Beobachtung: Nordamerika Nebel mit dem 130er Binoptic
Vor ein paar Wochen hatte ich unter einem halbwegs dunklen Sauerlandhimmel auf 770m Höhe und sehr guten Beobachtungsbedingungen den im Zenit stehenden Nordamerika Nebel angesteuert. Wow, bis dahin ist er mir noch nie so klar umrissen unter die Augen gekommen. Bis zum Rand hin scharf begrenzt und mit den 24er Panoptic und dem maximalen Bildwinkel sehr gut erfassbar. Ich glaube, an dem Abend bin ich mindestens eine Stunde auf dem Objekt geblieben, ohne abzusetzen.
Wie ja die meisten unter uns wissen, ist gerade dieses Objekt nie leicht zu beobachten. Entweder ist der Nebel zu lichtschwach, der Himmelshintergrund zu hell, das normale Fernglas zu "schwach" oder im Zenit-Bereich mit Genickstarre verbunden oder der Bildwinkel des jeweiligen größeren Instruments zu klein. Für das 130er Binoptic gehört das Objekt aber zu seiner Königsdisziplin. Vor allem wegen der feinen Strukturen im Randbereich und auch schon wegen der vielen eingebetteten Sternhaufen, die sich ebenfalls fantastisch auflösen lassen. Und man muss noch nicht einmal großartig suchen. Es springt einem einfach ins Auge, so klar sind die nebligen Ausläufer von der Umgebung begrenzt. Wohl gemerkt bereits ohne Nebelfilter!
Grüße, Amin