Sternenjaeger
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
heute Morgen, vor der Arbeit, wollte ich doch wenigstens eine halbe Stunde Zeit nutzen, um meine ersten Erfahrungen an Venus, Mars und Jupiter zu sammeln. Bereits gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit, konnte ich die drei Planeten deutlich mit eigenen Augen erkennen. Also habe ich gestern Abend mein Dobson auf den Balkon verfrachtet um ihn entsprechend auskühlen zu lassen.
Beobachtungsort: Der heimische Balkon in Frankfurt am Main (nicht optimales Sichtfeld dank einem großen Baum gen Osten)
Beobachtungsgerät: 8“ Dobson F/6
Die Venus konnte ich bereits am 30.09.2015 ins Okular bekommen, doch der heutige Beobachtungsmorgen (leider ja nur etwa eine halbe Stunde) hat diesen ersten Versuch bei weiten übertroffen!
Bewaffnet mit meinem Baader Hyperion 13mm Okular habe ich mit Hilfe des Telrad Venus sehr schnell ins Blickfeld bekommen. Wie am 30.09. konnte ich Venus in ihrer „Sichelform“ beobachten. Sehr hell! So hell, dass sich deutlich „vier Strahlen“ von der Venus absetzten. Die Luft war leider auch, für mein empfinden, nicht ganz ruhig. Da Mars und Jupiter leider noch hinter dem nahen Baum verdeckt waren, ich aber freie Sicht auf Orion hatte, habe ich erstmal auf M42 umgeschwenkt.
Auch M42 durfte ich schon kurz am 30.09. ins Visier nehmen. Diesmal allerdings deutlich besser zu erkennen, mag vielleicht am fehlenden Mondlicht liegen.
Dieser Anblick hat erneut meine Vorfreude gesteigert, M42 bei einer wirklich dunklen Nacht, und hoffentlich dann auch fernab der Frankfurter „Stadtlichter“ beobachten zu dürfen.
So langsam hat sich dann Mars hinterm Baum hervorgetraut, gerade soweit, dass das Dobson am Anschlag über die Balkonbrüstung hinüberlunsen konnte. Der Blick ins Okular, auch mit einem Baader Hyperion 5mm Okular, brachte nicht mehr als einen scheinbar rötlich schimmernden Punkt zum Vorschein. Ich gebe zu, hier war ich ein wenig enttäuscht, hatte ich mir doch mehr erhofft von Mars zu sehen. Der „Wow“-Effekt war bei meiner ersten Venus Beobachtung ein ganz anderer.
Jupiter sollte dann einige Minuten später aber für alles entschädigen: Jupiter war deutlich mit 3 Monden im Okular zu erkennen! Was für ein Anblick! Der Ganz auf den (eis)kalten Balkon hat sich gelohnt! Je höher Jupiter emporstieg, desto deutlicher konnte ich zwei Nebelbänder auf der hellen „Scheibe“ erkennen! Die Euphorie stieg sofort an und ich konnte den Blick kaum von dem größten unserer Planeten lassen. Am liebsten wäre ich freudig auf und ab gesprungen, und hätte diesen Moment mit allen möglichen Leuten geteilt.
Leider ertönte gegen 06:45 das Signal aus meinem Handy – Zeit zu gehen; die Arbeit ruft.
Alles in allem war es für mich ein sehr erfolgreicher Beobachtungsmorgen (hab das leichte Grinsen noch immer im Gesicht), und ich kann es kaum erwarten die Planeten bei besserem Himmel beobachten zu dürfen. Mein Favorit – Saturn – fehlt mir ja noch gänzlich.
Was ich noch als kleines Feedback von meiner Seite zur Ausrüstung geben kann: Ich habe heute auch das erste Mal das „Super 10mm“ Standardokular getestet. Den Bezeichnung „Super“ ist hier wohl ironischerweise gewählt! Das taugt nämlich, im Vergleich zu meinen anderen Okularen ganz, ganz wenig! Am Jupiter hat sich auch das William SWAN 15mm gut bewiesen.
Und, ich kann es nicht oft genug sagen: Der Erfinder des Telrad hat einen Orden verdient! Mit diesem Gerät macht das Hobby so viel mehr Freude, weil man nicht soviel Zeit ans Suchen verliert.
Für Feedback, Verbesserungsvorschläge sowie Tipps und Tricks bin ich ja immer zu haben.
heute Morgen, vor der Arbeit, wollte ich doch wenigstens eine halbe Stunde Zeit nutzen, um meine ersten Erfahrungen an Venus, Mars und Jupiter zu sammeln. Bereits gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit, konnte ich die drei Planeten deutlich mit eigenen Augen erkennen. Also habe ich gestern Abend mein Dobson auf den Balkon verfrachtet um ihn entsprechend auskühlen zu lassen.
Beobachtungsort: Der heimische Balkon in Frankfurt am Main (nicht optimales Sichtfeld dank einem großen Baum gen Osten)
Beobachtungsgerät: 8“ Dobson F/6
Die Venus konnte ich bereits am 30.09.2015 ins Okular bekommen, doch der heutige Beobachtungsmorgen (leider ja nur etwa eine halbe Stunde) hat diesen ersten Versuch bei weiten übertroffen!
Bewaffnet mit meinem Baader Hyperion 13mm Okular habe ich mit Hilfe des Telrad Venus sehr schnell ins Blickfeld bekommen. Wie am 30.09. konnte ich Venus in ihrer „Sichelform“ beobachten. Sehr hell! So hell, dass sich deutlich „vier Strahlen“ von der Venus absetzten. Die Luft war leider auch, für mein empfinden, nicht ganz ruhig. Da Mars und Jupiter leider noch hinter dem nahen Baum verdeckt waren, ich aber freie Sicht auf Orion hatte, habe ich erstmal auf M42 umgeschwenkt.
Auch M42 durfte ich schon kurz am 30.09. ins Visier nehmen. Diesmal allerdings deutlich besser zu erkennen, mag vielleicht am fehlenden Mondlicht liegen.
So langsam hat sich dann Mars hinterm Baum hervorgetraut, gerade soweit, dass das Dobson am Anschlag über die Balkonbrüstung hinüberlunsen konnte. Der Blick ins Okular, auch mit einem Baader Hyperion 5mm Okular, brachte nicht mehr als einen scheinbar rötlich schimmernden Punkt zum Vorschein. Ich gebe zu, hier war ich ein wenig enttäuscht, hatte ich mir doch mehr erhofft von Mars zu sehen. Der „Wow“-Effekt war bei meiner ersten Venus Beobachtung ein ganz anderer.
Jupiter sollte dann einige Minuten später aber für alles entschädigen: Jupiter war deutlich mit 3 Monden im Okular zu erkennen! Was für ein Anblick! Der Ganz auf den (eis)kalten Balkon hat sich gelohnt! Je höher Jupiter emporstieg, desto deutlicher konnte ich zwei Nebelbänder auf der hellen „Scheibe“ erkennen! Die Euphorie stieg sofort an und ich konnte den Blick kaum von dem größten unserer Planeten lassen. Am liebsten wäre ich freudig auf und ab gesprungen, und hätte diesen Moment mit allen möglichen Leuten geteilt.
Leider ertönte gegen 06:45 das Signal aus meinem Handy – Zeit zu gehen; die Arbeit ruft.
Alles in allem war es für mich ein sehr erfolgreicher Beobachtungsmorgen (hab das leichte Grinsen noch immer im Gesicht), und ich kann es kaum erwarten die Planeten bei besserem Himmel beobachten zu dürfen. Mein Favorit – Saturn – fehlt mir ja noch gänzlich.
Was ich noch als kleines Feedback von meiner Seite zur Ausrüstung geben kann: Ich habe heute auch das erste Mal das „Super 10mm“ Standardokular getestet. Den Bezeichnung „Super“ ist hier wohl ironischerweise gewählt! Das taugt nämlich, im Vergleich zu meinen anderen Okularen ganz, ganz wenig! Am Jupiter hat sich auch das William SWAN 15mm gut bewiesen.
Und, ich kann es nicht oft genug sagen: Der Erfinder des Telrad hat einen Orden verdient! Mit diesem Gerät macht das Hobby so viel mehr Freude, weil man nicht soviel Zeit ans Suchen verliert.
Für Feedback, Verbesserungsvorschläge sowie Tipps und Tricks bin ich ja immer zu haben.