Beobachtungsmarathon

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gardalon

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Einen schönen Tag zusammen,
Tja, bei dem schönen Wetter gestern ist wohl doch der Astrofanatiker in mir herausgekommen ;-). Begonnen hat der "Astromarathon" mit dem 4,5"er um 19.00. Erstes Objekt war natürlich-nach langer Zwangspause in seiner Beobachtung-der Mars. Zwar war das Marsscheibchen schon recht mickrig und zeigte beim ersten Draufsehen keine Details, doch nach einer weiteren halben Stunde Auskühlzeit konnte ich immerhin noch die Polkappe und zwei Dunkelgebiete-Mare Erythraeum und Sinus Sabaeus-sehen. Danach war der Mond dran, der gerade so hübsch hinter den Pappeln hervortrat. Zwar ist unser Trabant schon arg rundlich und der Terminator nicht mehr allzu groß, trotzdem hat es sich noch gelohnt. Besonders die Gegend nördlich der Regenbogenbucht war einfach traumhaft schön zu beobachten.
Weiter ging es-trotz lunarem Himmelsscheinwerfer-mit ein paar Deep Sky-Objekten. Die Plejaden waren trotz hellem Licht überraschend gut. Das neue 25mm-Oku erwies sich hier als optimal zur Beobachtung.
Als nächstes wollte ich noch einen Blick auf M31 mit Begleitgalayxien werfen. M31 hatte unter dem Mondlicht natürlich arg zu leiden-mehr als ein ganz kleines Nebelfleckchen vor aufgehelltem Himmelshintergrund war nicht drin. Trotzdem konnten mit Ach und Krach noch M32 und M110 aufgespürt werden.
Da ich schon mal in der Gegend war, schwenkte ich daraufhin zu H/chi, der zwar immer noch ein netter Anblick war, aber viel vom Glanz mondloser Nächte eingebüßt hatte.
Die Suche nach dem Ringnebel M57 war bei hellem Vorstadthimmel und gleißendem Mondlicht leider erfolglos.
Immerhin gelang nach etwas Suche noch ein Blick auf M81/82.

Wieder zu Hause angelangt, wurde alles Spechtelgerät zunächst eingepackt, doch gegen 1 Uhr war der Himmel immer noch so klar, dass ich einfach nicht widerstehen konnte. Auf dem Balkon aufgebaut und nach einer Stunde Auskühlzeit war natürlich zunächst der Saturn dran. Das Planetenseeing war in dieser Nacht wirklich ausgezeichnet, und so hielt ich den Ringplaneten wieder über eine Stunde im Visier. Titan und Rhea waren wieder klar zu sehen, Dione meine ich auch erhascht zu haben.

Endlich ist es mir danach auch geglückt, Ceres zu finden-ein schönes Erfolgserlebnis. Nun stand noch schnell ein Blick auf M35 an.

Gegen 6.30 folgte dann schließlich das letzte Objekt: Der Königsplanet Jupiter. Die Wolkenbänder zeigten schon einige Unregelmäßigkeiten, und in den Polbereichen waren leichte Farbunterschiede zu sehen. Nach 11 Stunden Dauerspechteleinsatz war dann aber endlich Schluss ;-).
Gruß, Gardalon

 
Hallo gardalon
schöner Bericht und eine wahrlich lange Spechtelsession. Aber ich kenne das ja auch: Erst hat man gar keine Lust ins Kalte zu stapfen, und dann spechtle ich vor lauter Begeisterung bis zum Morgengrauen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Um deine Beobachtungen vielleicht mit eigenen vergleichen zu können, wär eine Angabe der Grenzhelligkeit und bei Planetenbeobachtung die Angabe des Seeings vielleicht ganz nützlich.
PS; Ich habe letzte Woche das erste mal den offenen Sternhaufen M41 beobachtet.
Obwohl er im Fokus eines 1 km entfernten Skybeamer stand, war er dennoch sehr schön anzusehen und keineswegs nur ein Fernglasobjekt, wie das der Karkoschka andeutet. Komisch , dass ich den noch von früher nicht kannte, offenbar hat der nicht mal einen eigenen Namen.
 
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