Angezogene Rohrschellen verziehen Tubus, was tun?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas mario33
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mario33

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Vieleicht weiß jemand Rat oder Abhilfe...
Ich wußte nicht genau in welchem Board ich diese Frage
stellen kann, da es nicht direkt die Optik oder die Montierung betrifft, sondern allgemein die Optimierung.
Da habe ich nun schon einiges erfolgreich getan, und nun bin ich auf ein Problem gestossen, wo ich einfach nicht recht weiter weiß. Ich hoffe die Frage ist hier richtig.
Ich habe einen 150/750 Newton mit gefalztem Metalltubus.
Beim Festziehen der Rohrschellen verzieht sich der Tubus, so daß die Justage völlig daneben ist ( Laserpunkt vom Justierlaser wandert gut 0,5 cm).Leichter anziehen kann ich die Rohrschellen nicht, da der Tubus sonst rausrutscht.
Natürlich könnte ich mir eine Schnellkupplung anschaffen und den Newton zu Hause mit angezogenen Rohrschellen justieren, aber die Möglichkeit beim Beobachten den Tubus manchmal etwas zu verdrehen, um sich auch mit Leiter oder Hocker nicht völlig den Hals zu verrenken wäre dann nicht mehr gegeben, da bei anderer Lage des Tubus in den Rohrschellen sich auch die Richtung des Verziehens ändert. Öfter nachjustieren geht mit dem Laser zwar recht flott, aber bei manchen Positionen kann ich den OAZ ausschließlich durch Verstellen der Montierung nicht Senkrecht bekommen, also abbauen und irgendwo hinlegen....
Überlegungen die Rohrschellen für bessere Haftung zu gummieren, oder Klettband anzubringen könnten eine Lösung darstellen, überzeugen mich aber nicht richtig.
Für Tips, bei denen ich nicht gleich einen neuen Tubus bauen müßte wäre ich dankbar.
Falls es dazu keine richtige Lösung gibt, würde es mir schon helfen, wenn jemand dieses Problem kennt, und mir aus Erfahrung zu der einen oder anderen Möglichkeit raten kann, um mit dem Problem einigermaßen klarzukommen.

Mario
 
Hi Mario,
das ist ärgerlich. Eine so starke Verformung finde ich überraschend.
Nun, was kann man tun? Den Tubus in der Form halten. Ich könnte mir dazu eine weitere Rohrschelle vorstellen, die nicht mit der Prismenschiene verbunden ist, so das beim drehen die Form erhalten bleibt. Evtl läßt sich das auch mit nem Gurt bewerkstelligen, wie sie z.B. um Koffer manchmal gemacht werden. Oder etwas ähnlichem. Wär mal so meine Ideen dazu.
CS
 
hallo mario,
ich würde mir da 2 alu- oder messingrigne drehen lassen, die du an der position der schellen innen im tubus anbringst.
sie müssen allerdings ziemlich spielfrei im tubus sitzen.
aber auch das ist kein problem.
die stabilisieren sozusagen den tubus und stellen eine entsprechenden widerstand für die rohrschellen dar.
diese ringe klebst du entweder ein oder verschraubst sie von außen mit m3-senkschrauben z.b.

damit haben deine äußeren schellen keinen störkanten im wege und du kannst den tubus immer noch leicht drehen.
klar, mußt dazu deinen tubus mal komplett auseinandernehmen, aber das ist ja wohl kein problem.

selbst wenn diese ringe dann den tubus erstmal bissel anderweitig " verformen " ist das kein problem, wenn diese verformung stabil erhalten bleibt und sich nicht wieder verändert.
danach alles gut geschwärzt, einmal neu justiert, und das problem dürfte gelöst sein.

dieses prinzip kann man auch gut beim bau eines leichten refraktors anwenden. da nimmt man sehr leichtes , dünnes tubusrohr und die funktion der o.g. stützringe übernehmen dann entsprechend ausgeführte blenden. klappt prima!

wolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke euch für die Tips, das scheinen machbare Lösungen zu sein. Die Ansätze hatte ich einfach nicht.
@Antares
Deine Lösung werde ich zuerst versuchen, da ich grade vor 4 Wochen innen alles sauber mit Velour ausgeklebt habe. Leuchtet mir ein, was du vorschlägst, zumal ein Spanngurt auf einfache Weise den Tubus optimal gleichmäßig umfasst.
Das kann ich auch mit 4 Spanngurten ausprobieren, wenn ich mal ohne Tauschutzkappe beobachten kann, und das Rohr dann längs verschieben muß.Werde die Spanngurte bei angezogenen Rohrschellen anlegen, dann die Rohrschellen lösen und wieder anziehen, jeweils Justage überprüfen, um zu sehen, was passiert, das ganze natürlich mit Gefühl, schließlich will ich den Tubus nicht zusammendrücken. Bin gespannt.
@wolf
Das ist sicher die bessere und stabilere Lösung, nur wie oben gesagt, will ich jetzt erstmal nicht komplett das Velour wieder rausziehen. Wenn das erstere nicht richtig funktioniert, ist das aber der einzige Weg, und den größeren Aufwand würde ich dann auch gerne in Kauf nehmen.
Zusatzlich kann ich dann auch noch Spanngurte anbringen, glaube das wäre perfekt.

Werde mir erstmal Spanngurte besorgen und dann demnächst meine Erfahrungen hier schreiben.
Grüße
Mario
 
na, ich würde zumindest keinen gurt nehmen.
eher ein metallenes spannband, wie es in verschiedenen größen als schlauchschellen gibt. wenn du da einen streifen velours oder pappe unterlegst, passiert auch deinem tubus nix.
diese schlauchschellen kannst du kontrolliert mittels inbusschraube spannen.
mir persönlich wäre diese variante dann doch etwas primitiv.
und ich bin mir momentan nicht sicher, ob es den derartig stabilen halt für die tubusform bringt.
aber für einen versuch zumindest ist das schon o.k.
aber, wie du es auch machst, gibt mal bescheid über deine ergebnisse.
vielleicht geht es doch besser als gedacht.
auf alle fälle viel erfolg!
wolf
 
Schlauchschellen

Hallo!


Leichter anziehen kann ich die Rohrschellen nicht, da der Tubus sonst rausrutscht.

Dasselbe Problem habe ich auch gehabt.


Lösung:

Du klebst vor der ersten Schelle Isolierband einmal um den Tubus.

Dann kaufst Dir zwei lange Schlauchschellen, setzt sie ineinander (eine wäre nämlich zu kurz) und legst sie VOR die erste Schelle um den Tubus.

Leicht (!) anziehen, sodass sie nicht runterrutschen (daher auch das Isolierband), und fertig ist die Tubusbremse. Der Tubus kann nun nicht mehr raus. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Damit entfällt auch das nervige "Schellen lösen - Schellen arretieren" zum Drehen des Tubus während des Beobachtens. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Grüße
Thomas

P.S.: Wenn Du mir das Porto ersetzt, schenke ich Dir meine beiden Schlauchschellen, die sind für meinen 10er nämlich zu kurz. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Re: Schlauchschellen

Hallo Thomas
Nicht schlecht, nicht schlecht, bin echt überrascht, wie einfach und doch funktionierts !!! Habe das erstmal mit einem mittels Isolierband fixiertem Spanngurt ausprobiert.
Da mein 9x50 Winkelsucher für das Rohr nicht gerade leicht ist, dachte ich, daß sich das ganze dann von alleine dreht.
Wegen des leichten Andrucks durch das Eigengewicht passiert das dann aber nicht. Dann habe ich mal eine schwerere Zuladung mittels Messingrolle (etwa 450g )im OAZ simuliert, da drehts sich dann schon. Also für reine Beobachtung echt Klasse, butterweich läßt sich der Tubus drehen und erlaubt spielend jederzeit einen optimalen Einblick( das ist mir sehr wichtig, habs nämlich im Rücken, und nach einer langen Nacht werde ich dann kaum wieder grade ). Für Fotographie wird´s dann je nach Gewicht der Kamera sicher nicht mehr reichen, aber das steht bei mir auch noch nicht im Vordergrund.
Bevor die Schlauchschellen bei dir rumliegen, brauche ich die Baumärkte nicht reicher zu machen, nehme dein Angebot daher gerne an. Adresse und wie wir es mit dem Porto machen können schreibe ich dir per mail.
@wolf
Trotzdem werde ich die Fixierung des Tubus wie von Antares beschrieben auch noch mal ausprobieren. Allerdings hast du recht, mit Spanngurten geht das nicht ( zu wenig Andruck ). Wenn die Methode nicht geht, werde ich irgendwann meinen Newton für fotographische Zwecke nach deinem Vorschlag ausbauen.
Das Ergebnis werde ich demnächst berichten.
Jetzt schon mal Danke
Mario
 
Re: Schlauchschellen

Hi Thomas

Also der Tip mit den Schlauchschellen ist echt Gold wert. Hab diese Lösung nun auch realisiert und muss echt sagen dass das Beobachten nun irre bequem ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Vielen Dank für diesen Tip.
Ich kann nur jeden ermutigen sich auch Schlauchschellen um den Tubus zu legen. Mehr Komfort kann es kaum geben bei einer Para.-Monti.

Viele Grüße + CS
Christian
 
Danke....

....für die Blumen!

Ist doch prima, wenn´s funktioniert! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Ich muss das mal auf unsere HP setzen, leider sind die beiden Schlauchschellen, die ich hatte zu kurz gewesen, die habe deshalb verschenkt.
Deshalb kann ich kein Foto machen.

Könntest Du mit evtl. ein paar gute Fotos von den Schellen an Deinem Tubus zuschicken, damit ich einen Selbstbaubericht schreiben kann?
Eines, wo der Tubus auf der Monti sitzt, und eines als Nahansicht?

Das wäre nett.

Schellende Grüße
Thomas
 
Re: Danke....

Hallo Thomas ...
kann dir die Blumen auch reichen. Funktioniert mit einer kleinen Modifikation auch bei mir super. Danke für die superschnelle Zusendung der Schlauchschellen, passen prima. Hoffe das Porto ist angekommen.
Habe noch einiges rumprobiert und nun eine gute Lösung gefunden.
Weil alleine schon die Lage und die Verkantung des Tubus in den Rohrschellen auch eine Dejustage bewirkte(nerv´)habe ich ein zweites verbundenes Paar Schlauchschellen mittig am Tubus angebracht.Das brachte komplette Abhilfe.
Der Newton hat jetzt keine Dejustage mehr. Merkwürdigerweise kann ich jetzt sogar die hintere
Rohrschelle ohne Verziehen etwas anziehen, wodurch auch größere Zuladung möglich ist ( die vordere
jedoch nicht!).Diese Methode ist die einfachste und effizienteste, zumal man den Tubus auch noch problemlos verdrehen kann. Bin damit vollauf zufrieden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> . Die Schlauchschellen habe ich übrigens innseitig mit Velourstreifen ausgeklebt.So konnte ich sie ohne Beschädigung des Tubus´verschieben und anziehen.
Habe trotzdem auch versucht die Anregung von Antares auszuprobieren.Ein reines Stabilisieren des Tubus´nur durch Schlauchschellen um die Rohrschellen festziehen zu können erwies sich als problematisch. Man braucht wahrscheinlich mindestens 4 ( eine vor und hinter jede Rohrschelle). Ich habe das nur mit 2 Schlauchschellen an einer Rohrschelle ausprobiert. Das Problem ist wahrscheinlich, daß weder Tubus noch Rohrschellen exakt rund sind und sich irgendwo, trotz angezogener Schlauchschellen beim Anziehen der Rohrschelle einseitiger Druck aufbaut, den die Schlauchschellen nicht 100% kompensieren können. Damit läßt sich die Dejustage nur etwas vermindern.
Der Vorschlag von wolf ist m.E. sicher der professionelle Weg, aber das ist mir ehrlich gesagt zu umständlich, wenn es doch einfacher geht.
Warum mein Tubus so extrem druckempfindlich ist kann ich mir einfach nicht erklären, habe aber wieder etwas dazugelernt,falls ich mal an eine Teleskop- Neuanschaffung denken sollte.
Danke nochmals an euch für die guten Tips und Anregungen, die zu einer Lösung des Problems geführt haben.
Jetzt müßte nur noch das Wetter mitspielen.....
Grüße
Mario

 
Re: Danke....

Hi Mario,
danke für die Rückmeldung und Glückwunsch zum Erfolg. Freu mich das Du auch mal meine Idee probiert hast, auch wenn es nicht ganz den gewünschten Erfolg gebracht hat. Nun wissen wir alle, das es nicht das Ideale war. Na ja, war ja auch nur ne Idee, die mir beim lesen grade kam. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

CS
 
Re: Danke....

Hallo Antares..
Naja, aber jede Idee ist wertvoll. Ohne Ideen keine Lösungen.
Melde mich nach längerer Zeit aber nochmal, weil ich nach genauem und langwierigen Probieren festgestellt habe, daß auch die Lage des Tubus´auf den Rohrschellen ebenfalls eine Dejustage erzeugt ( habe ich 1000 mal probiert, konnte es auch nicht glauben, ist aber so).Dagegen half auch die mittlere Schlauchschelle nicht.Beim Rumprobieren habe ich auch noch eine Modifikation der Tubusbremse gefunden.
Zuletzt habe ich dann doch einen Spannring direkt unter der vorderen Rohrschelle ( vom OAZ gesehen ) eingesetzt
( mußte leider mein ganzes Velour wieder rausruppen ).Für den Spannring habe ich etwa 2-3mm starkes Bodenblech, ca. 4 cm breit verwendet.Das habe ich entsprechend vorgebogen, und den Umfang so gewählt, daß etwa 1,5 cm frei bleiben für die Tubusfalz.Das Ganze habe ich dann mit einem zurechtgefeilten Alu-Keil gespannt. Perfekt sieht das sicher nicht aus, aber funktioniert. Nach 4 Tagen genausten Prüfens das Ergebnis: in den Positionen des Tubus´, die man zum Beobachten braucht entsteht nun keinerlei Dejustage mehr. Das funktioniert allerdings bei meiner Art von Spannring nur in Kombination mit der Tubusbremse , Dejustage beim Anziehen der Rohrschellen gibt es dennoch.
Ich muß hier also letztenendes auch wolf recht geben: Ohne Innenspannring kriegt man das Problem wohl nicht 100%ig beseitigt.In Kombination mit der Tubusbremse und ggf. Schnellkupplung mit Prismenschiene hat man dann besten Beobachtungskomfort ohne Dejustage.
Meine Modifikationen der Tubusbremse wollte ich zur Ergänzung des Themas auch nochmal hier wiedergeben.
Ein zusätzlicher Streifen von etwa 3-4 mm starkem PVC (sehr elastisch und trotzdem stabil )ca. 4 cm breit und in Tubusumfanglänge unter der Schlauchschelle erzeugt relativ gleichmäßigen Andruck auf die Rohrschelle sowie den Tubus, verhindert jegliche Beschädigung des Tubus´und der Rohrschellen. Das rutscht auch nicht so leicht ( größere Zuladung kein Problem, wobei der OAZ natürlich entsprechend stabil sein sollte).Das mögliche Verkanten der Anzugsschrauben am Rohrschellenscharnier wird auch umgangen. Wer das Rohr leichter drehen möchte kann mehrere kleine Filzstreifen an den PVC-Rand kleben. Zusätzlich
habe ich noch Distanzringe an den Rohrschellenverschlüssen
angebracht, damit man die Rohrschellen anziehen kann ohne Druck auf den Tubus auszuüben ( Kameraaufsattelung
so möglich, gleichmäßigerer Druck der Tubusbremse auf die Rohrschelle ).Das sieht dann insgesamt sogar gar nicht mal schlecht aus.
Dazu ein paar Bilder zur Veranschaulichung:
Link zur Grafik: http://www.diedrews.de/scope/images/mlna0005.jpg
Link zur Grafik: http://www.diedrews.de/scope/images/mlna0008.jpg
Link zur Grafik: http://www.diedrews.de/scope/images/tubusbremse_vorbeifuehrung_an_scharnier.jpg
Link zur Grafik: http://www.diedrews.de/scope/images/tubusbremse_und_distanzringe.jpg

Zufriedene Grüße
Mario
P.S.
außerdem habe ich einen interessanten Link von wolf hier im Forum gefunden zum Thema Hartpapiertuben und Tubusmaterialien allgemein:
http://www.gerd.neumann.net/hptuben.html
Vielen wahrscheinlich bekannt, für mich in diesem Zusammenhang aber sehr aufschlussreich.
 
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