Bohrungen für Fangspiegel-Spinne

sterne-jaeger

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Hallo zusammen,
ich muss an meinem Newton für die neu erworbene Fangspiegel-Spinne (es ist diese hier) neue Bohrungen in den Tubus machen, da ich sie im Vergleich zur bestehenden weiter nach innen verlagern will. Jetzt die Frage an euch: wie macht man das richtig?

Wenn ich es richtig verstanden habe, müssen die Bohrungen die folgenden Bedingungen erfüllen:
  1. Die Bohrungen müssen symmetrisch über den Tubus-Umfang verteilt werden.
  2. Sie müssen in einer Ebene liegen, die parallel zum Hauptspiegel ist.
  3. Die beiden senkrechten Bohrungen müssen mit der Achse des OAZ fluchten, wenn ich auf den Aufnahmen die Spikes exakt waagrecht bzw. senkrecht auf den Bildern haben will.
Insbesondere 3. ist für mich eine Herausforderung, da ich noch keine Ahnung habe, wie ich das hinkriege.

Wäre super, wenn ihr mir dabei helfen könnt. Ich würde ungern meinen schönen Carbon-Tubus unnötig perforieren...

LG
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

einen langen Streifen dünnes Papier (bspw. 5-10 cm breit) um den Tubus legen, ausrichten und etwas unter Zug mit Klebeband fixieren, so das ein Ring entsteht. Den Papierring abnehmen und so falten, das vier Kanten entstehen, die sind dann zueinander in Flucht, wenn sauber gefaltet.

Wieder über den Tubus schieben, das ist etwas kniffelig. Sauber ausrichten dann kannst du vier Markierungen zum Bohren übertragen.

Als Bezugspunkt am besten den vorderen Tubusabschluss nehmen.

Oder du hast / findest jemanden mit einem ausreichend großen Teilkreis, der den Tubus aufnehmen kann.

Grüße,
Alexander
 
Hallo Alex,
super, danke, das klingt sehr einleuchtend, damit schaffe ich 1. und 2.

Hast Du eine Idee, wie ich die Ausrichtung zum OAZ hinkriege? Hintergrund ist, dass die Spikes vor und nach dem Meridian-Flip sauber übereinanderliegen. Hier hatte ich in letzter Zeit Probleme, weil ich das Teleskop in den Rohrschellen leicht verdreht hatte. Die Folge war, dass die Bilder vor und nach dem MF nicht übereinandergepasst haben.

Jetzt habe ich es so gemacht, dass ich den Tubus mit den Schellen auf den Tisch gelegt habe und mit der Wasserwaage die Fangspiegel-Spinne ausgemessen habe. So habe ich es (vermutlich) gut hinbekommen. Allerdings muss ich feststellen, dass jetzt die Spikes nicht ganz senkrecht bzw. waagerecht laufen. Es scheint mir so, als ob aktuell die Spinne nicht sauber auf den OAZ ausgerichtet ist, sondern um ca. 5 Grad verdreht.

Das will ich mit dem neuen Setup vermeiden.
VG
Wolfgang
 
Du kannst dir den Papierstreifen so hindrehen, dass die obere Markierung mit dem OAZ bzw. dessen Mittellinie fluchtet.

Bedenke aber, dass du dann ggf. die Spinne etwas weiter vorn im Tubus platzieren musst bzw. mehr Abstand zw. Spinne und FS lassen musst, was wiederum den Hebel vergrößert, weil sonst im Zweifel der FS die Strebe berührt. Bei 45° Orientierung kann der FS ja nicht anstoßen, da ist Platz.
 
Hallo Wolfgang,
dein Punkt 3 ist doch von der Dreh-Position der Kamera abhängig.
Hiermit kannst du die Spikes auf deinem Bild immer Senkrecht und Waagerecht stellen.

LG Jens
 
Ja und nein. Die Spikes müssen auch nach dem Meridianflip übereinanderpassen. Und da ist es meiner Meinung nach nicht egal, oder?
 
Hi,
die Spikes in Relation zum Objekt sind abhängig davon, wie die Spinne zu RA und DEC steht, d.h. wie sie auf der Montierung sitzt (deswegen bewege ich meine Newtons nie in den Rohrschellen). Wenn dem nicht so wäre, könnte ich es vergessen, meine Sessions von vor zwei Jahren mit neuen zu stacken, da hätte ich, wenns von der Kamera-Drehung abhängig wäre, sehr viel Spikes um meine Sterne.
 
Ja logisch, hängt es von den Rohrschellen ab.
Hätte ich auch selber darauf kommen können.

Hatte mal einen Newton mit flacher Basis, da war dann nichts mit Spikes orientieren. Gut das kann man auch aus dem Blickwinkel, eine Aufgabenstellung weniger sehen ;)

aber ganz unwichtig ist das Thema eventuell trotzdem nicht, weil Drehung in den Schellen geht natürlich aber dadurch hat man je nachdem eine möglicherweise ungünstige(re) Kameralage.
 
Ganz genau das ist das Problem. Meines Wissens müssen die Spikes bei der Meridian-Stellung entweder auf 90 oder 45 Grad stehen. Alle anderen Positionen führen dazu, dass beim Wechsel auf die andere Meridian-Seite die Spikes nicht übereinanderpassen. Oder?
 
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