Hallo Ina,
ich empfehle nur Bücher, die ich selbst gelesen habe. Bei "Planeten beobachten" ist das nicht der Fall. Fremde Rezensionen möchte ich nicht beurteilen.
Ein Dobson ist m.E. sehr wohl zum Planetenbeobachten geeignet - wie übrigens jedes Telesko in optisch brauchbarer Qualität. An meinem 14,5" Dobson sieht man bei sehr gutem Seeing traumhafte Details, aber leider ist so ruhige Luft echt selten. Meistens zeigen die kleineren Öffnungen wegen ihrer geringeren Anfälligkeit für das Seeing ein besseres Bild.
Du solltest dir nicht einreden lassen, dass erfolgreiche Planetenbeobachtung nur mit einem bestimmten Fernrohrtyp möglich ist. Hätte ich genug Geld, würde ich zum Planetenbeobachten einen High-End Refraktor auf solider Monitierung zum Preis eines Einfamilienhauses wählen, aber wenn es weniger sein soll oder muss, ist auch ein bezahlbarer Dobson nicht schlecht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Weil der keine Nachführung hat, ist es allerdings absolut essentiell, dass er ruckelfrei nachzuführen ist. Sonst ist es nämlich praktisch nicht möglich, hohe Vergrößerungen auch gewinnbringend einzusetzen.
Eigentlich ist aber beim Planetenbeobachten nur eines wirklich wichtig: Geduld, Geduld und nochmal Geduld. Wenn man beim ersten Durchgucken nichts sieht, sollte man trotzdem dranbleiben. Wenn man nach einer Viertelstunde immer noch nichts sieht, dann kann man zum nächsten Objekt gehen... Planetensehen will gelernt sein - ich habe erst nach Jahren die Details gesehen, die erfahrene Beobachter beschrieben haben, was mich als Anfänger dann nur zu Staunen und Ungläubigkeit bewegen konnte.
Gruß und steady seeing,
Tom