klawipo
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Hallo liebe Sternfreunde,
gestern war ich wieder unterwegs um mir ein paar Wunder des Sternenhimmels anzuschauen. Ich brauchte ein wenig, um den neuen Platz in der Eifel wiederzufinden, den ich mir bei Tage ausgeguckt hatte. Der Himmel ist dort in alle Richtungen zu sehen und es gibt keine so deutliche Afhellung in einer der Himmelsrichtungen wie an meinem letzten Stammplatz. Die Himmelsdurchsicht war aber leider nur mittelmäßig. Der schon tief stehende Andromedanebel mit bloßem Auge schwer zu sehen, die Milchstraße konnte man eher erahnen als erkennen.
Beim Einstellen des Telrad auf den Jupiter geriet mir zufällig das Leo-Triplet ins Visier. Gegenüber meiner letzten Beobachtung schien es so, als hätte jemand M65 und M66 das Licht ausgeknipst. Gerade der Anblick des letztes mal wunderbar hellen und unsymmetrischen M66 war im Vergleich extrem enttäuschend. Man sah jetzt nur die hellen Kerne und ein verwaschenes Halo darum. Beim letztlich doch gefundenen Jupiter konnte ich zu dieser noch frühen Stunde (ca. 21:30) den GRF ausmachen - immerhin.
Den Eskimonebel schaute ich mir erneut an. Hier ging ich diesmal auf Anraten des Forenkollegens Lothar aus meinem letzten Thread mal auf 250fache Vergrößerung. Das brachte aber leider nicht mehr Details. Die Umgebungssterne waren auch ziemlich versuppt, das Seeing wollte also nicht mitspielen. Hubbles Veränderlicher Nebel war diesmal deutlich dunkler als zuletzt. Auch hier brachte die Hochvergrößerung nichts. Zur Erbauung ging ich auf den wunderschönen Sternhaufen M35. Dort fiel mir auch ein Nebel am Rand auf. Auch bei 125fach konnte ich nicht klar ausmachen, ob dies eine Art Gasnebel war oder doch ein enger Sternhaufen. Das war wohl der wesentlich entferntere Offene Haufen NGC 2158, noch unaufgelöst, wie ich nachher las.
Als neues Objekt schwenkte ich zur Galaxie NGC 2903 am Kopf des Löwen. Der Anblick war ähnlich wie bei den M65/M66 mit hellem Kern, oval, das neblige Drumherum schien aber deutlich weiter zu reichen. In der Zwischenzeit war auch die berühmte Spiralgalaxie M51 etwas höher gewandert. Sie war wesentlich schöner als zuletzt. Die Spiralstruktur war gelegentlich ansatzweise (125fach) zu erkennen. Zumindest hellere und dunklere Stellen waren klar auszumachen. Zum Beispiel ist es um den hellen Fleck auf fünf Uhr, wenn man den Kern der großen Komponente als Zeigermitte, und die Richtung zum kleineren Begleiter als 12 Uhr nimmt, deutlich dunkler als beim Rest. Ich begann zu ahnen was bei diesem Sternensystem visuell möglich ist, wenn kein Licht stört und die Transparenz so ist wie bei meiner umwerfenden Beobachtung des Leo-Tripletts. Ich warf noch einen kurzen Blick auf den inzwischen GRF-freien Jupiter bei 125fach. Inzwischen war das Seeing noch unruhiger geworden. Ich probierte es mit 150fach, da war auch nach mehreren Minuten kein klares Bild zu bekommen, ständig wellte der Planetenrand. Ziemlich durchgefroren beendete ich diese Session, die wieder Lust auf mehr gemacht hat.
CU
Klaus
gestern war ich wieder unterwegs um mir ein paar Wunder des Sternenhimmels anzuschauen. Ich brauchte ein wenig, um den neuen Platz in der Eifel wiederzufinden, den ich mir bei Tage ausgeguckt hatte. Der Himmel ist dort in alle Richtungen zu sehen und es gibt keine so deutliche Afhellung in einer der Himmelsrichtungen wie an meinem letzten Stammplatz. Die Himmelsdurchsicht war aber leider nur mittelmäßig. Der schon tief stehende Andromedanebel mit bloßem Auge schwer zu sehen, die Milchstraße konnte man eher erahnen als erkennen.
Beim Einstellen des Telrad auf den Jupiter geriet mir zufällig das Leo-Triplet ins Visier. Gegenüber meiner letzten Beobachtung schien es so, als hätte jemand M65 und M66 das Licht ausgeknipst. Gerade der Anblick des letztes mal wunderbar hellen und unsymmetrischen M66 war im Vergleich extrem enttäuschend. Man sah jetzt nur die hellen Kerne und ein verwaschenes Halo darum. Beim letztlich doch gefundenen Jupiter konnte ich zu dieser noch frühen Stunde (ca. 21:30) den GRF ausmachen - immerhin.
Den Eskimonebel schaute ich mir erneut an. Hier ging ich diesmal auf Anraten des Forenkollegens Lothar aus meinem letzten Thread mal auf 250fache Vergrößerung. Das brachte aber leider nicht mehr Details. Die Umgebungssterne waren auch ziemlich versuppt, das Seeing wollte also nicht mitspielen. Hubbles Veränderlicher Nebel war diesmal deutlich dunkler als zuletzt. Auch hier brachte die Hochvergrößerung nichts. Zur Erbauung ging ich auf den wunderschönen Sternhaufen M35. Dort fiel mir auch ein Nebel am Rand auf. Auch bei 125fach konnte ich nicht klar ausmachen, ob dies eine Art Gasnebel war oder doch ein enger Sternhaufen. Das war wohl der wesentlich entferntere Offene Haufen NGC 2158, noch unaufgelöst, wie ich nachher las.
Als neues Objekt schwenkte ich zur Galaxie NGC 2903 am Kopf des Löwen. Der Anblick war ähnlich wie bei den M65/M66 mit hellem Kern, oval, das neblige Drumherum schien aber deutlich weiter zu reichen. In der Zwischenzeit war auch die berühmte Spiralgalaxie M51 etwas höher gewandert. Sie war wesentlich schöner als zuletzt. Die Spiralstruktur war gelegentlich ansatzweise (125fach) zu erkennen. Zumindest hellere und dunklere Stellen waren klar auszumachen. Zum Beispiel ist es um den hellen Fleck auf fünf Uhr, wenn man den Kern der großen Komponente als Zeigermitte, und die Richtung zum kleineren Begleiter als 12 Uhr nimmt, deutlich dunkler als beim Rest. Ich begann zu ahnen was bei diesem Sternensystem visuell möglich ist, wenn kein Licht stört und die Transparenz so ist wie bei meiner umwerfenden Beobachtung des Leo-Tripletts. Ich warf noch einen kurzen Blick auf den inzwischen GRF-freien Jupiter bei 125fach. Inzwischen war das Seeing noch unruhiger geworden. Ich probierte es mit 150fach, da war auch nach mehreren Minuten kein klares Bild zu bekommen, ständig wellte der Planetenrand. Ziemlich durchgefroren beendete ich diese Session, die wieder Lust auf mehr gemacht hat.
CU
Klaus
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