Balkon und Reiseteleskop mit Goto

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weirdal

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Hallo zusammen,

mein kleines Skywatcher MAK hat leider einen "Knick in der Optik" und lässt sich nicht mehr nutzen - das Ding hat einige Reisen überstanden, aber der letzte Umzug war dann wohl doch zu viel.

Jetzt bin ich auf der Suche nach einem neuen transportablen Teleskop für meinen Balkon und für Reisen - möglichst mit Goto.
Für die "richtigen" Beobachtungsnächte habe ich ein 8" Dob bei meinen Schwiegereltern einquartiert. Dort habe ich den Luxus eines (etwas durch die Tal-Lage getrübten) Alpenhimmels und kann mein Dob spazieren führen. Auf meinem Balkon wäre das Teil erstens zu groß und und zweitens fehlt mir offen gestanden der Platz das Teil einzulagern.

Hier habe ich leider einen kleinen Balkon, am Stadtrand von Zürich, der aber immerhin letzten Winter eine geniale Ausrichtung zur Ekliptik hatte. Auch ein paar DS-Objekte wären theoretisch in Reichweite (M42...). Vor dem Haus gibt es noch einen Freien Platz der durch die umliegenden Häuser recht gut abgeschirmt ist, aber City ist City und Streulicht hat es eh...

Ich habe mich mal umgeschaut was in Frage kommen könnte und bin bei den Celestron Nexstar-Sachen hängen geblieben.

Zuerst habe ich mir das Nexstar4gt angesehen, aber bin schnell zu dem Schluss gekommen das die Nachteile definitiv überwiegen: Kleine Öffnung, Teleskop fest mit der Montierung verbunden usw.

Danach kam das 4se mit ins Spiel. Aber hier war mir irgendwie schnell klar, dass ich alleine für den "Luxus" das Teleskop austauschen zu können doch heftig mehr zahlen müsste, die Öffnung aber immer noch etwas klein ist. Irgendwie auch so eine Zwischenlösung.

Jetzt hirne ich am Nexstar5SE rum. Die Öffnung ist schon mal gar nicht so schlecht (sch... auf Streulicht), die Abmessungen klingen recht transportable und vor allem immer noch kompatibel mit meinem Balkon und viel wichtiger mit meiner Frau :-). Der Preis ist für mich schon gar nicht so ohne, vor allem wenn ich darüber nachdenke wie oft der Himmel am Abend wirklich klar ist. Teures Hobby...

Als junger Daddy der nicht ewig viel Zeit hat, möchte ich das Telskop am Abend auf den Balkon stellen, es auskühlen lassen und dann "mal schnell" per Goto ausrichten - ja ich weis, ist nicht trivial, aber schneller als eine EQ auf dem Balkon auszurichten (für mich auf jeden Fall). Danach will ich per Stellarium prüfen was ich aktuell sehen könnte und dann loslegen. Ziele sind die Planeten, aber auch gut sichtbare DS-Objekte wie M42 etc.

Wäre das Nexstar5se jetzt eine einigermassen passende Wahl, oder würdet ihr mir total davon abraten?
Gibt es Alternativen für den Balkon die ich irgendwie nicht berücksichtigt habe (Skywatcher ED auf Goto)?

Ich freue ich auf Euer Feedback!

Gruss aus der Schweiz
weirdal
 
Hi
wozu Goto, wenn Du eh erst eichen mußt?
Da ist ne EQ Monti auch nicht nachteiliger.
Je nach Dimensionen die Du vorgibst, ist eine Kombi z.B: von Porta und einem 130/650 Newton eine schöne Lösung. Peilsucher drauf, Himmelskarte zur Hand und los gehts.
Je nach Balkonmaß sollte es auch passen und was Öffnung macht weißt ob des Dobs auch.
Für Stadtstreulicht ne Taukappe aus Moosgummi und für Dich ggf. ein Beobachtungstuch dazu.
Dann hast etwas mit Nachführung per Welle ohne das Du ausrichten mußt oder Gegengewichte brauchst, was recht universell ist, auch wenn f/5 nicht der klassische Allrounder ist. Aber es kann Großfeld auch mit 1,25" Oaz und mit einem 3mm Oku bist auch schon gut am Planeten mit über 200fach wo dann eh Schluß ist - vorausgesetzt das Seeing läßt das überhaupt zu.
CS
 
Nur visuell?

Dann wäre doch auch eine gewöhnliche EQ möglich - einfach auf dem Balkon die Beine markieren. Dann musst nichts großartig einrichten.

Kommt aber auch immer auf die Größe des Balkons an - wenn es eng wird, wäre vielleicht doch ein Gerär mit rückwärtigem Einblick und kurzer Baulänger von Vorteil.

CS
Jürgen
 
Danke für Eure Antworten - das bingt mich dann natürlich gleich wieder so richtig ins grübeln :-) (drum fragt man ja auch!).

Also die Porta macht schon nen schönen Eindruck und wäre sicher extrem praktisch, aber hat natürlich auch nen anständigen Preis - ist aber eine Option über die ich bisher noch nicht nachgedacht habe.

Ein Newton wird es wohl eher nicht werden, weil mir die Geräte wie zum Beispiel 130/650 einfach zu lang sind (>60cm). Nicht wegen Platzmangel auf dem Balkon, aber für die Lagerung und den Transport. Im Urlaub wäre ein solches Gerät auch etwas unpraktisch, einfach weil es zusammen mit der Montierung doch zu viel Platz weg nimmt und den brauch ich seit ein paar Monaten für Baby-Kram ;-). Da wäre ein Gerät in Kurzbauweise schon interessanter.

Ausserdem wäre natürlich ein rückwärtiger Einblick auf dem Balkon eine praktische Sache, damit man nicht in gewissen Situationen über dem Geländer hängt.

Drum bin ich auf das 5se gekommen. Recht kleine Abmessungen (35cm), Einblick hinten, weniger justieren als mein Dob und dazu noch auf ner Goto mit dem Potential auch mal ein anderes Gerät darauf zu betreiben.

Mit einer der Gründe warum ich Goto nachdenke ist das ich mir die Option offen halten evtl. mal eine DSLR anzuschaffen (hatte ich im ersten Post nicht erwähnt, da es totale Zukunftsmusik ist). Ein anderer Grund ist natürlich das die Goto das angepeilte Objekt zentriert hält. Find ich eine sehr nette Sache und zugegeben würde mir die Goto schon etwas bei der Suche nach Objekten unter die Arme greifen, wenn ich mal nicht auf dem Balkon bin.
Aber wenn die Goto eigentlich die meiste Zeit keine richtigen Vorteile bringt (auf dem Balkon, auf dem Feld sehe ich das anders), dann muss ich das wohl noch mal überdenken. Geld aus dem Fenster werfen muss man ja auch nicht.

Also wenn jetzt ein Newton oder ein "normaler" Refraktor wegen der Länge nicht in Betracht ziehe lande ich ja wieder bei Mak bzw. SC...
Ich glaub ich muss das alles noch mal komplett überdenken damit ich mir nich das falsche anschaffe.

cs
Kai
 
Hi Kai
laß Dir ruhig Zeit. Optionen gibts genug.
Zu Goto noch was. So lange es die kleinen Einarmdinger sind wie Celestron sie z.B. anbietet, kannst Foto damit auch abhaken, denn es fehlt die Polhöhenwiege. Zwar führen die Dinger nach - hab ich selbst schon gesehen :) - aber fotografisch kriegst ne Bildfelddrehung rein und das Foto ist für die Tonne.

Daher überleg das mit der Porta ruhig mal. Ein Newton wird ja mittig montiert steht nicht so viel über. Und die neuen mit den Stangen kann man ja komprimieren. Dann sind sie auch nicht größer als ein MAk oder SC. Die Monti sowieso nicht. Eine Porta nimmt genausoviel Platz weg die die kleinen GotoDinger. Porta ist teuer geworden, weil die neue Version die Adapter für ein normales Stativ mitbringt, was sich Vixen leider viel Geld kosten läßt. Mitunter findest die alte Version gebraucht um 120 /130 Euro und güt wäre es.

VOn meinem Balkon kann ich nur sagen Porta mit 114/450 geht prima. Auch 130/650 sollte gehen , macht ja nur 10 cm anderen Einblick aus ohne das man Yogatrainer ist.
CS
 
Hi
Ab 5" bzw. zum Teil sogar die noch kleineren Nexstars werden auch mit einer ins Stativ eingebauten Polhöhenwiege verkauft.
Für kürzere Brennweiten geht das also, nur sobald über einen Autoguider geregelt werden soll wirds angeblich problematisch (finde den Thread dazu nichtmehr, aber die kleinste Nexstar [GT?] soll angeblich über Rampen angesteuert werden, was Autoguider bzw. die Software wohl nicht mag).

Die Frage ist eben, ob man dafür extra so viel Geld setzen möchte - für eine DSLR mit nicht allzulanger Brennweite reicht ja auch eine Barndoor oder eine EQ1 um mal ein paar nette Fotos zu machen.

CS
Jürgen
 
Hallo Kai,

ich kann Dir prinzipiell zum Nexstar 5 zuraten. Ich hatte ein älteres Modelll bevor ich auf mein jetziges Nexstar 8 umgestiegen bin.

Vielleicht gibt es ja was Gebrauchtes?

Zum Fotografieren bei längerer Belichtungszeit benötigst Du eine Polhöhenwiege, die es als Zubehör gibt.

CS Klaus
 
Hallo zusammen,

ich habe noch mal eine Weile gegrübelt und bin irgendwie nicht schlauer als vorher. Das liegt sicher nicht an Euren Antworten, eher im Gegenteil :-). Ihr habt mir so viel zu denken gegeben, dass es mir schwer fällt eine Entscheidung zu treffen und sich mehrere Richtungen ergeben haben die ich sehr interessant finde.

Für mich steht fest, dass ich etwas für den Balkon als Ergänzung zu meinem 8"Dob "brauche" - der hier in der Stadt ja eh nicht so der Brüller wäre, also bleibt er in den Alpen ;-).
Heute sind ausnahmsweise mal wieder keine Wolken zu sehen und ich ärgere mich schon ein wenig, dass mein kleines MAK hinüber ist und ich noch keinen Ersatz habe.

Folgende Optionen habe ich mal für mich gefunden:
- kleiner Newton auf AZ oder EQ
Vorteile: günstige, einfache Handhabung
Nachteile: Grösse bzw. Tubus-Länge inkompatibel mit dem Platzbedarf meiner Tochter im Auto und meiner Frau in der Wohnung (also in den proppen-vollen Keller damit), justierung nötig, Ausrichtung EQ bei Balkon mit Süd bzw. Südwest-Blick wird nicht ganz einfach, AZ ist gar nicht mal so günstig

- MAK/SC auf AZ oder EQ
Vorteil: kurze Bausweise und somit Tochter & Frau kompatibel, kaum justieren
Nachteile: Preis/Leistung bzw. weniger Öffnung für mehr Geld als beim Newton, EQ-Ausrichtung

- NexStar 5 SE
Vorteil: kurze Bauweise, einfachere Ausrichtung, Objekte die "so" aus der Stadt nicht einfach zu finden sind ähhh finden, dank Polhöhenwiege evtl. in Zukunft Fotos mit DSLR und längerer Belichtung, als Tischstativ-Version nutzbar,
automatische Nachführung
Nachteile: Preis (nicht so ganz ohne...), f/10, allgemeine Kritik (nicht von mir, sondern eben Allgemein) an Goto also viel Geld für Montierung und nicht Optik, Netzstrom oder Batterien nötig, Mechanischer Verschleiss - wer weis wie lange die Goto "hebt" (wie man hier sagt)

Total unerwartet hirnte ich noch an folgendem rum:
- ED auf AZ oder EQ
Vorteil: Widefield grade für Urlaub sehr interessant, zwar länger aber keine grosse Öffnung, für Photos von grossflächigen Objekten nutzbar
Nachteile: An Planeten und am Mond durch die geringe Vergösserung nicht so die Wucht, Tubuslänge, höherer Preis (im Vergl. zu Newton)


Wie Ihr seht halte ich mir alle Optionen offen, auch wenn ich Bedenken habe das ich in einer Art Kurzschlussreaktion auf einmal zuschlage...ich kenn mich ja ;-).

Mal sehen, vielleicht entwickelt sich ja auch alles in eine andere Richtung. Der Vorteil wenn man nicht weis was man will ist, dass einem alle Wege offen stehen *g*!

Gruss aus der Schweiz
Kai
 
Hi Kai
Dein Problem ist m.E., dass Du versuchst zu viele Forderungen in ein Gerät zu packen. Einerseits Schnellspechtler, andererseits Fotografie. Einerseits Seherlebnis, andererseits ultakompakt etc..
Du wirst nicht umhin kommen den ein oder anderen Kompromiß bzw. Abstrich zu machen. So lange Du das für Dich nicht machen kannst, wirst DU unentschieden bleiben.
CS
 
Hi!

Mal ein paar Gedanken dazu von mir, rein subjektiv, versteht sich
Zitat von weirdal:
Ich bin (wegen Spikes und Justierei) kein großer Newton-Freund, aber falls Du einen stabilen Tisch hast: Wie wäre es mit dem Celestron FirstScope 76 oder dem etwas größeren Skywatcher Heritage 130? Den 130er kenne ich nicht persönlich, aber das FirstScope 76 steht bei mir grad auf dem Schreibtisch und macht auch am Himmel eine ganz gute Figur. Bei 75facher Vergrößerung ist zwar Schluß, sodass Planeten zwar gehen, aber nicht zu viele Details zeigen, aber er ist ein netter Richfielder. Leistungsmäßig etwa ein Großfernglas mit Vergrößerungsoption. Bei f/3,7 sollten zwar eigentlich Nagler-Okulare ran, aber Plössls sind auch schon ganz brauchbar bei den Vergrößerungen. Der Heritage würde natürlich mehr zeigen, ist aber auch einiges teurer.

Zitat von weirdal:
Mak/SC würde ich jetzt bevorzugt auf eine Montierung mit Nachführung setzen, wegen der größeren Brennweite und der damit einhergehenden Vergrößerung. Schön kompakt, und bei einem Beobachtungsort in der Stadt stört die hohe Vergrößerung/kleine AP auch nicht wirklich.

Zitat von weirdal:
Hatte ich neulich mal bei Tag gesehen und hat soweit einen sehr guten Eindruck gemacht. Die Elektronik ist gut verstaut, das einzige Kabel geht zur Handsteuerbox. Ruckzuck aufgebaut und sehr kompakt verstaut. Ich bin an sich auch kein GoTo-Freund, aber gerade in der Stadt, wo man doch weniger Orientierungspunkte hat, ist es Gold wert, wenn es funktioniert. Mit einer anderen, günstigeren GoTo-Montierung von Celestron (GT-Montierung) hab ich da gute Erfahrungen gemacht, solange die Batterien voll sind - aber am Balkon kann man ja auch ein Netzteil verwenden.

Zitat von weirdal:
Total unerwartet hirnte ich noch an folgendem rum:
- ED auf AZ oder EQ
Der ED80 auf Vixen Porta und Berlebach-Stativ ist mein eigenes Gerät, da ich was transportables wollte. Bei den heutigen Vixen-Preisen würde ich wohl die GSO-Montierung in Betracht ziehen... Das Gerät macht gerade unter dunklem Himmel enorm Spaß und zeigt auch die Messier-Galaxien gut, aber 80mm sind halt nicht die Welt. Was Kosten-Nutzen-angeht, steht da das FirstScope verdammt gut da... In der Stadt ist die kleine Öffnung natürlich noch mehr ein Problem; Milchstraße aus der Innenstadt heraus abfahren macht nicht wirklich Spaß. Alles in allem hat mich der ED80 (mit 2"-Okularen, neuem Okularauszug, Montierung, Holz-Stativ, Herschelkeil und anderem Zubehör) drei bis viermal so viel gekostet wie das NExStar 5SE ohne Okulare kostet, für Foto würden - wenn ich Kompromisse vermeiden will und mir eine Vixen GPDX + Bildfeldfeldebner + Autoguide und Steuerung besorge - nochmal 2000 bis 3000 Euro dazu kommen. Andererseits habe ich nichts davon bereut. Ganz so teuer muss es natürlich nicht werden, den ED80 als Auslaufmodell gibts auf der GT-Montierung schon für 430 Euro, und auch mit Original-Sucher und Okularauszug kann man arbeiten, nur das Alu-Stativ überzeugt mich bei der Kombi nicht so sehr. Zenitspiegel und WW-Okulare gibt's auch günstigere als meine... einfach mal durchrechnen, was du willst oder schon an Zubehör hast.

Am kleinen SC kannst Du auf 2"-Okulare verzichten, schon das spart viel Geld - Reizvoll ist da aber ein 8-24mm Zoomokular, da das bei der Brennweite einen großen Vergrößerungsbereich abdeckt, wenn auch nicht die Höchstvergrößerung.

Ich persönlich würde bei der Auswahl wahrscheinlich zum 5SE greifen, evtl durch ein FS76 als Fernglasersatz ergänzt. Und mir nicht zuviele Hoffnungen auf Fotografie machen, bzw. nur eine DSLR auf die Montierung setzen.

Gruß,
Alex
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Servus Weirdal,

etwas ähnliches hab ich als Reisemontierung bei mir zu Hause. Die ist auch gut fürs Schnellspechteln und für widefield Fotografie:

- Alte Vixen GP (wird zu Hauf hier im Forum angeboten)
- Berlebach Report 1072
- Motorisierung für Goto und ST4-Autoguiding (z.B. SK Goto Kit)
- Kleiner ED von William Optics
- Sucherschuh (da montier ich entweder meinen Leuchtpunktsucher oder den Baader Witty)

Meine Canon schnall ich mit Objektiv auf den Baader Witty. Das Guiding läuft dann über den ED.

In der Rechnung fehlt jetzt natürlich die Guidingcam, ggfs. Doppelmontierung und Leitrohr. Die wird die Vixen GP vielleicht fotografisch nimmer tragen. Ich umschiffe das etwas mit der internen Nachführung meiner SBIG Kamera.

Aber man kann sich ja mal nen möglichen Endausbau vorstellen :)

Grüsse,
Tom
 
Hallo zusammen,

hatte gar nicht erwartet das jemand auf mein wildes rumspekulieren antwortet - Danke!

Erst mal @Antares:
Ich verstehe 100% was Du meinst, habe das aber wohl in meinem letzten Post nicht richtig ausgedrückt. Mir ist nach Studium etlicher Anfängerseiten im Netz klar, dass es das ulitmative Allroundgerät nicht gibt. Eigentlich wollte ich verdeutlichen das ich die verschiedenen Geräte für verschiedene Einsatzzwecke sehe und mir selbst noch nicht ganz klar war, was ich eigentlich lieber möchte. Liegt also nicht daran das ich das passende Gerät nicht finden würde, sondern ganz an mir, wie Du ja richtig festgestellt hast. Sorry wenn ich das nicht rüber gebracht habe. Kam wohl grade mit der Liste die ich da angefertigt habe etwas schräg...

Immerhin habe ich jetzt durch die ganzen netten Antworten doch einige Punkte aussliessen können, die mir die Entscheidung vereinfachen:

- Photo hake ich erst mal ab. Wenn ich richtig drüber nachdenke schaue ich mir lieber die tollen Bilder der Profis hier im Board an. Vielleicht kommt später mal eine Digiklemme oder eine anständige Webcam ins Haus, aber erst mal wird dieser Aspekt begraben. Wenn ich dann richtig an das Thema ran will ist eine DSLR und Barndoor eine super Idee, die ich hier aufgeschnappt habe.

- ED/APO alleine aus Kostengründen (für was anständiges) und wegen der Einschränkungen bei der Vergrösserung wird das auch erst mal zu Grabe getragen. Aber die Idee mit dem Firstscope für Widefield ist sehr interessant. Das das Ding fast nix kostet hole ich mir mal eins und wenn es nicht so der Brüller ist verschenk ich es weiter oder stell es auf den Schreibtisch. Putzig ist es auf jeden Fall :-).

Unter dem Strich bleibt dann für die Balkonsternwarte, die auch auf Reisen geht und kompatibel mit Frau und Tochter ist, entweder ein kleiner Newton oder eben MAC/SC.

Bei gleicher Öffnung hätte der Newton die Vorteile des geringernen Preises und des "helleren" Bildes.
MAK/SC ist teurer, aber kompakter.
Auf EQ würde ich verzichten und bei beiden Optionen auf AZ gehen (praktischer auf dem Balkon).
Beim Preis hat klar die Newton-Option die Nase vorn, bei den Dimensionen MAK/SC. Da werde ich mich wohl einfach mal entscheiden müssen :-). Ich denke das es bei der Entscheidung wohl am ehesten ums Geld und um die Abmessung der Ausrüstung geht . In allen anderen Aspekten nehmen sich die Geräte ja nicht gigantisch viel, wenn man von den Anforderungen an die Okkulare mal absieht.

Als Newton-Option gefällt mir übrigens das Vixen 130/650 auf Porta recht gut, vor allem da es incl. Porta "relativ" günstig ist. Als MAK-Option das Skywatcher 127/1540 auf Porta. Weiter zur Debatte steht für mich auch das Nexstar 5 SE, da es ja nicht grade "Schrott" zu sein scheint - aber hier wohl eher als Gebrauchtgerät interessant.

Ich hoffe das ich hier nicht alle mit meinen Posts in den Wahnsinn treibe und danke für Eure Hilfe.
Ich glaub so ausgiebig habe ich nicht mal über die Anschaffung meines letztes Auto nachgedacht :-).

CS
Kai
 
Hi Kai
das kam schon richtig an. Keine Bange. :)
Ich denke Du hast den ersten Schritt getan und Foto weggetan
und siehe da, schon wirds wesentlich konkreter.

Versuche mal zu konkretisieren was DU sehen willst und welches Gerät das am ehesten bringt, denn sehen ist doch das Thema.
CS
 
Hallo zusammen,

hmm also was möchte ich gerne sehen? Natürlich Alles *g*.

Nein, das ist Käse. Wenn man mehr als einen Thread hier im Board gelesen hat weis man wo die Grenzen sind - ausserdem hatte ich ja schon ein kleines 80mm MAK und weis was der Unterscheid zu meinem 8" Dob ist.

Erste Priorität wird die Beobachtung von Mond und Planeten sein, die sich ja vom Balkon bzw. dem Platz hinter dem Haus anbieten.
Besser sichtbare DS-Objekte wie M42 und M45 kommen natürlich in Betracht, auch wenn ich kein visuelles "Aha-Erlebnis" wie mit meinem Dob erwarte. DS sehe ich daher mehr als Übung an um die Objekte und deren Position besser kennen zu lernen damit ich sie dann mit meinem Dob so richtig geniessen kann.

Ist das so genau genug oder sollte ich es noch näher ausführen?

CS
Kai
 
Hallo Kai,

warum fängst Du nicht einfach Mal mit einem kleinen 130/650er Skywatcher-Flextube Dobson auf dem Balkontisch an.
Günstiger Einstieg.
Wenn das eventuell nicht so prickelnd ist, findet sich zwischenzeitlich eventuell so eine NexstarGT Monti günstig im Gebrauchtmarkt und es hängt eventuell noch ein 5" MAK dran.
Ich könnte wetten, die GT-Monti packt auch den kleinen Newton. Wahrscheinlich nicht Beide gemeinsam, aber eine Wechseladaption sollte sich finden und auch funktionieren.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi Kai

das sich Mond und Planeten vom Balkon aus anbieten ist ein Irrglaube. Zwar stört die Helligkeit der Umgebung weniger bei Mond und Planeten, aber in der Stadt, vor allem Balkon etc stört etwas anders - das Seeing. Das wird Dir die Vergrößerungsmöglichkeiten nehmen und damit auch Mond und Planeten als Ziel ad absurdum führen. Man glaubts vllt nicht aber ich habe schon festgestellt, dass es in meinem Garten etwas ausmacht ob ich 3 oder 5m vom Haus entfernt bin.
Ein geschlossenes System wie ein Mak ist ebenfalls kontraproduktiv was Seeing angeht. Das hat mich schon der 127iger SkywatcherMak gelehrt, der teils echt lange auskühlen mußte.
Was hast denn für Okulare? Sind die auf einen f/5 Newton ausgerichtet, wo Du schon einen f/6er hast?
CS
 
Hallo,

das was Armin sagt kann ich voll unterschreiben, die besten Planetenbilder sah ich abseits der Zivilisation, da gabs wenn auch nur wenige Male im Jahr erst das richtig gute Seeing für tolle Planetenbilder ;)

Also ein Teleskop für Reise und Balkon würde ich nicht als Planetenscope sehen, denn im Urlaub Mond gucken? Mmh gut wenn man in einer lichtverseuchten Hotelanlage festsitzt, aber tendentiell will man ja eher mal ein DS Objekt sehen was bei uns vieleicht zu tief im Süden steht oder ähnliches, da wäre was lichtstärkeres sinnvoller.

Viele Grüße Benny
 
Hallo zusammen,

über das Seeing und die Behinderung auf dem Balkon habe ich mir noch nicht so Gedanken gemacht. Meine bisherige Erfahrung mit meinem Dob (damals noch in Hamburg) war eigentlich das es gar nicht so schlecht geht, aber eben zu dem Zeitpunkt war ich noch ein blutiger Anfänger. Jetzt bin ich "nur" noch Anfänger :-).

Da ich eh keine Lust auf eine Lichtversuchte Hotelanlage habe und eher da Urlaub mache, wo man bei gutem Wetter auch ewtas sehen kann wäre also DS doch wieder im Fokus. Mit einem "Lichteimer" kann man ja auch mal einen Planeten beobachten.

Was meine Okkulare habe ich nichts spezielles:
SuperPlössel 1,25" 25,20,10 & 6
An so richtig gute Okkulare habe ich mich anfangs wegen meiner Unerfahrenheit und wegen des Preises nicht heran getraut...

CS
Kai
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Kai

dann sehe ich auch eher DS vorn. Davon abgesehen kann man mit einem eher auf DS ausgelegten Gerät durchaus ja auch Mond und Planeten schauen, wenn man entsprechende Okularbrennweiten hat.
Mit einem "Planetengerät" hingegen kann man die Teilbereiche von Deepsky die große AP und oder großes Feld erfordern aber nicht machen. Insofern ist das viablere Gerät sicher das, welches eher auf DS ausgelegt ist. Genau das ist der Grund, warum ich z.B.
einen 6" Reisedob hatte, einer 8er Reisedob habe und als Hauptgerät einen 12,5" - alle mit f/5.

Balkon ist kein guter Standort. Du wirst durch Scheiben oder Hauswände immer Temperaturdiffernzen haben die Luftbewegungeun bringen. Im Sommer wegen der Abstrahlung der Wand und im Winter Wärmeverlust durch Glas etc.

Ok macht ja nichts. Ich hatte im Hinterkopf den Gedanken verfolgt, ob Du evtl mit dem neuen Gerät Folgekosten wegen der Okulare hast oder sparen kannst.
Faktisch hast Folgekosten, egal was Du nimmst, weil Du da eh nur supoptimal ausgesatttet bist, selbst für f/6. Aber gut das soll erst mal bestenfalls Nebenthema sein. Fürs erste gucken reicht das was da ist allemal, wobei bei einem Burzbrennweiter sicher noch ein kurzes Oku von Nöten wäre, sollen Planeten oder Mond malbeobachtet werden.

CS


 
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