Dark Sky Geek - OAG Focuser

elBavaro

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Hallo zusammen,
ich möchte euch heute ein kleines Gadget präsentieren von dem ich bis vor ein paar Monaten nicht wusste, dass man es überhaupt brauchen könnte. Den Dark Sky Geek OAG Focuser: GitHub - jlecomte/ascom-oag-focuser: Open Source ASCOM-Compatible OAG Focuser For Astrophotography

Problemstellung: Bei der Kombi Monokamera mit Refraktor ist mir aufgefallen, dass ich teilweise recht deutliche Offsets zwischen den einzelnen Filtern habe. Hier scheint also die unterschiedliche Brechnung der Wellenlängen zuzuschlagen, wenn man dem Werbeversprechen von Antlia bezüglich "parfokal" glauben darf. In Kombi mit einem OAG führt das dazu, dass nur eine Kombination von Filter und OAG Position tatsächlich sauber fokusiert ist.

Lösung: Der Dark Sky Geek OAG Focuser mit eigenem ASCOm Treiber. Dieser ermöglicht nicht nur einen AF Run des OAG (welch Luxus), sondern ermöglicht auch das Bedaten von Offsets für jeden FIlter im Filterrad. So bleibt der OAG immer sauber fokusiert und PHD2 muss nicht mit schwankenden SNR Werten kämpfen.

Für mich ist das der erste Kontakt mit dem Arduino und dem Thema Löten. Die Beschaffung der Komponenten war auch eine interessante Erfahrung mit PCBs aus China etc. pp.

Was wird an Hardware benötigt?
- Arduino Nano Klon (Achtung teilweise scheinen die unterschiedlcih bezüglich Brown Out (Unterspannung) zu arbeiten und können dann beim Anlaufen des Motors in Reset gehen)
- ULN2003 (Motorsteuerung)
- 28BYJ-48 (5V) Schrittmotor
- JST-XH Stecker
- 10-20mueF (25V) Kondensator
- PCB

Mit welchen OAGs ist er kompatibel?
ZWO OAG, ZWO OAG-L, ASKAR OAG und Player One OAG

Bislang habe ich nun die Bauteile auf die PCB gelötet und den Arduino geflasht. Das Bord wird vom ASCOM Treiber erkannt und der Stepper dreht sich ohne, dass die Verbindung abbricht. Die Nächsten Schritte sind leichte Nacharbeiten an den ABS 3D Druckteilen (danke hier an 3D Druck Krug). Hier fehlt knapp 0.1mm zum Wellenmaß und dann die Montage am ASKAR OAG. In Summe ein spannendes Projekt, dass das Wettbewerbsprodukt von Pegasus (Kostenpunkt 629€) wohl auch wegen dem genialen ASCOM Treiber in den Schatten stellt und den Geldbeutel schont.
Wer nicht selbst bauen möchte, kann meines WIssens noch Restposten aus einem Kickstarter von Julien erwerben. Versand leider nur innerhalb US womit man noch einen Zwischenmann braucht.


CS
Oliver
 

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Kurzes Update aus der Probemontage. Die Kabel zum Motor müssen deutlich gekürzt werden und gerade das kleine Ritzel finde ich nicht ideal gelöst.
Motor plus externe Verzahnung haben jetzt 100 Schritte Spiel was mich gerade über eine kleine Modifikation mit GT2 Riemen grübeln lässt. Vorteile aus meiner Sicht. Bessere Passform des Ritzel weniger Spiel und auch weniger Anspruch an den 3D Druck.

CS
Oliver
 

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So weiter gehts. Mal wieder die alte Formelsammlung bemüht um die passende Riemenlänge bei verschiedenen Zähnezahlkombis zu ermitteln. Ziel war die bestehenden Gehäuse erst mal wiederverwenden zu können. Den GT2 Riemen und kleine Ritzel für den Stepper bekommt man aus China recht günstig und das Ganze wurde jetzt montiert, nachdem die Kabel des Stepper recht deutlich gekürzt wertden mussten um das alles ins schlanke Gehäuse zu packen.
Sieht für mich nun deutlich angenehmer aus bei der Kraftübertragung und als positiver Nebeneffekt hat sich das Spiel auf 30 Schritte reduziert. Jetzt noch die Platine ins Gehäuse und der OAG Focuser kann ans SCT wenn dann mal endlich der Starizona Korrektor kommt ...

Falls jemand nachbasteln will, kann ich Stecker, PCBs und Kondensatoren für eine kleine Kompensation anbieten. Die gab es nur in etwas größeren "Gebinden".

CS
Oliver
 

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Und hier noch zum Abschluss das zu 99% fertige Produkt. Musste mit dem Dremel noch etwas den USB-C Port öffnen. Hier scheint die Konstruktion wohl von etwas anderen Höhen zwischen Arduino und PCB auszugehen. Dann noch leichte Zwischenwand (orange) da das Riemenritzel höher aufbaut als die Verzahnung. Zudem ist mir noch aufgefallen, dass bei meinem ASKAR OAG die Schraube zum anziehen der Klemmung ungünstig Richtung Gehäuse passt. 2-3mm mehr Achsabstand würden das Problem beheben oder der Kauf einer M4x6 Zylinderkopfschraube (hatte hier nur M4x8 rumliegen).

In Summe aber ein spaßiges Projekt, was auch noch Potential zur Optimierung lässt wenn man noch eine ruhige Minute im CAD opfert.
 

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