Canon, Nikon oder Pentax. Erfahrungswerte da?

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MagicMoments

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Hallo liebes Forum.

Meine Eos 1000d hatte ich vor ca. 1 Jahr gebraucht für 130€ gekauft. Sie war damals schon sehr abgegriffen im Zustand. Irgendwann ist dann die Erkennung am PC ausgefallen, sodas ich die geknipsten Bilder nur noch per Speicherkarte am PC auslesen konnte. Nun hat die Kamera auch einen komischen Wackelkontakt?? bekommen, bei der sie Aussetzer hat und einfach ausgeht.

Reparatur lohnt wohl nicht. Ehrlich gesagt, möchte ich das auch nicht. Ich möchte mir eine schöne neue Kamera mit Garantie kaufen. Es wäre wunderbar, wenn Ihr eure Erfahrungen mit mir teilen würdet.

Welche DSLR ist gut geeignet für Astrofotografie? In der engeren Auswahl steht die Nikon D5300, die Canon 700D und die Pentax K-S1. Mir ist schon klar, das Canon die gängigere Marke für A-Fotografie darstellt. Allerdings bin ich gewillt, auch mal was frisches und neues zu probieren, unabhängig davon, wie es mit dem teureren Zubehör etc aussieht. Zumal Pentax und Nikon in der Basis ein gutes Stück günstiger sind und teilweise auch mehr Funktionen anbieten als Canon.

Danke im Voraus,

Sami
 
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Hallo Sami,

ich halte pauschal die Canons mit dreistelligen Modellnummern für am besten geeignet. Sie haben ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bei den preiswertesten Modellen ist egal bei welchem Hersteller Vorsicht geboten. Sie haben oft keine Spiegelvorauslösung (auch Spiegelverriegelung genannt), die den Spiegel hochklappt bevor die Kamera auslöst.

Diese Funktion eliminiert Schwingungen durch den Klappspiegel, die Aufnahmen oft verwackeln lassen. Fehlt diese Funktion, muss man mit der Hutmethode arbeiten, also eine dunkle Pappe vor die Optik halten, auslösen und ein paar Sekunden später die Pappe wegnehmen. Die 1000D hat(te) diese Funktion.

Das Plus an Funktionen bei Nikon wird für reine Astro-Anwendungen nicht benötigt. Mit Pentax habe ich keine Erfahrung.

CS und VG Christian
 
Zitat von bLacKmOoN1980:
Welche DSLR ist gut geeignet für Astrofotografie?

Alle DSLR besitzen eine Bayermatrix (2*2 Pixel 2*Grün, je 1 Rot/Blau). Die Auflösung ist also im Normalfall durch 4 zu teilen. Eine empfindliche Monochrome CCD-Kamera ist eine
ambitioniertere Wahl. Wenn es denn eine DSLR sein soll, dann eine Canon. Schon deshalb, weil man den Rot-Filter entfernen kann. (Astromodifikatiopn) Also ab 6700 Angström steht dann die volle Empfindlichkeit des Chips zur Verfügung. Wenn Du die Canon einige Zeit genutzt hast, wirst Du Dir eventuell eine Nachfolgerkamera eines neueren Modells zu legen, so wie jetzt auch. Dann tut die jetzt neugekaufte Canon immernoch einen prima Job für die Astronomie (ohn IR Sperrfilter) und Du hast die dann neue für den Alltagsgebrauch.

HTH
Joe
 
Hi Sami
Zitat von bLacKmOoN1980:
... unabhängig davon, wie es mit dem teureren Zubehör etc aussieht....
Genau das ist der Knackpunkt: Vieles gibt es nur für Canon, da das System praktisch der Platzhirsch in der Astrofotogafie ist.
Den IR-Sperrfilter auszubauen, bieten nahmhafte Firmen zwar für alle Systeme an - aber das war es dann auch schon. Fast alle Clipfilter gibt es nur für Canon, für Nikon bekommt man manche allerdings auch her. Gängige Software zum Steuern und Tethern für Pentax wäre mir keine bekannt.
Es ist zwar nicht so, dass es Pentax (Astrotracer zum Nachführen alleine durch verschieben/rotieren des Sensors; keine Montierung notwendig) ud Nikon (D810a) es nicht versuchen würden - aber die Ansätze sind leider nur halbgar.
Insofern: Falls Du Softwareseitig keine All-in-One Lösung brauchst bzw. eh über Fernauslöser und nur Display zum Fokussieren arbeiten möchtest, falls Du keine Clipfilter verwenden willst, sondern 2" mit Teleskopen und Kameraobjektiven mit kleinem Filtergewinde, falls alles klappt und du kaum Erfahrungen anderer Nutzer zu den Kameras benötigst, dann sind Nikon und Pentax keinesfalls schlechter.
In jedem Fall würde ich aber nur noch Kameras ohne AA-Filter kaufen. Das ist meines Erachtens der größte Qualitätssprung in den letzten Jahren.

cs
Jürgen
 
Zitat von Joe_Clipphead:
Alle DSLR besitzen eine Bayermatrix (2*2 Pixel 2*Grün, je 1 Rot/Blau). Die Auflösung ist also im Normalfall durch 4 zu teilen. Eine empfindliche Monochrome CCD-Kamera ist eine
ambitioniertere Wahl.

Hallo Joe,
Also ob das der "Normalfall" ist wage ich mal zu bezweifeln. Ich würde sagen, es ist der extrem Fall, wenn die ein oder zwei Nachte wo du Zeit hast etwas zu fotografieren so excellent sind, dass das Seeing dir bei der Auflösung keine Grenzen mehr setzt. Wenn ich mir über die Nachführung keinerlei Gedanken mehr machen muss, weil das da steht und selbst wenn ein Elefant gegen läfut die Sterne noch rund sind und eh jede zweite Nacht perfektes Seeing hat, ja dann kann ich mir gedanken darüber machen ob die DSLR mich Auflösungstechnisch so limitiert, dass ein Wechsel auf CCD Sinn macht.

Blackmoon kennt mein SW-CCD-Geraffel, ich glaub das möchte er nicht ;-) Als Feldweg-Fotografen ist eine SW-CCD nicht so das Wahre bzw. kostet Zeit und Nerven. Meinen Auflösungsvorteil hab ich zumindest noch nie ausgespielt.

Viele Grüße,
Felix
 
Servus Sami,
nachdem ich meine 1000da weitergebracht habe, experimentiere ich mit der Fujifilm x a1. Das Rauschniveau ist niedrig die rotempfindlichkeit entspricht, je nach Einstellung etwa einer modifizierten Canon, Canon-Objektive (und andere auch) sind adaptierbar.
Nach einigen Sessions mit der Fujifilm finde ich sie recht geeignet (Steuerung über einen programmierbaren Auslöser). Einzig das Liveview ist bei der Canon besser.
Wenn Du Beispielbilder sehen willst:

http://www.astrobin.com/users/Gottfried/

CS
Gottfried
 
Hi,

für Pentax gibt es auch ein Tethering-Programm
http://www.pktether.com

Ich bin auch Pentax-User und würde meine Kamera gerne auch für Astrofotos nutzen. Es gibt aber viele Hürden - noch mehr, wenn man zusätzlich einen Mac benutzt.

Ist zwar nicht ganz das Thema, allerdings finde ich die Kombination Vixen VSD100 + Pentax 645d recht spannend, da es speziell für die Kamera ein Adapter gibt. Allerdings sind mir keine Astroumbauten für die 645d bekannt


Gruß
Kai
 
Hi Kai

Von der 645d gibt es aus gutem Grund keine (mir) bekannten Umbauten: Die ist ab Werk auch undefiniert erhältlich: https://industry.ricoh.com/infrared/645d/

Was pktether angeht: mit aktuellen Bodys klappt es wohl noch nicht so ganz, und die wiederum bieten per WLAN Tethering - allerdings (noch) nicht in dem umfang, wie man/ich das gerne hätte.

Dennoch geb ich die Hoffnung nicht auf, dass Pentax in der Richtung früher oder später mal was richtig gutes für den Massenmarkt bringt - kalibrierbarer Astrotracer inkl. Option zur Feldderotation für Leute mit Alt/Az Montierung, Clipfiltersystem, Body sowohl 'normal' als auch undefiniert und auch ohne Bayermatrix erhältlich. Dann noch hauseigene Software und das Paket wäre komplett.

cs
Jürgen
 
Hallo Forum.

Danke für eure Meinungen. Felix hat Recht. Ich kenne das gefriemel und gefummel von ihm Nachts auf dem Feld und das möchte ich mir wirklich, wirklich ersparen :D Daher lieber eine DSLR und später auch die MGen.

Wenn man mal bedenkt, was z.B. eine Nikon D5300 an Umfang bietet, solche Kameras sucht man bei Canon im selben Preissegment vergebens. Klar, Canon ist der Platzhirsch. Aber wenn alle Hobbyastronomen immer nur Canons kaufen, wird sich das auch nie ändern. Ein bißchen Konkurenz oder Mitstreiter, kann dem Hobby sicher nicht Schaden. Mein Ziel ist es, für faires Geld, eine faire Kamera zu kaufen. Mgen läuft auf Nikon. IR-Sperrfilter lässt sich auch ausbauen. Was möchte man mehr? Ausserdem finde ich die Nikons optisch viel ansprechender, als die Canon Kams. Wobei dies aber sicherlich Geschmackssache ist ;-)

Thema Ausleserauschen:

http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1331090

Die Nikon ( bzw. Sony ) Sensoren schneiden dort um einiges besser ab, als die Canon Sensoren. Auch im Dynamikumfang hinkt Canon hinterher.

Naja jedenfalls hab ich mir eine Nikon D5300 bestellt. Ich freue mich auf meine neue Nikon DSLR und hoffe baldigst neue Fotos mit ihr machen zu können. Die Ergebnisse/Vergleiche gibts dann auf Astrobin.

Beste Grüße,

Sami

p.s. Gottfried deine Bilder sehen sehr gut aus. Hätte nicht gedacht, das man aus so einer krassen außenseiter-Kamera soviel rausholen kann.
 
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