Aludruckguss reparieren?

RaBaeh

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Hallo,
bei meinem Revue 7x35 ist eine Okularführung gebrochen. Sieht wie Aludruckguss aus.
Hat jemand eine Idee, wie das reparabel sein könnte?
Mit 2K Kleber gehts schonmal nicht..:rolleyes:

Grüße Rainer
 

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Hallo Rainer

Wenn du schon Kleber aufgebracht hast müsste der zuerst rückstandsfrei wieder entfernt werden.
Das mit den Stiften wäre eine Möglichkeit, müsste aber exakt passend gemacht werden.

Alternativ könnte man dünne Massgenaue "Beilagscheiben" aus 0,3mm (oder 0,5) Messing oder Stahlblech anfertigen (entweder auf einer Seite - die dem Fernglas zugewandt ist, oder auf Beiden ... ) und die als Stütze mit verkleben.

Man muß sich halt überlegen wie man die Teile fixiert bis der Kleber hart ist.

Ich nehme da immer Uhu Plus Endfest, und erhitze das Werkstück im Backrohr, für eine halbe Stunde auf 90 - 100 Grad.

Das hält eigentlich bombenfest.....

PS. Wenn man Glück hat findet man solche Scheiben auch fertig unter "Distanzscheiben" im 1/10mm Bereich ... z.B. zur Abstimmung von Antriebsteilen im "Maschinenbaubedarf" .....

VG Hermann
 
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Hallo Rainer!

Ich weiß, dass man die meisten Alulegierungen WIG-Schweißen kann. Bis jetzt habe ich mich jedoch immer vor Aluschweißen herumgedrückt. Aluschweißen braucht einige Übung. Und man muss ruhige Hände haben dafür. Aber bestimmt gibt es im Forum einen talentierten WIG Schweißer. Such doch Mal in der Forumsuche nach WIG.

Gruß Heinrich
 
Hallo,

vergesst nicht, dass das ein ganz kleines Teil ist. Der Ring hat nicht viel mehr als einen Zentimeter Durchmesser und die Bruchfläche ist vielleicht drei Millimeter hoch. Beim Schweißversuch wird das Teil einfach verdampfen und um dort irgendwelche Stifte einzusetzen braucht es einen Zahnarzt und sein Werkzeug. Der verlangt aber ein paar Euro für seine Arbeit...

Grüße
Maximilian
 
Argon als Schutzgas geht natürlich, man muss nur jemanden finden/kennen der so etwas hat und auch beherrscht.
Ist es das Fernglas überhaupt wert? Ich habe da null Ahnung. Oder ist es eher ein ideeller Wert?
 
Linsen raus und weichlöten. Das reicht völlig. vorher an ALU Resten üben. Bruchstelle mit Drahtbürste aufrauhen um Oxidschicht zu brechen. Arbeitsunterlage: Schamottestein aus dem Baumarkt. Aluminium löten mit einem Reibelot
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
vielen herzlichen Dank für die Vorschläge. Ich werde noch einen Versuch mit einer dünnen Distanzscheibe und 2K Kleber machen.
Der ideelle Wert ist bei dem Glas höher, als der finanzielle…das FG gehört meiner Lebensgefährtin und das ist für sie halt mit Erinnerungen verbunden.
Daher versuche ich das Teil mit meinen eingeschränkten Möglichkeiten zu retten…

Grüße Rainer
 
Ich würde das Weichlöten machen, das Mounty vorgeschlagen hat. Ist viel einfacher als Mikro-Schweißen. Wenn genug Platz ist, kannst Du auch noch eine weitere Aluunterlegscheibe oben drauf löten. Dann hält es ewig.

Darüber hinaus finde ich, dass Alu ein ganz toller Werkstoff ist. Es ist leicht, rostet nicht, kann bis 1 mm o.ä. mit einem dicken Papierschneider geschnitten werden, easy zu Bohren, keine extrem scharfen Kanten wie dünnes Stahlblech, höhere Tragkraft/ höhere Verformungsresistenz als Plastik, ...

Deshalb meine Frage.

Gibt es von dem


auch eine günstige Chinaversion?
 
Hallo!
Gibt es von dem
-> Lampert Micro Arc Welder
Gestern habe ich den Link nicht verfolgt, aber jetzt musste ich wirklich lachen. Da schlägt tatsächlich jemand ein Werkzeug vor, das 5.700 Euro zuzüglich Umsatzsteuer kostet, um ein Fernglas zu reparieren, das man bei eBay für 19 Euro als Ersatzteilquelle findet.
Und ja, aus China gibt es sowas auch, ab 200 Euro. Immer noch „mit Kanonen auf Spatzen geschossen“ :)

Grüße
Maximilian

PS: Mein günstiger China-Punktschweißer (ca. 60 Euro), mit dem ich Akkuzellen verbinden wollte, hat ungefähr 10 Schweißvorgänge ausgehalten. Dann waren die Leistungstransistoren hin. Aber für ein einzelnes Fernglas wird das 200-Euro-Lichtbogenschweissgerät schon halten...
 
Habe ich irgendwo behauptet er soll es kaufen?
Ich wollte dami klarstellen das es auch Schweissgeräte gibt die feinste Sachen schweissen können.
Ohne solche Geräte wäre Werkzeugformenbau mittlerweile undenkbar.

@ Heinrichl: Aus China von der Shenzhen Ramschkiste würde ich so etwas eher nicht holen. Gutes Werkzeug lassen sich die Chinesen mittlerweile auch ordentlich bezahlen.

@maximilian
Akkuzellen punktschweissen? Nicht Dein ernst oder? :LOL:
 
Hallo Rainer,
Habe Deinen Beitrag leider erst heute gesehen. Ich habe vor kurzem ein Revue 7x35 ausgeschlachtet… Könnte Dir das Ersatzteil zuschicken, wenn Du möchtest, ich brauche es nicht.
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Das Okular ist glasseitig ohne Beschädigung, Durchsicht ist klar.

Schreib mir einfach eine PM hier im Forum, wenn Dir das hilft.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
PS: Mein günstiger China-Punktschweißer (ca. 60 Euro), mit dem ich Akkuzellen verbinden wollte, hat ungefähr 10 Schweißvorgänge ausgehalten. Dann waren die Leistungstransistoren hin. Aber für ein einzelnes Fernglas wird das 200-Euro-Lichtbogenschweissgerät schon halten...

Hallo,

ich habe gerade Mal in der Bucht geschaut, welches das normale (Nicht-Punkt) TIG/WIG Schweissgerät ist, das den kleinsten Schweisstrom kann.

Es ist dieses hier

Der minimale Schweissstrom im WIG Modus ist 15A. Alu braucht ungefähr 40 - 45 A pro Materialstärke mm. Rein rechnerisch könnte man also gerade noch 0,3 mm Alu damit schweißen. Natürlich in der Praxis eher weniger, außer man ist ein echter Schweisskünstler.

Taugt der Polski Migomat denn was? Bei dünnen Materialstärken ist die Geräteauswahl nämlich sehr sehr dünn.
 
Ein Schweissgerät das man präzise steuern kann fängt regulär bei 1500€ an.
Ich schätze mal für „rumkleben“ OK, aber für einwanfreie Schweissnähte?
 
Hallo Frank,
das ist ja super :y:
Und meine Lebensgefährtin wird sich wirklich sehr darüber freuen.
Ich schicke dir eine PN.

Grüße Rainer
 
Ich habe mich jetzt für das Aluminium WIG schweißgerät von Hzxvogen entschieden. Hzxvogen Wig -Mig online kaufen | eBay Es ist ist günstig und man bekommt eine Fußpedalfernbedienung mit dabei.

Ich werde zwar nie ein professioneller Freihand-Aluschweißer werden. Aber man kann den WIG-Brenner ja auch in einen Halterungsarm einspannen. Für das Mikro-Schweißen von dünnen Blechen ist das ohnehin das Mittel der Wahl. Denn ein WIG-Schweißlichtbogen mit niedriger Amperezahl funktioniert nur auf kurze Distanz.
 
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