Beobachtungsbuch od. dgl.

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas reivo
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

reivo

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

viele von Euch werden doch wohl Ihre Beobachtungen in irgendeiner systematischen Form schriftlich dokumentieren. Ich habe mir ein "Beobachtungsblatt" mit Excel kreiert, das Infos zum Objekt, Notizen zum Instrument und zu den Beobachtungsbeingungen, sowie natürlich den eigentlichen Beobachtungsbericht enthält. Die Objekt-Infos entnehmeich allen mir zur Verfügung stehenden Quellen. Fotos oder Zeichnungen kann die DIN A4 Seite ebenfalls noch aufnehmen. Das ganze bleibt entweder (z.B. nach Sternbildern sortiert) im PC, oder wird ausgedruck und im Ordner gesammelt.

Wer mir eine Mail (reinhard.vollrath@web.de) schickt, kann die Tabelle anfordern.

Meine Frage: Wie macht Ihr das mit der Dokumentation, wer hat ebenfalls einen "Vordruck" erstellt und kann ihn mir zur Verfügung stellen?

Gruß

Reinhard
 
Hallo Reinhard,

ich benutze seit Jahr und Tag ein Diktiergerät zur Aufzeichnung meiner Beobachtungen. Die gesprochenen Beschreibungen werden dann zuhause in eine schlichte Textdatei mit Tabellenteil geschrieben, wobei ich in die Tabelle die wichtigen Daten wie Objekt, Ort, Gerät, Vergrößerung, fst, Seeing, Transparenz usw. eintrage.

Fürs Feld benutze ich das Beobachtungsblatt von Philip Harrington. Ich finde, darauf passt alles, was nötig ist, zumal die schriftliche Beschreibung bei mir ja wegfällt und ich das für die Zeichnung vorgesehene Feld auch nie nutze, weil ich da meinen eigenen Schablonen den Vorzug gebe.

Ich habe das Blatt als pdf-File auf meiner HP liegen:
http://www.andreas-domenico.de/files/ds5-3.pdf

Die Tabelle, die ich am PC nutze, kann ich Dir gerne zeigen, wenn Du mal wieder auf der Warte bist. Sie liegt nämlich auch auf dem Sternwartenrechner, ist jedoch ein Lotus WordPro-Dokument. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Viele Grüsse
 
Hallo Reinhard!

Mit "Eye&Telescope" gibt es da zwei attraktive Optionen:
entweder das eingebaute Logbuch benutzen oder einen Beobachtungsplan als HTML exportieren (mit Seitenwechsel nach jedem Objekt) und ausdrucken. Auf den ausgedruckten Plan (auf dem schon Katalogdaten etc. draufstehen) kann man bei Bedarf noch draufschreiben oder zeichnen und dieses Papier dann zuhause ablegen.

Für die Version 2.0 von E&T sind aber gerade beim Logbuch noch deutliche Verbesserungen in Arbeit. Neben einer Erweiterung auf Nicht-Deep Sky Objekte wird dann auch ein Export in HTML möglich sein. Dafür gibt es ein Beispiel. Zusätzlich sollen Dateianhänge möglich sein. Wer XSLT beherrscht, wird das Layout des Logbuchs sogar sehr flexibel eigenen Bedürfnissen anpassen können. Das alles wird aber noch ein Weilchen dauern...

Clear skies,
Tom
 
Hallo Reinhard,
ich benutze seit ich mit der Amateurastronomie begonnen habe kleine Notizbücher. Wenn ich draussen bin mache ich mir Notizen auf einem gewöhnlichen Zettel und übertrage diese dann ins Buch. Übertragung deshalb, weil meine Handschrift bei minus 7 Grad doch recht übel aussieht. Zeichnungen (ausser von Planeten) mache ich auf kleinem runden schwarzen Fotokarton und klebe diesen ins Beobachtungsbuch.
CS, Daniel
 
Hallo Reinhard,
ein Beobachtungsbuch zu führten, ist eine interessante Sache. Ich zeichne meine Beobachtungen schon seit Jahren auf und vergleiche aktuelle Beobachtungen mit Früheren. Weitere Detail und das Muster eines Beobachtungsprotokolls gibt es auf meiner Homepage unter =>Tipps.
Es macht Freunde dann und wann mal zurück zu schauen. An der ein oder anderen Beobachtung hängt auch eine schöne Erinnerung.
Viele Grüße
Hubert
Privatsternwarte Boker Heide
http://www.privatsternwarte.net
 
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> Hallo Herbert,

vielen Dank für Deine Antwort. Die bisherigen Antworten haben auch auf einen "Vordruck" hingewiesen, der aber eher knapp gehalten war. Dein Protokoll sieht meinem Entwurf sehr ähnlich, was heißt, wir haben da nahe beieinanderliegende Vorstellungen. Auch bei mir handelt es sich ja um eine Excel-Tabelle, die ich allerdings noch um einige Kleinigkeiten erweitert habe. Dabei habe ich in den letzten Tagen festgestellt (ich probiere immer noch heftige herum), dass eine Variante nicht ausreicht, da z.B. Planeten, Doppelsterne oder Deep-Sky-Objekte ganz unterschiedliche Eigenschaften haben und das Protokoll oder Teile davon deshalb auch anders aufgebaut werden müssen. Eine Vorstellung davon, was ich meine, kannst Du meinem Entwurf entnehmen, den ich Dir gesondert maile; ich habe noch keine Homepage.

Auch mir ist es wichtig, die dokumentierten Beobachtungen später miteinander vergleichen zu können, deshalb auch eine Art Fragebogen als Vorgabe. Bei der freien Beschreibung ist es dann, wie Du deutlich machst, auch wichtig, dass konsequent im gleichen Stil auf Besonderheiten und Charakteristisches eingegangen wird.

Weitern möchte ich die vielen Beobachtungshinweise, die z.B. im "DS-Reiseführer, bei Burnham oder im "Night Guide Observers Guide" zu finden sind, schon mit aufnehmen, damit ich auf das, was mein Instrumen zeigen kann, schon eingestimmt bin. Weierhin finde ich es für mich unverzichtbar, wenigstens die wichtigsten Eigenschaften, wie Helligkeit, scheinbare und tasächliche Ausdehnung, Entfernung etc. bei der Beobachtung dabei zu haben, um dies vor Ort mit in die Eindrücke einzubeziehen. Mir scheint dies die gesamte Wahrnehmung und Vorstellung des "Objektes" sehr zu steigern.

Du kanns mir ja bei Gelegenheit mal Deine Meinung zu meinem Werk mitteilen.

Gruß

Reinhard

reinhard.vollrath@web.de


 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben