Beobachtung in den Vogesen

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Stardust

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Hallo Sternenfreunde!

Ich habe gestern endlich zum ersten mal die Gelegenheit genutzt, einen wirklich dunklen Himmel zu sehen.
Mein Standard-Beobachtungsort 10 km nördlich von Saarbrücken ist zwar akzeptabel, doch stört das Streulicht der Stadt gerade eben im Süden recht stark.
Mit meinem 10" LX200 habe ich dort schon sehr viele Galaxien gesehen, wobei meist nur der Kern als diffuses Fleckchen zu sehen war. Groß waren also meine Erwartungen der Beobachtung von Galaxien in den Vogesen.
Etwas mehr als eine Stunde Fahrt und schon war ich an meinem Beobachtungsort in Frankreich Nähe Windsbourg, Wangenbourg, Engenthal, in einer Höhe von über 900m.
Trotz negativer Wettervorhersagen, war der Himmel bei Einbruch der Dunkelheit bis auf Horizont-Dunst sehr klar.
Erst später kam es zu Gewittern, die sich länger andeuteten und mich leider zu etwas Eile zwangen.
Da ich zwei Freunde, die sich nicht dirket mit Astronomie beschäftigen, dabei hatte, standen natürlich viele der Standard-Objekte auf dem Programm, zumal ich seit langem die Objekte mal wieder manuell aufsuchen mußte und etwas aus der Übung war (hat aber wieder Spaß gemacht).
Die lange Zeit bis es so richtig dunkel war, verbrachte ich damit meinen Gästen die Planeten Venus, Jupiter und Saturn vorzuführen. Jupiter zeigte sich an den Äquatorialbändern sehr detailreich. Bei Saturn hingegen hatte ich sogar Schwierigkeiten die Cassini-Teilung zu sehen. Aber er steht ja auch mittlerweile recht tief, und es gab wie gesagt einigen Dunst.
Zufällig sah ich auch noch die junge Mondsichel untergehen, die dann auch noch kurz ins Visier genommen wurde.
Als es dann recht dunkel war ging ich eben viele der Standard-Objekte durch, darunter Ringnebel und M13.
Als es dann völlig dunkel war und meine Begleiter gerade über ein paar Sternschnuppen staunten. Machte ich mich mittels Star-Hopping auf, zwei Galaxien zu finden.
Bisher hatte ich wie gesagt nicht viel mehr als Galaxienkerne gesehen. Bei M101 angekommen, folgte sogleich mein Ausruf der Begeisterung. Man konnte die Spiralstruktur sehr gut nachvollziehen. Nun gut, meine Gäste fanden die Objekte vorher weitaus bemerkenswerter, was wohl auch am Anfang verständlich ist.
Für mich waren jedenfalls die Galaxien das Highlight und so kam es, daß mir bei M51 mit Begleiter endgültig die Kinnlade herunterklappte. Auch hier waren die Spiralarme zu sehen.
Da ich beim Star-Hopping so konzentriert war, bemerkte ich erst jetzt wie genial der gesamte Himmel war. Der Kleine Bär, ja oft als Seeing-Skala genutzt, war perfekt sichtbar, Komet NEAT war deutlich mit bloßem Auge zu sehen, Praesepe und der Coma-Sternhaufen waren Eindrucksvoll mit bloßem Auge und alles in allem waren natürlich deutlich mehr Sterne zu sehen als ich es gewohnt war.
Leider rückten dann auch die Gewitter näher und ich mußte um
0:30 Uhr abbrechen.
Aber es war sehr schön und es wird gewiß nicht das letzte mal bleiben, daß ich in den Vogesen beobachtet habe.

Gruß
Steve
 
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