Celestron StarSense Modul

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Giova

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Hallo Freunde,

Ich hab vor mir den StarSense Modul von Celestron zu mein Equipment hinzuzufügen
Nur hätte ich da eine Frage evtl. Kennt dich da jemand etwas besser aus.

Muss man einen Ort aufsuchen wo der ganze Himmel frei von bergen bäumen und Häusern frei ist so das das Modul den kompletten Himmel scannen kann oder macht es nichts aus wenn jetzt im Garten aufgebaut wird und im Südlicher Richtung Mein Haus steht?

Würde mich sehr interessieren wie das Modul reagiert wenn was im Bild stehen würde?

Hatt schon jemand Erfahrung mit dem StarSense Modul gemacht...

Freue mich über jede Antwort.

LG Giova
 
Hallo Giova, ich benutze das Starsense Modul in meiner Sky-Prodigy Montiereung.
Das Teil funktioniert laut Manual wenn der Himmel ab 35 Grad über dem Boden frei ist- meiner Erfahrung nach auch wenn Bäume oder Berge etwas höher sind.
An welchem Teleskop willst Du das Teil einsetzten?
Ich frage deshalb - wenn Du keinen dunklen und freien Himmel hast und Du jetzt zur Einrichtung deines Teleskops nicht länger als 10 Minuten brauchst, würde ich die Investition nicht machen. Je nach Himmel, Wind, Mond und Umgebungslicht kann sich das Teil schon zicking anstellen und dann fängst du jedesmal von vorne an.
Ich würde sagen Gebäude im Hintergrund sind eher suboptimal.

Hoffe ich konnte helfen,

Alex
 
Hi Alex danke für deine Antwort ich dachte ich setze es an meinem CPC 11" oder an dem SC 8"

Also 35 Grad erreiche ich glaub nicht wohne in einem Tal im Schwarzwald es reizt mich schon ein bisschen es auszuprobieren aber du hast recht bin sogar etwas schneller wie 10min wenn alles vorbereitet ist.

 
Hallo, hier ein erster erfahrungsbericht:
Das neue StarSense Modul von Celestron-
Innovation zu einem moderaten Preis

„Was lange währt, wird endlich gut“ so ein alter Spruch, der auch für das neue StarSense Modul von Celestron zutreffen dürfte. Nach Monaten des Wartens- die Erstauslieferung war bereits für Juni vorgesehen- erhielt ich kürzlich von der Firma Baader Planetarium eines der ersten Exemplare für den deutschen Markt. Vom Hersteller als „Celestron StarSense Autoalign“ bezeichnet, bekommt man in einer ansprechenden Verpackung das Modul nebst Handsteuerbox und zwei unterschiedliche Befestigungsschienen für verschiedene Tubusquerschnitte geliefert.
Das beigelegte Bedienungshandbuch- vorerst noch in Englisch- ist übersichtlich strukturiert und auch für den nur mit Schulenglisch ausgestatteten Leser gut verständlich. Sehr hilfreich für erste Beobachtungsnächte ist es, dass man auch auf dem Display der Handsteuerbox ausführliche Bedienungshinweise erhält. Sie ersparen während der Beobachtung das umständliche Nachlesen im Handbuch. Allerdings gerät die Schrift durch die begrenzende Displayfläche ausgesprochen klein, man muss schon genau hinsehen, um den gescrollten Text lesen zu können.
Wie angekündigt, ist das Modul sowohl für alt-azimutale, als auch für parallaktische Celestron-Montierungen der letzten zehn Jahre ausgelegt. Außer einem zusätzlichen Polar- Alignment für äquatoriale Aufstellungen sind die vorbereitenden Ausrichtungsprozeduren für beide Typen gleich.
Wir betreiben den „Sternerkenner“ auf einer CGEM- Montierung mit aufgesatteltem C11.
Alle bisherigen optischen Sucheinrichtungen kann man getrost abbauen, sie werden zum automatischen Alignment nicht benötigt. Notwendig sind vor allem zwei Okulare mit unterschiedlichen Brennweiten. Wir benutzten ein 20mm und ein 9mm Plössl.
Ähnlich wie im bekannten GoTo- Betrieb, sind zu Beginn der Ausrichtungsroutinen parallaktische Montierungen unter Übereinstimmung der Index- Marken grob nach Norden , azimutale ebenfalls entsprechend ihrer Index- Marken waagerecht aufzustellen, Standort, Zeit mit Zeitzone, Datum und DST werden per Handsteuerbox nach Auswahl der gewünschten Betriebsweise (automatisch oder manuell) eingegeben. Wir beschreiben im Folgenden den automatischen Alignmentprozess, der dann mit Enter eingeleitet wird.

Es war eines unserer größten Bedenken, dass der uns zur Verfügung stehende freie Blick zum Himmel für diesen Betriebsmodus nicht ausreichend ist. Der Teleskop- Standort befindet sich in einer Mittelgebirgsregion, Bergrücken und auch die allgegenwärtigen Bäume begrenzen die Sicht, nach Osten wird der freie Blick in zusätzlicher Weise durch Gebäude begrenzt.
Zu unserer Freude stellte dies für ein erfolgreiches Prozedere kein Hindernis dar, Obstruktionen wurden vom Teleskop automatisch übergangen, die Anzahl gefundener Sterne synchron im Display visualisiert.
Es macht sich allerdings notwendig, hier darauf hinzuweisen, dass trotz aller Hindernisse an unserem Standort Schwenks über den Meridian möglich sind und von der Automatik erwartungsgemäß auch vollzogen wurden. Beobachter mit nach oben begrenzter Sicht müssen vermutlich den manuellen Alignmentprozess wählen. Ebenfalls noch zu testen ist der Einfluss des hellen Mondlichts auf den Ausrichtungsvorgang.

Dieser ersten automatischen Initialisierung folgt ein zweiter, nur einmalig durchzuführender Bedienungsschritt- das Justieren der Modulkamera. Man wählt zu diesem Zweck aus der Liste Named (namentlich aufgeführte Sterne mit Magnitudenangabe) einen möglichst im Blickfeld befindlichen Stern mit einer Magnitude unter 2 aus, betätigt mit Enter und das Teleskop fährt dann diesen Stern an bzw. zeigt in seine Nähe. Unter Verwendung der Richtungstasten und den beiden Okularen wird das Objekt zunächst grob, dann möglichst präzise zentriert. Damit ist die Kamera zur Optik ausgerichtet.

Zur Erhöhung der GoTo- Genauigkeit ist es in einem dritten optionalen Schritt möglich, bis zu zehn zusätzliche Kalibrierungs- Referenzpunkte anzusteuern und zu speichern. Zu diesem Zweck werden durch Aufrufen der Funktion Cal References die für die Beobachtung vorgesehenen Himmelsareale angefahren und im Sinne eines „mapping“ mit Enter aquiriert.

Mit diesem Schritt sind alt-azimutale Montierungen betriebsbereit, äquatorial aufgestellte Teleskope müssen abschließend noch poljustiert werden. Auch dies ist mit dem Polar-Alignment von Celestron kein Problem: Ein aus der Liste Named ausgesuchte Stern muss mit den alt-azimut-Stellschrauben der Montierung manuell zentriert werden. Der dann nochmals durchzuführende automatischer Alignmentprozess komplettiert die Vorbereitungsmaßnahmen für ungeteilte Beobachtungserfolge.

Auch wenn dies alles für manchen Leser etwas aufwendig erscheinen mag:
Die nach der Erstinbetriebnahme bereits reduzierten Initialisierungsschritte automatisiert man im Nu, eine bemerkenswert präzise Positionisierungs- und Nachführgenauigkeit sind der Lohn. Das sicher für viele als lästig empfundene „Herumkriechen“ unter dem Teleskop zum Zwecke des Ausrichtens auf Referenzsterne, verbunden mit den Problemen, die vor allem Brillenträger mit den Suchereinrichtungen haben, gehören damit der Vergangenheit an.
Alles in allem- eine gelungene, preiswerte Entwicklung von Celestron, die durch das abnehmbare f/2 Objektiv des Moduls und die via USB- Port upgradefähige Software noch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten erwarten lässt.
Joachim Balfanz









 
Hallo,

wenn ich dass richtig lese:

Bei Erstinbetriebnahme:

1. Automatische Initalisierung
2. Justieren der Kamera am Stern
3. Optional kalibrierung über weitere Sterne
4. Polar Alignement bei parallaktischer Montierung
5. Nochmals Automatische Initalisierung

Bei jeder weiteren Beobachtungsession ( am gleichen Ort):
1. Automatische Initalisierung

Richtig?

Gruss

Peter
 
Hallo Peter,
richtig, wenn du das Teleskop stationär betreibst.
Ansonsten beim wiederholten Neuaufbau: Automatische Initialisierung, gut auch Cal Reference und Polar Alignment bei parallaktischen Montierungen. Dann aber nochmals neu automatisch initialisieren.
CS Joachim
 
Du solltest aber unbedingt die neueste Firmware aufspielen.
Das Polaralignment funktioniert nämlich erst seit Firmware/Januar 2015
 
man kann mit Starsense die 4 Alignmentpunkte selbst bestimmen die angefahren werden , User Alignmnet, dann stört auch ein eigeschränktes Blickfeld nicht. Also keine Angst vor Bäumen und Häusern.
 
Hallo

der Sichtbereich; ich habe von NO bis fast SW fast freie Sicht. Der Horizont ist nur im NO frei, nach SW sind Häuser und Bäume in ca. 20 Grad Höhe davor.
Leider keine freie Sicht nach Norden, auch darum überlege ich mir diese Hilfe zu kaufen.
Ob das Probleme macht, denke das weiß man erst wenn ich es ausprobiert habe?
Habe ja ein Rückgaberecht sollte es nicht funktionieren.

Wie sind eure Erfahrungen?
 
Zitat von langr:
man kann mit Starsense die 4 Alignmentpunkte selbst bestimmen die angefahren werden , User Alignmnet, dann stört auch ein eigeschränktes Blickfeld nicht. Also keine Angst vor Bäumen und Häusern.

ok, wie funktioniert das?
Kann man die Ref.Sterne im Menü auswählen denn am Himmel stelle ich mir das für einen Anfänger schwer vor die Sterne zu definieren.
 
Hallo

Danke, hatte ich schon quergelesen.
Über den benötigten Sichtbereich steht da nichts.
Nur was über einen relativen freien Blick auf einen Großteil des Himmels.
 
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