Bitte um Rat - 2. Beobachtungsnacht

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RoStMu

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Hallo,

habe gerade meine insgesamt 2. Beobachtungsnacht mit meinen Teleskop hinter mir. Naja, von Nacht kann zwischen 18.00 Uhr
und 19.30 Uhr ja eigentlich noch nicht die Rede sein - aber mehr lies das Wetter hier leider nicht zu. Wäre spitze, wenn ihr eure Meinunge, Tipps, Anregungen usw. anbringen könnten.

Zuerst mal das Technische:

Teleskop: 203mm/1200mm GSO 680 als Dobson mit BK-7 Spiegel
Okulare: 32mm und 9mm (1,25")
Ort: Baden-Württemberg - etwas südlich der Schwäbischen Alb
Zeit: 22.12.2003; 18.00 Uhr - 19.30 Uhr

Nachdem ich mich gestern ebenfalls wetterbedingt mit dem Erfolgserlebnis, M57 in der Leier gefunden zu haben, zufrieden geben musste, sollte es heute eigentlich für mehr reichen. Vorgenommen habe ich mir M31 (Andromeda), nochmals M57 (Ringnebel), die Plejaden und die Hyaden, M42(Orion), M35 (Sternhaufen in den Zwillingen), NGC 2392 (Eskimo-Nebel) und den Saturn.

Mein erstes Beobachtungsobjekt sollte dann kurz nach 18.00 Uhr tatsächlich M31 im Sternbild Andromeda sein.
Erstaunlicherweise habe ich die Galaxie sehr schnell gefunden - was sicherlich auch daran lag, dass sie im 8x50-Sucher bereits leicht zu erahnen war. Der noch nicht ganz dunkle Himmel (er sollte es an diesem Abend auch nicht mehr werden) lies leider keine tollen Kontraste zu. Mein Standort befand sich auf dem Balkon in einer 6.000 Einwohner Stadt, während sämtliche Nachbarn ihre Weihnachtsbeleuchtung auf voller Leistung laufen hatten und die Straßenbeleuchtung schon eine deutliche Lichtglocke versursacht. Hab zwar noch nie einen Grenzwert bestimmt - aber an Hand der Sichtbarkeit bzw. Unsichtbarkeit bestimmter Sterne und deren Helligkeit würde ich auf eine Grenzgröße von ca. 4,5 bis max. 5 tippen. Also zurück zu M31. Zu sehen war anfangs ein difusen Wölkchen mit einem hellen Zentralstern. Nach ca. 10 Minuten Beobachtungsdauer in meinem 32mm Okular (im 9er bekam ich es irgendwie nicht scharf. Warum?) konnte ich ein immer größeres Wölkchen sehen. Der Zentralstern war relativ hell und auch scharf - allerdings war das Wölkchen eher undeutlich und keinesfalls in irgendeiner Hinsicht in Sterne ,,aufgelöst". Mit Sicherheit lag es zum Teil auch am noch dunkelblauenHimmelshintergrund. Trotzdem wars faszinierend.

Dann ein kurzer Schwenk zu den Plejaden und den Hyaden im Sternbild Stier. Vor allem die Plejaden sind schon nett zu
beobachten - auch wenn sie wirklich nichts besonderes sind. Selbiges gilt mit Abtsrichen auch auf die Hyaden zu.

Dann weiter zur Leier und nochmals zu M57, dem Ringnebel. Heute war er deutlich schneller zu finden als gestern. Im 32er Okular zeigte sich ein dufuses kleines Fleckchen, in dem man mit etwas Phantasie ein Loch erkennen könnte. Leider auch dieses Objekt nicht ganz scharf und deshalb detaillarm. Auch im 9er Okular ging eigentlich nicht viel mehr. Nur das Loch war vielleicht mit etwas weniger Phantasie zu erahnen. Alles in allem könnte es aber durchaus durch ein eher ,,bescheidenes" Seeing erklärt werden - hoffentlich! Trotzdem, für ein paar Minuten faszinierend.

Da Orion gegen 19.00 Uhr noch nicht aufgegangen war, mussten die Zwillinge herhalten. Hier war natürlich Saturn schön mit bloßem Auge als heller Stern sichtbar (manchmal glaube ich, man kann die Ringe mit bloßem Auge sehen :-)). Im 32er Okular machte er dann auch ne kleine, aber scharfe Figur. Er war klar orange angehaucht. Ich frage mich nur, wie ich die Monde an so einem Planeten zwischen all den anderen Sternen im Hinterrgund jemals erkennen soll. Dann das 9er ausprobiert. Oje! Zwar ein deutlich größerer Saturn - aber wie unscharf. Das Bild war am flackern und zittern ohne Ende! Es sah so aus wie im Sommer die heißen Straßen, wenn man denkt, es wäre eine Wasserpfütze in der Ferne. Von einer Cassini-Teilung möchte ich an dieser
Stelle gar nicht sprechen. Dann noch von meinem Cousin ein ausgeliehenes 6mm Okular (0,96" mit Adapter) ausprobiert.
Etwas größer natürlich als im 9er - aber die Unschärfe. Schade eigentlich, hatte mich so auf den ,,Kleinen" gefreut. Hoffentlich liegts wirklich am Seeing!!!

Eigentlich sollte jetzt noch der Eskimo-Nebel und M35 herhalten. Aber aufkommender Dunst und die Lichtglocke machten eine Navigation unmöglich. Orion war gegen 19.20 dann zwar aufgegangen. Aber auch hier machte sich Dunst breit, so dass M42 mit bloßem Auge gar nicht mehr erkennbar war. Bis das Sternbild dann über den Bäumen stand war es nach 19.30 Uhr und Wolken hatten es so gut wie komplett verhüllt.

Alles in allem eine zwiespältige Beobachtungsnacht. Natürlich war es faszinierend und hat (trotz der Kälte) auch Spaß gemacht. Vor allem von den Galaxien wie M31 habe ich mir aber schon deutlich mehr versprochen (lags am Seeing oder geht mit dem Teleskop nicht mehr???)! Vor allem wenn man bedenkt, dass die anderen Galxien ja auch nicht größer und heller sein werden als M31 - selbiges gilt natürlich für alle DeepSky-Objekte, welche ich bevorzugt beobachte. Auch von Saturn war ich zwar nicht
begeistert, hier weiß ich allerdings, dass mit dem 8"-Spiegelteleskop mehr gehen wird. Hab ihn nämlich neulich durch ein 76mm-Speiegleteleskop beobachtet (bei guten Bedingungen während der Mondfinsternis) und sah ihn damals so scharf wie heute. Bleibt die Hoffnung auf besseres Wetter und der Vorsatz, beim nächsten mal einfach ein paar Minuten aus der Stadt raus auf die Schwäbische Alb, und somit aufs dunkle Land, zu fahren.

Würde mich sehr freuen, wenn ich eure Meinungen und Ratschläge dazu geben könnten! Vor allem bezüglich meiner geschilderten ,,kleineren" Problemchen. DANKE!!!

Gruß

Rolf
 
hallo,

1. rat:

fahr raus mit dem teil, auf nem balkon umgeben mit weihnachtsbeleuchtung is sowas kein genusz.

2.
plejaden und hyaden nix besonderes??? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />
ich bin empört. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />
da kann man mal sehen, in wieweit die ansprüche schon gehen. die plejaden sind einer der schönsten offenen haufen des nordhimmels, im winter einer der prachtexemplare. die hyaden sollte man auch nich mit so einem riesen teil beobachten, ein opernglas oder feldstecher wirken da wahre wunder. dasselbe gilt für das siebengestirn, auch dafür eignen sich kleinere geräte wesentlich besser, womit mal wieder bewiesen is, dasz ein kleines gerät manchmal gar nich so übel is wie uns manche hier immer verkaufen wollen.

nich persönlich nehmen meine etwas harsche kritik, aber ich kann es nich leiden, wenn man schöne objekte einfach so runterstempelt.

viele grüsze

dieter
 
So hab ichs ja nicht gemeint. Der richtige Ausdruck wäre vielleicht ,,unspektakulär" gewesen. Immerhin hab ich die Plejaden sicherlich knapp 10 Minuten angeschaut! Natürlich sind schön anzusehen in ihrer leicht bläulichen Farbe. Sorry <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
der richtige ausdruck wäre "fantastisch" gewesen. als ich vor über zwanzig jahren mit dem beobachten anfing, konnte ich es gar nich erwarten, bis endlich winter is. ich hatte vorher bisher nur in büchern von den plejaden gelesen. als ich dann diesen haufen zum ersten mal sah, war ich hin und weg, ein wahnsinn, was sich da am himmel befindet. im teleskop offenbarten unendlich viele sterne, die alle so beisammen waren. ich stellte mir damals schon vor, wie es wohl sein würde, wenn dort jemand einen himmel erleben würde, der müszte unendlich viele sonnen am himmel sehen können. ich freue mich daher immer, wenn ich diesen haufen am himmel erblicken kann, hab sogar schon ne zeichnung davon gemacht. das mag alles sehr abenteuerlich klingen, aber so geht bei mir eine beobachtung von statten, ein objekt in seiner fülle zu genieszen.
 
Mal überschlagsmässig dürftest Du ein Gesichtsfeld von 1 bis 1,5 Grad haben. Damit sind die Plejaden tatsächlich nicht sooo spektakulär. Die sind besser, wenn leerer Himmel drumrum ist. Eher ein Fernglas-Objekt oder eines für kleine bzw. recht kurzbrennweitige Teleskope (>= 3 Grad Gresichtsfeld). Die Hyaden kann man eigentlich nicht als Teleskopobjekt bezeichnen, die gehen eigentlich nur noch im Fernglas. Ansonsten: Mit hoher Wahrscheinlichkeit war das Seeing miserabel, eventuell das Teleskop nicht richtig ausgekühlt und vielleicht auch eine Warmluftströmung auf Deinem Balkon. Unbedingt auf's freie Feld. Objekte für diesen Winter: Offene Sternhaufen und Orionnebel nebst den präsenten großen Planeten.
 
Hi Rolf,
ich denke mal Du hat das schöne Gerät nicht bis kaum auskühlen lassen.
Das ist gerade im Winter das A und O , wenn Du gute Ergebnisse willst.
Auch die anderen Bedingungen fördern nicht gerade den Beobachtungserfolg.
Kurzum laß die Röhre mal richtig auskühlen. Das kann jetzt durchaus ne Stunde dauern. Und wenn möglich nicht direkt vom Balkon oder so aus. Ein paar Meter in den Garten hilft schon.
Ich stelle mein Scope im Winter meist ne gute halbe Stunde vorher raus und gehe dann etwas weg von Haus in den Garten, wenn ich nicht fahren will.
Die genanten Sternhaufen sind zu groß im Sinne von Durchmesser um wirklich gut in diesem Gerät rüberzukommen. Da ist ein 80/400 Refraktor oder gar ein Fernglas das geeignetere Gerät.
CS
 
Hallo Rolf,

Deine Trauer ist verständlich, hast es Dir nicht leicht gemacht mit der Wahl Deines 1. Teleskopes und dann das.

Lass Dich nicht entmutigen, m.M. nach hast Du noch nicht die optimale Okularauswahl. Auch muß die Umgebung stimmen. Also was Dir hier im Board alle raten, nimm es zu Herzen und erwarte nicht den Boah Eeh Erfolg am ersten Tag!

Also cool bleiben, nicht selber unter Druck setzten. Deine perfekte Nacht kommt so automatisch wie das Amen in der Kirche, glaubs mir.

CS
Dietmar
 
Danke mal bis hierher für eure Tipps,

also das Gerät hab ich eigentlich schon 30-45 Minuten auskühlen lassen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich vor allem von M31 wohl einfach zu viel erwaret habe. Dass der Randbereich, also das Wölkchen, nicht aufgelöst wird, ist ja klar! Wenn ich das Gesehene mit den Bildern von M31 im Forum und so vergleiche, dann muss ich (nachdem ich ne Nacht drüber geschlafen habe) sagen:

Eigentlich gar nicht so schlecht!

Hier im Forum hat jemand auf folgender Seite:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=aktubild&Number=129011&page=2&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=1

ein Bild von M31 gepostet. Das ist schon ziemlich nah an dem, was ich gesehen habe. Natürlich waren bei visueller Beobachtung keine Farben zu sehen - alles grau.

Also Danke für die Tipps
 
Ciao Rolf,

Galaxien brauchen wirklich dunklen Himmel. In der Stadt wird dies NIE ein Genuss sein. Du solltest abseits aller Lichter beobachten, dann wirst Du in M31 auch dei Staubstreifen sehen und erst mal wahrnehmen wie gross Andromeda wirklich ist. Das Problem mit M31 ist allerdings auch die Grösse - das Ding wirk diffus und kontrastlos, eben weil sie das ganze Gesichtsfeld ausfüllt und man den Unterschied zum umgebenden leeren Himmel gar nicht richtig sieht. Andere Galaxien sind (weiter weg) kompakter und zeigen dennoch einige Details (M81/82 z.B. mit Staubstreifen, M51, M101 mit Mühe Spiralarme bei völliger (!)Dunkelheit). (PS: UHC nützt NICHT bein Galaxien !)

Für alles (Emmissions-) nebelige ist ein UHC-Filter wirklich SEHR zu empfehlen wenn Du öfter vor der Haustür (mit Licht aussen herum) beobachtest. Damit steigt der Kontrast bei fast allen Emmissionsnebeln deutlich an. Orion M42 ist noch kein Problem ohne Filter (mit Filter aber auch noch besser !), aber wag Dich erstmal im Sommer an Nordamerika-Nebel (oder etwas einfacher: Cirrus) - da wird's dann etwas schwieriger.

Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke mal bis hierher für eure Tipps,

also das Gerät hab ich eigentlich schon 30-45 Minuten auskühlen lassen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich vor allem von M31 wohl einfach zu viel erwaret habe. Dass der Randbereich, also das Wölkchen, nicht aufgelöst wird, ist ja klar! Wenn ich das Gesehene mit den Bildern von M31 im Forum und so vergleiche, dann muss ich (nachdem ich ne Nacht drüber geschlafen habe) sagen:

Eigentlich gar nicht so schlecht!

die erwartungshaltung kann natürlich auch eine rolle spielen. man schaut da zu viel in büchern und denkt, das musz ja schön sein und dann die enttäuschung. du wirst mehr sehen, wenn du länger beobachtest. das auge musz ja auch ersmal darauf geschult werden, beim ersten oder zweiten mal erkennt man noch nich so viel.
und wichtig, rausfahren fernab von extremen streulichtern. ich selber konnte das gestern feststellen, da ich mit meinem fernglas ja auch raus war. drauszen M31 ein sehr heller fleck, dann bei mir zuhause, wo die weihnachtsbeleuchtung und sonstige lampen strahlen, ein mattes glimmen. die mühe, rauszufahren, macht ne menge aus.
dazu würd ich dir raten, ein fernglas zuzulegen, als ergänzung zum teleskop. dann werden auch so haufen wie die plejaden ein genusz.
was den sucher angeht, M31 kann man auch mit einem 6x30 sucher sehen.
was ich gut fand, dasz du dir ersmal nich so schwere objekte aufgesucht hast. bei offenen haufen, versuch es doch mal mit den fuhrmannhaufen M36, M37 und M38, da könnte mit deinem teil mehr möglich sein, da diese in kleinen geräten nur als neblige gebilde zu sehen sind.
ansonsten, nich entmutigen, sondern weiter versuchen, is noch kein meister vom himmel gefallen.

viele grüsze

dieter
 
Hi,

das kommt davon. Gleich der Acht-Zöller als Einsteigerteleskop.
Ich sag immer wieder: ein Anfänger sieht in einem 8-Zöller net mehr als
in einem 4-Zöller. Aber das hilft halt nix. Nun hast Du ihn.
Mach aber jetzt net den Fehler, sofort nach 12,5" zu gieren. Ein 8"-Spiegel
ist eigentlich schon eine mehr als nur stattliche Optik.
Woran liegts nun? Zum Einen: Ein 32er und ein 9er Okular, der Sprung dazwischen ist Viel zu groß. Ein 32er ist ein Übersichts- und Aufsuchokular.
Ein 9er schon ein höher vergrößerndes deep-sky-Okular. Ich rate Dir dringendst, dir noch ein 26er und ein 17er zu holen für den Anfang.
Dein seeing war wohl wirklich bescheiden, wenn der Saturn so tanzt, ist das nicht weiter besorgniserregend. Aber M57 erkennt man schon im 70mm Refraktor gut als Ring! Hier war wohl eindeutig zu viel Dunst in der Atmosphäre. So wie Du es beschreibst, würde ich - aus meiner persönlichen Erfahrung - die Grenzgröße bei 4mag0 ansetzen - und da machts wirklich keinen Spaß.
Also: wart auf bessre Bedingungen, das geht auch aus der Stadt raus deutlich mehr! Und bau Dir einen feiner abgestuften Okularsatz auf. Der Okularsatz ist so wie die Getriebeabstufung beim Auto. Und Du hast hier etwa den 1. Gang (32) und den 4. Gang (9mm). 2,3 und 5 fehlen.

VIel Spaß noch mit Deinem Teil - zweifel nicht an Deiner Optik! Das sehen muß man über JAHRE(!!!!!) trainieren.

Gruß & frohes Fest (für Okulare ists ja leider schon zu spät)

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - [COLOR="1070FF"]OBSERVATORIUM[/color]

Markus A. R. Langlotz
Vilsweg 2b
D-93073 Neutraubling

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory at freenet.de






 
Nun,

ich bin eigentlich SEHR zufrieden mit der Optik und bereue auch keinesfalls meine Investition! Ich würde doch sagen, dass ich mich in den vergangenen Monaten hier im Forum, auf diversen Seiten, in Sternwarten und Büchern ausreichend darüber informiert habe und letztendlich den RICHTIGEN Griff für meine Verhältnisse getan habe!

Wie man allerding sieht - die Realität lässt sich nur schwer beschreiben. Das heißt aber nicht, dass ich enttäuscht bin! Keinesfalls. Im Gegenteil - ich hatte nur Angst, dass das Problem an der Optik liegen könnte. Von meinem bisher verwendeten 76mm-Newton (geliehen) war ich solche Seeing-Abhängigkeiten einfach nicht gewohnt und hab das unterschätzt. Und mal ehrlich: Ich habe M31 fast 20 Minuten ununterbrochen begeistert angeschaut - und zwar bei dunkelblauem, kontrastlosem Stadthimmel. Sicher will ich bei M57 mehr sehen - aber ich glaube inzwischen wirklich, dass über Nachbars beleuchtetem Wohnzimmer und dessen rauchendem Kamin (die beiden Sterne der Leier, zwischen denen M57 liegt, waren in diesem Himmelsausschnitt gerade noch mit bloßem Auge sichtbar) einfach nicht mehr möglich ist - auch nicht im 4"-Refraktor.

Sorry, aber meine Prämisse liegt nun mal eindeutig auf DeepSky-Beobachtung. Und da denke ich, war meine Wahl für meine finanziellen Verhältnisse als Student gar nicht so schlecht.

Versteh mich nicht falsch, aber muss mich halt rechtfertigen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Trotzdem allen ein besinnliches Fest

Rolf
 
Achso, wegen den Okularen. Natürlich werd ich mir mit der Zeit noch ein paar zulegen. Ist eben auch eine Frage des Geldes. Spontan dachte ich an folgendes:

1. 2x Barlow-Linse (aus 32 und 9 werden dann noch 16 und 4,5)

2. Ein 25"-Okular (1,25")

3. Ein 2"-Okular. 40mm?

Oder was meint ihr?
 
Hi Rolf,

laß Dich nicht verwirren, Deine Entscheidung war sicher richtig! Du wirst, den nötigen Ernst vorausgesetzt, mit zunehmender Zahl der Beobachtungsnächte schon lernen, worauf es ankommt!(Sehen und! dunkler Himmel)
Allenfalls mit dem Ringnebel hast Du vielleicht nicht ganz optimal entschieden; den würde ich mir für den kommenden Frühling und Sommer aufheben!
Versuch mal h und chi, oder suche z. B. mal in der Casiopeia nach NGC 457,7789 und M52. Das ist schon recht beindruckend. Natürlich auch die 3 Fuhrmannhaufen, wie es schon vorgeschlagen wurde. Unbedingt zum Besuchsprogramm gehört jetzt auch M 42!
Mit Deiner Oku- und Barlow- Kombination liegst Du meines Erachtens ganz gut.

Ein Frohes Fest und viele klare Nächte wünscht

Wolfgang
 
Ich sag's immer wieder: Anfänger kauft Euch einen 6" oder 8" Dobson. Endlich mal einer der's auch tut! Vielleicht siehst Du nun nicht mehr als mit 4", aber sicher auch nicht weniger ... mit rauchenden Kaminen hatte ich auch schon zu tun - da hilft nur umziehen.
 
Ich gelte selbst noch als Einsteiger und habe das selbe Gerät wie du. Erst meine letzten paar Beobachtungen waren wirklich sehr schön. Ich denke das zeigt, welch "Arbeit" da dahinter steckt, mit so einem Gerät Erfolgserlebnisse zu erzielen. Mein Tip: Kauf dir ein 20mm Plössl. Mittlerweile ist das mein Lieblingsokular geworden. Am Anfang dachte ich auch, je größer desto besser, aber immer öfter tauschte ich dann das 9mm oder 6mm Oku gegen das 20mm aus und ich war viel zufriedener. Zur Auskühlzeit: Ich stelle den Dob meist raus und schau mir dann einen Film an. Das sollten dann so 1 1/2 bis 2 Stunden sein. Ich denke das ist zu der Zeit optimal.
Und immer schön Geduldig sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Juhuuuu <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Den ganzen Tag hatten wir also tollsten Sonnenschein ohne ein Wölkchen am Himmel. Jetzt ist es kurz vor 17 Uhr und ich sehe noch immer keine Wolke. Im Gegenteil, vom Balkon aus lassen sich sogar die Alpen erkennen. Werde wohl so gegen 18 Uhr raus aufs ,,lichtfreie" Land auf nen abgelegenen Grillplatz fahren und beobachten. HOFFE nur, dass das Wetter auch wirklich hält. In letzter Zeit kam nämlich immer so gegen 19 Uhr der große Einbruch - pünktlich zur Dunkelheit eben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

mfg

Rolf
 
Na dann viel Glück *daumen drückt*
Bei mir sieht es ähnlich aus und ich werd heute wohl auch weider raus gehen - kein einziges Wölkchen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
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