Bresser Skylux ng...

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DonHugo

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Hallo,

habe hier jetzt schon oft über dieses teleskop geschrieben, aber eins fällt mir dennoch auf:

Ich wollte heute mal den Orion Nebel aufsuchen und habe ihn auch gleich gefunden.
Ich habe den Nebel schon mit bloßem Auge leicht erkannt und konnte es kaum abwarten ihn vergrößert zu sehen.

Nun , da liegt das Problem, als ich durchs Teleskop schaute, sah ich nur Sterne...(Klar) aber der Orion Nebel war fast überhaupt nicht zu erkennen bzw. ich konnte nur ein paar etwas hellere Stellen erkennen.

Sogar mit dem Sucher rohr erkenne ich fast mehr... also irgendwas läuft wohl verdammt schief!

Die Schärfe ist perfekt eingestellt, die Okulare sind zwar immer noch die mitgelieferten aber soviel macht das doch nichts aus (?).

Liegts an dem billig Teleskop?
In dem beigelegtem Heftchen ist der Orionnebel mit f=12mm sehr gut zu erkennen und man erkennt die Umrisse.

Hier sehe ich nur einen leicht durchsichtigen weißen schleier..


Vielen Dank für die Hilfe,
Nils
 
Hi Nils.

Erstmal finde ich, dass man eine Menge Spass haben kann, wenn man zumindest "einen leicht durchsichtigen weißen schleier.." erkennen kann. Wenn Dir während der Beobachtung bewusst wird, was Du eigentlich siehst, wie weit es weg ist, wie groß es ist und was es eigentlich bedeutet, dann kommt zumindest bei mir schon eine Menge Spass auf.

Wenn Du das Okular mit der größten Brennweite, also der niedrigsten Vergrößerung einsetzt, dann solltest Du am meisten erkennen können. Auf das "billige" Teleskop und die "billigen" Okulare schimpfen ist garnicht nötig. Klar gibt es hochwertigere Teleskope dieser Größe und auch Okulare mit besserem Kontrast und vielen weiteren Vorteilen gegenüber den mitgelieferten (Billig-)Okularen. Jedoch hat Dein Teleskop nunmal eine relativ kleine Öffnung und so darfst Du auch nicht allzu viel erwarten. Nochmals: Ich find so "einen leicht durchsichtigen weißen schleier.." schon ganz nett! Und mit so kleiner Öffnung ist halt nicht allzu viel drin, was Details angeht.

Ich kenne das Bild aus dem Begleitheft nicht. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es absolut idealisiert aussieht und wenn überhaup nur unter den bestmöglichsten Bedinungen so ausgemacht werden könnte. Das heisst: kein Mond, keine Lichtverschmutzung, kein Schnee, absolut dunkel. Wahrscheinlich könntest Du den Orionnebel in dieser Pracht nichtmal wahrnehmen können, wenn Du das Teleskop auf dem Mauna Kea in Hawai benutzen würdest. Ähnlich enttäuscht wäre wohl jemand, der in einer Vollmondnacht vergisst einen Graufilter auf sein Okular zu schrauben und ihm dadurch in seinem 8" Dobson solch ein Eindruck vom Mars entgeht (Scherz).

Also genieße schonmal das, was Du ausmachen kannst am Nebel. Benutze mal eine möglichst geringe Vergrößerung und suche den dunkelsten Beobachtungsplatz auf, den Du erreichen kannst.
Wenn Dir das Beobachten dann richtig Spass machen sollte und Du vor allem die größte Freude daran hast Dir klarzumachen, was Du da eigentlich siehst, dann kannst Du ja mal überlegen, ob sich irgendwann mal ein größeres Teleskop lohnen könnte.
Ich hab damals an meinem Refraktor auch nur die mitgelieferten Billigdinger benutzt. Das hat aber bei mir trotz aller Wackelei, Unschärfe und weiterer Hinternisse ausgereicht damit ich wusste, dass ich ein größeres Teleskop mit Freude benutzen werde, wann immer es geht.
 
Spaß habe ich dran, denke mir genau die Sachen die du hier aufgezählt hast.

Ich hatte letzte Nacht perfekten Himmel, aber (nicht lachen..) ich habe von innen also durchs Fenster mit dem Teleskop geschaut.

Ja, ich weis, dadurch verringert sich die Qualität,aber wo ich noch anmerken sollte, es ist kein Schleier zu sehen, sondern die Sterne die in dem Nebel liegen und ausenrum der Sterne war es einbisschen heller und schwammiger.

Einen Nebel konnte man eingentlich garnicht erkennen, ich habe sogar gedacht,ich hätte was im Auge o.Ä.

Was ich jetzt eigentlich erreichen will ist das ich wenigstens den Umriss des Nebels erkennen kann.



Nun dann sollte ich mich nochmal die nächsten Tage an den Orionnebel dran machen.


mfg,
 
Hallo,

scharfe Umrisse wie auf Fotos sind im allgemeinen visuell nicht zu erwarten, da erscheint alles ein bisschen verwaschener.
Aber GEH UM HIMMELS WILLEN RAUS mit dem Scope, es geht hier nicht nur um ein bisschen Qualität und verschwommene Sterne, sondern um die Kontrast-Reserven, die die Erkennbarkeit des Nebels unter Umständen ausmachen können! Und such dir nach Möglichkeit eine dunkle Ecke ohne direktes Licht um zu beobachten. Und wie schon gesagt immer mit dem Okular mit der längsten Brennweite (= niedrigste Vergrößerung) anfangen, erstens erscheint der Nebel mit steigender Vergrößerung dunkler, zweitens erkennt das Gehirn ihn besser, wenn er von dunklem Himmel umgeben ist als wenn er das ganze Gesichtsfeld ausfüllt.


Gruß,
 
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Hallo,

ich würde sagen, viel hängt vom Himmel ab, noch mehr von der Erfahrung und die steigt mit jedem Abend :)

Dazu würde ich dem Heftchen mal widersprechen und sagen: Kein 12mm Okular!!! Das sind ja nur 1,2mm AP (Austrittspupille), je grösser diese ist desto heller das Bild, ergo nimm lieber mal ein Okular mit mehr Brennweite (ich schätze es wird nur ein 20er dabei sein, ideal wäre hier sicher ein 32mm Okular).

Ansonsten schau dich doch mal nach zeichnungen um einen besseren Eindruck zu bekommen was alles geht. Auf meiner Seite gibts ausser meinen eigenen Zeichnungen auch eine Gästegalerie mit Zeichnungen mit ganz unterschiedlich grossen Teleskopen.

Nur dran bleiben :)

Viele Grüße Benny
 
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