Astrotauglichkeit der Apple Mac Books?

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Hi Forum,

möchte mir als nächstes Notebook eventuell mal ein Apple MacBook zulegen. Das Ganze soll natürlich auch für den Astro-Einsatz und speziell bei Bildaufnahme und Bildbearbeitung tauglich sein.

Im Umgang mit den DMK Kameras habe ich da so meine Zweifel. Bezüglich Aufnahme wird auf der Seite von "The Imaging Source" z.B. "Astro IIDC" empfohlen, da offenbar die original-Software "IC Capture" auf MAC's nicht läuft. Registax würde auch nicht laufen, also muss es da auch eine Alternative geben. Photoshop z.B. gibt es in eine Mac-Version hmm...

Hat jemand eventuell einen Mac im praktischen Astro-Einsatz? Wie "tauglich" ist dieses System wirklich für unsere Anforderungen?

Clear Skies

Frank
 
Hallo Frank,

Programme wie Photoshop (aber auch Word/Excel) sind ursprünglich für Mac OS geschrieben worden, von daher ist der Mac für die Bildbearbeitung sehr gut geeignet. 'Man benötigt insgesamt weniger Arbeitsspeicher für die gleiche Leistung, als bei einem PC.

ABER: Die ganze Freeware bzw. semi-professionellen Programme im Astrobereich funktionieren auf dem Mac nicht. Zum automatischen stacken habe ich noch nichts gefunden. Letztendlich stacke ich per Hand in Photoshop, was bei wenigen Aufnahme noch geht, bei Video/Webcam natürlich unmöglich ist.

Der Mac ist als Rechner sehr gut, läuft stabil, keine Leistungsverluste mit der Zeit, wie beim PC, aber für reine Astrozwecke würde ich eher abraten.

Viele Grüße
Andreas
 
Moin Andreas!

> (aber auch Word/Excel) sind ursprünglich für Mac OS geschrieben worden

Nebenbei: Keine Mythen bitte! Siehe Wikipedia...

- 1983 wurde die erste Version von Microsoft Word für MS-DOS lanciert, 1984 erschien die Macintosh-Version.
- Excel entstand als Nachfolger von Microsoft Multiplan.
- Microsoft Multiplan war die erste Anwendung von Microsoft. Es war ein Tabellenkalkulationsprogramm und wurde 1982 veröffentlicht, zunächst für CP/M und für MS-DOS, später auch für das Betriebssystem des Apple II. Es gab sogar eine Version für den Commodore 64.
 
Hallo Frank,
lasse auf dem MAC doch alles im Windows-Emulator laufen.
Ein freund von mir hat CCD-Kameras auf dem MAC im Emulator laufen, geht super. Er wird allerdings auch immer gefragt, woher er die MAC-Treiber hat. Sind natürlich keine, weil nur auf dem Emulator ...
Gruß
Peter
 
Hallo zusammen,

da ich vor ca 18 Monaten komplett von Win auf OSX umgestiegen bin, kann ich zu dem Thema (meine ich) einiges sagen.

- Allgemein: "Bitte keine Mythen" kann ich nur unterstreichen! Das OSX-Programme weniger Ressourcen brauchen, als Win32-Programme ist Unsinn. Ebenso ist irrelevant, ob bestimmte Software angeblich vor Urzeiten zuerst für den Mac erschienen ist, oder nicht. Fakt ist, dass sowohl Office, als auch Photoshop (CS4) heute auf dem Mac die Windows-Menülogik verwenden. (Stört mich als Umsteiger natürlich nicht...).
Auch, dass es bei Windows einen "Ressourcen-Creep" gibt, also dass Windows-Systeme über Zeit immer langsamer werden und/oder mehr Ressourcen fressen ist Unsinn. Richtig ist vielmehr, dass durch die Millionen von frei im Internet und auf diversen Heft-CDs verfügbaren Tools, die viele von uns dann auch probeweise Installieren, das System immer überladener wird. Das wäre bei OSX ganz genauso, wenn es nicht um 1-2 Größenordnungen weniger Tools am Markt gäbe...
Schliesslich halte ich auch den Mythos von der überlegenen Systemstabilität für überholt (bzw. im wesentlichen dem vorigen Punkt geschuldet): Auch Mac-OS stürzt ab und zu ab. Insb. beim ausführen schlecht programmierter Software, von der es allerdings (s.o.) deutlich weniger gibt, als bei Win32.

- Hardware: Einer der Treiber des Mythos Mac ist sicher die Hardware. Apple verkauft einfach ein sehr rundes Paket, mit schnellen Prozessoren und sehr guter Speicherausstattung. Nicht umsonst wurde Anfang des Jahres (beim release von Bootcamp) das Macbook Pro als "das schnellste Vista Notebook der Welt" beworben. Schaut man sich die stationären Rechner an, dann muss man sagen, dass es kein System gibt, das so stabil mit 16GB Ram läuft wie der Mac Pro (egal ob unter OSX oder Vista64).
Wenn man allerdings andererseits den Preis dieser Rechner betrachtet, so stellt man schnell fest, dass man für das Geld allerdings auch andere Rechner mit ähnlicher Leistung bekäme (der Vergleich eines Mac-Books mit einem 600 EUR Consumer-Notebook ist nicht wirklich fair). Die Verarbeitungsqualität kann man m.E. allerdings im Win-Bereich für Geld nicht kaufen.

-Astrotauglichkeit: Es gibt einige native OSX-Applikationen. The Sky X gibt es für Mac (bisher allerdings wie für den PC nur die Student Edition ohne Teleskopsteuerung und Photo-Funktionen). Zum Stacken gibt es AVI-Stack (das einige sogar für besser als Registax halten...).Stellarium gibt es ohnehin für jede Plattform.
Das SBIG Tool für den Mac ist brauchbar, aber natürlich nicht mit Maxim-DL vergleichbar. Letzteres läuft aber im seamless in Parallels. Von ImagingSource gibt es ein Capture Tool für den Mac. Mangels DMK-Kamera habe ich das aber noch nie ausprobiert...

Hope, that helps,
Chip
 
..zum draussen Beobachten würde ich auch eher irgendein altes PC-Notbook dahernehmen, mit irgend einem System (egal??) und dann die Win-Software darauf spielen(Registax ect..)
Ich finde den Gedanken mein iBook (oder ein Powerbook) ect. der Kälte und Feuchtigkeit auszusetzen relativ gruselig, da nimmt man eher ein x-belibiges Notebook oder, irgendwas billiges bei eBay ersteigern, von Freunden abkaufen oderso..

Die zweite Möglichkeit ist dann nch via Bootkamp die Win-Programme laufen zu lassen...jaja, die Systeme wachsen immer mehr zusammen :)




 
Hallo Frank,

als (fast) reiner Mac-User seit über 18 Jahren empfehle ich Dir für den Ausseneinsatz doch ein normales Windoof-Notebook. Die Auswahl an Astrosoftware ist einfach gigantisch, beim Mac leider marginal.

Der Mac ist ein Arbeitspferd für grafische Anwendungen, hier zeigt er auch seine Stärken. Photoshop, Desktop-Publishing etc.
Für den Außeneinsatz musste ich mir auch einen PC-Laptop kaufen. - The Sky, das meine Sternwarte steuert sowie mein Meade, läuft z.B. nur in einer zu sehr abgespeckten Ausführung auf dem Mac.

Einzige Möglichkeit wäre, es gäbe ihn, wie die Desktops, auch als MAC/PC Version. Aber ich habe mich um die Mac-Notebooks nie gekümmert und weiß es daher nicht, ob auch hier diese Version angeboten wird.

CS
Winfried
 
aud dem amiga lief auch schon diverse software 10 mkal schneller, als aud den pc gurken zu der zeit und vor allem passte das ganze auch auf 1-2 disketten, was heute 800 mb in anspruch nimmt.


schön und gut, aber trotzdem gibt es keine astrosoftware arsenale für den amiga.

gruß
andi
 
Zitat von Berberich:
Einzige Möglichkeit wäre, es gäbe ihn, wie die Desktops, auch als MAC/PC Version. Aber ich habe mich um die Mac-Notebooks nie gekümmert und weiß es daher nicht, ob auch hier diese Version angeboten wird.

Bootcamp läuft auch auf MacBooks. In so fern kann man mit einer Dual-Boot-Konfiguration auch ein reines Win-Notebook auf dem Feld haben....

Muss letztendlich jeder selbst wissen, was für ihn am Besten ist (ein 200EUR Gebrauchtnotebook ist sicher eine sehr gute Alternative). Hat ja auch viel mit dem zur Verfügung stehenden Budget zu tun - wenn ich mich entscheiden müsste, ob ich 500EUR mehr in das Notebook oder in zusätzliche Optik investieren soll, wäre die Entscheidung sicher klar.
Aber wenn man die finanziellen Mittel hat, dann ist ein völlig geräuschloses MacBook Air beim spechteln schon eine sehr feine Sache!

Gruss,
Chip
 
Zitat von AndiHam:
aud dem amiga lief auch schon diverse software 10 mkal schneller, als aud den pc gurken zu der zeit und vor allem passte das ganze auch auf 1-2 disketten, was heute 800 mb in anspruch nimmt.


schön und gut, aber trotzdem gibt es keine astrosoftware arsenale für den amiga.

Hallo Andi,

ich habe lange überlegt, ob ich hierauf antworten soll, weil dieses Forum ja kein Grundsatzstreit über Computer und -architekturen werden soll. Aber da ich zur "geschädigten" Generation von Amiga-Programmieren gehöre, denen der Blitter (und mit Einschränkungen Copper) schon mit 16 die ersten grauen Haare beschert hat, kann ich nicht anders (alle anderen mögen es mir verzeihen):

Das auf dem Amiga diverse Software 10mal schneller lief als auf den damaligen PCs ist zwar objektiv richtig, in dieser Kürze aber eine verzerrte Darstellung! Der Amiga hatte (im Gegensatz zu PCs dieser Zeit) schon in der Grundausstattung Spezialhardware eingebaut, die ihn z.B. für Videobearbeitung (und hier auch nur ganz bestimmte Aspekte btw.) extrem performant gemacht hat. Andere Sachen gingen dagegen fast gar nicht.

Mit dem selben Recht könntest Du behaupten, dass Vista PCs bei diverser Software heute (weit über) 10mal schneller ist, als alle "Mac und Linux Gurken" unserer Zeit: Es gibt nämlich eben auch Spezialhardware, für die es keine Mac und Linux Treiber/Anwendungen gibt und die deswegen nur unter Win läuft.

Fair ist das nicht.

Gruss,
Chip

P.S.: Man merkt, dass schon länger schlechtes Wetter ist. Sonst würde ich kaum solche Posts schreiben ;-))
 
Neulich bin ich zufällig über folgendes Mac-Programm gestolpert: http://lynkeos.sourceforge.net/

Lynkeos is a Cocoa (Mac OS X) application dedicated to the processing of astronomical (mainly planetary) images taken with a webcam through a telescope. It is a "Universal binary" running natively on PowerPC and Intel Macintosh. It is optimized for vectorized instructions sets (Altivec or SSE) and for multi-processor and multi-core machines.

Getestet habe ich es persönlich noch nicht - ich kann nur sagen, dass es unter OS X erfolgreich startet :)
 
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