Buchenholzstativ für EQ-5 selbst bauen

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BlindFuchs

Mitglied
Hi,

ich möchte das Original-Stativ meiner EQ-5 mit den wabbeligen Plastikbefestigungsteilen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> am Stativkopf durch ein Holzstativ ersetzen.

Dieses soll natürlich (wie das immer so ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ) günstig sein, deshalb ist Selbstbau angesagt.

Ich dachte, ich werde als Material Buche verwenden, was haltet Ihr davon??

Was benutzt Ihr für die Füße, das Buchenholz direkt auf die nasse Erde zu stellen ist wahrscheinlich nicht so prall, außerdem wäre ne (minimale) Höhenverstellbarkeit zum waagerechten Einjustieren ja auch ganz nett...

Muß man an den oberen Enden der Beine noch Verstärkungen anbringen (dort wo sie am Stativkopf geklemmt werden, wollte den Stativkopf vom jetzigen EQ-5-Stativ nutzen), oder ist die Buche stabil genug???

Grüße aus Oldenburg,


Blindfuchs
 
Hallo,

ich danke für die Frage - sowas wollte ich heute auch schonmal fragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Blindfuchs,
habe mir ein Hozstativ gebaut, der Aufwand ist nicht groß, die Verbesserung lohnt auf jeden Fall.
Ich habe ein aus Kiefernstäbchen geleimtes Kantholz 5,5 x 3,8 cm genommen.( OBI ca. 8,50 Euro) Buche wäre mir lieber gewesen, konnte ich aber in den passenden Abmessungen nicht bekommen. Als Füße habe ich Einstellschrauben für Stahltischbeine mit Einschlagmuttern eingesetzt.
Die Montierungsplatte direkt in die ausgeklinkten Stativbeine einsetzen. Ich habe die Orginalschrauben mit großen U-Scheiben genommen. Die Anschlußteile (Kunststoff) des Orginalstatives sind ja gerade der Schwachpunkt.
Die Verstrebungsspinne mit der Okularablage lässt sich dagegen sehr gut verwenden.

Gruß Ninian
 
Hi Blindfuchs,

als Material wäre auch Birke Multiplex zu empfehlen, das ist deutlich leichter als Buche, durch die Vielschichtverleimung aber mindestens genau so stabil.

Das gibt es nicht als Latten. Am besten man läßt sich im Baumarkt (Obi o.ä.) Streifen nach Bedarf zuschneiden, da dor ein qm-Preis ohne Zuschnittkosten verlangt wird, dürfte es auch nicht sonderlich teuer werden. Als Stärke würde ich 22mm empfehlen.

Gut Holz!

Achim
 
Nabend!

Also ich hatte auch mal ein ähnliches Projekt vor, welches dann
aber aus Gründen ineffizienten Timemanagements aus Eis gelegt wurde. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Dazu bin ich mal rein zur Informationsgewinnung zu einem Holzhandel in der Nähe gefahren.
Ich sagte dort auch, daß ich Buche oder Esche haben wollte aber auch gute Alternativen dazu, wenn sie günstig wären wilkommen sind.
Nunja, dann wollten die in dem Laden von mir wissen, was ich von dem Holz erwarte.
Ich hab dann gesagt worum es geht und das es vorallem Wetterfest, und Schwingungsdämpfend sein, aber es wäre mir ebvenfalls wichtig, daß es sich bei starken temperaturwechseln nicht allzu starkt verzieht. Ach ja, es sollte auch günstig sein!
Die haben garnicht lange überlegt und mir Belinga ans Herz gelegt!
Das ist ein Tropenholz und kostet in der Tat einiges weniger als Buche, Esche.
Es hat eine schöne dunkle Farbe und muß noch nichtmal behandelt werden, weil es von Natur aus sehr wachshaltig ist. Es kann also auch unbehandelt nicht verwittern, da keine Feuchtigkeit reinkommt!
Außerdem hab ich mir hier im Forum mal sagen lassen, daß es beim zersägen einen sehr angenehmen Geruch absondern soll!

Bislang bin ich noch nicht dazu gekommen mit der Konstruktion eines Statives
zu beginnen, was aufgrund glücklicher Umstände (dies Umstände sind aber aus Eschenholz) auch wohl nicht mehr in nächster Zeit passieren wird.
Würde ich aber eines schustern so würde ich Belinga nutzen.

gruß,
André
 
Also, ich habe meine Terrasse aus Bankirai gebaut, auch ein hartes, verwitterungsresistentes Tropenholz, was mir immer noch ein sehr schlechtes Gewissen macht. Heutzutage würde ich die auf bereits erwähnte einheimische Robinie (Pseudoakazie) zurückgreifen.

Das harte Tropenholz lässt sich nur sehr schwer bearbeiten, sämtliche Bohrlöcher mussten mit Steinbohrern gebohrt werden, Holzbohrer sind abgebrochen. Das Sägen war auch kein Vergnügen! Filigrane Sachen sind damit unheimlich schwer zu realisieren.

Mir will auch nicht einleuchten, dass ein sehr dichtes und starres Holz schwingungsdämpfend sein soll. Müsste das die Schwingungen nicht gerade sehr gut weiterleiten, zumindest die hochfrequenten? Hilft nicht der Sand in den Beinen von Alustativen gerade deshalb so gut, weil er nicht starr ist und daher die Schwingungen wegdämpft?

Viele Grüße
Andreas
 
Robinie

Hi!

Ich weiß nicht mehr, wo ich das gepostet habe, aber: Versuch es mal mit Robinie.
Ist ein vollwertiger Teakersatz, der einzige einheimische Baum, der als solcher betrachtet werden kann.
Man macht aus ihm Fensterrahmen, die nicht behandelt werden müssen, oder auch Aufbauten für Boote.
Ein weiterer Vorteil: Robinie arbeitet kaum.

Grüße
Thomas
 
Re: Robinie

Hi,

erstmal vielen Dank an alle für die guten Tips, ich werde es wohl mit Robinie und den Einschlagmuttern und Füßen für die Stahltischbeine versuchen.

Von diesem Holz habe ich allerdings noch nix gehört, wo bekommt man solche Exoten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> ? Im Standard-Baumarkt (oder soll ich sagen "Heimwerkermarkt" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> OBI, Bahr, Praktiker etc.) oder muß ich erst den spezialisierten Holzhandel bemühen?

Besseres Wetter wünschende Grüße,

Blindfuchs
 
Re: Robinie

Hi!

http://www.robinie-kantel.de/

Folge mal diesem Link, und Du hast zumindest EINEN Anbieter.

Ich kannte diese Holzsorte auch nicht, bis zu dem Zeitpunkt, da ein Professor für Geologie der Uni Düsseldorf im schönen Staffelstein (Oberfranken) einen geologischen Lehrpfad anlegte.
Ich bin diesem Lehrpfad zusammen mit dem Professor in einer Gruppe gefolgt, und da erfuhr ich von der Robinie.

(Und auch, dass die Kastanie eigentlich keine einheimische Baumart ist, sondern aus der Türkei kommt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> )

Nun denn, ich schau mal noch mal nach Robinienholz-Lieferanten.

Grüße
Thomas
 
Re: Robinie

Nochwas vergessen:

Google mal mit "Robinienholz", und Du wirst mit Info´s bombardiert.
Schon die in Google auftauchenden Zeilen zeigen, dass diese Holzsorte hervorragend geeignet ist.

Bei Obi und Praktiker wirst Du wohl nicht fündig werden, aber ein Holzfachmarkt (insbesondere jene für Fensterbauteile) sollte Dir das Holz beschaffen können.

Kinderspielgeräte für den Spielplatzbedarf macht man auch aus Robinie, wegen der enormen Dauerhaftigkeit.

Gibt noch ´n Holz, was ganz ähnliche Eigenschaften hat: "pitch pine," das Holz der schwarzen Pech-Kiefer. Frag mich aber nicht, wo man das bekommt.


Grüße
Thomas
 
Hallo Andreas!

Du hast natürlich recht mit dem was du über hartes Tropenholz sagst!
ABER, ich weiß jetzt nicht wirklich ob Belinga als Hartholz klassifiziert wird!
Es soll sich auf jeden Fall normal bearbeiten lassen. Da ich nun schon mehrmals gehört hab, daß es schlichtweg DAS Holz sein soll um Schwingungen zu ersticken, wird es anscheinend auch eine gewissen Elasizität mitbringen, die auf jeden Fall von Vorteil ist. Wie gesagt, es nimmt auch keine Feuchtigkeit auf und kann auch unbehandelt nicht verwittern.
Da es auch noch günstiger ist als die meisten anderen Holzarten die ich kenne (zumindest im hiesigen Holzfachmarkt) ist es meiner Meinung nach das optimalste für ein robustes Dreibein, welches auch mal getrost länger draußen verbleiben kann.

gruß,
André
 
Re: Robinie

Hi,

ich werd mich mal nach einer Bezugsquelle für passende Mengen und Formate der Robinie bzw. Belinga umsehen und diese bei Erfolg auch hier posten (und den restlichen Verlauf der Aktion Selbstbaustativ sowieso <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ).

Bei der Verarbeitung ist aber wohl in jedem Fall der Einsatz einer Maske geboten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> :

(Zitat aus http://ralf.rebmann.bei.t-online.de/robinie.htm ):

Wirkung: Vergiftungen mit der Robinie sind durch die Rinde und die Blätter bekannt. Schwere Vergiftungen traten bereits nach der Aufnahme von 5 Samen auf. Vergiftungen mit tödlichem Ausgang sind auch durch die Inhalation von Holzstaub bei der Verarbeitung des Holzes der Robinie bekannt geworden. Die Inhaltsstoffe wirken auf das Gewebe zerstörend und auf die roten Blutkörperchen zusammenballend. Der Vergiftete macht sich durch Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Blässe bemerkbar. Es folgen Schwindelgefühl, Müdigkeit bis zur Schlafsucht, eine Erhöhung der Körpertemperatur und Sehstörungen. Die Pupillen sind erweitert, es treten Krämpfe auf und Kreislaufstörungen bis zum Kollaps sind möglich.

Grüße,

Blindfuchs
 
Re: Robinie

Hi,

bei den Nebenwirkungen würde ich das Holz ganz schnell wieder vergessen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Vielleicht ist Buche doch die bessere Wahl, auch wenn es ein bisschen teurer ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Gummibaumholz?

Hallo,

Es gibt doch seit in paar Jahren Frühstücksbrettchen und andere Küchenartikel aus Gummibaumholz. Das scheint auch unbehandelt gegen Wasser und ähnliches resistent zu sein. Ob es jetzt auch noch Schwingungen gut dämpft, weiß ich nicht (aber bei der Herkunft ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).

Grüße, Michael.
 
Keine Panik

Jetzt aber mal keine Angst!

Zuerst mal: Wenn Deine Robinie noch Rinde, Blätter und Samen hat, hat Dich der Holzverkäufer über´s Ohr gehauen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Du wirst ja nicht gleich in das Holz reinbeißen oder es lutschen.
Zudem kaufst Du ja auch kein frisch geschlagenes, sondern bereits vorbehandeltes Holz.

Glaub mir, NIEMAND würde aus Robinie Kinderspielgeräte bauen, wenn das Holz tatsächlich so entsetzlich giftig wäre.
Diese Geräte müssen durch den TÜV und bekommen nicht eher das CE- oder GS-Zeichen, wenn sie nicht absolut gefahrlos sind.
Auch Kinder können reinbeißen und dran rumlutschen.

Desweiteren steht auf der Webseite nirgendwo erwähnt, wie lange ich denn den Staub einatmen muss. Sekunden, Wochen, Jahre? Das hätte dort stehen müssen, denn so ist die Information wertlos.
Laß Dich nicht verrückt machen.
Das unbehandelte Holz mag leicht giftig sein, aber das sind unreife Tomaten auch...

Der gesundheitliche Schaden, der auftritt, wenn Du Dir beim Einschlagen einer Mutter auf den Finger haust, ist weitaus größer. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Du kannst ja, wenn es Dich beruhigt ´ne Maske tragen, aber gerate nicht in Panik.

Erfolgreichen Bau!

Und meld´ Dich, wenn Du noch lebst. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Grüße
Thomas


 
Re: Keine Panik

Wenn wir also nichts mehr von Dir hören wissen wir, dass das Holz giftig war. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Robinien-Rockerbox

Naja, ich will ja nix damit bauen, aber wenn, dann würde ich mich natürlich aufopfern, versteht sich doch von selbst. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Nein, mal ehrlich: Ich würde das Holz nehmen.

Nächste Woche sollte mein Dobson da sein, vielleicht werde ich direkt eine neue Robinien-Rockerbox bauen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße
Thomas
 
Re: Robinien-Rockerbox

Hallo,

ich bin beim Heimwerkern nicht einer der Vorsichtigsten, aber bei solchen Warnungen werde ich dann doch aufmerksam:

"Vergiftungen mit tödlichem Ausgang sind auch durch die Inhalation von Holzstaub bei der Verarbeitung des Holzes der Robinie bekannt geworden."

Ich finde, das sollte man durchaus ernst nehmen.
Dass Kinderspielzeug damit hergestellt wird, mag damit begründet sein, dass Kinder den Holzstaub davon nicht einatmen, wenn sie damit spielen.

Aber das soll natürlich jeder in Eigenverantwortung für sich selbst entscheiden.

 
Bitte kein Tropenholz!!!

Tropenholz ist echt nicht korrekt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Der gefährdete Urwald wirds euch danken wenn ihr das gute heimische Holz nehmt.
 
Re: Bitte kein Tropenholz!!!

Hi!

Deshalb ja auch die Robinie.
Vielleicht hat der Thread ja geholfen, dieses Holz etwas bekannter zu machen.

Grüße
Thomas
 
Hallöchen,
...ich würde bei Buchenholz bleiben, es ist ein heimisches, hartes, leicht zu bearbeitendes, feinporiges und noch erschwingliches Holz. Im Baumarkt gibt es Rechteckprofilholz, Kanthölzer mit den richtigen Dimensionen (4 x 4, 3 X 3 u.v.m). Ich hab meines aus 3cm Kanthölzer gebaut. Es ist so stabil, dass ich die Montageplatte (Alu) meiner LXD500 extra auf eine Platte gesetzt hatte, weil im Falle eines Sturzes das erstaunlich "starre" Holzstativ mir sonst die Alu-Montageplatte bei Direktmontage auseinander reißen könnte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Es ist ein bißchen schwer und man könnte es besser bauen (wenn man das richtige Werkzeug hätte). Danach konnte ich den Polsucher und die Montierung erst so richtig justieren. Vorher war durch die "Elastizität" der Alumontierung keine genaue Polsucherjustierung etc. möglich.

Gut, es gibt auch noch Pappelholz (Spatenholz). Das ist auch sehr steif und vor allen Dingen leicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Gruß Burkhard

 
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