Bresser 102/920 FH Objektivzelle abschrauben

Bessels Stern

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Unverhofft bin ich zu einem ca. 20-30 jährigen Refraktor gekommen. Ich möchte ihn revidieren und wieder fürs Beobachten mit Gruppen einsetzen. Ein erster Blick auf den Mond sieht vielversprechend aus, die Abbildung zeigt eine gute Auflösung und der Fokus ist leicht zu finden. Das ganze war aber trotzdem ein bisschen "neblig". Auf der am weitesten innen liegenden Linsenfläche sind grosse Flecken zu sehen, welche ich nun entfernen möchte, wenn das möglich ist. Zu dem Zweck muss ich die Objektivzelle abschrauben. Da geht aber gar nichts, wenn ich die Metallfassung entgegen dem Uhrzeigersinn bewegen möchte. Vermutlich ist es ein von Meade hergestelltes Instrument, die Fassung hat 3x2 Justierschrauben. Weiter sind auf dem aus der Fassung herausragenden Teil 3 Madenschrauben. Auf dem Bild ist noch der Deckel drauf, die Madenschrauben sind darunter. Gibt es auf diesem Weg eine Möglichkeit, an die Linsen zu kommen? Danke für einen Tipp, was ich versuchen könnte.
Freundliche Grüsse, Heinz
IMG_20250429_145131.jpg
 
Zeig uns bitte Fotos, wo die Schrauben zu sehen sind!
Normalerweise besitzen diese Refraktoren entweder eine Kunststoff-Fassung oder eine aus Aluguß. Seitlich sitzen dann an der Objektivhalterung drei Kreuzschlitzschrauben, mit denen die Halterung am Tubus befestigt ist. Diese drei Schrauben kannst du rausdrehen, dann hast du meist auch schon das Objektiv in der Hand.
Weiter geht's dann normalerweise über einen Schraubring, der Linsen festhält. Danach hat man das Linsenpaket üblicherweise schon in der Hand. Dabei immer die Lage der Linsen zueinander markieren (!) - Bleistift am Rand - damit später alles wieder so zusammen geht, wie es vorher war.
Wenn du "Madenschrauben" entdeckt oder sogar Justierschrauben am Objektiv hast, wird's etwas schwieriger.
Aber dazu bräuchte man erstmal ein aussagkräftiges Foto von der Situation.
 
Jip, danke für das Riesen-Foto! :oops: Ich habe nicht so einen großen Moni und mußte mir das erstmal in einen geeigneten Bildbetrachter ziehen - aber alles klar...
Vorne am Objektiv sieht man ja schon mal den Schraubring, der das Linsenpaket hält. Seitlich sitzen die Madenschrauben, die dienen der Justage der beiden Achro-Linsen seitlich gegeneinander. Da bitte nicht dran rumschrauben, sonst wird es echt kompliziert.

Weiter hinten sitzt die dickere Kreuzschlitzschraube, daneben ein Loch wahrscheinlich zu einer weiteren Madenschraube. Das Ganze drei Mal. Diese sechs Bestandteile dienen der Justage des Objektivs kompett in Längsachse. Irgendwo weiter hin zum Tubus selbst ist dann die Verbindung Tubus / Objektivzelle. Wenn da keine Schrauben sind, dann ist der Objektiv-Apparat als Ganzes vermutlich an den Tubus geschraubt. Das findet man bspw. auch bei den Vixen-Refraktoren so vor.

Du kannst versuchen, das ganze Objektiv vorsichtig herunterzuschrauben, wenn du an die hintere Linse heran willst. Wenn das fest sitzt, ist eventuell sogar die Objektivhalterung am Tubus geklebt.

Die 3x2 Justageschrauben arbeiten ja nach dem Prinzip Druck und Zug. Hier könnte man theoretisch das Objektiv zerlegen, allerdings auf die Gefahr hin, daß man sich nach Wieder-Zusammenbau mit der Justage des Refraktors beschäftigen müßte. Aber an dem Punkt klinke ich mich da lieber aus.

Vielleicht fällt ja jemand anderes noch was besseres ein. So ohne das Teil selbst live in Augenschein zu nehmen, ist meine Diagnose hier beendet.
 
Das Objektiv in seiner Fassung konnte ich wie beschrieben abschrauben. Dann mit dem Blasebalg die verschmutzte Linsenoberfläche vom Staub befreien und mit der Reinigungsflüssigkeit aus dem Haus Baader und einem Brillenputztuch ohne Druck sauber machen. Es sind alle Flecken weg, einzig der eine oder andere Rand ist verblieben. Lieber ein paar Spuren als Kratzer im Glas. Eine Justierung der Fassung ist (noch) nicht gemacht worden, die Madenschräubchen sind in neutraler Position. Dank an Winnie für die Erklärungen.IMG_20250507_175822.jpg
 
Keine Ursache! :y:
Berichte doch mal, wie sich die Optik nach dieser Maßnahme verhält.
 
Das Objektiv in seiner Fassung konnte ich wie beschrieben abschrauben. Dann mit dem Blasebalg die verschmutzte Linsenoberfläche vom Staub befreien und mit der Reinigungsflüssigkeit aus dem Haus Baader und einem Brillenputztuch ohne Druck sauber machen. Es sind alle Flecken weg, einzig der eine oder andere Rand ist verblieben. Lieber ein paar Spuren als Kratzer im Glas. Eine Justierung der Fassung ist (noch) nicht gemacht worden, die Madenschräubchen sind in neutraler Position. Dank an Winnie für die Erklärungen.Den Anhang 481457 betrachten
Reinigungsmittel von baader Planetarium ? nimm doch einfach 2 -propanol aus der Apotheke;) spart versand und extrakosten :p
 
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