Hi @Alls,
........wobei unter "der sinnvollste Arbeitsablauf" ausschließlich Augenmerk auf Genauigkeit gelegt wurde und nicht auf Kostenoptimierung.......
wenn das hier ein gelernter Zerspanungsfachmann liest, der lacht sich krumm und schief!!
Jeder Fachmann der z.B. an einer CNC-Drehe/Fräse arbeitet, hat auch den Beruf richtig erlernen müssen, an konventionellen Maschinen! Sind diejenigen jetzt schlechter, nur weil Sie den Fortschritt der NC/CNC Technik erlernen „müssen“, damit die Jungs und Mädels überhaupt noch Wettbewerbsfähig sind?
Diese Facharbeiter haben auch das Umspannen gelernt, auch haben sie gelernt wie ein Werkstück gefertigt werden muss, auch in Punkto Arbeitszeitoptimierung. Glaubt hier etwa Jemand, der „altehrwürdige“ Dreher konnte sich erlauben an einem Werkstück zu arbeiten, so frei nach dem Motto: „Wenn nicht Heute dann erst Morgen!“?
Jeder Facharbeiter wird sich, egal ob er an einer konventionellen Drehbank oder an einer CNC-Drehe steht, Gedanken über den Arbeitsablauf machen müssen. Fest steht, die können das auch! Jeder Fachmann wird sehr gute Materialkenntnisse aufweisen, besonders wichtig an den Automaten! Verhauen die sich im Vorschub, dass Material wird zu warm, dann wird’s auch automatischer ungenauer! Auch stellt man keinen „Bauern“ vor einem Millionenschweren Automaten, da steht ein Fachmann vor, der das Teil mit Sicherheit verdammt gut beherrscht!
Zu den „altehrwürdige“ Dreher noch mal:
Vor zwei Jahren habe ich mir auch eine Drehbank zugelegt! Ich hatte das Glück das in meiner „kurze“ Lehrzeit die kleine Drehbank in einer Firma für Metallverarbeitung stehen durfte. Somit konnte ich auf das Fachwissen zweier Werkzeugmacher zurückgreifen.
Kleine Anekdote: Meine kleine Drehe hat noch eine Gewindeuhr, der jüngere Werkzeugmacher (35 Jahre) konnte mir die Arbeitsweise dieser Gewindeuhr nicht erklären! Der Meister des Betriebes, ein 62 Jahre alter Haudegen, konnte dies sehr wohl!
Heißt das jetzt, der „Alte“ hat mehr Ahnung wie der Jüngere, der im Gegensatz zum „Alten“ schon an mehreren Millionenschweren Automaten gearbeitet hat?? Mit Nichten, denn der Haudegen kann diese Automaten nicht bedienen, weil, nicht mehr „Erlernt“!
Und von was schwärmt der jüngere Werkzeugmacher?
Tja, Fränky, so heißt er, erzählte mit funkelnden Augen wie er den Lehrmeister den Atem geraubt hat, indem er mit höchster Verfahrgeschwindigkeit, den Automaten bis 1/100 ans Werkstück hat fahren lassen!!! Genauso wie er erzählte (lachend), wie dieser Vorgang auch mal in die Hose ging und ein 300.- Euro teures Werkzeug geschrottet wurde!
Ob man nun mit CNC werben kann oder nicht, dass steht jedoch auf einem anderen Blatt. Für mich steht CNC für gleichbleibende Qualität. Letztendlich ist entscheiden was der Automat hergibt und wer ihn bedient! Na ja, ich glaube das steht in keiner Werbung drin!
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CS
Bernd