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Hallo liebe Astrofreunde,
ich hoffe der kleine Ausflug gefällt euch
Seit einer Ewigkeit gab es hier keine klare Nacht mehr (Niederösterreich Nord). Zuerst über den Wetterbericht gefreut, der ab 23:00 klare Sicht versprochen hatte, dann enttäuscht bis 1:00 gewartet und dann kurz vor dem Schlafen gehen doch noch bemerkt, dass der Himmel um 01:30 so gut wie wolkenfrei war.
Also schnell die neue AZ-GTi mit dem kleinen 102/500 Refraktor (nochmals… hatte ihn schon draußen und hab ihn wieder reingetragen weils wolkig war) nach draußen getragen und schnell mit dem Nordpolar-Alignment ausgerichtet.
—
Weil ich heute bemerkt habe, dass die eine Schelle mit dem Kameraaufsatz und der dazugehörigen Schrauben mit dem Kopf der Schraube einige Schrammen in die Lackierung des Teleskops gemacht hat, hab ich diese heute mit Autoreparaturlack wieder geschwärzt. Hat gut funktioniert, auch wenns zwischenzeitliche Pannen mit nicht vorhandener, weil verdunsteter, Nitroverdünnung gab.
—
Da es geschneit hat und ich den Schnee nur etwas zur Seite gekehrt habe, knirscht der restliche Schnee unter meinen Stiefeln und es ist auch ziemlich eisig, macht das ganze aber sehr stimmungsvoll. Voller Elan starte ich mit der Beobachtung. Das ist das zweite Mal, dass die AZ-GTi zum Einsatz kommt… wieder merke ich, die kleine batteriebetriebene Montierung war eine sehr gute Investition… klein, handlich, doch stabil, schnell draußen, schnell einsatzbereit.
Karkoschka N6
NGC2281 in 24mm kleine dichte Ansammlung von wenigen Sternen die in eine v-förmige Sternformation übergeht.
Mit 13mm kommt außerdem am anderen Ende der Ansammlung ein ovaler Sternring zum Vorschein.
NGC 1931 Gasnebel ist nicht zu sehen, zu heller Hintergrund
M36 im 13mm Okular zeigt der Haufen mehrere Ausläufer, welche etwas verwunden sind. Erinnert mich sehr an einen etwas unregelmäßigen Seestern. Keine große Konzentration in der Mitte und kein Nadelkisseneffekt
M37 im 13mm Okular dichte Sternansammlung mit Nadelkisseneffekt sowohl beim direkten Beobachten als auch indirekt. Indirekt nochmals mehr interessante Strukturen erkennbar
M38 in 13mm ganz aufgelöst, kein dichtes Zentrum, zwei längere Sternketten kreuzen sich etwas vom Zentrum entfernt. Keine weiteren Sterne bei indirektem Sehen erkennbar
Damit ist N6 erstmal abgeschlossen und ich suche mir eine neue Karkoschka-Karte aus. Eigentlich hatte ich ja schon lange E3 vor, aber der Stier ist schon so gut wie hinter einer Hauswand verschwunden… Orion lacht mich aber noch mit etwas Abstand zu dieser Hauswand an und deswegen nehme ich mir E4 vor. Nebenbei… es ist klirrend kalt und langsam frieren mir die Zehen und die Finger ein… habe fingerlose Handschuhe an und in den Moonboots nur dünne Socken, das werde ich definitiv beim nächsten Mal überdenken.
Karkoschka E4
Direkt auf M42 gefahren und bei der Goto Steuerung etwas nachgebessert.
M42 ist immer ein imposanter Anblick. Im 13mm Okular ist das Trapez sehr gut zu sehen (4 Sterne, Doppelstern nicht aufgelöst) und auch der Nebel ist wunderschön leuchtend wahrzunehmen. Die Einbuchtung und das Gebiet rund um das Trapez ist hell und strahlt förmlich. Zu beiden Seiten hin sind Schwingen wahrzunehmen, die in der Helligkeit schnell abfallen und auch sehr rasch mit der Hintergrundhelligkeit verschwimmen.
M43 im 13mm Okular ist der Nebel klar von M42 abgegrenzt zu sehen, allerdings die Form kann ich nicht wirklich erkennen, es bleibt ein undefinierter Nebelfleck.
NGC1977 ich bilde mir ein den Running Man im 13mm Okular indirekt während der Beobachtung von M43 erkannt zu haben, allerdings kann ich den Nebel direkt nicht ausmachen. (Kann mich aber wegen den verlorenen Aufzeichnungen auch irren… wird verifiziert)
NGC1981 Sternkonstellation im 13mm Okular unspektakulär
M79 ist zu tief, keine Beobachtung wegen gegenüberliegender Häuserfront möglich
Somit ist auch E4 vorerst abgeschlossen.
Ich denke nach, ob ich mit E5 weitermachen soll, allerdings ist Orion mittlerweile weitergewandert und deswegen ist z.B. NGC1788 nicht mehr sichtbar.
Die Zwillinge bieten sich weiter südlich und ziemlich hoch für eine weitere Beobachtung an.
Karkoschka E7
M35 ist im 13mm Okular ein imposanter Eindruck mit vielen hellen Sternen und einigen interessanten Sternformationen
NGC2129 sofort indirekt im 13mm Okular auszumachen, fordert mehr Vergrößerung, allerdings sind meine Hände zu kalt für viele Wechsel, deswegen verzichte ich darauf
NGC2261 im 13mm Okular sofort zu erkennen, Richtung des Schweifs indirekt auszumachen
NGC2264 im 13mm Okular ist die ganze Region zu sehen und auch klar auszumachen, allerdings hab ich immer Probleme damit den Weihnachtsbaum auch wirklich zu sehen… Trotzdem schön so kurz vor Weihnachten auch dieses Objekt vor die Linse zu bekommen.
Zum Schluss begebe ich mich noch auf die Suche nach dem Eskimonebel. Mit Goto angefahren, kurz durch den Sucher gesucht aber nichts gefunden schaue ich ins Okular und sehe einen sehr großen Nebel mit zentralem Stern und einige kleinere Nebel auch mit zentralem Stern… Mist, aufs Okular geatmet… da der Eskimonebel sowieso sehr klein ist wechsle ich aufs 7mm Okular und finde mit Hilfe von Karkoschka und auch SkySafari dann doch noch dieses Objekt.
NGC2392 ist als kleiner grünlicher Nebelstern zu sehen. Zentralstern indirekt im 13mm Okular bei konzentriertem Blick zu sehen
Mit ziemlich kalten Zehen und eingefrorenen Fingern trage ich das Equipment in die Wohnung und beende eine doch sehr erfolgreiche Beobachtungsnacht.
Liebe Grüße und CS
Philipp
ich hoffe der kleine Ausflug gefällt euch
Seit einer Ewigkeit gab es hier keine klare Nacht mehr (Niederösterreich Nord). Zuerst über den Wetterbericht gefreut, der ab 23:00 klare Sicht versprochen hatte, dann enttäuscht bis 1:00 gewartet und dann kurz vor dem Schlafen gehen doch noch bemerkt, dass der Himmel um 01:30 so gut wie wolkenfrei war.
Also schnell die neue AZ-GTi mit dem kleinen 102/500 Refraktor (nochmals… hatte ihn schon draußen und hab ihn wieder reingetragen weils wolkig war) nach draußen getragen und schnell mit dem Nordpolar-Alignment ausgerichtet.
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Weil ich heute bemerkt habe, dass die eine Schelle mit dem Kameraaufsatz und der dazugehörigen Schrauben mit dem Kopf der Schraube einige Schrammen in die Lackierung des Teleskops gemacht hat, hab ich diese heute mit Autoreparaturlack wieder geschwärzt. Hat gut funktioniert, auch wenns zwischenzeitliche Pannen mit nicht vorhandener, weil verdunsteter, Nitroverdünnung gab.
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Da es geschneit hat und ich den Schnee nur etwas zur Seite gekehrt habe, knirscht der restliche Schnee unter meinen Stiefeln und es ist auch ziemlich eisig, macht das ganze aber sehr stimmungsvoll. Voller Elan starte ich mit der Beobachtung. Das ist das zweite Mal, dass die AZ-GTi zum Einsatz kommt… wieder merke ich, die kleine batteriebetriebene Montierung war eine sehr gute Investition… klein, handlich, doch stabil, schnell draußen, schnell einsatzbereit.
Karkoschka N6
NGC2281 in 24mm kleine dichte Ansammlung von wenigen Sternen die in eine v-förmige Sternformation übergeht.
Mit 13mm kommt außerdem am anderen Ende der Ansammlung ein ovaler Sternring zum Vorschein.
NGC 1931 Gasnebel ist nicht zu sehen, zu heller Hintergrund
M36 im 13mm Okular zeigt der Haufen mehrere Ausläufer, welche etwas verwunden sind. Erinnert mich sehr an einen etwas unregelmäßigen Seestern. Keine große Konzentration in der Mitte und kein Nadelkisseneffekt
M37 im 13mm Okular dichte Sternansammlung mit Nadelkisseneffekt sowohl beim direkten Beobachten als auch indirekt. Indirekt nochmals mehr interessante Strukturen erkennbar
M38 in 13mm ganz aufgelöst, kein dichtes Zentrum, zwei längere Sternketten kreuzen sich etwas vom Zentrum entfernt. Keine weiteren Sterne bei indirektem Sehen erkennbar
Damit ist N6 erstmal abgeschlossen und ich suche mir eine neue Karkoschka-Karte aus. Eigentlich hatte ich ja schon lange E3 vor, aber der Stier ist schon so gut wie hinter einer Hauswand verschwunden… Orion lacht mich aber noch mit etwas Abstand zu dieser Hauswand an und deswegen nehme ich mir E4 vor. Nebenbei… es ist klirrend kalt und langsam frieren mir die Zehen und die Finger ein… habe fingerlose Handschuhe an und in den Moonboots nur dünne Socken, das werde ich definitiv beim nächsten Mal überdenken.
Karkoschka E4
Direkt auf M42 gefahren und bei der Goto Steuerung etwas nachgebessert.
M42 ist immer ein imposanter Anblick. Im 13mm Okular ist das Trapez sehr gut zu sehen (4 Sterne, Doppelstern nicht aufgelöst) und auch der Nebel ist wunderschön leuchtend wahrzunehmen. Die Einbuchtung und das Gebiet rund um das Trapez ist hell und strahlt förmlich. Zu beiden Seiten hin sind Schwingen wahrzunehmen, die in der Helligkeit schnell abfallen und auch sehr rasch mit der Hintergrundhelligkeit verschwimmen.
M43 im 13mm Okular ist der Nebel klar von M42 abgegrenzt zu sehen, allerdings die Form kann ich nicht wirklich erkennen, es bleibt ein undefinierter Nebelfleck.
NGC1977 ich bilde mir ein den Running Man im 13mm Okular indirekt während der Beobachtung von M43 erkannt zu haben, allerdings kann ich den Nebel direkt nicht ausmachen. (Kann mich aber wegen den verlorenen Aufzeichnungen auch irren… wird verifiziert)
NGC1981 Sternkonstellation im 13mm Okular unspektakulär
M79 ist zu tief, keine Beobachtung wegen gegenüberliegender Häuserfront möglich
Somit ist auch E4 vorerst abgeschlossen.
Ich denke nach, ob ich mit E5 weitermachen soll, allerdings ist Orion mittlerweile weitergewandert und deswegen ist z.B. NGC1788 nicht mehr sichtbar.
Die Zwillinge bieten sich weiter südlich und ziemlich hoch für eine weitere Beobachtung an.
Karkoschka E7
M35 ist im 13mm Okular ein imposanter Eindruck mit vielen hellen Sternen und einigen interessanten Sternformationen
NGC2129 sofort indirekt im 13mm Okular auszumachen, fordert mehr Vergrößerung, allerdings sind meine Hände zu kalt für viele Wechsel, deswegen verzichte ich darauf
NGC2261 im 13mm Okular sofort zu erkennen, Richtung des Schweifs indirekt auszumachen
NGC2264 im 13mm Okular ist die ganze Region zu sehen und auch klar auszumachen, allerdings hab ich immer Probleme damit den Weihnachtsbaum auch wirklich zu sehen… Trotzdem schön so kurz vor Weihnachten auch dieses Objekt vor die Linse zu bekommen.
Zum Schluss begebe ich mich noch auf die Suche nach dem Eskimonebel. Mit Goto angefahren, kurz durch den Sucher gesucht aber nichts gefunden schaue ich ins Okular und sehe einen sehr großen Nebel mit zentralem Stern und einige kleinere Nebel auch mit zentralem Stern… Mist, aufs Okular geatmet… da der Eskimonebel sowieso sehr klein ist wechsle ich aufs 7mm Okular und finde mit Hilfe von Karkoschka und auch SkySafari dann doch noch dieses Objekt.
NGC2392 ist als kleiner grünlicher Nebelstern zu sehen. Zentralstern indirekt im 13mm Okular bei konzentriertem Blick zu sehen
Mit ziemlich kalten Zehen und eingefrorenen Fingern trage ich das Equipment in die Wohnung und beende eine doch sehr erfolgreiche Beobachtungsnacht.
Liebe Grüße und CS
Philipp