JensR
Aktives Mitglied
Wann: Freitag (1.8.2003) 23:00 - 02:30Uhr
Wo: ATB 2003 in Wohratal
Beobachtungsinstrumente:
GSO Newton 200x800
EQ6 mit Boxdörfer SLP Steuerung
9mm Plössel, 25mm Plössl und 5.2mm Pentax XL
12x50 Sucher
Beobachtungsbedingungen:
Feuchte Luft
Ab und zu Durchzug von dünnen Wolkenfetzen
Milchstraße mit Strukturen nahe dem Zenit
Dunst Richtung Süden
Dies war das erste ATB und ich habe es geschafft, am Treffen teilnehmen zu können. Die Grundgebühr betrug 6 Euro + 2Euro pro Nacht. Das Gelände lag sehr schön auf einer Anhöhe. umgeben von viel Natur und ein paar Dörfern, die es geschafft haben, zumindest den Süden unbeobachtbar zu machen.
Mir hat die Gemütlichkeit sehr gut gefallen. Es waren einige Zelte und Wohnwagen dort, der Platz war aber grosszügig ausgelegt, so konnte man sich einen Flecken nach Herzenslust aussuchen.
Ein wenig Schade fand ich, dass ich dort die ganzen Forumsteilnehmer von Astronomie.de nicht erkannt habe. Ist ja auch schwierig, wenn man bisher nur die Texte lesen konnte...
Da der Süden zumindest in der Anfangszeit voller Dunst hing, habe ich mich den Sternbildern im Zenit zugewendet. Den Anfang machte:
NGC 7027 (PN;Cyg;10m)
Dieser kleine Nebel war bei 158facher Vergrösserung deutlich flächig.
Der Nordamerikanebel wollte sich leider nicht zeigen. Ohne Filter ist dies sicherlich ein schwieriges Unterfangen.
NGC 6939 (OC;CEp;7m8)
Dieser Offene Sternhaufen ist bei 32fach als Nebel erkennbar, bei 158fach zeigt er sich in dreieckiger Form. Ein Stern ist deutlich heller, die anderen hatten etwa die gleiche Helligkeit.
Die Galaxie NCG 6946(Gx;Cep;8m9) habe ich leider nicht aufspüren können. Sie befindet sich nahe dem vorherigen Sternhaufen.
M52(OC;Cas;6m9)
Diesen Sternhaufen zu beobachten war ganz ungünstig. Das Okuar stand senkrecht in den Himmel. Nur auf Zehenspitzen konnte ich einen Blick erhaschen. Er war bei 158fach aufgelöst und mit mittlerer Sternenanzahl. Bei schwacher Vergrösserung (32fach) war er schon deutlich erkennbar.
M31 (gx;And;3m5)
Die Andromedagalaxie. In Gegensatz zu den vorherigen Nebeln ist sie blendend hell. Auch die Randgebiete sind zu erahnen.
M110 (Gx;And;8m)
Wo die Andromeda-Gx ist, dürfen auch die Begleiter nicht fehlen. M110 ist die schwächere und elogierte Galaxie. Sie zeigte keine Strukturen.
M32 (Gx;And;8m2)
Dieser Nebel ist so kompakt, dass auf dem ersten Blick nicht klar ist, um welche Objektart es sich handelt. Er ist von runder Form. Euch verrate ich’s: es ist eine Galaxie.
M33 (Gx:Tri;5m7)
Diese Galaxie verblüfft mich immer wieder. Sie versteckt sich vor mir, und wenn ich sie dann endlich finde, bin ich meist enttäuscht. Von Ihr erwarte ich einfach mehr. Einen Eindruck hinterläßt sie aber: Sie ist gewaltig gross. An diesem Abend habe ich mir eingebildet, eine längliche und dunkle Struktur zu erkennen. Da ich diesen Eindruck aber nicht wiederholen konnte, suche ich noch immer meinen ersten Galaxienarm.
Später habe ich dann doch die südlicheren Gefilde aufgesucht und ein wenig im Schützen gewildert. In der trüben Suppe war ich froh, wenigstens ein paar Sterne von Sagittarius mit blossem Auge zu erkennen. Es war Lambda Sagittarii, der mich zu meinem ersten Schütze-Objekt geleitet hat:
M22 (GC;Sag;5m1)
Dieser Kugelsternhaufen war bereits im Sucher erkennbar. Bei 32fach war sein Kugelsternhaufen-Charakter ersichtlich und bei 158fach war er gross im Okular und viele einzelne Sterne zu erkennen. Ein Stern war auffallend hell.
M28 (GC;Sag;6m9)
eher unscheinbar; helleres Zentrum; keine Einzelsterne
Uranus (Planet; bei Beobachtung: Cap und 7m8)
Endlich habe ich ihn. Der zweite Versuch und bessere Aufsucharten hat mir Erfolg gebracht! Er war bei 158fach flächig. Im Gegensatz zu den Sternen war es bei dem Planeten nicht möglich, ihn mit dem Fokus in einem Punkt zu bringen. Eine Farbe habe ich nicht gesehen
Neptun (Planet; bei Beobachtung: Aqr und 5m7)
Auch eine Erstsichtung. Er war bei 32fach von der Farbe her grünlich und bei 158fach deutlich flächig.
Den Planeten Pluto konnte ich nicht aufspüren. Ich habe die Gegend zwar gefunden, nur wusste ich nicht genau, wie schwach er mir erscheinen wird. Um durch mehr Öffnung die Chance auf eine Sichtung zu erhöhen, habe ich mich mit einem Nachbar-Spechtler zusammengetan. Mit seinem 10”er hätte die Chance grösser sein müssen. Das Teleskop war aber nur mit einem Telrad ausgerüstet gewesen. Damit war es nicht möglich, im Horizontdunst ein paar Behelfssterne aufzuspüren. In diesem Fall hat das sonst sehr nützliche Accessorie versagt.
Mars (Planet; bei Beobachtung: Aqr und -2m4)
Link zur Grafik: http://www.jensreinartz.de/Astronomy/Picts/20030801/Mars_20030801.jpg
Clear skies
Jens
Wo: ATB 2003 in Wohratal
Beobachtungsinstrumente:
GSO Newton 200x800
EQ6 mit Boxdörfer SLP Steuerung
9mm Plössel, 25mm Plössl und 5.2mm Pentax XL
12x50 Sucher
Beobachtungsbedingungen:
Feuchte Luft
Ab und zu Durchzug von dünnen Wolkenfetzen
Milchstraße mit Strukturen nahe dem Zenit
Dunst Richtung Süden
Dies war das erste ATB und ich habe es geschafft, am Treffen teilnehmen zu können. Die Grundgebühr betrug 6 Euro + 2Euro pro Nacht. Das Gelände lag sehr schön auf einer Anhöhe. umgeben von viel Natur und ein paar Dörfern, die es geschafft haben, zumindest den Süden unbeobachtbar zu machen.
Mir hat die Gemütlichkeit sehr gut gefallen. Es waren einige Zelte und Wohnwagen dort, der Platz war aber grosszügig ausgelegt, so konnte man sich einen Flecken nach Herzenslust aussuchen.
Ein wenig Schade fand ich, dass ich dort die ganzen Forumsteilnehmer von Astronomie.de nicht erkannt habe. Ist ja auch schwierig, wenn man bisher nur die Texte lesen konnte...
Da der Süden zumindest in der Anfangszeit voller Dunst hing, habe ich mich den Sternbildern im Zenit zugewendet. Den Anfang machte:
NGC 7027 (PN;Cyg;10m)
Dieser kleine Nebel war bei 158facher Vergrösserung deutlich flächig.
Der Nordamerikanebel wollte sich leider nicht zeigen. Ohne Filter ist dies sicherlich ein schwieriges Unterfangen.
NGC 6939 (OC;CEp;7m8)
Dieser Offene Sternhaufen ist bei 32fach als Nebel erkennbar, bei 158fach zeigt er sich in dreieckiger Form. Ein Stern ist deutlich heller, die anderen hatten etwa die gleiche Helligkeit.
Die Galaxie NCG 6946(Gx;Cep;8m9) habe ich leider nicht aufspüren können. Sie befindet sich nahe dem vorherigen Sternhaufen.
M52(OC;Cas;6m9)
Diesen Sternhaufen zu beobachten war ganz ungünstig. Das Okuar stand senkrecht in den Himmel. Nur auf Zehenspitzen konnte ich einen Blick erhaschen. Er war bei 158fach aufgelöst und mit mittlerer Sternenanzahl. Bei schwacher Vergrösserung (32fach) war er schon deutlich erkennbar.
M31 (gx;And;3m5)
Die Andromedagalaxie. In Gegensatz zu den vorherigen Nebeln ist sie blendend hell. Auch die Randgebiete sind zu erahnen.
M110 (Gx;And;8m)
Wo die Andromeda-Gx ist, dürfen auch die Begleiter nicht fehlen. M110 ist die schwächere und elogierte Galaxie. Sie zeigte keine Strukturen.
M32 (Gx;And;8m2)
Dieser Nebel ist so kompakt, dass auf dem ersten Blick nicht klar ist, um welche Objektart es sich handelt. Er ist von runder Form. Euch verrate ich’s: es ist eine Galaxie.
M33 (Gx:Tri;5m7)
Diese Galaxie verblüfft mich immer wieder. Sie versteckt sich vor mir, und wenn ich sie dann endlich finde, bin ich meist enttäuscht. Von Ihr erwarte ich einfach mehr. Einen Eindruck hinterläßt sie aber: Sie ist gewaltig gross. An diesem Abend habe ich mir eingebildet, eine längliche und dunkle Struktur zu erkennen. Da ich diesen Eindruck aber nicht wiederholen konnte, suche ich noch immer meinen ersten Galaxienarm.
Später habe ich dann doch die südlicheren Gefilde aufgesucht und ein wenig im Schützen gewildert. In der trüben Suppe war ich froh, wenigstens ein paar Sterne von Sagittarius mit blossem Auge zu erkennen. Es war Lambda Sagittarii, der mich zu meinem ersten Schütze-Objekt geleitet hat:
M22 (GC;Sag;5m1)
Dieser Kugelsternhaufen war bereits im Sucher erkennbar. Bei 32fach war sein Kugelsternhaufen-Charakter ersichtlich und bei 158fach war er gross im Okular und viele einzelne Sterne zu erkennen. Ein Stern war auffallend hell.
M28 (GC;Sag;6m9)
eher unscheinbar; helleres Zentrum; keine Einzelsterne
Uranus (Planet; bei Beobachtung: Cap und 7m8)
Endlich habe ich ihn. Der zweite Versuch und bessere Aufsucharten hat mir Erfolg gebracht! Er war bei 158fach flächig. Im Gegensatz zu den Sternen war es bei dem Planeten nicht möglich, ihn mit dem Fokus in einem Punkt zu bringen. Eine Farbe habe ich nicht gesehen
Neptun (Planet; bei Beobachtung: Aqr und 5m7)
Auch eine Erstsichtung. Er war bei 32fach von der Farbe her grünlich und bei 158fach deutlich flächig.
Den Planeten Pluto konnte ich nicht aufspüren. Ich habe die Gegend zwar gefunden, nur wusste ich nicht genau, wie schwach er mir erscheinen wird. Um durch mehr Öffnung die Chance auf eine Sichtung zu erhöhen, habe ich mich mit einem Nachbar-Spechtler zusammengetan. Mit seinem 10”er hätte die Chance grösser sein müssen. Das Teleskop war aber nur mit einem Telrad ausgerüstet gewesen. Damit war es nicht möglich, im Horizontdunst ein paar Behelfssterne aufzuspüren. In diesem Fall hat das sonst sehr nützliche Accessorie versagt.
Mars (Planet; bei Beobachtung: Aqr und -2m4)
Link zur Grafik: http://www.jensreinartz.de/Astronomy/Picts/20030801/Mars_20030801.jpg
Clear skies
Jens