Celestron Powerseeker 127......Was kann man sehen?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas fatoli
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fatoli

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Hallo.
Ich habe seit ein paar Tagen ein Celestron Powerseeker 127/1000.
Soweit bin ich auch ganz zufrieden damit.Klar ich hatte bisher noch nicht wirklich Vergleichsmöglichkeiten.

Aber mich würde mal Interessieren was ich dadurch sehen könnte.
Was lohnt sich zu suchen?
Oder was könnte man daduch überhaupt sehen/erkennen?

Den Saturn hab ich schon gefunden.Die Ringe sind gut zu Erkennen.Wenn auch ziemlich klein.
Es würde ja nichts bringen wenn ich nach Objekten suche die mit diesem Teleskop nicht machbar sind.

Gruß
Sven
 
Hallo Sven,
rein rechnerisch liegt die visuelle Grenzgröße bei 13mag, damit ist richtig viel zu machen.
Viel entscheidender ist aber die Qualität Deines Nachthimmels. Sie entscheidet oftmals über sehen oder nicht sehen (durch zu hellen Himmelshintergrund).
Mit der Wahl der passenden Vergrößerung/Austrittspupille kann man da noch viel beeinflussen.

Die meisten Messier-Objekte und viele hellere NGC sollten für Dein Scope möglich sein.

Was setzt Du denn an Okularen ein und wie suchst/findest Du die Objekte?
Hast Du einen guten Sternenatlas? In einigen sind die Objekte nach Schwierigkeitsgrad eingeteilt.
Findest Du Dich am Himmel zurecht mit einem Atlas?

Ich denke, das Finden und das Erlernen des "richtigen" Sehens am Okular sind die Knackpunkte. Mit wesentlich kleineren Teleskopen kann man auch schon sehr viel beobachten am gestirnten Nachthimmel.
 
Hallo Ralf.
Das ist gut.Ich dachte schon das mein Teleskop nicht gut sei.
(Wenn ich so die Testergenisse lese).

Wie gesagt ich hab es noch nicht lange und überhaupt keine Erfahrung.
Sogar über die Qualität des Himmels kann ich nicht viel sagen.Ich wohne am Rande einer Kleinstadt.Also so richtig Dunkel ist es eher weniger.

Okulare habe ich 1x20 1x4 und 1x Barlowlinse 3x.Und das ganze in 1.25"
Da diese bei dem Teleskop dabei waren ist die Qualität eher schlecht.

Demnächst kommt noch ein 9mm Plössl dazu.

Einen Atlas habe ich noch nicht.Da gibt es so viele und ich werde mir die Tage einen guten raussuchen.
Was ich habe ist eine selbstgebastelte Sternkarte.
Damit finde ich mich eigendlch ganz gut zurecht.Klar,mir fehlt da noch die Übung.
Ansonsten habe ich Stellarium.Dort schreibe ich mir die Stndenwinkel/DE Daten auf und versuche diese am Teleskop einzustellen.
Das funktioniert noch nicht so richtig.
Ich habe da noch kein bestimmtes System wie ich es machen soll.
Und bin noch auf der Suche nach der richtigen Technik und Handhabung.
Ansonsten heißt es für mich nur Üben,üben und üben.

Gruß
Sven

 
Hallo Sven,
nun - es ist halt ein Katadiopter mit Korrekturlinse.
Sicher gibt es optimalere Teleskope, aber bevor man garnix hat...
Dein Typ Teleskop ist eben schwieriger zu justieren und die Korrekturlinse trägt mit ihrer i.d.R. minderen Qualität nicht grad zur Bildverbesserung bei.

Sind denn in Deiner Sternkarte auch Beobachtungsobjekte drin, oder nur Sterne?
Wenn Du Stellarium hast, merk Dir doch lieber die Lage der Objekte zu ihren umgebenden Sternen und finde sie am Himmel mit dem Sucher an der Stelle wieder, nennt sich Starhopping.
Mit einem Atlas geht das noch besser.
Die Geschichte mit den Teilkreisen kann spannend sein, dazu muss Deine Montierung aber sauber eingenordet sein und die Teilkreise entspr. genau - sonst klappt das nicht.

Als gute Atlanten könnte ich z.B. den DeepSky Reiseatlas ( http://www.oculum.de/oculum/titel.asp?ID=0407201112442800&Nr=35) , den Stropek ( http://www.beobachteratlas.de/ ), den Vizi ( http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/topic/95393/gonew/1 ) oder auch den Karkoschka ( http://www.internationale-sternwarten.info/Karkoschka_2004.htm ) empfehlen.
 
Hallo.
Ich glaube das Lektüre wohl mit am wichtigsten ist.
Ich stand gestern Abend draußen und hab den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.
Den Wildentenhaufen hab ich gefunden.Mehr nicht.

Das Karkoscha Buch werde ich mir kaufen.Das scheint auch Anfängergeeignet zu sein.
Auf meiner Sterkarte sin nur die Sernzeichen zu sehen.
Also ist die auch nichts.
Ansonsten hab ich noch die Seite gefunden. messier.hatschie.de
Die scheint auch recht hilfreich zu sein.
Werde ich heute Abend mal ausprobieren.

Gruß
Sven
 
Ich empfehle Dir aus meiner persönlichen Erfahrung den "DeepSky Reiseführer". Sollte so um die 20 € kosten.

Natürlich nicht so sexy bei den allwissenden alten Hasen, aber er erfüllt seinen Zweck im Felde...

Gruß
Ernie


 
Hallo,

den "DeepSky Reiseatlas" kann ich auch empfehlen. Hab ihn mir aus der Uni-Bib bestellt und die wichtigsten Seiten für den Anfang kopiert. Jetzt hab ich ihn auch im Original. Der ist sein Geld wert und ich finde die Karten auch detaillierter und sinnvoller aufgeteilt als im Karkoschka. Außerdem mit Ringbindung und beschichteten Seiten gegen Nässe.

Mit dem "DeepSky Reiseführer" zusammen hat man zu den Objekten auch noch einiges an Hintergrundwissen. Zusammen kosten die zwei zwar 40 €, war mir aber jeden Cent wert. Bei Büchern hat jeder so seine eigenen Vorlieben, am besten ist es, wenn man vor dem Kauf mal reinblättern kann.

Ach ja, kürzlich hat die jemand auch gebraucht im Biete-Board angeboten. Evtl. gibts die noch.



Viele Grüße
Markus
 
Moin Markus!

> Zusammen kosten die zwei zwar 40 €

Wo hast Du denn das her? Beide Bücher kosten neu jeweils 29,90 EUR.

BTW: Die Angebote im A.de-Astromarkt haben sich bereits erledigt.
 
Ups, Rechnen ist nicht so mein Ding. Stimmt, die kosten zusammen 60€.

Aber die sind so gut, dass man das Gefühl hat, man hätte nur 40 € gezahlt ;)

Viele Grüße
Markus
 
Zitat von fatoli:
Okulare habe ich 1x20 1x4 und 1x Barlowlinse 3x.Und das ganze in 1.25"
Hallo Sven, was Dir wohl vor allem noch fehlt, ist ein vernünftiges Übersichtsokular mit großem Gesichtsfeld.

Das beigelegte 20 mm Okular ist ein einfaches Plössl mit einem scheinbaren Gesichtsfeld (SGF) von ca. 50°. Damit siehst Du dann mit einer Teleskopbrennweite von 1000 mm ein wahres Feld von 1.1° am Himmel. Das bescheidene SGF vermittelt dabei auch einen gewissen Bullaugen- oder Tunnelblick ins Universum.

Du könntest entweder ein Okular vom selben Typ mit längerer Brennweite nehmen. Mit einem Steckdurchmesser von 1.25" geht das bis 32 mm und damit kommst Du dann mit maximaler Feldblende in 1.25" auf etwas mehr als 1.5° am Himmel.

Oder Du wählst ein "Weitwinkelokular" mit einem SGF von 60° bis 70° mit möglichst langer Brennweite, wie z.B. diese hier

NED25 oder HR25 oder auch das WS20

Damit kommst Du dann ebenfalls auf ein wahres Feld von etwa 1.5° am Himmel.

Es gibt zwar Okulare mit noch größerem SGF, aber die sind dann sehr viel teuer. Für den Powerseeker reichen die einfachen Okulare, zumal der mit f/8 gut damit zurechtkommt.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo zusammen.
Nach den blöden Regentagen war doch diese Nacht wunderbar.
Ein schöner dunkler und Sternenklarer Himmel.
Also nicht wie raus und das Teleskop aufgebaut.
Die Regentage konnte ich gut nutzen um in die Bücher ,die ich gekauft habe, mal reinzuschnuppern.
Einige Objekte habe ich auch gut gefunden und war eigentlich sehr zufrieden.
Um 2Uhr nochmal Stellarium angemacht und dann festgestellt das der Jupiter sichbar ist.
Also nochmal raus und siehe da.Auch schön sichtbar mit seinen 4 Monden.

Aber was mich stört ist folgendes:
Auch der Jupiter ist deutlich sichtbar.Das neue 9mm Plössl ist auch nicht schlecht.
Trotzdem sieht man den Jupiter als kleinen Punkt.
Ganz grobe Details sind mit Fantasie sichtbar.
Mehr nicht.Ich dachte da könnte ich mehr sehen.

Der große Nebel des Andromeda mit dem Fernglas gesucht.Auch direkt gefunden.Aber mit dem Teleskop nicht viel mehr sichtbar als ein grauer Fleck im Dunklen Himmel.

Klar dass ich keine Super Fotoergebnisse mit meinem Teleskop erwarten kann ist mir klar.
Aber dieser WOW Effekt bleibt irgendwie aus.
Da denke ich dass es auf Dauer nicht gerade motivierend ist.

Gibt es denn Objekte die absolut sehenswert sind?

Gruß
Sven
 
Hallo Sven,

naja, nette bunte Bildchen bekommst du nicht zu sehen. Das ist wohl so eine Einstellungssache, mich fasziniert auch ein "Schmierfleck" in der Optik, weil ich weiß, was ich da sehe, das Aussehen selber war mir dann gar nicht so wichtig. Das erste Mal der Hantelnebel sehen (auch nur Schmierfleck) hat mich fast ausflippen lassen. Ein spektakuläres Nebelobjekt ist eigentlich nur der Orionnebel, da hast auch mit einer kleinen Optik Strukturen zu beobachten.

Bei Jupiter und Saturn ist es so, dass du den wirklich lange am Stück beobachten mußt, bis du Strukturen erkennst. So blöd es klingt, aber man braucht da Übung für. Die Bänder auf Jupiter hab ich auch erst nach längerem Beobachten wahrgenommen. Mit mal kurz draufschaun und alles erkennen ist es da nicht getan. Wenn ich mir einen Planeten vornehme, dann beobachte ich ihn mindestens eine halbe Stunde.

Was derzeit noch mit ein bissl Struktur ist, ist der Ringnebel in der Leier. Da kann ich in meinem kleinen 4"er auch schön den Helligkeitsverlauf sehen.

Ich weiß ja nicht was du erwartet hast, aber recht viel mehr als das bisher gesehene wird dabei nicht rumkommen. Wenn du Andromeda schon nicht für sonderlich sehenswert hältst, dann stellt sich die Frage, ob das das richtige Hobby ist. Hast du die Möglichkeit, mal durch andere Geräte zu beobachten? Evtl. würde ein Geräte-Upgrade ja das Vergnügen steigern?

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Sven,

Andromeda ist immer eine Enttäuschung wert. Damit die Spiralgalaxie schön aussieht, muss ein dunkler Himmel her. Den haben wir im Moment nur zwischen etwa 1 Uhr und 2 Uhr. (Wahre Mitternacht in Westdeutschland: ca. 0:30h, Sommerzeit =1:30h MESZ). Der Mond darf nicht stören und es darf keine Stadt in der Nähe sein. Weeze macht schon ordentlich Störlicht, dann gehen die Staubbänder der Andromedagalaxie im aufgehellten Himmelshintergrund unter.

Du solltest einmal Versuchen, ob Du zwischen Adler und Schützen den Omega-Nebel zusehen bekommst. Dessen schwanenartige Form müsste auch bei etwas aufgehelltem Himmel erkennbar werden. Der Wildentenhaufen war schon Thema. M13 ist spannend, wenn er sehr hoch steht: Was ist an Randsternen erkennbar? Wie sieht das Zentrum aus? M92 ist bei Gefallen von M13 durchaus auch ein Ziel. In der Cassiopeia wäre M52 einen Blick Wert, um mal einen schönen, offenen Sternhaufen zu nennen. H & Chi im Perseus werden das Bildfeld sprengen, hingucken sollte man dennoch. Auch der Hantelnebel wurde schon genannt. Der Ringnebel in der Leier ist auch ein Standardobjekt, das man einpeilen sollte. Der zweifarbige Doppelstern Albireo wäre auch mal anzumerken.

Jupiter erfordert Beobachtungserfahrung, aber er ist auch schnell dabei, den Beobachter zu blenden. Mit einem 6mm Okular müsste er gut aussehen, mit einem 9mm Okular blendet er schon. Leider ist die Gerätebauart Cat-Newton in dieser Preisklasse optisch eher "unzuverlässig". Es könnte einfach sein, dass Deine Optik nicht besonders gut ist oder auch einfach schlecht justiert ist. Dann wird das Bild flau und Du siehst allein deshalb nur wenig.

Vermutlich wäre es für Dich das beste, Anschluss an eine Beobachtergruppe zu suchen. Da gibt es praktische Tips bei gemeinsamen Beobachtungen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo.
Danke für die Tipps.
Die werde ich mir mal zu Herzen nehmen.
Ja.Bei mir in der Nähe ist eine Sternwarte.
Aber das ist bei mir immer Blöd wegen meinen Arbeitszeiten.
Muss wohl mal Freitags Urlaub nehmen.
Würde mich schon Interessieren was man so alles sehen kann.

Ob es das Hobby für mich ist weis ich noch nicht so richtig.
Mir fehlen halt die erfolgserlebnisse und dieser Wow Effekt.
Ich mein es macht Spass.
Vor allen das Suchen und finden macht mir komischerweise jede Menge Spass.
Ich wollte halt nur wissen was überhaupt möglich ist.
Oder ob sich ein Upgrade auf Dauer lohnt.
Ist ja logisch dass ich mich da vergewissern möchte bevor ich 500 Euro oder mehr ausgebe.
In der Fotogalerie sind zb Fotos vom Jupiter oder Saturn.
Ich dachte man würde es wenigstens in etwa der Größe sehen.
Aber da scheint doch ne Menge der Pc geleistet zu haben.

Gruß
Sven
 
Re: Celestron Powerseeker 127......Was kann man se

Hallo Sven.

Zitat von fatoli:
Auch der Jupiter ist deutlich sichtbar.Das neue 9mm Plössl ist auch nicht schlecht.
Trotzdem sieht man den Jupiter als kleinen Punkt.
Ganz grobe Details sind mit Fantasie sichtbar.
Mehr nicht.Ich dachte da könnte ich mehr sehen.
Erstens muß man das "Planetensehen" lernen, zweitens gibt es mit der Luftunruhe eine häufig nervende Erscheinung, drittens könntest Du je nach Augenzustand einfach zu wenig Vergrößerung eingesetzt haben, und viertens wäre auch eine Teleskopdejustage denkbar. Halte mal mit dem 9-mm-Okular auf einen Stern und defokussiere allmählich. ist der dabei sichtbare Kringel halbwegs rotationssymmetrisch?

Der große Nebel des Andromeda mit dem Fernglas gesucht.Auch direkt gefunden.Aber mit dem Teleskop nicht viel mehr sichtbar als ein grauer Fleck im Dunklen Himmel.
Für die Andromedagalaxie braucht man eine relativ große Austrittspupille und ordentlich wahres Gesichtsfeld. Weitwinkelokulare finde ich hier praktisch, weil sie trotz ordentlicher Vergrößerung noch eine Menge freien Himmels zeigen. Letzte Nacht hatte ich ein paar nette Beobachtungen dieses Objekts mit einem 150/750, und als Okulare dienten ein 35-mm-68°, ein 32-mm-70° und ein 25-mm-70°. Bereits letzteres war IIRC zu knapp, aber für Dich vermutlich die beste Wahl, da mit 1,25" Steckmaß.

Gibt es denn Objekte die absolut sehenswert sind?
Ja, allerdings hängen die von Umgebung, Teleskop und sonstiger Ausrüstung ab. Du könntest zur Zeit man M 13, M 27 und M 57 ausprobieren, aber natürlich auch NGC 869/884. Für Jupiter würde ich mehr Vergrößerung vorschlagen. Gegen Luftunruhe oder Dejustage nützt die freilich nichts.

Viel Erfolg

fquadrat
 
Re: Celestron Powerseeker 127......Was kann man se

Hallo.
Ok.Das habe ich verstanden.
Den Reiseführer habe ich.Allerdings glaub ich die erste Ausgabe.
Aber da wird sich ja nicht viel geändert haben.
Schließlich stehen die Sterne ja schon länger da oben. :/
Dann hoffe ich mal dass das Wetter sich bessert und dann werde ich das "Planetensehen"mal üben und nachsehen ob das Teleskop richtig justiert ist.

Danke für die Tips
Gruß
Sven
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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