Bessere Teleskope

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blackfriend

Neues Mitglied
Hi !
Erstmal möchte ich euch allen danken, die so bereitwillig und geduldig ihren Erfahrungsschatz weitergeben und Anfängern wie mir den Einstieg erleichtern.
Natürlich habe ich bereits in den Fora schon einige Empfehlungen zum Thema Einsteigerteleskope gelesen. Ich jedoch, spare schon länger für ein gutes bis sehr gutes Teleskop, das meinem Beobachtungsdrang [:)] für mehrere Jahre bef*entfernt*gt und bin bereit auch etwas tiefer in die Tasche zu greiefen.Ich würde gerne speziell Planteten und Deep Sky Objekte in Beobachtung nehmen und suche deshalb nach einem Gerät, das dies bestmöglichst kombiniert.
Vielen Dank, für eure Bemühungen.
Bis dann
Max
 
Hi,

ich habe für diesen Zweck mit einem sehr guten Dobson 10 Zoll f/6 beste Erfahrungen gemacht.

Wenn die Qualität der Spiegel und der Spiegelzellen, sowie der Okulare stimmt, dann ist f/6 ein genialer Kompromiss. Lediglich für höchste Vergrösserungen sollte dann auch die Rockerbox ziemlich gut und feinfühlig arbeiten.

Meine Empfehlung lautet:

http://www.licha.de/AstroWeb/reviews_fullsize.php3?iRevId=4

Dies sagt einer, der auch drei Refraktoren besitzt, einer davon ist ein Takahashi.
 
Hallo Max,

ein guter 8" oder 10" Dobson mit f/6 oder kleiner (d.h. gößere Zahl im Nenner, um Mißverständnissen vorzubeugen ...) wäre auch mein Tipp. Auch mechanisch sehr überzeugend finde ich die Dobsons von ICS. Sie laufen wirklich butterweich und ruckfrei. Allerdings sind sie auch preislich im oberen Segment angesiedelt und die Wartezeiten sind wohl zur Zeit >1 Jahr. Aber da hast Du dann eben auch länger Zeit zum Sparen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Zu Bedenken ist dabei, daß ein 10" Newton mit f/6 oder 8" f/8 schon einigen Platz beansprucht und die Teile von ICS sich nicht gerade durch Leichtbau auszeichnen ...
 
Hi Max,

meinen Vorrednern möchte ich mich soweit anschließen, die Dobsons von ICS sind wirklich obere Spitzenklasse und in jedem Fall zu empfehlen, wenn Du bereit bist, das Geld dafür auszugeben (und eine längere Wartezeit in Kauf zu nehmen).

Ein bisschen Eigenwerbung möcht ich aber noch loswerden. Ich baue Gitterrohrdobsons verschiedener Größen, die sich vor allem durch Leichtbau auszeichnen. So ist z.B. mein 14 Zoll GiRoDo genauso schwer, wie ein normaler 8 Zoll China-Dobson. So kann man eine größere Öffnung (==> (Deep Sky == wow) && (Planeten == besser als mit kleineren Optiken)) mit gleichem Aufwand transportieren.

Bisher sind die Dobsons, die ich baue, alle in der f/4,2 bis f/4,6 Ecke, aber nachdem ich sowieso Einzelanfertigungen mache, wäre es auch kein allzu großes Problem, was längeres für Planeten zu machen. Wobei ich aber sagen muss: Wenn die Optik eines 14-Zöllers einigermaßen gut ist, dann ist auch die Leistung bei Planeten wirklich super (unabhängig vom Öffnungsverhältnis) - ich bin mit meinem persönlichen 14-Zöller diesbezüglich jedenfalls total zufrieden.

Kannst ja einfach mal auf www.woitala.de vorbeischauen und dir die Sachen anschauen. Nur eine Warnung noch: Billig ist der Spaß nicht gerade, dafür bekommst Du aber auch einiges geboten, und dein Beobachtungsdrang wird garantiert auf *laaange* Zeit befriedigt sein...

Clear skies (zur Abwechslung mal wieder),

Patrick Woitala
PWo-Teleskope
 
Hi Max!

Eine Gitterrohrdob ist sicher eine ganz feine edle Sache! Aber ich weiß ja nicht ob Du auf die Goto-Steuerung verzichten willst, die Du ja in diesem Thread noch im Auge hattest.

Grüße,

osho
 
Oh, okay, das mit GoTo hab ich nicht mitgekriegt. In dem Fall kann man alle bisher genannten Vorschläge getrost vergessen, GoTo hat keines davon... Das schränkt dann die Möglichkeiten ein, wie ich finde. Aber mit GoTo-Teleskopen kenn ich mich nicht aus, da muss jemand anderes dann was dazu sagen.

Orange-blaue Grüße,

Patrick

 
Hallo Patrick!

Tja, die alte Frage: das Geld besser für eine größere und ggf. bessere Optik ausgeben oder es in eine Computersteuerung investieren...

c.s.

osho
 
Da hast Du Recht, die alte Frage. Ich für mich hab da eine klare Antwort gefunden, aber wie ich finde ist das etwas, was jeder für sich selbst herausfinden muss. GoTo ist halt schon was Bequemes, da kann ich schon verstehen wenn jemand so etwas den Vorzug gibt...

Also dann, bis dann!

Patrick
 
Moin Max

Ich denke mit einem 8" f/6 mit hochwertigem Spiegel (parallaktisch montiert) wärst Du sicher auf Jahre hin beschäftigt. Meine Argumente habe ich weiter unten gepostet.
Diese Variante ist langem mein Hauptteleskop (habe mir allerdings zusätzlich noch einen kleinen Refraktor mit hochwertiger Zeiss Optik (63/840) gebastelt, so zum Schnellspechteln (speziell für Mond, Sonne, Venus oder wenn mal ganz wenig Zeit ist)

Grüätzis
Karsten
 
Hi Max!
Mich wundert, daß sich noch kein Maksutov-Jünger gemeldet hat! Sicher, sicher - so ein grosser Newton ist was Feines und es gibt auch planetenoptimierte Newtons - aaaaaber:
So ein Maksutov-Cassegrain mit 9 Zoll oder ein grösserer Maksutov-Newton (Obstruktion <20%) ist die konsequente Entwicklung Richtung "bessere Teleskope" aus Cassegrain oder Newton. Nur Asketen, denen jede optische Komponente mehr im Strahlengang ein Graus ist, sollten darauf verzichten....
Berthold vom WIDATO
 
Hallo Berthold,
So ein Maksutov-Cassegrain mit 9 Zoll oder ein grösserer Maksutov-Newton (Obstruktion <20%) ist die konsequente Entwicklung Richtung "bessere Teleskope" aus Cassegrain oder Newton.
Das mag ich aber gar nicht einsehen!
Ein Mak-Newton hat genau wie ein Newton bei gleicher Öffnung,gleichem Öffnungsverhältnis und gleich großem zu 100% ausgeleuchtetem Bildfeld eine gleich große Obstruktion.

Beim Newton habe ich den Kontrastverlust durch die Beugung an der Spinne,beim MAK durch Rauigkeiten der Korrekturplatte keinesfalls weniger.

Ich sehe also keinen Grund,warum ich eine schwere Korrekturplatte in den Tubus hängen sollte,die mir bei der nächstbesten Gelegenheit zutaut,nur weil der Hersteller keinen Parabolspiegel einbauen will und statt dessen einen spärischen Spiegel nimmt.
Nur Asketen, denen jede optische Komponente mehr im Strahlengang ein Graus ist, sollten darauf verzichten....
Dann will ich mich mal als Asketen sehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .

MfG,Karsten
 
Hallo!

Auch ich stand vor einem halben Jahr vor der gleichen Entscheidung wie du. Ich suchte ein gutes bis sehr gutes Teleskop für überwiegend Planetenbeobachtung aber auch DS .
Lange Zeit war ein MN von Intes Micro mein Favorit. Was mir jedoch nicht gefiel war, das die doch relativ teuren Teleskope nur wenig Öffnung bieten. Ich habe mir dann überlegt, warum ein MN von Intel Micro so gut bei der Planeten-Abbildung ist und................ lassen sich diese Eigenschafen nicht auch auf ein Newton übertragen?

Ich kam nach langen Überlegungen, nach der ATT und dem ITV und dem intensiven lesen hier in diesem Forum zu folgendem Entschluß:

Wenn ich ein Newton kaufe das....
1.....eine Spiegelqualität von min 95% Strehl
2.....eine kleine Obstruktion von ca. 20%
3.....eine gute Streulichtunterdrückung hat
4.....eine Zwangsbelüftung hat (evt. nachrüsten!)
5.....und eine sehr gute Mechanische Gesamtqualität hat,

dann ist der Newton mindesten genau so gut wie der MN am Planeten und DS. Nur bekomme ich dann für´s gleich Geld mehr Öffnung........und das ist immer noch eines der Wichtigsten Kriterien bei der Deteierkennung.

Ich habe mir dann ein 10" f/5 ICS Premium-Newton bestellt, welches alle genannten Kriterien erfüllt.
Vor dem kauf wurde mir auch noch kostenlos die genaue Spiegelqualität mit kompletter Auswertung von W. Rohr
mitgeteilt und von ICS garantiert: PV: 1/10 L, RMS:1/41 L = Strehl:98%, sehr glatte zonenfreie Oberfläche, kein Astigmatismus.
So ein Teleskop ist für alle Einsatzgebiete am Himmel bestens geeignet.
Ich bin auf einen vergleich mit MN auf zukünftigen Teleskoptreffen gespannt.

Meine konkrete Empfehlung: Wenn der 10-Zöller zu teuer ist, dann den 8" f/6 ICS.
Bei bedarf kann man das ganze später dann noch auf eine Montierung setzen!?

Viel erfolg bei der richtigen Entscheidung!



CS

Arno Imig
 
hallo karsten,

die rauhigkeit eines gut polierten miniskus ist so gering,
daß sie aufs system keinerlei einfluß hat.
das beweisen unzählige intereferogramme, die trotz meniskus
ein sauglattes gesamtsystem zeigen.

ein spinne hingegen bedeutet immer kontrastverlust.

habe kein problem damit, daß dir ein newton lieber
ist als ein maknewton, jedem das seine, aber bitte bei
den tatsachen bleiben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Die Betonung liegt wie immer auf gut!

Hallo Tom,
die rauhigkeit eines gut polierten miniskus ist so gering,daß sie aufs system keinerlei einfluß hat.
würdest du das für ALLE Maks unterschreiben wollen?
Die Betonung liegt wie immer auf GUT ,sieh dir die Oberflächen von Linsen an,die spärisch ausgeführten Flächen sollte genau wie die Maksutov-Linse glatt ausgeführt sein.
Sind sie aber häufig nicht!
Auch die Schmidt-Platte sollte theoretisch glatt poliert werden können,ist sie aber häufig nicht.
das beweisen unzählige intereferogramme, die trotz meniskus ein sauglattes gesamtsystem zeigen.
Ein Interferogramm kann Rauhigkeit in dieser Größenordnung nicht mehr nachweisen(auch wenn ein bestimmter Händler das immer behauptet hat),weder beim Spiegel noch beim Meniskus,das beweisen die von Wolfgang Rohr durchgeführten Messungen.Man wird um spezielle Untersuchungen nicht herumkommen(siehe Wolfgang Rohr`s Homepage).

ein spinne hingegen bedeutet immer kontrastverlust.
Gebe ich zu <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> .Die Größenordnung ist hier aber äußerst gering,siehe auch die Berechnung von Mario und der nachfolgende Thread: www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=1925

habe kein problem damit, daß dir ein newton lieber
ist als ein maknewton, jedem das seine,...
Auch ich habe kein Problem damit,daß dir ein Maknewton lieber ist als ein Newton <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> .Ich finde die auch super,aber bei der Öffnung ist man leider irgendwann limitiert(Gewicht,KOSTEN).
Mein reden.Jede Oberfläche ist immer suboptimal,kann sich dem Optimum nur annähern.Dafür ist aber eine hohe Präzision beim Hersteller nötig.Und die gibt es nicht zum Discountpreis.
Auch beim Newton nicht,man kann natürlich Glück haben,aber für garantierte Topqualität muß man garantiert entsprechende Preise zahlen.

Der Newton hat das Problem,daß unter diesem Prinzip Containerweise Schund verkauft wird.
Verwendet man einen richtig guten Spiegel in einem gut konzipierten Tubus hat man ein Teleskop mit hoher Leistungsfähigkeit.
Als Nachteile bleiben immer:
-Spikes durch die Spinne
-Koma abseits der optischen Achse,je größer das Öffnungsverhältnis und je weiter weg von der Achse desto mehr.
Wenn man einen f/8 Newton nimmt ist Koma aber auch kein wirkliches Thema mehr.

In diesem Sinne jedem das Seine in bester Qualität <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ,

MfG,Karsten



 
Re: Die Betonung liegt wie immer auf gut!

moin karsten,

würdest du das für ALLE Maks unterschreiben wollen?

das würde ich für alle russischen MAKs sofort unterschreiben!
wie gut hier die teile von synta sind, die unter der bezeichnung
'Astro' verkauft werden weiß ich nicht. phasenkontrasttests zu
diesen teilen gibts noch nicht. ich hatte aber mal das kleine
90mm von synta, das war bei meinen tests vom kontrast her sehr gut.

auf jeden fall ist furcht vor rauhigkeit bei GUTEN russischen
MAKs, oder auch bei jenen von Aries, von Astrophysics oder von
TEC oder APM völlig unbegründet. als argument bei einer
entscheidung Newton oder MN würde ich das nicht hinzunehmen.
das lenkt höchstens von den wirklich wichtigen kriterien ab, wie
belüftung, spiegelhalterung und justiergenauigkeit.

Ein Interferogramm kann Rauhigkeit in dieser Größenordnung nicht mehr nachweisen

ist korrekt, hier habe ich mich vertan, ich meinte natürlich den
phasenkontrast-test, der kann das gut.

Auch die Schmidt-Platte sollte theoretisch glatt poliert werden können,ist sie aber häufig nicht.

ist richtig, du kannst aber schmidt-platte und meniskus nicht in
einen topf werfen, weil die schmidt-platte eine völlig andere
oberfläche hat und wesentlich schwieriger herzustellen ist.

grundsätzlich finde ich die diskussion ob Newton oder MN ziehmlich
sinnlos, weil die sache eigentlich ganz einfach ist, Markus Ludes
hat es hier schon einmal in einem satz gesagt:

"wenn ich deepsky will nehm ich einen newton, wenn ich planeten
will einen MAKNewton"

genauso sehe ich das auch.

In diesem Sinne jedem das Seine in bester Qualität

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> das müssen viele noch realisieren, wir beide haben das
bereits hinter uns <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Karsten!
Ich muss zugeben, daß ich eine Antwort wie die Deine bewusst provoziert habe um dem Thread etwas "drive" zu geben - aber:
Meine Meniskus-Linse hat im System von Peter Rucks vermessen d.h. Sekundärspiegel - Hauptspiegel - Meniskuslinse - Zygospiegel - Meniskuslinse - Hauptspiegel - Sekundärspiegel einen Strehl von 0,97 bei einem Lambda von 1/9 im Grünen...von welcher Rauhigkeit sprichst Du?
Ein sphärischer Spiegel ist mit einer wesentlich höheren Oberflächenglätte und mit einer besseren Zonenfreiheit herzustellen als jeder Parabolspiegel (das Parabolisieren birgt einmal mehr die Gefahr eines unbeabsichtigen Fehlers).
Mit einer Taukappe taut die Meniskuslinse nicht zu: Ich hab schon mit dem Teleskop beobachtet, da war die Aussenhülle mit 1mm Eis überzogen.
Ausserdem hängt man sich die Meniskusplatte in den Strahlengang um das Koma bei f = 5 und kleiner zu eliminieren, was Dir bis in die Ecken ( ein perfektes Okular vorausgesetzt ) ein nadelpunktfeine Sternabbildung garantiert.
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
 
hallo berthold,

gemeint ist die mikrorauhigkeit im bereich weniger nanometer.
die kann ein i-gramm nicht zeigen, nur ein phasenkontrast-test wie
herr rohr ihn macht. darüber hatte wir schonmal eine elendslange
diskussion <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

aber keine angst, dein russischer meniskus ist auch in diesem
größenbereich sauglatt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Berthold,
Ich muss zugeben, daß ich eine Antwort wie die Deine bewusst provoziert habe um dem Thread etwas "drive" zu geben
das habe ich schon vermutet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Zur Mikrorauhugkeit hat Tom ja schon geschrieben.
Mit einer Taukappe taut die Meniskuslinse nicht zu
Ich geb`s ja zu,das war ein Provokationsversuch meinerseits <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Viel Spaß mit deinem hervorragenden Mak wünscht

Karsten
 
Re: Die Betonung liegt wie immer auf gut!

Hallo Tom,

Markus Ludes hat es hier schon einmal in einem satz gesagt:
"wenn ich deepsky will nehm ich einen newton, wenn ich planeten will einen MAKNewton"
an den Spruch kann ich mich auch noch gut erinnern,ich wollte damals noch etwas dazu schreiben,war aber doch zu faul.
Ich halte von dieser Verallgemeinerung überhaupt nichts,aus folgendem Grund:
Wenn man von Newton und Mak-Newton hervorragender Qualität,gleicher Öffnung und gleichen Öffnungsverhältnisses ausgeht sehe ich den Nachteil des Newton in den Spikes und der Koma abseits der Achse.

Die Spikes fallen an hellen Sternen auf,sind aber kein Thema auf der Planetenscheibe.Der Planet wird auf der Achse beobachtet und die Koma spielt also auch keine Rolle."Nur" der Gesamtkontrast ist ausschlaggebend,warum sollte hier der Newton einen Nachteil haben?
Michael Leckel hat dazu ja auch schon mal geschrieben,als Besitzer eines AOK-Newton mit Lomo-Optik.
Bei Deep-Sky Objekten wie h+chi Per oder Stock2(dem "Muskelmännchen")sind bei geringer Vergrößerung Sterne über ein weites Feld verteilt.
Hier zeigt der Newton dann Spiekes und am Gesichtsfeldrand komatöse Sternchen.
Genau das sollte der Mak-Newton aber nicht tun,hier sind Spikes naturgemäß nicht vorhanden und Koma auch nicht,nur ein wenig aufgeblähte Sterne am Rand.
Bei gleicher Öffnung sollte der Mak-Newton also eigentlich das bessere Teleskop für Deep-Sky sein,während es am Planeten auf Gleichstand herausläuft?!

Ich persönlich meine aber,daß wenn die Qualität der beteiligten Teleskope sehr hoch ist,es müßig ist über marginale Vorteile zu schwadronieren.Dann sind die Teleskope so gut,daß beobachten und genießen angesagt ist.

In diesem Sinne CS,

Karsten
 
Re: Die Betonung liegt wie immer auf gut!

hallo karsten,

stimme mit dir völlig überein bis auf einen punkt:

die spinne mindert am planeten den kontrast, das behaupte
ich, wohlkennend mario's letzes posting auf astrotreff dazu.
du brauchst dir nur die MTF im suiter anschaun, die genaue
seite hab ich jetzt nicht zur hand, dort sieht man, wie
durch die spinne die MTF nicht gewaltig, aber doch deutlich
einbricht. ich behaupte daher: unter idealen bedingungen
am limit des gerätes (Vmax) sieht man einen geringen
unterschied (falls der beobachter von seiner erfahrung her
dazu überhaupt in der lage ist!).
ist jetzt aber eine reine behauptung, vergleich
habe ich (noch) keinen. die MTF läßt aber eindeutig darauf
schließen.

der spruch vom markus ist übrigens etwas anders gemeint:

newton für deepsky deshalb, weil ein 16"MN bereits
ein etwas unhandliches teil für sehr begüterte leute ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
es geht also nur um die öffnung dabei.
für planetenbeobachter ist aber nicht die öffnung
ausschlaggebend (ok, ein minimum muß schon da sein),
sondern die qualität der abbildung. die wäre rein
von der optik her beim normalen newton dieselbe,
nur leider macht einem hier das tubusseeing einen
gewaltigen strich durch die rechnung.
ein MN hat hingegen immer einen lüfter und ist nach 30min
voll einsatzbereit, bis V= 700fach (selbst getestet an saturn),
während du mit einem normalen newton, ohne ausgeklügelte
zwangsbelüftung, ein mehrfaches der zeit brauchst und auch dann
nur ein völlig(!!!) ruhiges bild bekommst, wenn die
temperatur während der nacht langsam genug fällt,
also leider sehr sehr selten.
vergrößere einfach mal mit einem unbelüfteten 8"-newton nach
30min auskühlzeit auf 700fach. ich stell dann meinen
7" MN nebenhin und wir vergleichen direkt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

vor allem daher ist der MN ein planetenrohr. tubusseeing
ist für so ein teil ein fremdwort, weil es das einfach
nicht gibt. basteln kann man natürlich alles, natürlich
kann ich auch einen normalen newton sehr gut zwangsbelüften,
aber probleme gibts dabei genug, von vibrationen über die beste
lüfterposition, lüftergröße, bohren am tubus,...
und bei weitem nicht jeder ist gewillt, wie zb. kurt schreckling,
monatelang an sowas rumzutüfteln. insofern lass ich das
argument nich gelten, denn basteln kann ich alles,
beim MN bekomme ich das ab werk!

und zuletzt die sagenumwobene obstruktion. zu der kann man
stehen wie man will, tatsache ist, daß der kontrast wiederum
reduziert wird, noch mehr als durch die spinne.
natürlich kann man auch einen normalen newton mit 10% C.O. bauen,
aber seit dem aus von excelsior-optics eben nur mehr im selbstbau.
bei intes-micro kann ich so ein teil vom werk
bekommen und das teil ist auch sonst in jeder hinsicht
vom werk her durchoptimiert.
dh. in der zeit in der andere wochenlang an ein mehr oder
weniger gut gelungenen zwangsbelüftung basteln flieg ich schon
durch die encke-teilung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

daher sage ich: für planeten ein MAKNewton mittlerer größe,
für deepsky ein großer lichteimer mit guter optik.

das der lichteimer dann einmal im jahr unter ausnahmebedingungen
mehr am planeten zeigt als der viel kleinere MN, spricht nicht
für den großen newton als gleichwertiges planetenrohr, wie es hier von
einigen gerne ausgelegt wird, sondern einfach dafür, daß man
sich beides anschafft <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> *lechz*

ist doch eigentlich ganz klare sache oder?

ps. mit dir kann man sich wenigstens normal über das thema
unterhalten, mit einigen anderen leider nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)

 
Re: Die Betonung liegt wie immer auf gut!

Hallo Tom,

danke für die Blumen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />
Wenn du zum ITV kommst können wir versuchen im Praktischen Vergleich zu einer Einigung zu kommen ob der Newton doch mithalten kann oder nicht.

Mir geht es hier um einen grundsätzlichen Vergleich der Systeme,also unter gleichen Vorraussetzungen,Öffnung,f/Ratio.Das ein Newton mit doppelter Öffnung und 4facher Fläche Vorteile haben sollte braucht ja wohl nicht diskutiert werden.
Das Problem beim Vergleich ist wohl einen Newton feinster Machart von der Stange zu bekommen.
Die sind selten,aber es gibt ja von AOK,ICS oder neuerdings auch AOM sehr gute Exemplare.Die sind aber wegen des der Qualität entsprechend hohen Preises nicht billig und deshalb selten.
Du erwähnst den Lüfter:
Durch Kurt Schreckling`s Versuche scheint mir der Einsatz am Newton auch schon hinreichend gut ausgetüftelt zu sein.
Vibrationsprobleme sind dabei Systemunabhängig und durch geeigneten Einbau und auswuchten des Lüfters sowie Drehzahlregulierung in den Griff zu bekommen.
Ich schätze,daß man von den genannten Herstellern den Lüfter schon bald ab Werk ordern kann.

Die Obstruktion:Bei gleicher Öffnung,Öffnungsverhältnis,Brennpunkt über Tubus(BÜT),Größe des voll ausgeleuchteten Bildfeldes ist die bei Newton und Mak-Newton GLEICH groß.
Die Intes haben hier das absolute Minimum erreicht,auf Kosten des voll ausgeleuchteten Bildfeldes.
Ich persönlich würde da lieber einen etwas größerem Fangspiegel wählen,5mm zu 100% ausgeleuchtetes Feld sollten es schon sein.
Durch Verringerung des BÜT habe ich am 8" meinen Fangspiegel von 50mm auf 39mm verkleinern können ohne das 100" ausgeleuchtete Feld zu verringern.36mm Fangspiegel wäre auch möglich gewesen,hatte aber eine zu lange Lieferzeit.

Ein gutes hat die ganze Diskussion aber schon:
Es wird nun nicht mehr behauptet,daß Reflektoren prinzipiell keine hervorragende Optik haben können "wegen des enormen Streulichtes bei der Reflektion durch die rauen Spiegeloberflächen",wie noch vor 2 Jahren häufig zu lesen war <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> .
daher sage ich: für planeten ein MAKNewton mittlerer größe,
für deepsky ein großer lichteimer mit guter optik.
Wenn aus finanziellen Gründen beides nicht möglich ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> bleibt noch ein optimierter 8" Taiwan-Newton.

MfG,Karsten



 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Die Betonung liegt wie immer auf gut!

ja, die langen und teilweise heißen diskussionen haben
wirklich auch ihr gutes. etliche optikmärchen sind
dadurch gottseidank ausgestorben.
manchmal geht es aber auch mal in die andere richtung und
es entstehen neue märchen. das kann recht schnell gehen.
zur zeit macht sich ja eher der glauben breit, obstruktion durch den
fangspiegel wäre völlig egal.
die wahrheit liegt in der mitte. sie ist nicht so
schlimm wie früher oft befürchtet wurde, aber trotzdem
von bedeutung.
für einen reinen fotografen ist die sache
einfach, der FS wird entsprechend dem gewollten ausgeleuchteten
bildfeld gewählt. für jemanden der spechteln und fotografie
kombiniert ist es etwas schwieriger. da muß ein guter
mittelweg gefunden werden. für den reinen planetenbeobachter
ist es dann wieder einfach, sowenig obstruktion wie möglich.

richtig ist ja, daß ein bischen mehr obstruktion alleine
für sich keinen riesenunterschied ausmacht, richtig ist auch,
daß die spinne nur einen sehr geringen einfluß hat, richtig ist
auch, daß selbst ohne lüfter ein einigermaßen stabiles
bild erreicht werden kann, richtig ist, daß der unterschied
zwischen 0.8 und 0.9 strehl nicht gewaltig ist, richtig ist,
daß ein um nur 1°verkippter OAZ das bild noch nicht ruiniert,
richtig ist, daß man auch ohne blenden im tubus einen guten
kontrast haben kann,...

das pech ist nur: alle diese negativen faktoren, so klein
sie für sich auch sind, addieren sich auf und dann ist die
bildqualität deutlich gesunken.

dem einen ist's egal, hauptsache er kann spechteln und
sieht einigermaßen was, der andere muß alles bis ins letzte
detail perfektionieren und ist erst dann glücklich.
jeder eben wie er will, solange man dabei die realität
vor augen behält und sich der unterschiede bewußt ist.

wie auch immer, genial wäre ja, wenn man durch kurt's arbeiten angeregt,
schon bald sehr gute newtons mit ab werk eingebauten
und optimierten lüftern bekäme. auch die innenschwärzung ist,
sowohl bei GSO, wie auch bei Synta, noch stark verbesserungswürdig und
zumindest gegenüber dem OAZ gehört eine reihe von blenden rein.
der OAZ selbst muß auch noch stabiler werden. jetzt werden viele
denken, dann kostet das teil erst wieder soviel wie ein intes.
falsch! massenfertigung erlaubt solche verbesserungen auch ohne
preisanhebungen. Meade und Celestron beweisen das schon sei langem.

das wäre ein wahrer grund zum feiern. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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