mevo
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Hallo zusammen,
vor einiger Zeit hatte Jakob, der 7-jährige Sohn einer Bekannten, meinen 10" Dobson bei uns stehen sehen und gefragt, ob er mal mit beobachten könnte.
Die Wettervorhersagen für Samstag klangen verheißungsvoll, so hatte ich mich mit der Mutter bereits am Donnerstag für den Samstagabend verabredet.
Tatsächlich hielt dann das Wetter, was die Meteorologen versprochen hatten und wir fuhren gemeinsam zum Taubenberg, wo wir gegen 19:00h eintrafen.
Leider war das Zielgebiet für den Kometen schon hinter den Bäumen im Westen verschwunden. So begann ich in Ruhe mit dem Aufbauen, während Jakob schon drängelte, wann es denn endlich losginge.
So habe ich also schnell eines der Okulare aus dem Koffer geholt und bei 60x den Orionnebel eingestellt, während ich in Ruhe weiter aufbauen und ein weiteres Teleskop, Ferngläser und Atlanten bereitlegen konnte.
Nachdem der Orionnebel unter einigen Erklärungen meinerseits genügend bestaunt worden war, gings weiter zu Saturn, der für einiges Ah und Oh bei Mutter und Sohn sorgte, obwohl der Tubus noch nicht ausgekühlt war und das Bild immer wieder verschwamm.
Als nächstes kamen die Andromeda-Galaxie und die benachbarte M110 an die Reihe, dann h+chi Persei als Beispiel für offene Sternhaufen, die wiederum einige Begeisterung auslösten.
Inzwischen wurde das Bild im Teleskop deutlich ruhiger, also visierte ich Jupiter an, der wiederum für helle Begeisterung sorgte. Zwar zeigten die Monde an dem Abend kein besonderes Schauspiel, waren aber schön links und rechts des Jupiter aufgereiht. Auch die deutlich sichtbaren Äquatorialbänder fanden Anklang.
Als weiteren offenen Sternhaufen zeigte ich beiden mit bloßem Auge die Plejaden, in denen Jakob von sich aus 6 Sterne zählte.
Um noch ein Objekt einer anderen Klasse zu präsentieren, zeigte ich den Kugelsternhaufen M79, der aber nicht so sehr zu begeistern vermochte. Immerhin zeigte sich die Mutter beeindruckt, als ich sagte, daß er aus mehreren zigtausend Einzelsternen besteht (wie viele es genau sind, weiß ich allerdings selber nicht).
Auch M1 fand bei Jakob nur mäßiges Interesse, zumindest die Mutter war aber sehr interessiert als ich erklärte, daß dieser aus einer Supernova-Explosion herrührt, die vor noch nicht einmal 1000 Jahren stattgefunden hat.
Immer wieder mußte ich während dieser Vorführung zu Jupiter und Saturn zurückkehren, die bei nun vollständig ausgekühltem Teleskop und recht gutem Seeing auch wirklich spektakuläre Bilder zeigten. Die Cassini-Teilung bei Saturn war umlaufend zu sehen und wurde auch von Jakob deutlich wahrgenommen. Von Saturns Monden war für Jakob allerdings nur Titan eindeutig zu sehen, die weiteren wohl zu schwach. Zudem entpuppte sich später einer der vermeintlichen Monde als Hintergrundstern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Eigentlich hatte ich zumindest noch den Eskimonebel und den Reflexionsnbel M78 zeigen wollen, merkte aber, daß Jakob mit den verschiedenen Arten von Nebel wohl nicht so viel anzufangen wußte und ließ es deshalb bleiben. Stattdessen wurden zum wiederholten Mal Jupiter und Saturn angeschaut.
Bei Temperaturen um -15°C ließ nach etwa einer Stunde auch bei Jakobs Mutter die Begeisterung etwas nach, so fuhren die beiden dann zurück. So wurde zumindest ein Parkplatz für die bald zahlreich nachrückenden Münchner Sternfreunde frei, die sich mit schließlich insgesamt 8 Autos auf dem Beobachtungsplatz drängelten. Tja, die letzten klaren Tage zur Neumondzeit liegen halt schon eine ganze Weile zurück <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich blieb noch weitere 3 Stunden, in denen mir noch einige schöne Beobachtungen meist bekannter Objekte gelangen. Um neue Objekte zu finden, hätte ich zum Blättern im Atlas die Handschuhe ausziehen müssen, wozu ich mich angesichts der Temperaturen nicht so recht durchringen konnte.
Jakob und seine Mutter fuhren zunächst zu uns nach Hause zurück, wo meine Frau inzwischen auf die 5-jährige Tochter aufgepaßt hatte. Sie blieben dort noch etwa 1h und erzählten nach Aussage meine Frau recht begeistert von dem Gesehenen, so daß die Vorführung wohl ein Erfolg gewesen zu sein scheint. Vielleicht wächst da ja ein neuer Hobby-Astronom heran (oder sogar 2?) ...
vor einiger Zeit hatte Jakob, der 7-jährige Sohn einer Bekannten, meinen 10" Dobson bei uns stehen sehen und gefragt, ob er mal mit beobachten könnte.
Die Wettervorhersagen für Samstag klangen verheißungsvoll, so hatte ich mich mit der Mutter bereits am Donnerstag für den Samstagabend verabredet.
Tatsächlich hielt dann das Wetter, was die Meteorologen versprochen hatten und wir fuhren gemeinsam zum Taubenberg, wo wir gegen 19:00h eintrafen.
Leider war das Zielgebiet für den Kometen schon hinter den Bäumen im Westen verschwunden. So begann ich in Ruhe mit dem Aufbauen, während Jakob schon drängelte, wann es denn endlich losginge.
So habe ich also schnell eines der Okulare aus dem Koffer geholt und bei 60x den Orionnebel eingestellt, während ich in Ruhe weiter aufbauen und ein weiteres Teleskop, Ferngläser und Atlanten bereitlegen konnte.
Nachdem der Orionnebel unter einigen Erklärungen meinerseits genügend bestaunt worden war, gings weiter zu Saturn, der für einiges Ah und Oh bei Mutter und Sohn sorgte, obwohl der Tubus noch nicht ausgekühlt war und das Bild immer wieder verschwamm.
Als nächstes kamen die Andromeda-Galaxie und die benachbarte M110 an die Reihe, dann h+chi Persei als Beispiel für offene Sternhaufen, die wiederum einige Begeisterung auslösten.
Inzwischen wurde das Bild im Teleskop deutlich ruhiger, also visierte ich Jupiter an, der wiederum für helle Begeisterung sorgte. Zwar zeigten die Monde an dem Abend kein besonderes Schauspiel, waren aber schön links und rechts des Jupiter aufgereiht. Auch die deutlich sichtbaren Äquatorialbänder fanden Anklang.
Als weiteren offenen Sternhaufen zeigte ich beiden mit bloßem Auge die Plejaden, in denen Jakob von sich aus 6 Sterne zählte.
Um noch ein Objekt einer anderen Klasse zu präsentieren, zeigte ich den Kugelsternhaufen M79, der aber nicht so sehr zu begeistern vermochte. Immerhin zeigte sich die Mutter beeindruckt, als ich sagte, daß er aus mehreren zigtausend Einzelsternen besteht (wie viele es genau sind, weiß ich allerdings selber nicht).
Auch M1 fand bei Jakob nur mäßiges Interesse, zumindest die Mutter war aber sehr interessiert als ich erklärte, daß dieser aus einer Supernova-Explosion herrührt, die vor noch nicht einmal 1000 Jahren stattgefunden hat.
Immer wieder mußte ich während dieser Vorführung zu Jupiter und Saturn zurückkehren, die bei nun vollständig ausgekühltem Teleskop und recht gutem Seeing auch wirklich spektakuläre Bilder zeigten. Die Cassini-Teilung bei Saturn war umlaufend zu sehen und wurde auch von Jakob deutlich wahrgenommen. Von Saturns Monden war für Jakob allerdings nur Titan eindeutig zu sehen, die weiteren wohl zu schwach. Zudem entpuppte sich später einer der vermeintlichen Monde als Hintergrundstern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Eigentlich hatte ich zumindest noch den Eskimonebel und den Reflexionsnbel M78 zeigen wollen, merkte aber, daß Jakob mit den verschiedenen Arten von Nebel wohl nicht so viel anzufangen wußte und ließ es deshalb bleiben. Stattdessen wurden zum wiederholten Mal Jupiter und Saturn angeschaut.
Bei Temperaturen um -15°C ließ nach etwa einer Stunde auch bei Jakobs Mutter die Begeisterung etwas nach, so fuhren die beiden dann zurück. So wurde zumindest ein Parkplatz für die bald zahlreich nachrückenden Münchner Sternfreunde frei, die sich mit schließlich insgesamt 8 Autos auf dem Beobachtungsplatz drängelten. Tja, die letzten klaren Tage zur Neumondzeit liegen halt schon eine ganze Weile zurück <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich blieb noch weitere 3 Stunden, in denen mir noch einige schöne Beobachtungen meist bekannter Objekte gelangen. Um neue Objekte zu finden, hätte ich zum Blättern im Atlas die Handschuhe ausziehen müssen, wozu ich mich angesichts der Temperaturen nicht so recht durchringen konnte.
Jakob und seine Mutter fuhren zunächst zu uns nach Hause zurück, wo meine Frau inzwischen auf die 5-jährige Tochter aufgepaßt hatte. Sie blieben dort noch etwa 1h und erzählten nach Aussage meine Frau recht begeistert von dem Gesehenen, so daß die Vorführung wohl ein Erfolg gewesen zu sein scheint. Vielleicht wächst da ja ein neuer Hobby-Astronom heran (oder sogar 2?) ...