Bino aus Borg 45ed oder 50ed?

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Vergil

Aktives Mitglied
Hallo
Länger nicht mehr hier gewesen ;o) Leider kam eine Scheidung zwischen mich und mein Bino so das ich das ganze verschieben musste. Da das ganze mit einem wohnungswechsel verbunden war möchte ich mir jetzt doch lieber einen kleinen transportableren bino bauen und habe da an die mini borgs gedacht. der tubus für den 40ed und 50ed sind ja beide durchmesser 54mm. müsste also ohne amiciprismen gehen... jetzt meine fragen. der 50er ist ja nen f/10 während der 45er f/7,2 hat. mit dem williams swan 40mm mit 70° scheinbarem Gesichtsfeld würde sich für den 50er nen wahres Gesichtsfeld von 5,6° ergeben, beim 45er von 8,6°. welches fändet ihr für nen bino besser geeignet und sind 2" Okulare binomässig überhaupt möglich? danke euch im vorraus für eure antworten ;o)
 
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Korrektur: Der 45ed ist ein f/6.6 mit 300mm Brennweite. demnach wäre das nen Gesichtsfeld von 9,3°!
 
Hallo,

warum so kompliziert? Es gibt doch auch gute Ferngläser fertig zu kaufen...

Ich kann das Fujinon FMT-SX 7x50 oder 10x50 sehr empfehlen... oder für den größeren Geldbeutel ein Miyauchi 20x77.

Grüße Klaus
 
will damit auch planeten, mond und sonne beobachten. deswegen will ich ein bino mit wechselokularen. ausserdem 2" okus wären schon schnuckelig und das gesichtsfeld wäre auch extrem...
 
Hallo,

wenn du ein wirklich gutes Bino mit Wechselokularen suchst, schau mal hier vorbei. Sicher nicht günstig, aber gut.

Viele Grüße

Carsten
 
ich mag aber ein sehr kleines, verhältnismässig leichtes und gut transportables bino- eines das man kurzzeitig auch freihändig halten könnte, zB für terrestrische beobachtungen... irgendwie mag keiner die idee eines 45er ed-binos mit wechselokularen...
 
Hallo Marco,
irgendwie mag keiner die idee eines 45er ed-binos mit wechselokularen...

Ich schon. Nur im Handel gibts sowas nicht. Ich habe von eine Forumteilnehmer sowas gesehen aber ohne wechselokulare. Es war ein 90 grad 10x50. Diese Forummitglied heißt Nirosta glaube ich und er ist Bastler auf diese gebiet.

So eine kleine 45 ed Borg oder 50 er Borg interessiert mich auch als Fernglas. Wie du geschrieben hast kann mann so eine 90 grad Fernglas, überall mitnehmen sogar Vögel beobachten ohne Hals verrenken oder ohne schultern müde machen (lange zeit).

Ich habe mit einem 8x50 sucher (aufrichtige und seitenrichtige blick) monate lang krähe und ringtaubenpaar nest beobachtet. Aber die haben ihre nest diese jahr bischen weiter gebaut. 8 fach reicht nicht mehr. Mindestens 15 fach sollte man haben. Da ist deine idee sehr gut.

Mit freundlichen Grüßen
Cihan
 
freut mich das die idee jemanden gefällt ;o).die wohl günstigste variante wäre da das borg 50ach mit f/5. Mit nem 25mm WA Okular hat man dann nen 10x50 mit 70° scheinbares gesichtsfeld und 7° wahren gesichtsfeld. oder für dich zB. das Hyperion 17mm dann hast knapp deine 15x50 mit 68° und 4,6°. vielleicht könnte man sich auch zusammentun wenn du dir auch sowas bauen willst ;o) Ich hab mal zusammengerechnet das mich die 2 optiken mit zwei William 2" Zenitspiegel (97%) zusammen knapp über 500 Euro kosten (alle teile aus Amerika). Ist doch ziemlich günstig für ein Fernglas das das alles kann ;o)
 
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Hallo Marco,

also, wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest Du Dir einen Doppelrefraktor aus zwei Mini Borgs bauen und das ganze soll:

(1) für Planeten, Mond und Sonne taugen

(2) für terrestrische Beobachtungen verhältnismäßig leicht, kurzfristig auch freihändig gehalten werden

(3) Wechselokulare haben, wenn möglich auch 2"

Das ist aber eine Sammlung von sehr widersprüchlichen Anforderungen, die Du kaum unter einen Hut bringen wirst.

Also vorab möchte ich mal behaupten, dass eine Optik, die so kurz und leicht ist, dass sie bei niedriger Vergrößerung noch freihändig eingesetzt werden kann, von vornherein zu mickrig ist für Planeten. Da werden Dir auch die besten Wechselokulare keine Freude bereiten. Oder umgekehrt folgt daraus, dass Du eine planetentaugliche Optik wegen der erforderlichen langen Brennweite niemals freihändig einsetzen kannst.

Ich kann mir auch nicht gut vorstellen, wie Du eine Doppeloptik mit 500 mm Brennweite auch nur für einen kurzen Moment freihändig bewältigen könntest. 300 mm mag da vielleicht noch gehen, aber selbst das ist grenzwertig, wenn man bedenkt, dass Du für terrestrische Anwendungen ja noch Prismen oder Spiegel zur Bildaufrichtung brauchst. Für 2" wird das dann schon ziemlich aufwendig und kostspielig, da würde ich wegen der Aberrationen auch keine Prismen, sondern nur noch Spiegel einsetzen.

Wie willst Du denn die Bildaufrichtung erreichen? Mit einfachen 90° Zenitspiegeln oder Prismen, also rechts/links seitenverkehrt, oder was schwebt Dir vor? Und wie soll der Augenabstand eingestellt werden, mit einer Knickbrücke zwischen den beiden Röhren, wie bei einem Fernglas, oder über das Prismen bzw. Spiegelsystem, wie z.B. bei den Binoptics? Zu prüfen wäre insbesondere auch, ob der verfügbare backfocus dafür ausreicht.

Dann musst Du auch noch bedenken, dass Du die beiden optischen Achsen präzise zueinander ausrichten musst. Das kann man natürlich alles leisten. Du solltest Dir aber von vornherein im klaren sein, worauf Du Dich da einlässt.

Also nochmal, ich sehe erhebliche Widersprüche in Deinen Wünschen, die Du erst mal aussortieren solltest.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Hallo
Danke erstmal für das ausführliche posting. Dann werde ich das jetzt mal präzisieren. Habe mir nach längeren hin und her überlegt den Borg 50ach mit f/5 zu nehmen also mit 250mm Brennweite. Auf 2" will ich verzichten und nehme, wenn das mit dem Backfocus hinhaut, die william optics umlenkspiegel 90° ansonsten den von borg mit helicalfocuser. Der ist schön klein und leicht. Primär will ich Großfeld beobachtungen machen, daher Weitwinkelokulare mit 25mm. Planeten, bzw. Mond oder Sonne will ich nur sekundär beobachten und denke da auch nur an eine maximale Vergrösserung von 100x mit Weitwinkelokularen zB. von Hyperion. Dazu würde ich noch die Fringe Killer von baader nehmen. Die Pläne aus den beiden ein Bino zu machen stehen schon und werden aus Alluminium gefertigt werden wegen der Leichtigkeit. Will ein Rohr fixieren und das zweite dann verstellbar machen. Aber für Ideen und Tipps bin ich natürlich immer offen ;o) Das terrestrische Beobachten wäre nebensächlich und da reicht mit das aufrechte seitenverkehrte Bild der 90° Umlenkspiegel. Eventuell würde ich irgendwann noch nen Amiciprisma dazu kaufen wenn ich sehe das ich es brauche. Verwendet werden wird das ganze mit einem Binochair der auch sehr transportabel sein wird. Hoffe jetzt ist es alles ein wenig klarer ;o)
 
Habe mir nach längeren hin und her überlegt den Borg 50ach mit f/5 zu nehmen also mit 250mm Brennweite.

Hallo Marco,

das wird dann also ein Bino-Sucher mit 90° Einblick und Wechselokularen. Ist eine interessante Idee, an der was dran ist, jedenfalls für Großfeld, Mond und Sonne, zumal es nichts entsprechendes auf dem Markt gibt. Ob Du damit wirklich Spaß an Planeten haben wirst und bis 100x gehen kannst, würde ich bezweifeln, aber mit Wechselokularen kannst Du ja von Fall zu Fall ausprobieren, was noch geht.

Wenn Du das zusammengebaut hast, erzähl uns doch mal mehr darüber.

Weiterhin viel Spaß damit,
mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Berichten tue ich auf jeden Fall. Bino-Sucher klingt irgendwie abfällig... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" /> Ich freue mich schon darauf wenn ich es ausprobieren kann. Bis dahin hab ich ja noch Zeit mir Gedanken über verschiedene Varianten zu machen.
 
hallo vergil,

ich mach mir das jetzt mal einfach und verweise auf folgendes Bild:
http://www.page.sannet.ne.jp/mazmoto/okada.jpg

zu beziehen sind die umlenkspiegel bei:
http://www.page.sannet.ne.jp/mazmoto/index-e.htm

je nach ausführung der EMS brauchst die optiken nicht zueinander verstellen um den Augenabstand zu ändern(Helical im Zwischenstück). Der nachteil des großen abstandes der optiken ist natürlich der vergrößerte Objektabstand im gegensatz zu "normalen" Ferngläsern.
Habe ähnliches vor, nur mit anderen Optiken, dafür brauchts aber noch ein wenig geld.

oli
 
Hallo, an alle,

seit dem ITV habe ich das letzte Miyauchi 20x77. Ein tolles Glas, aber: bei 20x und mit Wechselokularen 30x ist es Spitze am Mond. Planeten sind und bleiben Pünktchen, bei Saturn halt länglich verzogen. Mehr ist nicht.
Zum Thema freihändig: ein 45 Grad Glas hält keiner mehr freihändig. Das geht nur mit Geradeeinblick. Zudem sind 20x schon aus der Hand kaum oder garnicht möglich.

Da es derzeit kein Glas mit 45 Grad gibt, abgesehen von diversen schlechten Chinesen, finde ich die Idee mit 2 kleinen Refraktoren sehr gut. Auf dem ITV waren einige zu sehen und der An- sowie Durchblick war überzeugend.
Soweit ich weiß, bietet für den Selbsbau BW-Optik Prismen im Alukörper dafür an. Zumindest hatten sie diese vor 2 Jahren.

Gruß
Winfried
 
Hallo Winfried,

...seit dem ITV habe ich das letzte Miyauchi 20x77. Ein tolles Glas, aber: bei 20x und mit Wechselokularen 30x ist es Spitze am Mond. Planeten sind und bleiben Pünktchen, bei Saturn halt länglich verzogen. Mehr ist nicht.

Ich habe ein Miyauchi 15/22x60 und meine Erfahrungen sehen teils anders aus. Die größeren Planeten wie Jupiter, Saturn und Venus sind eindeutig Scheibchen und keine Pünktchen. Bei Venus ist die Phase sichtbar. Bei 15-fach ist Saturn länglich und bei 22-fach eindeutig der Ring sichtbar. Bei der Saturnbedeckung am 22. Mai konnte ich wenigstens den Austritt im 22x60 bestaunen. Selbst bei 22-facher Vergrößerung war gut zu erkennen, wie die erste Ringhälfte hinter den Mondrand auftauchte. Die Beobachtung im kleinen Miyauchi war einfach genial.
 
Hallo Ralph,
natürlich hast Du recht, die großen Planeten sind sichtbar. Aber ich bin halt mal vom meinen "echten" Astrogeräten verwöhnt. Im 10x50 ist kaum etwas zu sehen und ich hatte mir bei 20x schon etwas mehr vorgestellt. Die Venusphase ist auch schon im 10x50 sichtbar, wenn man filtert. Ansonsten überstrahlt sie zu stark. Da ich den Saturntransit fotografiert habe, benutzte ich als Sucher das Miyauchi, um den Eintritt feststellen zu können. Den genauen Austritt hatten wir leider verpaßt, da eine dicke Wolke sich dieses Schauspiel wohl aus näherer Position anschauen wollte... Als Saturn wieder freigegeben wurde, stand er ganau neben dem Mond, messerscharf daneben. Daher haben wir die 3-6 Sekunden verpasst, die dieses Schauspielt ausmachten!

Gruß
Winfried
 
Hallo Winfried

und auch andere Miyauchi 20x77 -Besitzer: ich finde die Qualität des 20x77 leider nicht ganz so gut. Vorher hatte ich ein 15x60 bzw 22x60. Da war die Abbildung echt knackscharf, und der Saturnring zB im 22er schön abgrenzbar. Im Vergleich dazu ist die Detailerkennung im 20x77 schlechter, das Bild eher verwaschen. Auch der Mond hat mehr Farbe am Rand. Also: leider (zumindest bei meinen Geräten) ist das 20x77 nur in der Öffnung (und wohl bei lichtschwächeren Objekten), aber nicht in der Bildqualität ein Gewinn.

Viele Grüße
Wolfgang
 
Hi Wolfgang,
Deine Aussagn stimmen mit dem überein, was ich von diesen beiden Gläsern gehört und auch gesehen habe. Das kleinere ist besser. Allerdings habe ich ein "ausgesuchtes" 20x77, es war Martin Birkmaieres persönliches Glas, also auch ein Demo von Miyauchi. Da es diese Gläser derzeit nicht gibt, hat er meinem "dringendem" Wunsch entsprochen und es mir überlassen. Daher kann meines wohl etwas besser sein als der Schnitt. Leichte Farbsäume am Mond habe ich aber trotzdem.

Martin ist derzeit dabei, ein 30x Okularpaar selbst zu entwickeln, da Miyauchi bekanntlich ja derzeit nicht liefern kann. Der erste Eindruck auf dem ITV war absolut überzeugend! M muß nur noch was an der Hülse ändern, die war zu klein und die Okus steckten nicht richtig drin. Aber es war ja auch erste der Prototyp.

Gruß
Winfried
 
Hallo Winfried,

herzlichen Glückwunsch zum Miyauchi! Ich habe das 15/22x60er (benutzt wird fast nur 22x60), das 77er hat mich nicht ganz so überzeugt, aber auch ein feines Glas.

Gruß
Adson
 
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