Beratung OAZ für 11" SCT

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Beim Cel C11 (sowie bei C14 und Meade ab 10") ist die richtige Reihenfolge: Tubus, dann ein Reducer mit 3,3" Gewinde (am besten LF 0,7x von Starizona) erst dann der OAZ/Filterrad/Kamera. Der von Starizona angebotene LF Reducer (gross, schwer, top-optik) laesst sich auch an Meade SCT mit einem etwas kleinerem Gewinde von 3,25", einsetzen.
 
Die ideale Bildlage für SC-Optiken von Celestron kann man hier nachlesen
Hallo Peter, danke für den Link. Dort steht "C11: 5.475" (13,9cm) vom 3"-auf-2"-Adapter" und so eine OAZ würde davon wohl mindestens 10cm aufnehmen. Dann wird es knapp mit einem Filter und noch ein ADC wäre wohl schon zu viel. Licht- und Schärfeverlust muss man dann hinnehmen.
Eigentlich geht's mir nur um eine automatische Fokuseinstellung und ich konnte mir das nur bei einem OAZ, also ohne das Kippeln des Hauptspiegels, als mechanisch machbar vorstellen. Mit Schärfe- und Lichtverlust wären das teuer erkauft.
Ungewöhnlich, denn der Abstand vom Reducer zum Kamerachip soll ja bei den meisten Reducern sehr kritisch genau vorgegeben sein.

Gruß
thomas314
 
Zuletzt bearbeitet:
thomas314, Aber auch die Lage des Reducers spielt eine Rolle. Eben aus diesem Grund wird der Reducer am hinteren Ende des Teleskopes geschraubt. Also genau dort, wo der Hersteller es vorgesehen hat. Und der Abstand Reducer-Bildsensor wird mit dem OAZ eingestellt. Dann erfolg die fokusierung mit dem Haupspiegel
 
Eben aus diesem Grund wird der Reducer am hinteren Ende des Teleskopes geschraubt. Also genau dort, wo der Hersteller es vorgesehen hat. Und der Abstand Reducer-Bildsensor wird mit dem OAZ eingestellt. Dann erfolg die fokusierung mit dem Haupspiegel
Das halte ich für ein Gerücht.
Ich habe ein 127mm APO mit einem FT-Auszug, der ist fest am Teleskopende verschraubt. Wie bitte soll man denn da einen Reducer zwischen Teleskop und OAZ montieren ???
Ich habe ein 8" RC mit angechraubtem Baader Steeltrack. Das innere Teil vom Steeltrack taucht ca 10cm ins Teleskop ein, wenn man den Auszug ganz einfährt. Das würde dann doch gegen die Linsen des Reducers fahren !! Fatal !
Ich habe ein 80mm APO mit passendem Reducer. Auch da wird der Reducer direkt auf das hintere Schraubgewinde des OAZ geschraubt und danach kommt der Rest....
Das Pferd wird bei allen meinen Optiken mit Reducer von hinten aufgezäumt.
Man kennt den Abstand vom Sensor zum Reducer, der auf ca 1mm eingehalten werden sollte. Das löst man dann mit geigneten Zwischenringen/Verlängerungen.
Der Reducer kommt dann hinter den OAZ !
CS
Jürgen
 
Das halte ich für ein Gerücht.
Ich habe ein 127mm APO mit einem FT-Auszug, der ist fest am Teleskopende verschraubt. Wie bitte soll man denn da einen Reducer zwischen Teleskop und OAZ montieren ???
Meine Worte...

thomas314, Aber auch die Lage des Reducers spielt eine Rolle. Eben aus diesem Grund wird der Reducer am hinteren Ende des Teleskopes geschraubt. Also genau dort, wo der Hersteller es vorgesehen hat. Und der Abstand Reducer-Bildsensor wird mit dem OAZ eingestellt. Dann erfolg die fokusierung mit dem Haupspiegel
Und wenn jemand zum OAZ greift beim C11, dann sicher nicht, um die Fokussierung dann wieder via Hauptspiegel zu machen.
Die Aussage mag ja stimmen, wenn ohne OAZ gearbeitet wird wie zum Bsp. hier im Beitrag.
 
_Jurgen, hier ist die Rede von SCT, wo am Ende kein OAZ vom Werk vorhanden ist. Und es ist kein Zufall, das die Reducer mit SCT-Kleingewnde oder 3,3"-Gewinde hergestellt werden.
 
Ahh, ok, verstehe.

Aber ich halte es trotzdem für keine gute Idee, einen OAZ HINTER dem Reducer zu montieren.
Der Abstand vom Reducer zum Sensor muss ja (soviel ich weiss) konstant bleiben, da die Ebenung des Bildfeldes eben nur in einem ganz bestimmten Abstand hinter dem Reducer perfekt ist.
Der Fokus muss also VOR dem Reducer eingestellt werden. Da ist es jetzt (meiner Meinung nach) egal, ob man das nur mit der Verschiebung des Hauptspiegels alleine macht, oder noch einen OAZ zwischen SC-Anschluss und den Reducer setzt.
Ich würde den OAZ direkt ans SCT schrauben und etwa auf Mittelstellung bringen.
Der Reducer kommt im korrekten Abstand vor die Kamera und die ggf benötigten Zwischenteile wie Filterschubladen, Rotator,......
Dann wird das an den OAZ geschraubt unn nun mit dem Hauptspiegel des SCT der Fokus gesucht.
Danach kann man dann die Feineinstellung des Fokus mit dem OAZ machen.
Der Abstand Reducer-Kamerasensor verändert sich dabei nicht und auch den Hauptspiegel muss man nicht mehr bewegen.

Im Übrigen dachte ich immer, ein SCT wird dadurch in der Brennweite reduziert, indem man so einen "Hyperstar" an der Stelle des Sekundärspiegels einsetzt.
Ist das nicht die optimale Lösung ???

Aber das ist meine persönliche Meinung, da ich kein SCT besitze.
Es wäre schön, wenn sich vielleicht nochmal ein paar SCT-Besitzer dazu äussern könnten ! Bin ja gern bereit, meine Meinung zu ändern.

CS
Jürgen
 
Im Übrigen dachte ich immer, ein SCT wird dadurch in der Brennweite reduziert, indem man so einen "Hyperstar" an der Stelle des Sekundärspiegels einsetzt.
Ist das nicht die optimale Lösung ???
Hyperstar bringt dich auf f/2 – wie beim RASA ist die Kamera dann vor dem Teleskop, und es muss mit dem Hauptspiegel fokussiert werden.

Ein Reducer bringt dich auf ca. f/6. Vom Hersteller vorgesehen ist, dass der Reducer an der Tubusrückwand verschraubt wird und die Kamera im vorgesehenen Abstand an den Reducer geschraubt wird – z.B. mit dem T-Adapter vom Hersteller, der für eine DSLR mit den üblichen 55mm Auflagemaß ausgelegt ist. Fokussiert wird mit dem Hauptspiegel, und wenn scharf ist, sind alle Abstände so, wie in der Optikrechnung vorgesehen. Ein Motorfokussierer kann an die Hauptspiegelverstellung angeschlossen werden.

Fokussiert wird immer zuletzt gegen den Uhrzeigersinn, also schiebend, damit der Hauptspiegel die Position hat, die er beim Justieren hatte, und während der Beobachtung nicht verkippen kann. Auch wenn ein Planet beim Fokussieren rauswandert, sollte er wieder zentriert sein, wenn der Spiegel zuletzt schiebend fokussiert wird.

Und dann kommen die Bastler, die sich freuen, dass sie was verändern können und das System recht gutmütig ist, und setzen irgendwo einen Okularauszug ein, um Spiegelshifting zu beseitigen. Ohne Reducer geht das noch ganz gut, wenn man vor dem Einbau Okular/Kamera im Idealabstand einsetzt, fokussiert und den Spiegel fixiert und danach den OAZ anbaut. Mit Reducer hat man die Wahl, wo man Abstriche macht. Sitzt der OAZ hinter dem Reducer, ändert sich der Faktor des Reducers; sitzt er davor, ändert sich die Systembrennweite vor dem Reducer (und ggf. die Abbildungsqualität).

Beste Grüße,
Alex (der am SC nur einen kleinen Helikalfokussierer benutzt, um bei der Planetenfotografie feinzufokussieren, und ansonsten die Hauptspiegelfokussierung nutzt - am RASA mit Motorfokus)
 
Alex (der am SC nur einen kleinen Helikalfokussierer benutzt, um bei der Planetenfotografie feinzufokussieren, und ansonsten die Hauptspiegelfokussierung nutzt - am RASA mit Motorfokus)
Hallo Alex,
leider hab ich zwei 1,25" Helikalfokussierer, von denen jeder kippelt und obendrein noch sehr schwergängig ist.
Zudem hoffte ich mit dem Autofokus bei Planetenaufnahmen zunächst automatisch auf Sterne scharfstellen zu lassen und direkt danach die Planetenaufnahmen zu machen. Manuelles Scharfstellen direkt am Planeten war für mich meist ein Ratespiel.
Fokussiert wird immer zuletzt gegen den Uhrzeigersinn, also schiebend, damit der Hauptspiegel die Position hat, die er beim Justieren hatte, und während der Beobachtung nicht verkippen kann. Auch wenn ein Planet beim Fokussieren rauswandert, sollte er wieder zentriert sein, wenn der Spiegel zuletzt schiebend fokussiert wird.
Deine Erfahrungen zum Hauptspiegelmotorfokus wären hier als Vergleich und zur Einschätzung von Aufwand und Nutzen von meiner Seite sehr willkommen.
Wenn das letztendlich wirklich sehr gut funktionieren würde, baue ich erst mal eine DIY Fokussierung mit 400 Steps/Umdrehung und stelle den OAZ-Plan zurück.
Würdest Du das empfehlen?

Gruß
thomas314
 
Ohje, jetzt wird hier aber viel durcheinander geworfen.
Ich denke die zitierte Lektüre spezifisch zu SCs kann tatsächlich weiterhelfen.
Beim Korrektor kommt es immer darauf an, wie dieser gerechnet wurde. Rechnen ist das Zauberwort, dazu muss man bestimmte Werte (Abstände) definieren. Leider werden viele Produkte ohne die vollständigen Angaben zur Optikrechnung angeboten. So muss man Vermutungen anstellen.

Hat ein Korrektor ein SC Gewinde ist es sinnig davon auszugehen, dass dieser direkt verschraubt werden soll. Damit ist dann die Position des Hauptspiegels durch den Fokus definiert. Der Abstand Korrektor zu Kamera wird meistens angegeben und ist oft noch auf DSLRs (55mm) ausgelegt.
Immer noch eine Vermutung, aber eine begründete.

Durch einen OAZ, der ja einen nicht unerheblichen optischen Weg hat, wird das alles durcheinander gebracht. Andererseits wurden z.b. die ACF teilweise mit einem Fokussieren angeboten. Und bei den großen Meade SC, die für eine Gabelmontierung konzipiert sind wurde auch ein Bildfelrotator angeboten. Jetzt kann man vermuten, dass das in die Optikrechnung für die jeweiligen Korrektoren eingerechnet wurde. Noch eine Vermutung.

Teilweise werden diese Vermutungen in den oben verlinkten Beiträgen getestet. Das gilt aber strenger genommen auch nur für das jeweilige Gerät. Die SCs haben eine bewegte Geschichte und man kann schon nicht von einer Serie auf eine andere schließen. Es ändert sich nicht nur die Vergütung oder das Tubusmaterial.

Von anderen optischen Systemen auf bestimmte Sachverhalte zu schließen ist m.e. garnicht zielführend es sei denn man hat das selbst praktisch getestet.

Also Basteln, Ausprobieren und viel Lesen ist beim Katadiopter der Weg zum Ziel. Dann kann jeder selbst entscheiden, wie weit er oder sie diesen Weg gehen will.
Ich bin mit meinem Fotozug (Denglishes Wortspiel) ziemlich schnell an der Weiche zu den Refraktoren abgebogen und erst kürzlich fährt auf dem Parallelgleis ein RC.

Das ist an Komplexität für mich völlig ausreichend, daher brauche ich kein SC mehr um glücklich zu werden ;)
Mein umgebautes 14er ACF werkelt derweil bei einem tschechischen Kollegen, der sehr erfolgreich PNs damit aufs Korn nimmt.

Jo cs Alex
 

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Hallo Thomas,

meine Erfahrungen mit Motorfokussierern sind etwas zwiespältig – visuell mag ich sie gar nicht, fotografisch liebe ich sie. Das hat zur Folge, dass ich den am ED80 (meinem Hauptgerät) demontierbar gemacht habe und einen anderen Refraktor rein fotografisch nutze.

Mein Helikalfokussierer ist ein billiger SVBony – schwergängig, aber für den Einsatzzweck Planetenkamera okay. Ich habe ihn entweder am Vereins-C14 (da wackelt nichts, da dreht er sich allenfalls von der T-2/1,25"-Steckhülse ab), oder an einem Klappspiegel, um die Kamera mit dem Okular parfokal zu machen. Dafür taugt er.

Bei der Hauptspiegelfokussierung kommt es immer darauf an...

Am RASA 8 haben wir im Verein den Celestron Fokussiermotor, das funktioniert soweit ich weiß sehr gut – seit ich das eingerichtet hatte, ist das Teleskop fast immer ausgeliehen, aber meine Tests hatten keine Probleme gezeigt. Der RASA 8 ist natürlich auch ein recht aktuelles Modell (irgendwann kurz vor oder während Corona gekauft) und für Foto ausgelegt; die EdgeHD dürften ähnlich gut laufen, bei den SCs hat sich das über die Jahre auch immer wieder verändert, wie gut der Spiegel läuft, aber die haben noch den einfacheren Fokussiermechanismus als die EdgeHD und RASA – was für visuell ja auch mehr als ausreicht.

Wenn ich eine Kamera am SC nutze, dann meist am C14 vom Verein, Baujahr 1995. Das hat zugegeben auch sehr wenig Spiegelshifting: Selbst auf einer Planetenkamera mit 640 oder 1024 Pixel Kantenlänge bleibt Jupiter immer im Bild. Da kann ich manuell fokussieren (entweder am Planet mit der Kontrastdetektion von Sharpcap, oder am Stern mit einer Bahtinov und dann Schwenk zu Jupiter), der Kontrollmonitor ist nicht zu weit entfernt.

Ich würde an deiner Stelle mal testen, ob bei deinem Gerät ein Planet oder Stern noch zentriert ist, wenn du ihn einmal schiebend fokussiert und zentriert hast, anschließend etwas hin- und herfokussierst und dann wieder schiebend (gegen den Uhrzeigersinn) final fokussierst – falls ja, würde ich einem Motorfokus Chancen geben, falls nicht, eher einem externen OAZ.

Am C14 haben wir ganz bewusst keinen Motorfokus, weil das Gerät zu mindestens 90% visuell genutzt wird (Öffentlichkeitsarbeit) und es wesentlich intuitiver ist, den Fokus mit einem Drehrad direkt einzustellen, als zwischen zwei Tasten und ggf. der Geschwindigkeit zu wechseln, während man ins Okular schaut.

Beste Grüße,
Alex
 
Wenn das letztendlich wirklich sehr gut funktionieren würde, baue ich erst mal eine DIY Fokussierung mit 400 Steps/Umdrehung und stelle den OAZ-Plan zurück.
Apropos DIY: Ich habe den Arduino Ascom Focuser Pro von Robert Brown an meinem uralt C11 aus den 90er am Feathertouch SCT MicroFocuser adaptiert (plus noch einen am TeleVue Ranger) und hier einen kleinen Bericht dazu verfasst...

Grüsse, David
c11_anschluss_kamera.png
 
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Ich würde an deiner Stelle mal testen, ob bei deinem Gerät ein Planet oder Stern noch zentriert ist, wenn du ihn einmal schiebend fokussiert und zentriert hast, anschließend etwas hin- und herfokussierst und dann wieder schiebend (gegen den Uhrzeigersinn) final fokussierst – falls ja, würde ich einem Motorfokus Chancen geben, falls nicht, eher einem externen OAZ.
Für einen Planeten stelle ich die Omegon 533c auf 300% Grafikzoom. Wenn ich im Bildausschnitt fokussiere, kann er dabei schon mal knapp aus dem Bild wandern, obwohl er noch im 100% Bild noch gut da ist. Das Vollbild des Chips ist eh erst bei etwa 25% zu sehen.
Bei 300% drehe ich den Fokus 1x voll zurück und taste mich erneut an den Punkt, den ich als bestes Ergebnis erinnere. So macht das wohl auch ein Autofokusalgorithmus.
Danke für die Seite, das ist dann Plan B der mir gerade durch den Kopf geht. Schrittmotoren (2 Stärken zur Probe) sind bestellt und die Elektronikteile sind vorhanden. Die Riemenmechanik fehlt noch. Ich wollte eigentlich auf die Direktkopplung über einen Kunststoffadapter hinaus. Jetzt sehe ich auf Deiner Seite einen Schwingungsdämpfer. Das wäre natürlich übel, wenn bei der Suche des Schärfepunktes Schwingungen die Messung vermasseln. Die Algorithmen müssten dann größere Pausen machen, oder mit weniger Stützstellen auskommen.

Gibt es negative Erfahrungen mit Schwingungen durch den Fokusmotor?

Gruß
thomas314
 
Gibt es negative Erfahrungen mit Schwingungen durch den Fokusmotor
Dazu kann ich dir leider nichts sagen, da ich den MF erst 2x getestet habe und mich nicht bewusst darauf geachtet habe. Ich war einfach schon so happy, dass es in Kombi mit APT so gut funktioniert im Gegensatz zum händisch fokussieren!

Ich habe die Schwingungsdämpfer auch nicht "bewusst" gekauft bzw. es war ein Vorschlag in diesem Shop bei der Bestellung der Motoren und ich dachte mir, dass das nicht schaden kann :) Ich würde mal die These in den Raum stellen, dass es keine Schwingungen gibt. Die Kombi mit Motoren und Zahnriemen ist doch ziemlich normal.

Grüsse, David
 
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