C8 oder C8 EdgeHD?

ralbec

Mitglied
Hallo zusammen,

kurze Frage, bezogen auf rein fotografische Nutzung: Ab welcher Sensorgröße/-diagonale lohnt sich das C8 EdgeHD?

Hintergrund ist der, dass ich nur Sensoren bis max. 4/3“ nutzen will und dass ich gerade Gelegenheit hätte - wenn auch aus traurigem Anlass (Todesfall) - sehr günstig zu einem 6 Monate alten NexStar 8 SE mit Celestron 0.63 Reducer zu kommen. Das hat ja eine „normale“ Prismenschiene und ist ansonsten baugleich mit dem C8 OTA - könnte ich also ohne weiteres auf meine Skywatcher Wave 100i setzen und irgendwann auch mit dem Hyperstar-Umbau versehen, oder?. Eigentlich wollte ich ja die Wochen ein C8 EdgeHD kaufen, aber bei dem jetzigen Schnäppchen komme ich ins Grübeln ob ich das EdgeHD überhaupt brauche. Kann mir jemand mit praktischer Erfahrung bei der Entscheidungsfindung helfen?

Gruß
Ralf
 
Hallo Ralf,

wenn der Reducer speziell für ein SCT gerechnet ist dann sollte er natürlich auch die Koma und die Bildfeldwölbung eines SCT korrigieren.
Normalerweise hat man hier dann ein bis APS-C korrigiertes Feld.

Grüße Gerd
 
Hallo Ralf,

wenn Du das C8 mit der Originalbrennweite und f/10 fotografisch nutzen willst, ist das EdgeHD die beste Wahl, da der eingebaute Korrektor sehr gut ist. Wenn Du sowieso mit Reducer arbeiten willst, dann brauchst Du kein EdgeHD, sondern einen sehr guten Reducer / Korrektor. Der beste ist wohl der von Starizona, der das C8 auf etwa f/7,1 bringt. Ist aber bei uns recht teuer Teleskop-Express: Starizona 0.63x SCTCORRECTOR - IV für Schmidt Cassegrain Teleskope-SCTCORR-4. Wobei die Preise gerade wieder gesunken sind - als ich meinen gekauft habe, hätte er neu 800 Eur gekostet.

Die SE-Montierung kannst Du halt vergessen, denn sie ist mit dem C8 fotografisch überlastet...

CS.Oli
 
Hallo Gerd,
es wäre der von Celestron für alle „normalen“ SCT angebotene „Reducer und Field Corrector 0,63x“ .

Hallo Oli,
die Montierung soll eh nicht mit dem C8 verwendet werden - die würde ich erst einmal einlagern oder verkaufen oder nen kleinen Apo draufsetzen; mal sehen.
In der Regel würde ich immer mit Reducer arbeiten bzw. irgendwann einen Umbau mit Hyperstar vornehmen.

Mit der Originalbrennweite (und ggf. zusätzlicher Barlow) würde ich das C8 gerne an Planeten einsetzen (habe ich bisher keine Erfahrung mit) - da wird ja aber nur ein kleiner Bildausschnitt genutzt und die Randschwächen (ohne Korrektor) dürften nicht auffallen. Oder mache ich da gerade einen Denkfehler?

Viele Grüße
Ralf
 
Hallo Ralf,

da du bei der Fotografie von Planeten nur einen sehr kleinen Sensor hast von dem du auch wiederum nicht die ganze Fläche benutzt spielen die Fehler zum Rand hin keine Rolle. Wenn du dann noch eine Barlow einsetzt, wenn es denn nötig ist, wird der Fehler noch geringe.

In Italien ist das Zubehör übrigens noch günstiger:

Auch Hyperstar ist dort wesentlich günstiger.

Wenn du eh nur einen 4/3 Sensor benutzt, welche ja meist größere Pixel als APSC haben, würde ich erstmal den originalen Celestron Reducer testen wenn du ihn eh dazu bekommst.
Da wird der Unterschied zum Starizona nicht so groß sein wie bei APSC.

Grüße
Brian
 
Hallo Ralf,

der Celestron Reducer ist natürlich für SCTs gerechnet und es wird für ihn ein korrigiertes Feld von 24mm Durchmesser angegeben.


Das ist für einen 3/4“ Sensor natürlich mehr als ausreichend.
Der von Starizona ist sicherlich noch etwas besser aber ob man dafür dann gleich das 4 fache ausgibt muss jeder selber wissen.
Der Celestron hat ein 4 Linsiges Design und der Starizona ein 5 Linsiges mit einem ED Glas.
Ich denke für deinen 3/4“ Sensor reicht der Celestron allemal.
Eventuell ist die Farbkorrektur beim Starizona etwas besser.

Für Planeten musst du dir wegen der Feldkorrektur des SCT keine Gedanken machen.
Jedenfalls wenn du ihn einigermaßen auf der Achse hältst.

Grüße Gerd
 
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