P_E_T_E_R
Aktives Mitglied
Gerade ist die diesjährige Generalkonferenz für Maß und Gewicht im Pariser Vorort Sèvres mit mehreren Resolutionen zur zukünftigen Definition der Sekunde zu Ende gegangen:
CGPM 2026 Resolution 4
CGPM 2026 Resolution 5
Damit soll der Übergang von der bisherigen im wesentlichen auf der Caesium-133 Atomuhr basierten Definition der Sekunde und UTC Weltzeit zu einer zukünftigen noch mal wesentlich genaueren Atomuhrzeit vollzogen werden, bei der die Atome in einem von Lasern erzeugten Optical Lattice, also Gitter, fixiert werden.
Des weiteren soll auch der bislang praktizierte Usus von Schaltsekunden zur Angleichung zwischen der atomuhrbasierten UTC und der astronomisch definierten UT1 abgeschafft werden. Diese Diskrepanz infolge der unregelmäßig voranschreitenden Verlangsamung der Erdrotation wurde zwischen 1972 und 2016 peu à peu mit insgesamt 27 Leap Seconds (Schaltsekunden) partiell ausgeglichen. Diese Maßnahme führte aber zu allerlei Chaos und diesbezüglichen Beschwerden und wurde zuletzt trotz einer akkumulierten Diskrepanz von derzeit 37 Sekunden auch ausgesetzt. Resolution 5 sieht vor, die Diskrepanz zwischen UTC und UT1 bis zu einem Maximalwert von 3600 Sekunden oder einer ganzen Stunde anwachsen zu lassen und erst dann mit einer ganzen Schaltstunde zu korrigieren. Das wird aber erst in ferner Zukunft eintreten. Vermutlich gibt es dann eine Debatte zu den Auswirkungen wie bei der Umschaltung zwischen Winter- und Sommerzeit.
Gruß, Peter
CGPM 2026 Resolution 4
CGPM 2026 Resolution 5
Damit soll der Übergang von der bisherigen im wesentlichen auf der Caesium-133 Atomuhr basierten Definition der Sekunde und UTC Weltzeit zu einer zukünftigen noch mal wesentlich genaueren Atomuhrzeit vollzogen werden, bei der die Atome in einem von Lasern erzeugten Optical Lattice, also Gitter, fixiert werden.
Des weiteren soll auch der bislang praktizierte Usus von Schaltsekunden zur Angleichung zwischen der atomuhrbasierten UTC und der astronomisch definierten UT1 abgeschafft werden. Diese Diskrepanz infolge der unregelmäßig voranschreitenden Verlangsamung der Erdrotation wurde zwischen 1972 und 2016 peu à peu mit insgesamt 27 Leap Seconds (Schaltsekunden) partiell ausgeglichen. Diese Maßnahme führte aber zu allerlei Chaos und diesbezüglichen Beschwerden und wurde zuletzt trotz einer akkumulierten Diskrepanz von derzeit 37 Sekunden auch ausgesetzt. Resolution 5 sieht vor, die Diskrepanz zwischen UTC und UT1 bis zu einem Maximalwert von 3600 Sekunden oder einer ganzen Stunde anwachsen zu lassen und erst dann mit einer ganzen Schaltstunde zu korrigieren. Das wird aber erst in ferner Zukunft eintreten. Vermutlich gibt es dann eine Debatte zu den Auswirkungen wie bei der Umschaltung zwischen Winter- und Sommerzeit.
Gruß, Peter
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