TakFan
Aktives Mitglied
Hallo ins Forum,
Heute mal ein Mini-BB nach 3 Monaten Beobachtungsabstinez:
30.August 2010; 22:30 - 23:30
Lage: südlicher Stadtrand Essen, rückwärtiger Garten im Wohngebiet
SQM-L: 19,60. Feucht ohne Ende, Himmel mit keiner guten Transparenz. 4.0mag visuell.
Optik 1: Refraktor TSA-120 (120mm / 900mm - f/7,5)
Optik 2: Refraktor FS-60CB (60mm / 355mm - f/5,9)
Okular: ausschließlich 31mm (Optik 1: 29fach / AP=4,1mm; Optik 2: 11fach / AP=5,2mm)
Filter: 2" UHC (ICS) & 2" OIII (Astronomik)
Wenn man lange nicht mehr durch ein Röhrchen geschaut hat lassen selbst Wolkenlücken einen das Herz höher schlagen. So war es gestern. Die Teleskope standen seit vier Tagen vor Regen geschützt draußen, was den Tatbestand "gut asugekühlt" erfüllen sollte. Alles war feucht und der Himmel nicht wirklich brillant. Dafür hatte der Nachbar vergessen seine Gartenbeleuchtung anzuschalten. Für dieses Mal wollte ich vor allem einmal wieder was nebliges sehen, drum wurden der Nordamerika- und der Cirrusnebel angepeilt.
NGC7000 - Nordamerikanebel. Erstmalig im FS-60CB beobachtet. Ohne Filter nicht auszumachen. Mit UHC kommt Mexiko schwach raus, bei Einsatz des OIII ist NGC7000 bildfüllend und natürlich recht dunkel. Mexiko ist abgehoben und der USA-Teil schwach zu sehen. Dazu die vielen Hintergrundsterne - ein schöner Anblick. Positiv überrascht hat mich, daß der USA-Teil mit rauskam, trotz geringem Lichtsammelvermögens und bescheidenen Beobachtungsbedingungen. Im TSA macht der Mexiko-Teil einiges mehr her, aber aufgrund des kleineren Gesichtsfeldes leidet der USA-Teil doch merklich.
NGC6992 / NGC6960 - Cirrusnebel: Auch erstmalig im FS-60CB. Ohne Filter nicht auszumachen, aber schon im UHC schwebt der Bogen von NGC6992 im Raum. NGC6960 bleibt unsichtbar. Dies ändert sich erst mit dem OIII. Der Boden wird kontrastreicher abgehoben und die Schwinge NGC6960 länglich diffus sichtbar.
Beim TSA ist NGC6992 eine Pracht mit OIII. Der Bogen hat diverse Einschnürungen und Zerklüftungen am Rand. Die Schwinge zeigt woher sie ihren Namen hat.
Wenn es heute noch mal klar wird werde ich es mit einer Zeichnung versuchen.
CS
Dirk
Heute mal ein Mini-BB nach 3 Monaten Beobachtungsabstinez:
30.August 2010; 22:30 - 23:30
Lage: südlicher Stadtrand Essen, rückwärtiger Garten im Wohngebiet
SQM-L: 19,60. Feucht ohne Ende, Himmel mit keiner guten Transparenz. 4.0mag visuell.
Optik 1: Refraktor TSA-120 (120mm / 900mm - f/7,5)
Optik 2: Refraktor FS-60CB (60mm / 355mm - f/5,9)
Okular: ausschließlich 31mm (Optik 1: 29fach / AP=4,1mm; Optik 2: 11fach / AP=5,2mm)
Filter: 2" UHC (ICS) & 2" OIII (Astronomik)
Wenn man lange nicht mehr durch ein Röhrchen geschaut hat lassen selbst Wolkenlücken einen das Herz höher schlagen. So war es gestern. Die Teleskope standen seit vier Tagen vor Regen geschützt draußen, was den Tatbestand "gut asugekühlt" erfüllen sollte. Alles war feucht und der Himmel nicht wirklich brillant. Dafür hatte der Nachbar vergessen seine Gartenbeleuchtung anzuschalten. Für dieses Mal wollte ich vor allem einmal wieder was nebliges sehen, drum wurden der Nordamerika- und der Cirrusnebel angepeilt.
NGC7000 - Nordamerikanebel. Erstmalig im FS-60CB beobachtet. Ohne Filter nicht auszumachen. Mit UHC kommt Mexiko schwach raus, bei Einsatz des OIII ist NGC7000 bildfüllend und natürlich recht dunkel. Mexiko ist abgehoben und der USA-Teil schwach zu sehen. Dazu die vielen Hintergrundsterne - ein schöner Anblick. Positiv überrascht hat mich, daß der USA-Teil mit rauskam, trotz geringem Lichtsammelvermögens und bescheidenen Beobachtungsbedingungen. Im TSA macht der Mexiko-Teil einiges mehr her, aber aufgrund des kleineren Gesichtsfeldes leidet der USA-Teil doch merklich.
NGC6992 / NGC6960 - Cirrusnebel: Auch erstmalig im FS-60CB. Ohne Filter nicht auszumachen, aber schon im UHC schwebt der Bogen von NGC6992 im Raum. NGC6960 bleibt unsichtbar. Dies ändert sich erst mit dem OIII. Der Boden wird kontrastreicher abgehoben und die Schwinge NGC6960 länglich diffus sichtbar.
Beim TSA ist NGC6992 eine Pracht mit OIII. Der Bogen hat diverse Einschnürungen und Zerklüftungen am Rand. Die Schwinge zeigt woher sie ihren Namen hat.
Wenn es heute noch mal klar wird werde ich es mit einer Zeichnung versuchen.
CS
Dirk