Beobachtungsbericht vom 13.01.2008

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Lots

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Beobachtungsbericht vom 13.01.2008 von 18:30 – 20:00 in Herchenrode/Odw.

Gestern fuhr ich nach fast 3 Monatiger Pause auf meinen Stammplatz in Herchenrode im Odenwald. Das Wetter war recht mild für diese Jahreszeit som um die 0 Grad. Leider wurde es mit der Zeit zunemend feuchter, so dass ich gegen 8 Uhr alles zusammen packen musste. Die Durchsicht war zu Beginn recht ordentlich und man konnte im Westen noch den Schwan mit Milchstaße untergehen sehen. Die visuelle Grenzgröße dürfte so um 5m3 gelegen haben. Leider war das Seeing misserabel, so dass meine kurzbrennweitigen Okulare 8mm und 5mm gar nicht zum Einsatz kamen. Der Mond störte etwas.

Equipment: 8“ f/6 Dobson mit 27mm PanO (44x) und Hyperion Okular 13mm (92x). Sowie ein 10x50 HD Fernglas.

Beobachtete Objekte: 17/P Holmes und 8/P Tuttle. 46/P Wirtanen viel dem Mondlicht zum Opfer! M42, M43, Eskimonebel (NGC 2392), NGC 1084, NGC 1052, NGC 1022, NGC 1407 (alles Herschel 400 Galaxien), Mel 20, M34, Plejaden (M45), Hyaden, Andromedagalaxie (M31, M32 und M110)

Bericht: Nach dem Aufbau genoss ich erstmal den Anblick des Sernenhimmels. Komet 17/P Holmes war sehr schön im 10x50 Fernglas zusammen mit Algol sichtbar. Einen kurzen Schwenk weiter war M34 sichtbar. Die Helligkeit des Kometen dürfte so zwischen 4m5 bis 5m0 liegen. Mit dem bloßen Auge war er gerade noch so erkennbar, wobei Algol hier schon etwas störte. Danach wurde 8/P Tuttle aufgesucht. Wau, sehr schöner Anblick bei bei 44x und 92x. Der sehr rundliche, ca 15’ große Komet war deutlich zur Mitte hin konzentriert. Die Helligekeit dürfte um 6m gelegen haben.

Danach wurde am Herschel 400 Objekte Projekt weiter gearbeitet. Die Galaxien NGC 1084, NGC 1052, NGC 1022, NGC 1407 waren allesamt sichtbar, damit komme ich jetzt auf 380 von 400 Objekten. Mit ein bisschen Glück kann ich dieses Jahr die restlichen 20 Objekte auch noch auffinden.

Plötzlich merkte ich wie es im Westen zunehmend dunstiger und nebliger wurde. Also schnell noch ein paar Standdardobjekte angeschaut. M42/M43 war wunderbar im 13mm Hyperion sichtbar mit vielen Dunkelzonen und Strukturen. Vom Eskimonebel war aufgrund des schlechten Seeings bei 92x natürlich nicht viel zu erkennen, eine rundlich, kleiner Kreis halt. Die Andromeda Galaxie beendete dann mein Programm für diesmal. Im 27mm PanOptic war sie zusammen mit M32 und M110 schön sichtbar.

Gruß

Lots
 
Hallo Lots -
schön, dass es mal wieder mit Herchenrode geklappt hat. Aber nur 1,5 Stunden :( Schade! Ich konnte am Nikolaustag (bei Neumond!) beobachten, allerdings nur vom Oberfeld bei einer Grenzgröße von 4.9 - immerhin, für Darmstadt gar nicht schlecht! Ein paar Tage später war es tagsüber klar und ich wollte abends schon nach Herchenrode - mit dem Bus! Um 23:20 fährt der letzte zurück - aber es zog im letzten Moment wieder zu.

Zu deinem Bericht: Holmes beobachtete ich auch vom Oberfeld. Der wirkte irgendwie wie ein großer M33, schön das Umfeld mit Algol und M34. Er bewegt sich jetzt wohl ziemlich langsam am Himmel?

Ich habe mir auch Galaxien für dieses Jahr vorgenommen, allerdings mit dem Fernglas. Ziel: So viele wie möglich mit dem FG zu identifizieren - mir macht da die Aufsucherei (Sternenmuster finden) fast genauso viel Spaß wie das eigentliche Identifizieren, wenn dann das Nebelchen entweder einfach auftaucht oder - nach langem Starren - im Augenwinkel aufblitzt. Bisher schwächster Nebel: M95, an der Grenze zur Wahrnehmung mit dem 8x40er um 3Uhr am 20.12., allerdings im bayerischen Wald bei 6er-Himmel. Korrektur: M96 war's - M95 ging nicht.

Bin jetzt ab morgen wieder für ein paar Tage in Darmstadt - vllt. haben wir ja Glück mit dem Wetter und können mal wieder zusammen was beobachten.

Gruß, Thomas
 
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Hi Thomas,

schön mal wieder was von dir zu hören. Du kannst gerne mal durchmailen wenn es Abends klar ist, dann können wir mal wieder gemainsam los ziehen.

Ja Holmes war echt beeindruckend in Herchenrode. Der Kerl ist jetzt gut 2° groß und immer noch mit dem bloßen Auge sichtbar!

Versuch doch mal das Fernglas auf ein Stativ zu schrauben, das bringt sehr viel, damit klappt es dann bestimmt auch mit M95! Ich erinnere mich vor Jahren mit einem 10x50 FG auf Stativ! von DA aus (5m Himmel) die beiden GA im Löven aufgefunden zu haben.

Gruß

Lothar
 
[Zu M95, M96]: Ja, Übung macht den Meister - das 40er ist vllt. ein wenig zu klein. Mein 50er FG ist aber nicht so toll, da beobachte ich nicht so gerne mit. Ansonsten: Üben, Üben, Üben. Stativ ist natürlich eine gute Idee (aber unbequem).

Thomas
 
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