Martin_Wylicil
Aktives Mitglied
Hallo Astrofreunde!
Heute berichte ich von der dänischen Nordsee-Insel Fanø. Vor drei Tagen mit großen Erwartungen angekommen: Auf dunklen Himmel gehofft und auf niedrigen Horizont; den 12-Zöller mit Dobson-Montierung sowie zwei Okularkoffer mitgenommen….
Drei Tage Wolken, laut Wetterbericht auch für die nächsten 4 Tage… doch dann ging heute noch der Himmel (zeitweise) auf.
Gegen 18:00 Uhr über mir dunkelster Himmel mit hellem Milchstraßenband (so habe ich es noch nie im heimischen Sauerland gesehen). Jupiter prangte regelrecht am Himmel und war das erste Objekt – ganz klar zu sehen, scharf, kein „Wabern“; zwei breitere und ein schmaleres Band gut zu erkennen und die Monde wie an einer Perlschnur.
Schnell ein paar bekannte Objekte aufgesucht, wunderbar ha und chi im Perseus, etwas schwächer kontrastiert der Ringnebel in der Leier, Andromeda und später auch der dann wieder recht helle Orion-Nebel sowie der kleine Hantelnebel.
Gerne hätte ich noch den tiefen Horizont genutzt, um z.B. im Walfisch erstmals einige Deep Sky – Objekte aufzusuchen. Leider war die Sicht horizontnah nicht annähernd so gut wie im Zenit.
Zusammen mit astronomisch nicht vorbelasteten Freunden, mit denen wir hier Urlaub machen, haben wir dann – je nachdem, welches Himmelsstück die Wolken gerade minutenweise freigaben – Sternbilder geübt: Erst im Karkoschka eingeprägt, dann zwischen den Wolkenlücken aufgesucht. Zwischendurch vereinzelt Sternschnuppen sowie Feuerwerk (die Dänen scheinen wohl ihre Knallerei über 24 Stunden zu verteilen)
Insgesamt waren wir bei +4 Grad Celsius zwei Stunden draußen und hätten gerne noch ein paar für uns „neue“ Objekte aufgesucht, doch dann fing es an zu regnen. Es ist unglaublich, wir flott hier der Himmel wechselt – von Super-Himmel auf Wolkenkomplettverschluss! Konnte gerade noch das Teleskop unterstellen und die Okulare ins Haus retten..
Ich hoffe, in den nächsten 4 Tagen nochmal ein Stück Himmel zu bekommen, würde gerne noch ein paar horizontnahe neue Objekte aufsuchen.
Trotz der Unterbrechungen durch die Wolken und dem Regen am Ende hat es sich jetzt schon gelohnt, so eine weite Reise zu machen und den dunklen Nordhimmel auf einer Insel genießen zu dürfen, insbesondere der Anblick der Milchstraße mit bloßem Auge war beeindruckend.
Gruß und CS,
Martin
Heute berichte ich von der dänischen Nordsee-Insel Fanø. Vor drei Tagen mit großen Erwartungen angekommen: Auf dunklen Himmel gehofft und auf niedrigen Horizont; den 12-Zöller mit Dobson-Montierung sowie zwei Okularkoffer mitgenommen….
Drei Tage Wolken, laut Wetterbericht auch für die nächsten 4 Tage… doch dann ging heute noch der Himmel (zeitweise) auf.
Gegen 18:00 Uhr über mir dunkelster Himmel mit hellem Milchstraßenband (so habe ich es noch nie im heimischen Sauerland gesehen). Jupiter prangte regelrecht am Himmel und war das erste Objekt – ganz klar zu sehen, scharf, kein „Wabern“; zwei breitere und ein schmaleres Band gut zu erkennen und die Monde wie an einer Perlschnur.
Schnell ein paar bekannte Objekte aufgesucht, wunderbar ha und chi im Perseus, etwas schwächer kontrastiert der Ringnebel in der Leier, Andromeda und später auch der dann wieder recht helle Orion-Nebel sowie der kleine Hantelnebel.
Gerne hätte ich noch den tiefen Horizont genutzt, um z.B. im Walfisch erstmals einige Deep Sky – Objekte aufzusuchen. Leider war die Sicht horizontnah nicht annähernd so gut wie im Zenit.
Zusammen mit astronomisch nicht vorbelasteten Freunden, mit denen wir hier Urlaub machen, haben wir dann – je nachdem, welches Himmelsstück die Wolken gerade minutenweise freigaben – Sternbilder geübt: Erst im Karkoschka eingeprägt, dann zwischen den Wolkenlücken aufgesucht. Zwischendurch vereinzelt Sternschnuppen sowie Feuerwerk (die Dänen scheinen wohl ihre Knallerei über 24 Stunden zu verteilen)
Insgesamt waren wir bei +4 Grad Celsius zwei Stunden draußen und hätten gerne noch ein paar für uns „neue“ Objekte aufgesucht, doch dann fing es an zu regnen. Es ist unglaublich, wir flott hier der Himmel wechselt – von Super-Himmel auf Wolkenkomplettverschluss! Konnte gerade noch das Teleskop unterstellen und die Okulare ins Haus retten..
Ich hoffe, in den nächsten 4 Tagen nochmal ein Stück Himmel zu bekommen, würde gerne noch ein paar horizontnahe neue Objekte aufsuchen.
Trotz der Unterbrechungen durch die Wolken und dem Regen am Ende hat es sich jetzt schon gelohnt, so eine weite Reise zu machen und den dunklen Nordhimmel auf einer Insel genießen zu dürfen, insbesondere der Anblick der Milchstraße mit bloßem Auge war beeindruckend.
Gruß und CS,
Martin