Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebes Sternenvolk,
wäre der 10 Tage alte Mond nicht, wäre die geschlossene und stark reflektierende Schneedecke nicht ..... ach was wäre das für eine traumhafte Nacht für Himmelsausflüge! Nur 75% Feuchte und das um 20h! Vollkommen wolkenfreier Himmel .....die minus 10 Grad sind schon eine Herausforderung gewesen.
Ich war stark am überlegen, welches Teleskop zum Einsatz unter solch extremen Verhältnissen kommen könne, das Goto war ausgeschlossen wie überhaupt sämtliche Elektronik als auch die Spiegelteleskope, ich hatte Bedenken ob mir die Spiegel nicht zu arg verzerren werden oder gar beschädigt....
......wer hat hier Erfahrungen? Geht Laptop mit Kamera? Geht Goto?
Also kam der kleine Richfielder raus, mein grab and go ( FH 102/500) auf AZ-3, für den Fall, dass ich nach 10 Minuten nicht mehr grade stehen könne....
Ich war schon neugierig, was sich trotz der Superbeleuchtung von allen Seiten da Draussen wohl erleben lassen würde.
Da ich den Mond schon in der Dämmerung aufsuchte (das Teleskop sollte genügend auskühlen) bekam ich die leise Ahnung, dass die Transparenz exorbitant sein müsse. Eine Stunde später bestätigte sich der Verdacht, mein Blick bei 19 facher Vergrösserung durchs 26er Pano auf M42 (was sonst unter diesen Umständen?) ließ ein lange verschüttetes feeling aufkommen, wie ich es seit Kindheitstagen nicht mehr hatte: diese Reinheit! Ich will schon fast sagen, dass sie sogar ihren eigenen Duft hat.....dabei ist so ein billiger FH ja nun nicht mit einem Apo zu vergleichen, doch der Anblick ließ mein Herz höher schlagen.
M42 bot sich kristallklar dar, sein Trapez schon bei nur 19 facher Vergr. vollkommen aufgelöst zu sehen, die Schwingen verloren sich leider nach und nach im Mondenschimmer .... doch nun dachte ich mir, diese Gelegenheit bietet sich doch prima an, um mal Okulare im Hochvergrösserungsbereich zu testen.
Mein Baader Hyperion 5mm ist nur in ganz wenigen Momenten zufriedenstellend, ich will sogar sagen, dass ich an der Abbildungsleistung dieses Okulars ernsthaft gezweifelt habe. So habe ich dann gleich den Sprung von 19 auf 100 gewagt und war doch sehr, sehr überrascht. Ein Dobsonfeeling am nadelfeinen und nun völlig aufgelöstem Trapez an so einem kleinen Richfielder! In anderen Nächten kam hier nur schummeriges rüber. Nun weis ich aber ganz sicher, dass mein 5er völlig ok ist und nur auf seine richtigen Momente wartet.
Die Plejaden konnte ich mit bloßem Auge gerade mal so erahnen, durchs 26 Pano dann immerhin nadelfein und scharf, aber der Hintergrund gab diese samtige Dunkelheit nicht her, die Diamanten einfach brauchen um zu wirken. So erging es mir an ha und chi im Perseus, den M35 in den Zwillingen konnte man vergessen, der Mond steht genau in deren Region.
Bis Mittwoch soll diese kontinentale und trockene Polarluft noch andauern, wer seine Okulare testen möchte, sollte das jetzt am Trapez hoch im Meridian zwischen 19 und 20h versuchen..... oder wer es wagt an Doppelsternen in der Schnee-Milchsuppe ....die wiederum klar wie Kloßbrühe ist....schon kurios, diese Nächte unterm Russenhoch bei zunehmenden Mond.
Gegen Ende versuchte ich das 5er Oku noch mit Barlow 1,5 und wieder hatte ich ein knackscharfes Ergebnis.....das war immer undenkbar.....wäre der Mond nicht....die Schneedecke.....es wäre eine exorbitante Nacht.
ganz bezaubert aus dem Hochvergrösserungsbereich grüsst Anette
wäre der 10 Tage alte Mond nicht, wäre die geschlossene und stark reflektierende Schneedecke nicht ..... ach was wäre das für eine traumhafte Nacht für Himmelsausflüge! Nur 75% Feuchte und das um 20h! Vollkommen wolkenfreier Himmel .....die minus 10 Grad sind schon eine Herausforderung gewesen.
Ich war stark am überlegen, welches Teleskop zum Einsatz unter solch extremen Verhältnissen kommen könne, das Goto war ausgeschlossen wie überhaupt sämtliche Elektronik als auch die Spiegelteleskope, ich hatte Bedenken ob mir die Spiegel nicht zu arg verzerren werden oder gar beschädigt....
......wer hat hier Erfahrungen? Geht Laptop mit Kamera? Geht Goto?
Also kam der kleine Richfielder raus, mein grab and go ( FH 102/500) auf AZ-3, für den Fall, dass ich nach 10 Minuten nicht mehr grade stehen könne....
Ich war schon neugierig, was sich trotz der Superbeleuchtung von allen Seiten da Draussen wohl erleben lassen würde.
Da ich den Mond schon in der Dämmerung aufsuchte (das Teleskop sollte genügend auskühlen) bekam ich die leise Ahnung, dass die Transparenz exorbitant sein müsse. Eine Stunde später bestätigte sich der Verdacht, mein Blick bei 19 facher Vergrösserung durchs 26er Pano auf M42 (was sonst unter diesen Umständen?) ließ ein lange verschüttetes feeling aufkommen, wie ich es seit Kindheitstagen nicht mehr hatte: diese Reinheit! Ich will schon fast sagen, dass sie sogar ihren eigenen Duft hat.....dabei ist so ein billiger FH ja nun nicht mit einem Apo zu vergleichen, doch der Anblick ließ mein Herz höher schlagen.
M42 bot sich kristallklar dar, sein Trapez schon bei nur 19 facher Vergr. vollkommen aufgelöst zu sehen, die Schwingen verloren sich leider nach und nach im Mondenschimmer .... doch nun dachte ich mir, diese Gelegenheit bietet sich doch prima an, um mal Okulare im Hochvergrösserungsbereich zu testen.
Mein Baader Hyperion 5mm ist nur in ganz wenigen Momenten zufriedenstellend, ich will sogar sagen, dass ich an der Abbildungsleistung dieses Okulars ernsthaft gezweifelt habe. So habe ich dann gleich den Sprung von 19 auf 100 gewagt und war doch sehr, sehr überrascht. Ein Dobsonfeeling am nadelfeinen und nun völlig aufgelöstem Trapez an so einem kleinen Richfielder! In anderen Nächten kam hier nur schummeriges rüber. Nun weis ich aber ganz sicher, dass mein 5er völlig ok ist und nur auf seine richtigen Momente wartet.
Die Plejaden konnte ich mit bloßem Auge gerade mal so erahnen, durchs 26 Pano dann immerhin nadelfein und scharf, aber der Hintergrund gab diese samtige Dunkelheit nicht her, die Diamanten einfach brauchen um zu wirken. So erging es mir an ha und chi im Perseus, den M35 in den Zwillingen konnte man vergessen, der Mond steht genau in deren Region.
Bis Mittwoch soll diese kontinentale und trockene Polarluft noch andauern, wer seine Okulare testen möchte, sollte das jetzt am Trapez hoch im Meridian zwischen 19 und 20h versuchen..... oder wer es wagt an Doppelsternen in der Schnee-Milchsuppe ....die wiederum klar wie Kloßbrühe ist....schon kurios, diese Nächte unterm Russenhoch bei zunehmenden Mond.
Gegen Ende versuchte ich das 5er Oku noch mit Barlow 1,5 und wieder hatte ich ein knackscharfes Ergebnis.....das war immer undenkbar.....wäre der Mond nicht....die Schneedecke.....es wäre eine exorbitante Nacht.
ganz bezaubert aus dem Hochvergrösserungsbereich grüsst Anette