Ehemaliger Benutzer (7840)
Hallo Sternfreunde,
heute in aller Frühe gelang mir eine interessante Terminator-Beobachtung.
Datum: 01.08.2015
Zeit: 22:20 Uhr MESZ
Ort: Berlin-Siemensstadt
Optik: Skywatcher 70/900mm-Refraktor
Vergrößerungen: 128-fach und 180-fach (Baader-Ortho 7mm und Meade Plössl 5mm Serie 3000 mit Zenitspiegel)
Seeing: 1-2 (sehr ruhiges Mondbild bei 180-fach)
Durchsicht: sehr klarer, durch Vollmondlicht tief dunkelblauer Himmel
Himmelsrichtungen beziehen sich auf astronautische Richtungen (Osten links bei Mondbetrachtung mit dem bloßen Auge)
13,5 Stunden nach der exakten Vollmondstellung war östlich des Mare Crisium direkt am Terminator ein kleiner, elliptischer und im Innenbereich komplett unbeleuchteter Krater (Hansen) zu erkennen. Er war nur durch seinen extrem schmal beleuchteten, oberen Teil des Kraterrands vom Terminator getrennt. Der Kraterwall war im Nördlichen Bereich durchbrochen. Die Lücke war etwa mittig von einer schmalen, sehr schwach beleuchteten Stelle unterbrochen.
Der Gipfel des Zentralbergs war eben noch beleuchtet. Er zeigte sich als schwache, kurze Linie entlang der scheinbaren Längsachse des Kraters. Sie befand sich etwas Abseits der Mitte in Richtung Mare Crisium.
Wegen des extrem guten Seeings vergrößerte ich bis 180-fach. Bei 70 Millimeter Öffnung ist das bereits eine Übervergrößerung. Trotzdem waren feine Details etwas besser erkennbar als bei geringeren Vergrößerungen. Bei Planeten bringt jedoch eine Vergrößerung über 100-fach bei meinem Teleskop mit 70 Millimeter Öffnung keinen Gewinn an Details und Bildinformation.
Bei dieser Beobachtung zeigte sich, dass sich die Bildhelligkeit bei fortgeschrittener Mondphase entscheidend auf die Erkennbarkeit von Oberflächenformationen auswirkt. Mit höherer Vergrößerung und im Bereich der leichten Übervergrößerung (180-fach) waren immer mehr feine Details erkennbar.
Bei den normalerweise üblichen Vergrößerungen bis etwa 1,5-fachem Objektiv- oder Spiegeldurchmesser in Millimeter werden Monddetails durch die enorme Helligkeit des Erdtrabanten oft überstrahlt. Im Bereich der schwachen Übervergrößerung macht sich bei der Erkennbarkeit feiner Details die Helligkeitsreduzierung offensichtlich stärker bemerkbar als der Schärfeverlust durch Beugungsunschärfen etc..
CS und VG Christian
heute in aller Frühe gelang mir eine interessante Terminator-Beobachtung.
Datum: 01.08.2015
Zeit: 22:20 Uhr MESZ
Ort: Berlin-Siemensstadt
Optik: Skywatcher 70/900mm-Refraktor
Vergrößerungen: 128-fach und 180-fach (Baader-Ortho 7mm und Meade Plössl 5mm Serie 3000 mit Zenitspiegel)
Seeing: 1-2 (sehr ruhiges Mondbild bei 180-fach)
Durchsicht: sehr klarer, durch Vollmondlicht tief dunkelblauer Himmel
Himmelsrichtungen beziehen sich auf astronautische Richtungen (Osten links bei Mondbetrachtung mit dem bloßen Auge)
13,5 Stunden nach der exakten Vollmondstellung war östlich des Mare Crisium direkt am Terminator ein kleiner, elliptischer und im Innenbereich komplett unbeleuchteter Krater (Hansen) zu erkennen. Er war nur durch seinen extrem schmal beleuchteten, oberen Teil des Kraterrands vom Terminator getrennt. Der Kraterwall war im Nördlichen Bereich durchbrochen. Die Lücke war etwa mittig von einer schmalen, sehr schwach beleuchteten Stelle unterbrochen.
Der Gipfel des Zentralbergs war eben noch beleuchtet. Er zeigte sich als schwache, kurze Linie entlang der scheinbaren Längsachse des Kraters. Sie befand sich etwas Abseits der Mitte in Richtung Mare Crisium.
Wegen des extrem guten Seeings vergrößerte ich bis 180-fach. Bei 70 Millimeter Öffnung ist das bereits eine Übervergrößerung. Trotzdem waren feine Details etwas besser erkennbar als bei geringeren Vergrößerungen. Bei Planeten bringt jedoch eine Vergrößerung über 100-fach bei meinem Teleskop mit 70 Millimeter Öffnung keinen Gewinn an Details und Bildinformation.
Bei dieser Beobachtung zeigte sich, dass sich die Bildhelligkeit bei fortgeschrittener Mondphase entscheidend auf die Erkennbarkeit von Oberflächenformationen auswirkt. Mit höherer Vergrößerung und im Bereich der leichten Übervergrößerung (180-fach) waren immer mehr feine Details erkennbar.
Bei den normalerweise üblichen Vergrößerungen bis etwa 1,5-fachem Objektiv- oder Spiegeldurchmesser in Millimeter werden Monddetails durch die enorme Helligkeit des Erdtrabanten oft überstrahlt. Im Bereich der schwachen Übervergrößerung macht sich bei der Erkennbarkeit feiner Details die Helligkeitsreduzierung offensichtlich stärker bemerkbar als der Schärfeverlust durch Beugungsunschärfen etc..
CS und VG Christian
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