Anfänger auf der Suche nach dem passenden Dobson

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alexfra

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Hallo liebes Forum!

Erst einmal zu meiner Situation:
Ich wohne vor den Toren Göttingens (3km), der Himmel ist also nicht völlig überstrahlt, aber auch nicht wirklich dunkel.
Bisher bin ich nur mit Fernglas am Nachthimmel unterwegs und in nächster Zeit möchte ich mir ein erstes Teleskop anschaffen, um auch mal etwas mehr zu sehen.

Nach einigem Lesen hier und an anderen Stellen ist eigentlich klar, dass es ein Dobson sein soll. Ohne elektrische Helferlein.
Einen 2"-Auszug soll es haben und mir erscheint das Prinzip des Telrads als sehr brauchbar.

Mir stellen sich nun einige Fragen:
8" oder 10"? Hat das 10" außer dem höheren Preis (und dem Transport) noch andere Nachteile?

Von Skywatcher gibt es die Flextube-Serie, die mir wegen des einfachen Transports / Verstaubarkeit gut gefällt. Auch habe ich nur positive Berichte darüber gelesen.
Hat eine solche offene Konstruktion auch ernst zu nehmende Nachteile?

Wenn es eine klassische, geschlossene Konstruktion werden sollte, ist da ein bestimmter Hersteller vorzuziehen und bietet besonders viele Vorteile? Skywatcher, GSO, Revelation, Orion scheinen die gängigen Marken im unteren Preissegment zu sein. Die größten Unterschiede konnte ich bei der Rockerbox und beim Zubehör feststellen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, wäre es nicht dumm, beim Kauf die beigelegten Okulare gegen höherwertige zu tauschen. Da spielt der Preis aber natürlich auch eine Rolle. Ich könnte mir vorstellen, erst einmal mit drei Okularen zu starten. Ein vernünftiges 2" Übersichtsokular und dann zwei weitere, die preiswerter sind (1,25"). Gibt es da heiße Tips aus dem Okular-Dschungel (Ich würd mir gern die Option offen halten, mit Brille zu beobachten)? Was ist für den Einstieg von Zoom-Okularen zu halten?

Das sind nun viele Fragen, aber ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.


Viele Grüße
Alex
 
Hallo Alex!

Eine Gegenfrage hätte ich da. Was soll das Gerät denn kosten?
Ein 8. kostet ca. 400€ und ein 10. ca. 600€.
Alles Schätzpreise, da nicht bekannt ist welchen Hersteller du bevorzugst bzw. dir vorgeschlagen wird. Preis ist bekanntlich nach oben hin offen.

Bei den 2" Okularen hat man mir hier auch zu Baader geraten und ich bin sehr zufrieden. :)
Die kosten zwar ein wenig mehr, aber die taugen auch was.
Das sind meine Modelle:

http://www.teleskop-express.de/shop...oom-Kombi-mit-Barlow---3-5mm-bis-24mm---.html

http://www.teleskop-express.de/shop...n-Weitwinkel-Okulare---2-Stueck---AKTION.html

Die Einzelokulare werden zwischen mir und meinem Sohn hin und her getauscht und funzen wunderbar auf einem 150/750 und 200/1000 Newton.
Das Zoomokular ist mehr für das große Rohr da dort auch gleich eine Barlow mit dabei ist die ein zu hohe Brennweite erzeugt wo das kleine Rohr mit schwierichkeiten hat. Ist aber abnehmbar und kann nur als Zoom verwendet werden.
Die Okulare haben den Vorteil das sie sowohl als auch auf ein 2" wie 1,25" Auszug passen.
Fals du Brillenträger bist wirst du dich auch auf den sehr nett groß gehaltenden Einsichtswinkel freuen können. Alternativ gab man mir noch Diese hier an:

http://www.teleskop-express.de/shop...60----1-25--Okular---voll-multiverguetet.html

Die gibt es ebenfals in verschiedenen Brennweiten. Aber wie gut sie sind ist mir aus eigener Erfahrung nicht bekannt.

Den Rest kann dir sicher nur wieder die anderen Fachleute die hier so rumschwirren richtig gut erklären.

Ich hoffe aber trozdem das ich etwas Aufschluß geben konnte.

Mit freundlichen

Domi
 
Hallo Domi,

danke für deine Hilfe.
Die genannten Okulare lesen sich für einen Laien gut. Du kommst also anscheinend mit Zoom-Okularen klar.

Preislich wollte ich eigentlich erst mal nicht über 1000€ landen und eine erste Grundausstattung erwerben. Weitere Okulare etc sollen dann bei Bedarf später folgen.


Grüße Alex
 
Hallo Alex!

Für 1000€ bekommst du schon was feines. :)
Ein Freund von mir hat mich bei Skywatche beraten. Dort sagte er das das Preis/Leistungsverhältnis gut ist. Ich bin seinem Rat gefolgt und kann wirklich nicht klagen. :)
Verarbeitung und Ausstattung fürn Anfang reicht erstmal, allerdings sind bei Sets meist die billigen Okulare dabei. Bei meinem 200/1000er lag gleich ein einzelnes 28 mm 2" Okular dabei. Das ist garnichtmal so schlecht um ein Rundumblick zu bekommen. Später kann man das immer noch austauschen aber fürn Anfang reicht das dicke und dreifach.

Ich arbeite nicht mit einem Dobson sondern mit parallacktischer Montierung und habe so den Vorteil das ich den Sternen besser folgen kann. Bei der Dobson-Montage wirst du Probleme bekommen und da sind Weitwinkelokulare mit einem hohen Gesichtsfeld sehr wünschenswert.
Die Baader Einzelokulare haben 68° Gesichtsfeld. Höher ist immer besser aber die kosten auch. Siehe dieses Modell:

http://www.teleskop-express.de/shop...mm-Weitwinkel-Okular---82----wasserdicht.html

Vorteil deiner Montierung ist aber, das das Teil [zensiert] stabil und ruckelfrei ist bzw. sein sollte. :)
Ich muss immer mit Einschränkung sprechen, da ich mit Dobsons nichts am Hut habe und mich nicht zu 100% damit auskenne.
Das oben genannete Okular wird hier von vielen Cracks sehr hervor gelobt. Dann wird es sicher auch was taugen. :)

So, dann bin ich mal so frei und erlaube mir mal einfach was zusammen zu stellen. Ist nur ein Vorschlag musst du natürlich nicht folgen. Aber das weiste bestimmt auch so. :)

Nehmen wir mal das "Spielzeug":

http://www.teleskop-express.de/shop...liner-250PX---254-1200mm-Dobson-Teleskop.html

Das wären schonmal 600 Flocken. Dazu die beiden Baader Festokulare mit einem Gesammtpreis von 210 Flöckchen.
Dann wären wir bei rund 810 Flocken. Ich runde einfach. Denke mal da haste nichts gegen, denn Transportkosten fallen in der Regel ja auch noch an.
Wahlweise 2 Scientfic-Okulare 270 Flöckchen gesammtpreis bei 870 Eurönchen.
Wie siehts mit Astrofotogarfie aus. Interesse?
Wenn nicht, dann wirds noch kommen. :D
Was ich dir noch raten kann wäre ein Sucherfernrohr was ein Winkelaufsatz hat, so das du kurz suchen kannst und dann gleich wieder ohne den Kopf zu verdrehn ins Okular schauen kannst. So ein Modell meine ich:

http://www.teleskop-express.de/shop...0--Einblick---aufrecht-und-seitenrichtig.html

Bei meinem Sohn habe ich ein s.g. Tell Rad-Sucher drauf geschnallt. Auch sehr gut und schön flexsibel. Das ist dieses Modell:

http://www.teleskop-express.de/shop...rnative-zum-optischen-Sucher---mit-Halte.html

Aber wie schon gesagt. Mein Junge hat ein 150/750 Rohr und das ist um einiges kleiner. Je größer son Ding wird um so "umständlicher" und da ich ein fauler alter Sacke... ;)
Aber bei den Suchern scheiden sich die Geister. Das musst du selber wissen. Beim Telrad wie auch meinem Sucher bin ich voll zufrieden. Ich habe echt nicht zu klagen. Die Tips habe ich auch hier alle bekommen und das was ich weiss gebe ich gerne weiter. :)

Mit freundlichen

Domi
 
Hallo Alex,

Ich besitze einen 8'' F6 Dobson von GSO und bin sehr zufrieden.
Das ganze mit normalem Sucher in der Grundversion. Mir reicht das völlig aus. Zum Auffinden verwende ich die Freeware Stellarium und orientiere mich am Himmel dann an hellen Sternen um verschiedene Objekte zu finden.
Okulare habe ich ein Vixen NPL25mm, TS-SW15mm und ein 8mm Planetary. Falls dem Teleskop Okulare beiliegen, würde ich die erst einmal ausprobieren. Mir reichen meine 3 Okulare aus. Auch die Brennweiten lassen sich gut einsetzen.

Zusätliches Zubehör kann man dann später immer noch nachkaufen. Vor allem kann man erst einmal Erfahrungen sammeln und weiß dann eher wo die eigenen Schwerpunkte liegen.


Gruß,
Holger
 
Hallo,

bei der Frage ob 8" oder 10" würde ich zur 10" Version raten. Warum? 56% mehr Lichtsammelfläche bei kaum größeren Abmessungen.

Sicher, der 10" ist schwerer und etwas dicker, aber immer noch gut alleine zu handhaben und kann in den meisten Autos bequem auf der Rückbank liegend mitfahren. Da kann man - meiner Meinung nach - ohne erkennbare Schwierigkeiten einen Volltubus nehmen und sich den Aufpreis für zerlegbare Tuben sparen. Bei 12" sähe das schon wieder ganz anders aus.

Das Öffnungsverhältnis von f/5 ist aus meiner Sicht bzgl. Okularen und Justage noch nicht so kritisch gegenüber der f/6 Version des 8", dass man hierauf wirklich aufpassen müsste.

Es gibt einige Okulare um die 100,- €, die bei diesem Dobson wirklich brauchbar sind. Bei Gebrauchtkäufen kann man für dieses Geld sogar sehr hochwertige Okulare erhalten, wenn man etwas Glück hat. Bei den Zoomokularen muss man jedoch wegen des kleineren Gesichtsfelds aufpassen.

Sollte ich mich irgendwann wieder mal dazu durchringen von meinem 5" Mak aufzurüsten, würde es zu 95% ein 10" Dobson mit Volltubus werden.

Viele Grüße

Carsten

 
+1 zum Beitrag von AstroCarsten

Hatte früher einen Galaxy D8 (8" Dobson), den ich kurz darauf recht preiswert auf einen Galaxy D10 upgraden konnte und es deswegen auch tat. Zum Schauen wäre der 8" ausreichend gewesen. Alles Gebrauchtkauf, spart viel Geld. Zuerst erschien mir der 10"-Dobs wie ein Monster, aber nüchtern betrachtet ist im Wesentlichen nur das Rohr etwas dicker. Und insgesamt leichter als mein TAL2M (6" f/8) mit Standsäule, Montierung usw. ist der 10" Volltubus auch.
Bin nur 1.63m kurz und kein Muskelpaket, dennoch ist der Transport kein Thema: Autoheckklappe auf, Rohr aus dem Wohnzimmer 'raustragen & reinlegen, dann Rockerbox hinterher - fertig. Aufbau im Feld in umgekehrter Reihenfolge, Abbau wie oben beschrieben. Zusammen mit Okularkoffer/-tasche und Klapphocker keine 3min, ohne Stress. Das ist mit dem 10" alles kein Ding.

Okulare:
Ein preiswertes 2" 32mm / 70° - mit etwas Randunschärfe, für ein preiswertes Übersichtsokular für mich (!) OK

Ein mittelpreisiges 1.25" Okular im Bereich 15-20mm, dann noch etwas im Bereich 8-10mm. Für Höchstvergrößerng 5...6mm, z.B. diese sog. "Planetary"-Okulare. Preislich alles SEHR moderat, nutzbar auch an anderen Teleskopen, und nicht schlecht. Klar: Keine Televue-Qualität, aber mir bislang mehr als gut genug.

Klare Sicht wünscht,
Gereon
 
Morgen Alex,

meine persönliche Empfehlung ist ein 10"-Dobson.

Zum ersten meiner Meinung der wichtigste Punkt:
wie schon gesagt, mehr Lichtsammelvermögen als ein 8" ; das ist der eigentliche Vorteil den Du brauchst, da Du ja in der Nähe einer Stadt wohnst und deswegen eine höhere Lichtverschmutzung hast.
Zweitens ist der Transportaufwand wirklich unwesentlich größer als beim 8".
Als Sucher würde ich einen Starpionter empfehlen, ist günstiger als das Telrad und unempfindlicher.
Auch sollte ein stabiler OAZ verbaut sein, der auch eine Feinjustierung hat, damit das Scharfstellen nicht zur frustigen Angelegenheit wir.

Okulare sind eine Sache für sich. Da Du aber sagtst, Dein Budget sind 1000€ würde ich als 2" Übersichtsokular diese Preisgünstige Variante nehmen.

Was nicht fehlen sollte, ist ein Hilfsmittel zur Justage!
Da gibt es verschidene Möglichkeiten und jedes hat so seine Vor- oder Nachteile:
Concenter, Cheshire, Justierlaser, um nur einige zu nennen.
Mit der Justage vom Newton solltest Du Dich auf jeden Fall vertraut machen, weil die sehr wichtig ist!
Da kann die Optik noch so teuer und klasse sein, ein schlecht justierter Newton versaut Dir den ganzen Spass an der Sache.
Je schneller das Reflektor-system ist (je weniger Zeit es braucht um Photonen zu sammeln), um so besser, genauer und länger muß/sollte die Justage sein; sprich: F5 ist etwas anspruchsvoller als F6 in der Kollumination (Justage)!

Kommen wir somit zum System Flextube....
Klarer Vorteil: Gewichtsersparniss und schnelleres auskühlen vom Hauptspiegel.
Dazu der direkte Nachteil.... na errätst Du es?
RICHTIG: Justage!
Desweiteren nicht ganz so stabil wie ein geschlossenes Rohr und auch verschmutzungs empfindlicher!!

Hier noch ein paar Dobsons für Dich, die ich für Dein Budget nehmen würde:

GSO
Skywatcher
Galaxy

Orion würde ich auch gerne nennen, der sprengt aber den Preisrahmen. Vieleicht gebraucht?

Nun weißt Du wieder etwas mehr und die Entscheidung wird dadurch nicht einfacher!
Trotzdem viel Erfolg und noch `ne menge Spass mit diesem schönen Hobby!

 
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