Bresser stellar 60/800

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albertli

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Hallo Zusammen,
ich habe mich in letzter Zeit ein wenig mit Astronomie beschäftigt und diverse Vorträge gehört. Dabei ist mein Interesse geweckt worden. Ich habe nun in einem Anfall ein Bresser Stellar 60/800 bei Ebay erstanden. ...für kleines Geld... Vieleicht kann mir jemand sagen, was man damit sehen kann. Ich weiss, dass ich damit sicherlich keine grossen Sprünge machen kann, allerdings wollte ich vir einer grösseren Investition erst einmal schauen, ob es mir Spass macht in der Dunkelheit zu sitzen und Sterne zu schauen. Ich wohne auf dem Land und denke, dass ich vom Garetn aus schon einiges sehen müsste. Vieleicht gibt es ja jemanden der mir Mut macht...:-)). Im Forum (welches ich natürlich zu spät entdeckte) wird man ja mit einem solchen Rohr ziemlich entmutigt. Naja,..mal schauen was ich so finden kann.
Gruss Albertli
 
Hallo Albertli,

ich kenne zwar das Gerät an sich nicht, aber bei ordentlicher Qualität von Objektiv und Okularen sowie ausreichend stabiler Montierung kannst Du Dir damit z. B. den Mond prima anschauen, aber auch Jupiter mit seinen vier für uns sichtbaren Monden (derzeit in der Abenddämerung der helle Punkt tief im Süden).

Ansonsten dürften viele Messier-Objekte einen Versuch wert sein. Hilfreich ist ein brauchbarer Atlas, z. B. der "Atlas für Himmelsbeobachter" von Karkoschka (Kosmos-verlag), sowie eine drehbare Sternkarte, z. B. die 15-Euro-Version (nicht die nachleuchtende) aus dem Kosmos-verlag oder die aus dem Oculum-Verlag, die allerdings scheinbar nicht gar so langlebig ist, dafür aber etliche Deep-Sky-Objekte mehr eingetragen hat.

Hast Du evtl. einen Link zur Auktion, dann kann man schon eher was sagen.

Ciao
Martin
 
Hallo Martin,
danke für Deine Antwort. Ich kopiere mal den Text der Verkaufsanzeige hier rein. Vielleicht weisst Du dann mehr. Ich verkaufe hier ein Teleskop der Marke Bresser Optik.
Die genaue Bezeichnung ist Refraktor-Teleskop STELLAR/S.
Das Teleskop ist nur ganz selten gebraucht worden und wird deshalb jetzt verkauft

Technische Daten:

Brennweite: 800mm
Spiegeldurchmesser: 60mm
Vergrößerung: mit 20mm Okular = 40x +Barlow-Linse 2x = 80x
mit 12.5mm Okular = 64x +Barlow-Linse 2x = 128x
mit 4mm Okular = 200x +Barlow-Linse 2x = 400x
Zubehör: 3 Okulare, Sucherfernrohr 5 x 24, Barlow Linse 2x, stabiles Bodenstativ, azimutale Montierung, Zenith-Prisma, Heft "Die Welt der Sterne", Bedienungsanleitung, Staubschutz für die Linsen, Ersatzschrauben

Das Teleskop ist in alle Richtungen höhenverstellbar.

Ich hoffe, dass man damit ein wenig mehr sieht als mit den Augen.

Gruss Albertli
 
Hallo Albertli,

sicher siehst Du damit mehr als mit bloßem Auge :)

So wie sich das anhört, klingt das so ähnlich wie das Aldi Astrolon (das aber 700 mm Brennweite hat). Wenn die Montierung ähnlich wackelig ist, wird es kein großer Spaß, v. a. bei höheren Vergrößerungen.

Womit wir beim nächsten Thema sind: Vergrößerungen jenseits von 100fach werden sicher keinen Wahrnehmungsgewinn bringen. Das Bild wird größer, aber auch unschärfer. Sinnvoll einsetzen wirst Du das 20er ohne und mit Barlow sowie das 12,5er. (Das 4-mm-Okular kann man in die Schublade legen und für einen evtl. später vorhandenen Newton seiner Linsen berauben und als Justierhilfe benutzen.)

Wie auch immer, probier's erst mal aus. Danach kannst Du die Leute hier gerne mit Fragen etc. löchern. Und falls Du noch irgendwo ein Fernglas hast, kannst Du damit auch schön durch die Milchstraße wandern. Da gibt es auch einige interessante Sachen zu entdecken.

Ciao
Martin
 
Hallo Albertli,

ich hatte auch mal kurzzeitig ein ähnliches Gerät, wie von Martin schon gesagt sind die Hauptobjekte der Mond und die hellen Planeten, aber auch offene Sternhaufen dürften schon einen Blick wert sein, der Orionnebel im Winter wird sicher noch nicht viel zeigen aber als solcher erkennbar sein, Galaxien und planetare Nebel sind bei entsprechenden Bedingungen sichtbar bleiben aber diffuse dunkle Nebelfleckchen.

Die Montierung ist erstmal das Hauptmanko da in den meisten Fällen wackliger Natur, also gut festziehen und wenn möglich das Stativ nicht ausfahren, da bringt auch nochmal etwa Stabilität. Zum Aufsuchen von Objekten immer mit dem 20er Okular anfangen, wird sicher auch die "beste" relative Abbildungsqualität bieten.

Viel Spass und lade dir mal das kostenlose Planetariumsprogramm Stellarium herunter, damit kannst du schon mal grob Objekte lokalisieren und dich dann auf dem Feld oder im Garten mit den Sternbilder vertraut machen, das ersetzt aber nicht den von Martin empfohlenen "Atlas für Himmelsbeobachter" oder auch eine drehbare Sternkarte ;)

CS Benny
 
Moin Alberti!

Genauso ein Teleskop habe ich auch mal besessen. Die Optik ist wirklich nicht schlecht. Probleme wird's wahrscheinlich bei hohen Vergrößerungen geben, eben weil diese Gabelmontierungen ohne Nacharbeit ziemlich wackelig sind.
Treib die vergrößerungen nicht bis an's äußerste: bei ca. 120x ist bei so einem Refraktor in diesem Preissegment meistens schon Schluß. Alles, was drübergeht, bringt nichts.

Übrigens: Das Teleskop wird standardmäßig mit Zubehör im 24,5 mm-Steckmaß ausgeliefert. Da aber auch ein Hybrid-Zenitspiegel dabei ist, kannst Du nach Ausbau des inneren Rings am okularseitigen Ende des Zenitspiegels auch wesentlich bessere Okulare im 1,25"-Steckmaß benutzen.
Nur mal als Tip! ;)
 
Guten Morgen,
vielen Dank für Eure Antworten. Gestern abend war ich im Feld und habe ein bischen geguckt. Dabei habe ich Jupiter gesehen mit Monden(?) nehme ich jedenfalls mal an. Leider war es ein bischen diesig und der Mond schien sehr hell. Ich konnte auf jeden Fall nur durch das 22mm und 12,5 mm Okular was klares sehen. Am Mond konnte ich nur den Randbereich so richtig scharf erkennen. Ist das immer so? Oder woran kann es liegen? Jedenfalls war ich stolz, dass ich Jupiter schnell eingefangen habe, wobei ich sagen muss das Stativ nervt schon sehr.....:-(((. Faszinierend fand ich jedenfalls, wie schnell Jupiter unterwegs ist...Er rast ja geradezu durch das Bild. Kann mir jemand einen Tipp geben welchen Sternenhaufen oder Galaxie man mit meinen Rohr gut beobachten kann? Ich denke ich werde bei gutenm Wetter heute abend auch mal vor die Tür gehen... Vielen Dank!

Gruss Albertli
 
Hallo Albertli,
wenn der Mond fast voll ist, blendet der ganz arg und das was Du siehst wirkt überbelichtet....da sieht man tatsächlich den Rand fast besser....den Mond solltest Du eher in der fortgeschrittenen Abnehmphase beobachten. Entlang der Licht-Schattengrenze dem sogenannten Terminator siehst du die meisten Kontraste und da kommt sogar mit einen kleinen Rohr wie dem Deinen Spass auf! DAs 12,5mm Oku wäre schon toll...beim 4mm verschwimmts dann schon...
Sternhaufen gehen so gut wie gar nicht, den M13 im Herkules wirst Du nur als diffuses STernlein sehen...Andromeda im Winter, wenn sie hoch im Zenit steht nicht sehr viel anders! Saturn wird diese Röhre nur mit Ohren statt mit Ring zeigen...aber sei getröstet, Galileo sah es auch nicht anders!
Ich würd sagen, son Röhrle ist ein schöner Mondgucker und was für Jupiters Harem, die vier Mondweiber.....soviel konnte Galileo immerhin auch erkennen und revolutionierte das Weltbild damit.....
Grüssle von Anette
 
Hi Albertli,

h+x Persei dürften in dem kleinen Gerät schon sehr schön aussehen, ein Doppelhaufen im Perseus. Er ist gar nicht so schwer anzupeilen, den ersten Aufschlag des "W"s also Cassiopeia etwa um das doppelte nach unten verlängern und mit niedrigster Vergrösserung sollten sie drin sein :super:

Galaxien sind für die Öffnung rar gestreut, M31 ist mit Sicherheit zu finden und auch zu sehen (sieht man unter durchschnittlich gutem Himmel ja schon mit blossem Auge), mehr als ein diffuser Fleck wird aber mit Sicherheit nicht auszumachen sein, doch das ist mit den meistne Galaxien der Fall ;)

M13 erwischst du sicher auch als fluschigen Wattebausch im Hercules.

CS Benny
 
Hallo alle zusammen, bin neu hier :-)

Habe mir genau dieses Teleskop bei eBay gekauft, weil ich schon immer ein Teleskop haben wollte, Astronomie war immer fazinierend.

Wer schauen mag: eBay

Link zur Grafik: http://i.ebayimg.com/22/!ByG,GB!BGk~$%28KGrHqV,!jEEw5mP+TBOBMQWQ3u94w~~_12.JPG


Ich weiß, das klingt jetzt blöd, aber wie baut man das Teleskop richtig zusammen?

Ich habe erfolgreich das Dreibein aufgestellt, das Teleskop in die Halterung eingespannt, aber was mache ich mit dem "um die Ecke"-Spiegel und den ganzen Linsen?

Und dann ist noch ein Rohr dabei, mit einem Fadenkreuz drin, das sich nur an der Seite montieren lässt? Muss das nicht direkt dorthin, wo man durchschaut?

Hat irgendjemand die Anleitung zu diesem Teleskop?

So, das waren jetzt viele Fragen, ich freu mich auf die Antworten :-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

Zitat von apocalyptica1996:
aber was mache ich mit dem "um die Ecke"-Spiegel
der heisst Zenitspiegel. Damit kann man bequemer durchs Teleskop schauen, wenn man das Teleskop nach oben in Richtung Zenit schwenkt. Muss man den Hals nicht so verrenken.

Das laengere Teil ist wohl eine Barlowlinse. Sie verlaengert die Brennweite des Teleskops um einen Faktor, 2, 3, 4 oder 5. Muesste drauf stehen.
Die anderen Linsen sind wohl Okulare. Die steckst Du in den Zenitspiegel und schaust in das Okular wie bei einem Feldstecher, nur halt mit nur einem Auge. Verschiedene Okulare vergroessern unterschiedlich stark. Probiers einfach aus. Scharf gestellt wird mit dem Rad am hinteren Ende des Teleskops.
Die Barlow kommt zwischen Okular und Teleskop/Zenitspiegel. Probier mal ohne und mit Barlow aus.

Und dann ist noch ein Rohr dabei, mit einem Fadenkreuz drin, das sich nur an der Seite montieren lässt? Muss das nicht direkt dorthin, wo man durchschaut?
Das Sucherfernrohr. Es hat eine geringe Vergroesserung und dient zum Aufsuchen von Objekten. Das Teleskop mit der geringsten Vergroesserung verwendet, bietet meist einen zu geringen Himmelsausschnitt, um sich am Himmel zurecht zu finden. Das Sucherfernrohr muss justiert werden, damit das Fadenkreuz dorthin zeigt, wo das Fernrohr hinzeigt (durchgucken und justieren).

Viele Gruesse
Markus
 
Moin Namenloser!

> Hallo alle zusammen, bin neu hier :-)

Ja, das merkt man! ;)
Bitte wärme keine 3 Jahre alten und toten Threads auf! Du darfst gerne einen neuen aufmachen, in dem Deine Fragen beantwortet werden!
 
Danke für die Antworten,

Entschuldigung, wusste nicht, dass Themen wieder hochholen unerwünscht ist, ich kenne es umgekehrt, dass man in ähnliche Themen schreibt, weil dort schon hilfreiche Infos stehen.

Wie auch immer, ich merks mir.

Soll ich jetzt in diesem Thema weiterschreiben, oder ein neues aufmachen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Dennis!

Na, jetzt kannste hier auch weitermachen, wenn Du schon so mit der Tür ins Haus gefallen bist...

Benutze mal die Suchfunktion mit dem Stichwort "Stellar/S", denn das Teil war schon öfter Thema hier. Über die Google-Bildersuche erfährt man übrigens auch, wie so ein Teleskop richtig zusammengebaut aussieht! ;)

Wie vor drei Jahren geschrieben: Ich hatte füher selbst dieses Modell, habe aber leider keine Anleitung mehr dazu. Viel falschmachen beim Aufbau kann man nicht.

Bis auf weiteres kannst Du Dich ja durch eine englischsprachige Anleitung fressen. Das Modell ist zwar nicht identisch, aber sehr ähnlich. (Bresser ist übrigens eine Meade-Tochter.)
http://www.meade.com/manuals/TelescopeManuals/Telestar/TeleStar_60AZ_A2.pdf
 
Vielen Dank für die Anleitung, werd ich mal drucken und studieren :-)

Zusammengebaut ist es nun schon richtig, hab gestern schon die erste Mondbeobachtung gemacht.

Ist das normal, dass man durch das 4mm-Okular fast nix sieht?
Alles voll dunkel, selbst der Vollmond.
 
Moin Dennis!

> Ist das normal, dass man durch das 4mm-Okular fast nix sieht?

Tja, die Vergrößerung (800 / 4 = 200fach) ist für diese Optik viel zu hoch. Leider wird bei solchen Kaufhausteleskopen heutzutage viel unbrauchbarer oder minderwertiger Krempel mitgeliefert. Bleib im Bereich bis max. 100fach mit den Vergrößerungen, dann siehste auch was! Weniger ist manchmal mehr!

Das 4-mm-Oku kannste auch gleich im hohen Bogen entsorgen... :super:
 
Hi!

Das 4-mm-Okular würde ich nicht entsorgen. Erstens taugt es evtl. zur Sonnenprojektion, zweitens kann man es gut zum Verschließen des Okularauszuges verwenden, sollte es keine Abdeckkappe dafür geben, und drittens ist es auch ein netter Briefbeschwerer. ;)

Grüße

fquadrat
 
Re: Bresser Stellar 60/800

Moin Namenloser!

Sorry, aber Sonnenprojektion würde ich bei dem ganzen Plastik-Innenleben dieses Refraktors und der mitgelieferten Okulare bestimmt nicht machen wollen! Das gibt 100%ig Sengschäden...
 
Re: Bresser Stellar 60/800

Hi Winnie,

eventuelle Blenden sollten bei richtiger Ausrichtung keine Probleme bekommen, und wenn man das 4-mm-Okular sowieso entsorgen will, kann man ein Ansengen auch noch riskieren. Übrigens habe ich schon eines gesehen, dem das an einem Tchiboskop passiert ist. Der Besitzer, der seine Ausrüstung gebraucht erworben hatte, konnte sich nicht vorstellen, warum das Bild so schlecht war.

Allerdings war das malträtierte Okular nicht die einzige Ursache, es gab noch eine schlechte Justage, und zu deren Behebung später eine völlig falsche durch einen Optiker, der offensichtlich von Brillen mehr verstand als von Newtons.

Nach der "Rettung" des Teleskops durch mich gab der Tchibo-Torpedo mit einem 5-mm-Ortho ein gutes Bild.

Grüße

fquadrat (so kann man mich getrost anreden)
 
Re: Bresser Stellar 60/800

Moin Namenloser (mir ist heute danach!)!

> eventuelle Blenden sollten bei richtiger Ausrichtung keine Probleme bekommen,

Mannmannmann, Du schreibst hier von "eventuellen Blenden" - es handelt sich hier um ein Billig-Teleskop, das zudem noch azimutal aufgestellt ist - wo also die Sonne schon nach kurzer Zeit "zu wandern" beginnt. Da werden der Plastik-Zenitspiegel und kleine Okulare in seiner Plastikfassung schon nach ganz kurzer Zeit Probleme bekommen. Also, solche "Tips" wie Deiner hier würde ich nicht ohne weiteres weitergeben!

BTW: Ich hab' mir auch mal vor langer Zeit mit meinem Tchibo-Torpedo eins der mitgelieferten Okus versengelt. Das geht ratzfatz!
 
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