Canon 18x50 IS First & Second Light

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DanielM

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Hallo Sternfreunde.

Nach Umschichtungen im Zubehör und einigen Verkäufen hatte ich endlich das Budget für ein lange ersehntes Canon 18x50 IS zusammen...

Vor drei Wochen war es dann soweit.

1. Erster Eindruck / Haptik

Erster Eindruck war sehr positiv! Das Teil ist "made in Japan" und das sieht man auch. Edel und sauber verarbeitet und eine Vergütung, die bereits zeigt: hier gibt es hohe Transmission. Die Tasche ist nicht wirklich der Hit und hat keinen Trageriemen, was ich als Nachteil empfinde. Auf der anderen Seite kann man die auch in eine Rucksack stecken. Vielfach wurde (zurecht) bemängelt, dass keine Objektivschutzkappen dabei sind. Das kann man aber für ein paar Euro ändern, indem man sich Kameraobjektivschutzdeckel mit 57 mm Anschluss zulegt. Gesagt getan.

2. Erdbeobachtungen

Wow: 18x ist eine Hausnummer! Ich habe bereits ein 12x36 IS und verglichen damit ist das 18x50 mit etwas über 1000 kg natürlich eine größere Herausforderung. Aber der Stabilisator arbeitet wunderbar und es macht Freude, Flugzeugen oder Zugvögeln nachzuschauen oder einfach nur Tiere im Garten zu beobachten.

3. Himmelsbeobachtungen

Ich hatte noch nicht viel Zeit und das Wetter war ja auch eher bescheiden. Aber die ersten beiden Male kurz beobachtet haben meine Erwartungen mehr als erfüllt. Der abnehmende Mond liegt bei 18x so groß und 3D gestochen scharf im Gesichtsfeld, dass ich mich nur schwer von dem Anblick losreißen kann. Man sieht bei dieser Vergrößerung schon sehr viele Einzelheiten und kann größere Krater ohne Probleme sehen und zuordnen. Natürlich ist es nicht wie ein "Vorbeiflug von Apollo", was man mit Binoansatz und meinem großen Teleskop bei gutem Seeing hinbekommen kann. Aber der Anblick ist ästhetisch...einfach nur schön. Das Bild ist auch im Stehen dank dem Stabilisator schön ruhig...

Gestern Abend als die Wolken abzogen bin ich kurz auf die Terrasse raus, auf einen Gartenstuhl. M31 wunderschön und abgegrenzt, dann rüber zu den Plejaden...im Gesichtsfeld mittig platziert...füllen etwa 1/3 bis 1/2 des Gesichtsfeldes aus. Dann schnell noch die offenen Sternhaufen M36-38. Der Orionnebel stand noch zu tief. Schaue ich nochmal eben nach M33. Trotz eher mäßigem Himmel schnell und eindeutig gefunden als großen sehr schwachen "Teller" im Dreieck.

Mehrere Sternfreunde hatten davon berichtet, dass die Sterne wg. des Stabilisators zeitweise nicht scharf seien bzw. die Schärfe schwanken würde. Ich konnte das nicht bestätigen, im Gegenteil. Kann aber auch daran liegen, dass ich vom 12x36 die Übung habe, wie man so ein Fernglas am besten hält. Die Optik ist sehr Randscharf und selbst am Mond hat mich kein nennenswerter Farbfehler gestört.

Ich freue mich schon auf längere Beobachtungssessions in den nächsten Wochen und Monaten...

Alles in allem bin ich sehr zufrieden!

Bis bald und CS
Daniel
 
Hallo Daniel,

danke für Deinen schönen Bericht über das 18x50. Da Du ja auch ein 12x36 hast, würdest Du uns/mir einmal die Vor- und Nachteile beider Geräte bei der Beobachtung des Sternenhimmels mitteilen? Also die Handhabung, die Stabilisierung und, mit welchem Gerät ein Sternenfeld in bezug auf die Grenzgröße schöner zu beobachten ist.

Mit aufgeschraubten Filtern, in denen die visuelle Baader-Sonnenfilterfolie verbaut ist, stelle ich mir den Anblick der Sonne mit dem 18x50 auch sehr schön vor.
Ich üblege noch, wie ich meinem 12x36 ein paar Objektiv-Filtergewinde verpassen kann. Denn dann könnte ich Kontrastfilter für die Naturbeobachtung oder welche für die Sonne anbringen.

Viele Grüße
Frank
 
Hallo Daniel,

Glückwunsch zum zweiten Canon IS!
Für mich sind das die besten Gläser überhaupt, egal ob bei Tag oder bei Nacht, deshalb habe ich auch zwei davon im Einsatz.

Grüsse Jochen
 
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