canon 15x50is erst nach sekunden beruhigt?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

alzheimer

Aktives Mitglied
hallo, habe die letzten beiträge über das 15x50is mit genuss gelesen. ich kann diese maschine auch nur empfehlen! hatte ein leica trinovid 10x50ba und dachte, es sei eine lebensanschaffung gewesen. so scharf, kontrastreich und gemalt die objekte auch aussahen - das teil hatte (prinzipbedingt) eine inakzeptable randunschärfe und die wackelei war irgendwie nervend. weg damit! mein jetziges canon 15x50is vereinigt all die hier bereits mehrfach erwähnten fantastsichen eigenschaften. der kontrast scheint mit der ex-leica nicht ganz mithalten zu können, was ich gern ankzeptiere. meine frage: mir kommt es beim canon manschmal so vor, als wenn die stabilisierung nicht immer sofort einsetzt, sondern durchaus 2-5 sek. braucht bis das bild super stabil steht. manchmal (wenn es länger nicht benutzt wurde) kommt es mir fast so vor als wenn die stabilisierung sogar schneller/besser einsetzt, wenn man sogar vorsätzlich(!) mit dem ding nach dem einschalten etwas wackelt/vibriert. geradezu, als wenn das ding diese bewegungen zum warmlaufen braucht. kann das vielleicht jemand bestätigen/erklären/entkräften?
horst
 
Hi Horst,

liegts vielleicht an den Batterien? Neue probieren oder Kontakte trocken abputzen.
Schrfe Grüße und
cs
jorgos
 
hallo alzheimer,

nicht, dass es nachher noch daran liegt, dass du vergessen hast den wunderknopf zu drücken... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
aber ernst beiseite: bei meinem canon ist es ähnlich - erst nach ein paar sekunden ist das bild richtig stabil. allerdings sind frische, gute batterien ein absolutes muss. besonders bei der himmelsbeobachtung -der primäre zweck meines 15x50- fallen schwach werdende stromlieferanten unangenehm auf! so geschah es neulich, dass der fest anvisierte saturn sich immer nach "oben" aus dem bild verflüchtigte, bis er schliesslich ganz aus dem bildfeld war. mit frischen batterien zeigte das canon diesen effekt nicht mehr.
wenn da nicht die unsäglichen augenmuscheln wären, wäre das canon wirklich ultimativ! es wundert mich wirklich, dass canon hier nicht was vernünftiges verbaut. für den komfort wäre hier wirklich etwas besseres zu erwarten! ansonsten ist das canon aber tatsächlich erste sahne. super schärfe, guter kontrast. mag sein, dass ein leica noch einen tick brillianter ist, aber was habe ich davon, wenn ich vor lauter gewackel nur ein bruchteil der wahrnehmung gegenüber einem bildstabilisierten FG habe (das obendrein immer noch eine superbe optik hat)????

hoffentlich mal endlich wieder cs euch allen,

euer erdling
 
danke für eure tipps!
also frische "batterien" habe ich immer drin, nämlich nimh-akkus, die natürlich keine 3 volt sondern ca. nur 2,5 volt liefern, aber daran kanns m.e. nicht liegen. akkus sind jedenfalls über stunden in der spannung stabil, was batterien so nicht leisten können. habe übrigens meine objetive mit sky-filtern von hama ausgestattet. ein muss, wenn man die großen linsen schützen will. habt ihr aber bestimmt auch schon dran gedacht... übrigens: meiner einschätzung nach haben fuji u. canon mit ihren stabis gerade mal den 1. schritt in bezahlbare regionen für durchschnittsverdiener gewagt. bin überzeugt, dass eine 2. generation von optisch u. preislich noch interessanteren stabis von denen kommen wird (von zeiss wollen wir lieber mal nichts bezahlbares erwarten. die dinger taugen wohl auch nicht für den nachthimmel, kann man lesen. allein, weil man mit den dingern wohl nach vornüber kippt...).

ciao

horst
 
Unterspannung könnte doch ein Problem sein!

Hallo Horst,

vorausschicken muß ich, daß ich weder die elektronische Steuerung des Canon IS-Fernglases kenne noch dieses Fernglas besitze, meine nachfolgenden Bedenken also nicht unbedingt zutreffen müssen, aber zumindest in Erwägung gezogen werden sollten.

Je nach Art der Elektronik (wenn sie z.B. nicht mit einer Spannungsstabilisierung auf einem Wert unter der Nenn-Versorgungsspannung ausgestattet ist und weitgehend nur ohmsche Widerstände im Spiel sind) kann eine Unterspannung von nur 2,5 Volt statt korrekt 3,0 Volt (also nur 83,3% der Sollspannung) auch eine entsprechend niedrigere Stromstärke zu Folge haben, hier also auch nur 83,3% der Sollstärke. Da die Leistung aber das Produkt aus Spannung [V] und Stromstärke [A] ist, sinkt diese dann auf ca. 69,4% ab (0,833 · 0,833 = 0,694). Das ist fast ein Drittel weniger als bei korrekter Stromversorgung auf Sollspannungsniveau. Ein solcher Leistungsabfall kann durchaus zu einer merklichen Beeinträchtigung führen, wie Du sie beschrieben hast. Du fährst dann sozusagen mit kräftig angezogener Handbremse. Ich empfehle Dir zur Klärung, ob dies in Deinem Falle die Ursache sein kann, mal wieder „richtige Batterien” mit Sollspannung einzulegen (eigentlich heißt es „Primärzellen”, und wahrscheinlich dürften es zwei 1,5-Volt-Alkali-Mangan-Mignonzellen sein, vermute ich). Wenn dann die Stabilisierung schnell und korrekt erfolgt, weißt Du, daß es an der Unterspannung Deines Akkus liegt und Du entweder diesen Preis für die ökonomischere Wiederaufladbarkeit zahlen oder wieder zu auf Dauer teureren Primärzellen zurückkommen mußt.

MfG Walter E. Schön
 
Re: Unterspannung könnte doch ein Problem sein!

besten dank walter,
insbesondere f. die fachliche nachhilfe in sachen el. leistung. respekt. ich kann aber allein aus praktischen überlegungen deinen ansatz nicht akzeptieren. primärelemente verlieren doch von anfang der benutzung an ihre nennspannung kontinuierlich. oder? das hieße, als benutzer verfügts du über ein paar minuten über die 3 volt und fällst dann unter die volle tauglichkeit der steuerung (m.e. übrigens piezo-elektrsich realisiert, beim korrigieren ist das canon leicht am "sirren" wenn man das ohr dranhält). eine auf so enge spannungsgrenzen ausgelegte korrektur wäre nicht benutzer-/kundenfreundlich. falls doch: alkali-mangan-"batterien" kann man doch auch mehrfach wiederladen. stimmt das?
horst
 
Re: Unterspannung könnte doch ein Problem sein!

Ich bin kein Experte in "Batteriechemie", Canon empfiehlt allerdings für mein 15x45is auch Lithium-Batterien (wegen deutlich längerer Haltbarkeit gegenüber Alaklines, vor allem bei Kälte). Auch ich hatte den Eindruck, dass mein Glas mit diesen Batterien besser funktioniert als mit Akkus. Das kann durchaus auch Einbildung sein, ich rate aber trotzdem, sich wenigstens für Vergleichszwecke mal die Lithium-Batterien zu "gönnen". Diese gibt es in unserem Bauhaus hier in Reutlingen für ca. 5 Euro das Paar (Hersteller: Energizer). Ich weiß allerdings, das sie bei Conrad deutlich teurer sind, bei ebay wieder deutlich billiger (einfach mal nach Lithium AA Energizer suchen).
 
Re: Unterspannung könnte doch ein Problem sein!

bedankt!
werde ich probieren.

horst
 
Spannungsverlauf bei Alkali-Mangan-Zellen

Hallo Horst,

Alkali-Mangan-Zellen haben im Neuzustand nicht 1,5 Volt (das ist nur der gerundete Nennwert), sondern ca. 1,6 Volt. Bei Anschluß an einen Verbraucher sinkt die Spannung immer ein klein wenig ab; bei zu geringem Widerstand des Verbrauchers „bricht sie zusammen”. Du kannst also davon ausgehen, daß die Spannung anfangs wohl bei etwa 1,55 Volt liegen dürfte, wenn die Stromentnahme nicht zu hoch ist. Von da fällt sie über etwa 2/3 der „Lebensdauer” sehr langsam bis auf etwa 1,4 Volt und von da an progressiv zunehmend ab. Wenn sie bei etwa 1,1 Volt angelangt ist, geht es extrem steil abwärts. Bei höherer Strom- bzw. Leistungsaufnahme (also bei geringerem Widerstand des Verbrauchers) verläuft die Kurve von Anfang an niedriger und fällt schneller ab (kürzere Lebensdauer).

Du kannst also davon ausgehen, daß wohl mindestens während 60 bis 70 % der theoretischen Lebensdauer der Zelle die Spannung klar über derjenigen von Akkus liegt. Während mindestens dieser Zeit setzt dann auch die Fernglasstabilisierung schneller ein und arbeitet zuverlässiger als mit Akkus.

Noch eine Bemerkung zum Begriff „Batterie”: Das ist nicht die Bezeichnung einer Primärzelle (obwohl die meisten Nichtfachleute den Begriff in dieser Bedeutung gebrauchen), sondern kennzeichnet einen Verbund aus mehreren Primärzellen. [Analog dazu ist bei der Artillerie eine „Batterie” nicht eine einzelne Haubitze, sondern eine Kampfeinheit aus in der Regel 6 Haubitzen.] Richtig ist hingegen z.B. die Bezeichnung „4,5-Volt-Batterie”, denn dabei handelt es sich um einen Verbund aus drei 1,5-Volt-Zellen.

Das Aufladen von Alkali-Mangan-Zellen ist problematisch und mit nicht speziell darauf abgestimmten Ladegeräten sogar gefährlich (Explosionsgefahr!). Der chemische Prozeß bei Alkali-Mangan-Zellen ist nicht in dem Maße reversiben (= umkehrbar) wie bei einem Akku, die Zahl der möglichen Ladezyklen ist deutlich geringer, und von Ladezyklus zu Ladezyklus nimmt die Kapazität erheblich schneller ab. Wenn Du nicht ein spezielles Ladegerät für Alkali-Mangan-Zellen hast, dann solltest Du der Gefährlichkeit wegen die Finger vom Versuch des Wiederaufladens lassen!

MfG Walter E. Schön
 
Re: Spannungsverlauf bei Alkali-Mangan-Zellen

danke walter,
das hat mich überzeugt. werde mir schleunigst mal ein pärchen alkali-mangan-zellen besorgen. evtl. auch li-ionen -batterien. bin mal gespannt...
horst


 
Re: Unterspannung könnte doch ein Problem sein!

Hallo liebe Gemeinde,
ich hatte bereits in einem anderen Betrag danach gefragt:
Canon bietet ein Batteriepack BP-B1 an, welches für die Binos vorgesehen ist. Allerdings ist der Preis nicht gerade Käuferfreundlich zu nennen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
Im Netz für min. 95€ gefunden.
Hat dies jemand im gebrauch und kann uns etwas dazu sagen?

Frank
 
Hallo Stabi-Besitzer,

hat eigentlich die Temperatur einen Einfluss auf den Stabilisierungsmechanismus? Funktioniert dieser bei winterlichen Minustemperaturen nach z.B. 1 Stunde noch problemlos?

Ausserdem interessiert mich, ob die Neigung des Stabis für den Mechanismus eine Rolle spielt, d.h. gibt es einen Unterschied zwischen horizontnaher und zenitnaher Beobachtung?

Grüsse,
geminga
 
Hi geminga!

hat eigentlich die Temperatur einen Einfluss auf den Stabilisierungsmechanismus? Funktioniert dieser bei winterlichen Minustemperaturen nach z.B. 1 Stunde noch problemlos?

Bisweilen hatte ich damit noch keinerlei Probleme, allerdings besitze ich mein IS noch nicht so lange und hatte noch nicht das Vergnügen bei Eiseskälte ausgiebig den Himmel zu bewundern.

Ausserdem interessiert mich, ob die Neigung des Stabis für den Mechnismus eine Rolle spielt, d.h. gibt es einen Unterschied zwischen horizontnaher undr zenitnaher Beobachtung?

Hier habe ich folgende Beobachtung gemacht:
Wenn die Batterien nicht mehr ganz frisch sind ist mein IS, je näher ich dem Zenit komme, nicht mehr ganz in der Lage das Bild zu halten! Bei horizontaler Beobachtung konnte ich keine Beeinträchtigung feststellen, in Richtung Zenit "rutschte" das angepeilte Objekt jedoch gaaanz langsam aus dem Bildfeld! Offensichtlich hat die Kraft der Batterien nicht mehr ausgereicht die auf die Prismen wirkenden Schwerkraft auszugleichen. Mit frischen Batterien (Akkus) tritt dieser Effekt jedoch nicht auf.

Beste Grüsse

Erdling
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben