe ich auf einen Pflasterstein gelegt, mit etwas Draht als Abstandshalter (damit der Stein nicht die Wärme ableitet), und das ganze noch mit Draht fixiert.
1. Versuch:
Als Lötbrenner hatte ich einen Propanbrenner aus dem Baumarkt.
Das Alu hatte ich etwas angeschliffen, und die Lötstelle komplett mit dem Flussmittel benetzt. Dann kam der Brenner, und zur Sicherheit noch Lederhandschuhe. Mit der Spitze der blauen Flamme habe ich dann versucht, das Alu zu erhitzen. Das Lot schmolz in der Flamme, aber nicht am Werkstück. Es war unmöglich, das Alu heiß genug zu bekommen. Ich habe verschiedene Flammenzonen ausprobiert, und so fast die gesamt Gaskartusche leergemacht. Zwischendurch habe ich noch neues Flußmittel aufgetragen. Keine Chance. Der einzige Effekt war das völlige Austrocknen des Flußmittels.
2. Versuch:
Das ganze spielte sich in unserer THW-Werkstatt ab. Ein Kollege kam vorbei und meinte, die Flamme sähe aber nicht so heiß aus. Ich solle es doch mal mit etwas anderem probieren. Ganz hinten versteckt im Regal lag ein ähnlicher kleiner Brenner, mit Spezialgas von Rothenberger. Es hieß Maxigas 400, was genau drin war weiß ich nicht. Aber es stand drauf, es habe eine ähnliche Flammtemperatur wie Acetylen, und Sauerstoff ist schon mit drin. Acetylen soll man ja nicht nehmen, wahrscheinlich weil es so rußt.
Also das Werkstück neu vorbereitet, gereinigt, angeschliffen, Flussmittel drauf. Den Brenner angestellt. Faaauuuch, das war schon ein ganz anderes Flammengeräusch.
Also: jetzt lief alles nach Plan. Das Flußmittel wurde trocken, grau, schmolz. Lot drauf, es dauerte noch 1 Sekunde, und dann - wupp - lief es richtig schön in die Fuge.
Das ganze nochmal an der anderen Seite ausprobiert. Dort blieb ich nach dem Auftragen des Lots noch ein paar Sekunden mit der Flamme, mit dem Ergebnis, dass dort das Alu angeschmolzen ist. Ok, jetzt weiß ich, dass es reicht, sobald das Lot reingelaufen ist. Vielleicht mache ich später noch ein/zwei Versuche zum Üben, aber eigentlich müßte es jetzt so gut funktionieren.
Allgemein sollte man wohl lieber ein kleines bißchen zu früh (ein paar Sekunden) das Lot hinzugeben, besser als zu spät. Das schmilzt dann schon, aber läuft erst in die Fuge, wenn dort die Temperatur ausreicht, und dann kann man schon aufhören (natürlich sollte bei tiefen Fugen das Werkstück gleichmäßig schon heiß genug sein, ist also etwas schwieriger).
Fazit:
Ich bin zufrieden, der Weg zu neuen Alukonstruktionen ist geebnet. Die Verbindung hielt bombenfest!!! Dann kann ich jetzt wie geplant mein Alu bestellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Viel Spaß beim Nachmachen.
Grüße, Henning
habe gerade das erste Mal versucht, Alu zu löten. Als Lot hatte ich das Universallot 390 von www.gw-werkzeuge.de.
Versuchsobjekt war ein 20x20x1,5mm Alu-Vierkantrohr und ein 15x1,5mm Flachprofil. Beides habe ich auf einen Pflasterstein gelegt, mit etwas Draht als Abstandshalter (damit der Stein nicht die Wärme ableitet), und das ganze noch mit Draht fixiert.
1. Versuch:
Als Lötbrenner hatte ich einen Propanbrenner aus dem Baumarkt.
Das Alu hatte ich etwas angeschliffen, und die Lötstelle komplett mit dem Flussmittel benetzt. Dann kam der Brenner, und zur Sicherheit noch Lederhandschuhe. Mit der Spitze der blauen Flamme habe ich dann versucht, das Alu zu erhitzen. Das Lot schmolz in der Flamme, aber nicht am Werkstück. Es war unmöglich, das Alu heiß genug zu bekommen. Ich habe verschiedene Flammenzonen ausprobiert, und so fast die gesamt Gaskartusche leergemacht. Zwischendurch habe ich noch neues Flußmittel aufgetragen. Keine Chance. Der einzige Effekt war das völlige Austrocknen des Flußmittels.
2. Versuch:
Das ganze spielte sich in unserer THW-Werkstatt ab. Ein Kollege kam vorbei und meinte, die Flamme sähe aber nicht so heiß aus. Ich solle es doch mal mit etwas anderem probieren. Ganz hinten versteckt im Regal lag ein ähnlicher kleiner Brenner, mit Spezialgas von Rothenberger. Es hieß Maxigas 400, was genau drin war weiß ich nicht. Aber es stand drauf, es habe eine ähnliche Flammtemperatur wie Acetylen, und Sauerstoff ist schon mit drin. Acetylen soll man ja nicht nehmen, wahrscheinlich weil es so rußt.
Also das Werkstück neu vorbereitet, gereinigt, angeschliffen, Flussmittel drauf. Den Brenner angestellt. Faaauuuch, das war schon ein ganz anderes Flammengeräusch.
Also: jetzt lief alles nach Plan. Das Flußmittel wurde trocken, grau, schmolz. Lot drauf, es dauerte noch 1 Sekunde, und dann - wupp - lief es richtig schön in die Fuge.
Das ganze nochmal an der anderen Seite ausprobiert. Dort blieb ich nach dem Auftragen des Lots noch ein paar Sekunden mit der Flamme, mit dem Ergebnis, dass dort das Alu angeschmolzen ist. Ok, jetzt weiß ich, dass es reicht, sobald das Lot reingelaufen ist. Vielleicht mache ich später noch ein/zwei Versuche zum Üben, aber eigentlich müßte es jetzt so gut funktionieren.
Allgemein sollte man wohl lieber ein kleines bißchen zu früh (ein paar Sekunden) das Lot hinzugeben, besser als zu spät. Das schmilzt dann schon, aber läuft erst in die Fuge, wenn dort die Temperatur ausreicht, und dann kann man schon aufhören (natürlich sollte bei tiefen Fugen das Werkstück gleichmäßig schon heiß genug sein, ist also etwas schwieriger).
Fazit:
Ich bin zufrieden, der Weg zu neuen Alukonstruktionen ist geebnet. Die Verbindung hielt bombenfest!!! Dann kann ich jetzt wie geplant mein Alu bestellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Viel Spaß beim Nachmachen.
Grüße, Henning